00:08:16 · Jan Thomas, Jörn Chim Chow
[00:08:16] S1: Mit euch ändert sich das jetzt, ne? Das ist ja schon mal cool. Jetzt lasst mal ein bisschen über euch reden. Das ist ja vom vom Setting her, ihr seid noch ein relativ junges Unternehmen und zeitgleich habe ich so das Gefühl, der Markt, den ihr an angeht, gerade ist ein riesengroßer Markt oder? Vielleicht kannst Du es mal ein bisschen abholen. [00:08:28] S2: Genau, wir sind da wir sind ein relativ junges Unternehmen. Wir waren vor 2 Jahren, knapp 2 Jahren gegründet, im Juli 24, sind aber relativ schnell unterwegs, sag ich's mal so. Wir haben innerhalb von einem Jahr quasi unseren ersten Testchip produziert in 8 Nanometern und sind dann quasi jetzt auch schon dabei, unseren zweiten Prozessor zu fertigen. Der Markt ist aber stetig im Wachsen, sag ich's mal so. Ich meine, der ganze Markt, in dem wir unterwegs sind, das sind 500000000000 US Dollar Markt und wir spezialisieren uns oder wir fokussieren uns gerade auf den Embedded Markt. Das ist alles quasi, was nicht im HPC, also nicht in der Cloud sitzt quasi und der Markt, der ist auch wirklich stark im Wachsen. [00:09:06] S1: Kannst Du das noch mal ein bisschen ein bisschen genauer erklären, embedded versus nicht in der, also in der Cloud, [00:09:11] S2: ne, also für für, sagen wir für Laien wie mich? Embedded Systeme sind quasi Systeme wie, was weiß ich, der Fernseher, das Auto, Roboter in der Fabrik. Alles, was Logik hat und quasi On Premise sitzt, also in deinem Haus oder in der im nicht verbunden ist mit größeren Rechenzentren,
00:09:11 · Jörn Chim Chow, Jan Thomas
[00:09:11] S2: ne, also für für, sagen wir für Laien wie mich? Embedded Systeme sind quasi Systeme wie, was weiß ich, der Fernseher, das Auto, Roboter in der Fabrik. Alles, was Logik hat und quasi On Premise sitzt, also in deinem Haus oder in der im nicht verbunden ist mit größeren Rechenzentren, [00:09:28] S1: das heißt also. Und sagt ja immer oder die Frage, gesagt, ihr habt eine tolle Finanzierungsrunde abgeschlossen, deswegen macht man sich jetzt relativ wenig Sorgen, dass das irgendwie, dass ihr da auf' guten Weg seid, aber sagt ja immer, so dieser Founder Business Fit, ne, irgendwie das Gründungsteam ist bei sowas super entscheidend. Kannst Du's da mal ein bisschen abholen? Wer hat wer wer steckt hinter dem Unternehmen?
00:09:46 · Jörn Chim Chow
[00:09:46] S2: Genau, das Unternehmen wurde gegründet von Martin, unserem CTO und mir. Martin hat quasi die letzten Jahrzehnte im Bereich rekonfigurierbarem Computing gearbeitet. Er hat auch über 200 Patente in dem Bereich. Ich komme eher aus der Anwendung heraus. Ich habe in der Vergangenheit Embedded Produkte entwickelt, die solche Prozessoren genutzt haben. Martin und ich, wir kennen uns seit über 20 Jahren. Ist ganz lustig. Als wir angefangen haben, in Karlsruhe zu studieren, kam mein E-Techniker Hoffmann auf mich zu und meinte, er hat einen Freund, der eine Halbleiterin Firma hat und quasi Unterstützung bräuchte, weil er gerade in Gesprächen mit' Kunden ist in' nem asiatischen Raum sozusagen. Und das war das war mein... Da hab ich den Martin kennengelernt quasi vor vor 23 Jahren, da war ich doch, also im ersten Semester in Karlsruhe und seitdem kennen wir uns. Vor ein paar Jahren sind wir sind wir dann wieder auf das Thema gekommen und ich hatte quasi 20 Jahre im Großkonzern gearbeitet und in der Technologiesparte und wir unterhalten, was wir gerade machen. Und der Martin hatte mir gerade erzählt, an welchen neuen Innovationen er quasi arbeitet. Und da haben wir gesagt, okay, das ist das ist ein super spannendes Thema, das sollten wir zusammen machen und haben uns dann vor 2 Jahren quasi entschieden, es gemeinsam zu gründen.
00:10:50 · Jan Thomas
[00:10:50] S1: Dieses gemeinsam zu gründen, also vielleicht kannst Du es da noch mal abholen in die Idee, weil ihr habt ja ein bisschen einen anderen Blick auf den Markt und Du hast jetzt eben von dem badet badet System schon gesprochen, aber wie ist das denn hinterher? Also es gibt ja viele etablierte Player, aber irgendwie hab ich das Gefühl, ihr habt ein anderen Approach, oder?
00:11:06 · Jörn Chim Chow
[00:11:06] S2: Genau. Du musst dir das so vorstellen, die meisten embedded Systeme basieren auf verschiedenen Prozessoren. Man hat also verschiedene spezialisierte Prozessoren. Stell dir vor, Du hast ein Orchester und in dem Orchester hast Du Musiker und da kann jeder quasi ein Instrument spielen. 1 kann, was weiß ich, die Galge, ein anderer kann Blasinstrument, die Trompete, sag ich's mal so. Jetzt ist es aber so, was ist was ist, wenn sich diese wenn sich die Antwort verändert, wenn ich jetzt plötzlich mehr Geigen brauche? Und heutzutage ist es so, Du baust quasi ein System zusammen aus vielen verschiedenen spezialisierten Prozessoren. Jeder Prozessor kann quasi ein bestimmtes Instrument oder eine bestimmte Arbeitslast. Das heißt, hast zum Beispiel Prozessoren, die sind spezialisiert für die Signalverarbeitung, die spezialisiert sind für die Echtzeitverarbeitung oder für die Echtzeitkontrolle. Und dann Prozessoren wie DPUs oder MPUs, die zum Beispiel für KI oder neuronale Netze spezialisiert sind. Und wir haben eine neue Art, die es uns quasi ermöglicht, alles in einem Prozessor zu machen. Wenn wir das Orchesterbeispiel nehmen, wir haben quasi Musiker, die nicht nur ein Instrument spielen können, sondern verschiedene Instrumente spielen können, je nach Bedarf. Für unseren Prozessor bedeutet das, wir haben eine neuartige Architektur, wo wir Teile des Prozessors, während das Programm läuft, quasi neu allokieren können. Das heißt, ein Teil des Prozessors kann zum Beispiel dein Betriebssystem ausführen, während andere Teile des Prozessors zum Beispiel Signalverarbeitung oder neuronale Netze verarbeiten. Und diese Allokation kann während der Runtime, also während das Programm läuft, dynamisch verschoben werden. Das führt dazu, dass Systeme deutlich von der Komplexität deutlich einfacher werden. Heißt, man braucht nicht mehr 4 oder 5 verschiedene Prozessoren, sondern man kann quasi eine Art von Prozess haben, die nur ein Software Tool Tool Chain braucht. Also Du hast nicht mehr verschiedene Entwicklungsumgebungen für jeden Prozessor, sondern Du hast nur noch eine Entwicklungsumgebung für einen Prozessor, einen Software Stack anstatt fragmentierten, sag ich's mal so, fragmentierten Entwicklungsumgebungen und verschiedene Software Stacks, die quasi für jeden Prozessor unterschiedlich sind.
00:13:12 · Jan Thomas
[00:13:12] S1: Kannst Du mich mal mitnehmen oder uns mal mitnehmen, wie ist diese Idee entstanden? Weil ich finde das ja schon faszinierend, ne. Wir wir reden jetzt hier über über ein Land, Deutschland, Europa, wo eigentlich dieser ganze Bereich son bisschen verweist ist und dann kommt ihr und trefft euch abends aufn Bier und sagt, boah, man müsst ihr mal und dann 2 Jahre später habt ihr ein Unternehmen, das eine große Runde gedreht hat. Wie läuft so was?