Startup Insider
00:48:03 · S0
[00:48:03] S0: Startup Insider.
00:48:06 · Jan Thomas
[00:48:06] S2: Also das stimmt schon und ich ich also Du hast ja vorhin gesagt, so früh und so so radikal wie möglich, ne oder so so weit weitgreifend wie möglich. Zeitgleich, wir haben ja letztes Mal schon über den hier oder vorletzt Mal, glaube ich, über den Moritz Kreppel gesprochen, ne, von Urban Sports. Da habe ich ja von seinem kurzen Impulsvortrag bei bei Revent euch erzählt, der ja gesagt hatten, sie hatten viermal, haben sie sich klare Meilensteine gesetzt haben gesagt, wenn wir die nicht erreichen, also KPIs, wo er gesagt hat, keine Ahnung, 100 Studios bis Ende des Monats oder whatever. Und er hat erzählt, sie haben sie, ne und dann hören wir auf. Das war quasi das das Versprechen, das hat er und der Benjamin, sein sein Partner haben sich gegenseitig in die Augen gekommen und gesagt, wenn wir das nicht erreichen, hören wir auf und haben trotzdem jedes Mal weitergemacht. Das finde ich halt auch, das ist son bisschen die Gefahr natürlich, dass Du als, also in dem Fall ist es natürlich gut gegangen, die haben 600000000 Exit gemacht, glaube ich, ne, aber dass Du als als Gründer natürlich irgendwie auch son bisschen, Du hast a immer eine Hypris, ja, das das kommt, glaube ich, dazu, ne. Also hast immer so irgendwie son, glaubst halt einfach, dass dir Dinge gelingen und das andere ist, dass Du dadurch auch, glaub ich, son bisschen produkt- oder betriebsblind wirst, ne, also realitätsblind wirst. Ja. Und das ist vielleicht dann ab und zu mal so, sich, sag mal, jemand Externen zu haben, der mal drauf guckt, ist, glaub ich, gar nicht so doof, ne. Deswegen also jetzt für dich, also ich fänd's fast sympathischer, Du wärst ein Restrukturierungsabwehrexperte und nicht direkt Restrukturierungsexperte. Weißt Du, was ich meine? Also dass dass Du eigentlich so die Phase früher draufkommst. Ja, verstehe ich, was Du meinst. Ja,
00:49:23 · Fredrik Harkort, Jan Thomas
[00:49:23] S1: verstehe ich, was Du meinst. Aber meistens sind die sind die Gründer und Unternehmer, ich ja genauso in den Phasen eher so, dass sie sagen [00:49:30] S2: Ja, ich würd Genau, das meine ich ja gerade. Das wir sind aber
00:49:32 · Fredrik Harkort
[00:49:32] S1: Ne, das weil wir sind ja auch, das ist ja die Krux, ne. Wir Unternehmer müssen ja Optimisten sein per Definition. Wir müssen an guten Ausgang denken, sonst würden wir uns ja nächsten Baum auf aufknüpfen, ja. Und und dieses diese diese diese Superpower zu sagen, nee, nee, nee, das krieg ich noch hin, das kriegen wir noch hin, so, das wird das wird alles. Am Ende reiten wir in Sonnenuntergang. Die sorgt dann eben auch dafür, dass wir dass wir es dass wir es nicht sehen wollen und deswegen auch nicht sehen und dann eigentlich kurz vor knapp sagen, fuck, jetzt jetzt muss muss das passieren, ansonsten bin ich tot. Und und da ist es auch so für viele, wir reden ja heute nicht über Insolvenzen, ne, aber ich hab mal ein langen Artikel über sozusagen, das war eine Reportageartikel über Unternehmer, die Insolvenz angemeldet haben und fast alle haben unisono gesagt, dass es für die sich unglaublich befreiend angefühlt hat, weil endlich sozusagen war dieser ganze Druck weg, ja. Und das ist eigentlich eine ganz gute, das ist eigentlich eine ganz gute Überleitung, auch zu' großen Fehler, den ich gemacht hab damals bei MAC 6 und der den ich jetzt auch immer wieder sehe, ist, wir Gründer glauben immer, dass wir unseren Mitarbeitenden nichts zutrauen können. Also wir wir trauen uns nicht, transparent zu sein, weder mit der Situationsbeschreibung noch mit' Ausblick, der auch daneben liegen kann, weil wir glauben, das halten die nicht aus. Das müssen wir alleine durch durchhalten. Aber das ist das, was das sollten wir auf keinen Fall tun, sondern insbesondere mit der mit der Flusstruppe. Und das tut übrigens auch total gut, wenn man dann ins Teilen kommt. Insbesondere mit der Flusstruppe muss man sagen, da stehen wir, das ist der Plan. Es ist verrückt. Es kann sein, dass das nicht funktioniert. Aber ich glaube, wir kriegen's hin und das ist so und so ist die Strategie dafür. Gehst Du die mit, ja? So und da auch Finanzplan offenlegen, Strategie offenlegen und so, das ist alles superwichtig. Und das Lustige ist, wenn man das dann macht als Gründer, dann fallen einem so viele Steine auch vom Herzen, weil man merkt, krass, ich muss das nicht mehr alleine schultern, sondern da tatsächlich gibt... Unsere Mitarbeiter tragen viel mehr, als man das eigentlich denkt. Das ist die Erfahrung, die ich gemacht habe.
00:51:30 · Fredrik Harkort, Jan Thomas
Und deswegen ist es nur fair und auch wichtig, das dann an der Stelle transparent zu machen, in dem Moment, wo man dann diese Phase rudert. [00:51:37] S2: Ja, da da wär ich ein bisschen, ja schon, aber ich find's, auch das muss man mit Fingerspitzengefühl machen, ne, weil hinterher die richtig guten Leute, also das die richtig guten Leute können halt auch sehr schnell weg sein dann, ne, wenn sie halt merken, okay, hier wird's jetzt unbequem, ich krieg jetzt Aber das ist Vagina und solche Sachen. [00:51:51] S1: Leute für diese Phase. Also ne, das das ja. Ja. Ja, ja, genau, das [00:51:54] S2: kann ja kann ja sein, ne, weil es können ja trotzdem gute Leute sein. Du hast jetzt vorhin, glaube ich, gesagt, Skills und Mindset, ne, das war, glaube die beiden Sachen. Könnte jetzt zum Beispiel sein, dass Du jetzt nicht gesagt hast, da ist jetzt irgendwie ein, ich weiß nicht, ein Außendienstmitarbeiter, der einfach super Kontakte hat, ja. So, ne, das ist weder noch, aber vielleicht brauchst Du ihn eigentlich, aber der sagt, boah, wenn ich also 30 Prozent, ne, im Vertrieb grade, wenn Du sagst, 30 Prozent weniger Verdienst, das sind Leute, die aber sagen, hey, nee, das nicht mehr der Genau,
00:51:54 · Jan Thomas, Fredrik Harkort
[00:51:54] S2: kann ja kann ja sein, ne, weil es können ja trotzdem gute Leute sein. Du hast jetzt vorhin, glaube ich, gesagt, Skills und Mindset, ne, das war, glaube die beiden Sachen. Könnte jetzt zum Beispiel sein, dass Du jetzt nicht gesagt hast, da ist jetzt irgendwie ein, ich weiß nicht, ein Außendienstmitarbeiter, der einfach super Kontakte hat, ja. So, ne, das ist weder noch, aber vielleicht brauchst Du ihn eigentlich, aber der sagt, boah, wenn ich also 30 Prozent, ne, im Vertrieb grade, wenn Du sagst, 30 Prozent weniger Verdienst, das sind Leute, die aber sagen, hey, nee, das nicht mehr der Genau, [00:52:19] S1: aber das ist Hör ich mich mal Paradebeispiel, wo Gründer sagen, ja, weiß ich nicht und der wär echt wichtig. Dann sag ich fuck off. Sein Job, wenn der sozusagen nicht das Mindset hat, mir zu gehen, den machst Du jetzt. Ist jetzt Gründeaufgabe, weil das ist wieder auch der Unterschied zwischen aufm Deck stehen mit mit 16 Offizieren und 3 Generälen und Du so und Du bist der der der War Time CEO aufm Floß, ne, dann schau mal, was Elon Musk alles macht, Becausev, ja? Also da muss man dann genau auch diese die wieder rangehen in die Bütt und deswegen fühlst Du auch, das ist einfach unbequem, ja? Und und und und wirklich auch entscheidend, wenn der wenn der sagt, ja, ich hab hier Kontakt, aber wenn ich nicht, ich weiger mich auf unter 100 k zu gehen, sonst geh ich, dann muss man sagen, ja, dann das ist dann deine Entscheidung, dann dann geh bitte, ja.