00:00:06 · S0, Jan Thomas, Jörn Chim Chow
[00:00:06] S0: Startup Insider. [00:00:09] S1: Herzlich willkommen zu Startup Insider Spotlight. Mein Name ist Jan Thomas und heute bei uns zu Gast ist Jörn Chim Chow. Er ist Co Founder und CEO von Ubitium. Und ich kann euch versprechen, es kommt ein richtig ambitioniertes Gespräch. Wirklich total faszinierend. Wir reden nämlich vor dem Hintergrund 1 14000000 US Dollar Finanzierungsrunde. Wir reden nämlich über den Halbleitermarkt und das ist ja bekanntlich ein Markt, der in Deutschland und Europa ziemlich hinten dranhängt. Ja, das Coole ist, Ubitium ist angetreten, das zu ändern, und zwar mit einem sehr neuartigen Design, mit einem sehr neuartigen Chipdesign. Hat dafür grade 14000000 US Dollar eingesammelt und wir sprechen natürlich über den Markt, wir sprechen über die Runde. Wir sprechen aber auch darüber, was hier gerade für Chancen liegen. Das Chip Design ist nämlich wirklich sehr clever und sehr durchdacht, soweit ich das jetzt als, ich sag mal, Laie beurteilen kann. Aber ihr werdet gleich sehen, das klingt wirklich ziemlich faszinierend. Bin sehr gespannt, was hieraus für ein Unternehmen entsteht, aber ja, überzeugt euch selbst. Hier kommt wie gesagt, Jörn Chim Chow, der CEO und Co Founder von Ubitium. Viel Spaß [00:01:03] S2: dabei. Werbung.
00:01:03 · Jörn Chim Chow, Jan Thomas
[00:01:03] S2: dabei. Werbung. [00:01:09] S1: Ja, bevor wir weitermachen, ein kurzer Hinweis von unserem Partner Konto. Wer in Deutschland gründet, der kennt den Bürokratiedschungel aus Notar, Finanzamt und Handelsregister. Konto macht diesen Prozess deutlich einfacher und zwar komplett digital und mit persönlicher Gründungsberatung. Wir bei Startup Insider sind selbst langjährige Kontonutzer und selbst große Fans der Lösung. Für GBH, UG, GBR und Holding gibt es den Rundum Gründungsservice bereits ab 99 Euro inklusive rechtssicherer Unterlagen und Koordination des Notartermins. Einzelunternehmer starten sogar ab 0 Euro. Danach verwaltet ihr dann Geschäftskonto, Rechnungen und Buchhaltung bequem in 1 App. Mehr als 250000 Unternehmen haben bereits mit Konto gegründet. Alle weiteren Informationen findet ihr natürlich in den Shownotes oder auf Konto Punkt d e. Und nicht vergessen, Konto schreibt sich am Anfang mit Coup.
00:01:56 · S3, S0, Jan Thomas, Jörn Chim Chow
[00:01:56] S3: Mit den Startup Insider Podcasts kommen Gründerinnen und Gründer perfekt durch den Tag. Morgens startest Du mit Startup Insider Daily, den wichtigsten News aus der deutschen und internationalen Startup Szene. Kompakt und in nur 10 Minuten. Direkt im Anschluss folgt Investments und Exits. Jeden Tag analysieren Top Investorinnen und Investoren aktuelle Finanzierungsrunden, Deals und Techtrends. Und mittags hörst Du Interviews mit Gründerinnen und Gründern, die offen über ihre Geschäftsmodelle und Learnings sprechen. Folge Startup Insider auf Spotify oder Apple Podcasts, damit Du keinen Deal, keinen Trend und keine Story verpasst. Und falls dir unsere Podcasts gefallen, freuen wir uns über eine positive Bewertung im Podcast Player deiner Wahl. Vielen Dank. [00:02:48] S0: Interview. [00:02:48] S1: Jörn Chim, hi, freut mich. Hallo Jan, vielen Dank für [00:02:51] S2: die Einladung. Ja, cool, dass [00:02:52] S1: wir sprechen und erst mal Glückwunsch zur Runde. Da hab ich mit Stefan Jacques Mohlot neulich schon drüber gesprochen. Super spannendes Thema, muss ich sagen. Glückwunsch. Vielen Dank. Du, dann bevor wir jetzt richtig einsteigen, vielleicht musst Du uns mal kurz, ihr ist ja echt abgefahren, was ihr macht. Vielleicht musst Du mal kurz erzählen, was ihr macht und auch der Markt, in dem ihr euch bewegt und Geschäftsmodelle et cetera.
00:03:10 · Jörn Chim Chow
[00:03:10] S2: Ja, vielen Dank. Also lass mich das mal ein bisschen framen. Wir wir sind ja ein Halbleiterunternehmen, ein Mikroprozessorunternehmen und wir sind im im Bended Markt unterwegs, sag ich's mal so. Und was wir in diesem, was wir quasi im Embedded Markt sehen, ist, dass wir eine Explosion der Komplexität haben. Und das ist überall. Also es kann das kann dein Auto sein, das kann dein Kühlschrank sein, das kann wirklich dein Fernseher zu Hause sein, dein deine Waschmaschine quasi überall, wo irgendwie Prozessoren verbaut sind. Und gut ist ein Beispiel, das wir ganz oft bringen, ist so das Auto. Wenn Du jetzt mal so denkst an das Auto, das deine Eltern gefahren sind oder mit das Auto, mit dem deine Eltern dich rumgefahren haben, das hatte vielleicht 2 Mikroprozessoren und 50000 Zeilen Code. Wenn Du jetzt aber heute ein modernes Auto anguckst, das hat 150 bis 200 Mikroprozessoren, über 150000000 Zeilen Code. Und ja, ja, das ist total krass und wir sprechen, wir wir waren letztens auf der IAA in München und dann sprechen wir mit OEMs, also mit Herstellern und TO One Supplyern und die sagen uns, die gehen davon aus, dass die nächste Generation von Autos, die wird über 1000000000 Zeilen Codes haben. Ja, 1000000000 Zeilen Code. Und wenn der vergangen, ja, das ist das ist Wahnsinn. Wir haben diesen exponentiellen Anstieg der Komplexität. Wenn wir der Vergangenheit eine Handvoll von Entwicklern dieses System entwickelt hat, dann hast du heute tausende von Entwicklern, die quasi dieses System entwickeln. Und diese Komplexität, die steigt exponentiell und das ist nicht nur das Auto, sondern wirklich alles. Die Waschmaschine, der Kühlschrank, der Fernseher, einen Staubsauger, so einen Roboterstaubsauger. Überall werden Systeme komplexer. Und warum ist das so? Woher kommt diese Komplexität? Weil die Arbeitslast dieser Systeme hat sich geändert. In der Vergangenheit hast Du ganz simple Sensoren, oft einfach nur einen An- und Ausschalter, sag ich mal so. Du hattest Kontrollalgorithmen, die vordefiniert waren, also Kontrollschleifen und das System ist ja diese Kontrollschleifen einfach abgefahren. Aber heutzutage, wenn Du in moderne Systeme reinguckst, dann sieht ganz anders aus. Du hast eine Vielzahl von verschiedenen Sensoren, Kameras, Radar, Audiosensoren, Temperatursensoren, also Du hast eine Vielzahl von Sensoren und diese Signale müssen verarbeitet werden.
00:05:20 · Jörn Chim Chow
Dann hast Du Algorithmen, die die hochkomplizierten und non linear, also nicht linear sind, ganz oft auch auf KI basieren. Und dann hast Du Systeme, die diese Signale verarbeiten, die den Output dieser KI Algorithmen nutzen, dann autonom etwas zu tun. Und diese verschiedenen Arbeitslasten, die brauchen heute verschiedene spezialisierte Prozessoren. Das heißt, wir bauen Systeme zusammen aus 1 Vielzahl von spezialisierten Prozessoren. Jeder dieser Prozessoren hat seine eigene Software Tool Chain, also seine eigene Entwicklungsumgebung, seinen eigenen Software Stack und ganz oft ist es so, diese Prozessoren, diese spezialisierten Prozessoren sogar ihre eigenen Ingenieure haben. Das ist total lustig, das heißt, die die Entwicklungsorganisation spiegelt quasi das Produkt wieder. Wenn Du einen Signalverarbeitungsprozessor, DSP, in deinem Produkt verbaut hast, dann hast Du quasi Ingenieure, die die auf diesen DSP spezialisiert sind. Wenn Du einen FPGA, einen rekonfigurierbaren FPGA in deinem System hast, dann hast Du FPGA Ingenieure in deinem Team. Das heißt, diese Komplexität, die die fängt zwar auf Hardwareebene an, aber zieht sich durch den ganzen Softwarestack, durch die ganze Software und bis bis in deine deine Organisationsstruktur. Und was das Resultat ist, Du hast dann nicht nur, sag ich mal so, höhere Komplexität in der Entwicklung, höhere Entwicklungskosten, höhere Materialkosten, höhere Wartungskosten der Systeme. Ich mein, das das artet so weit aus, dass wir dass wir Kunden hatten, die uns haben und sagten, wir könnten dreimal so viele Ingenieure haben wie heute. Wir kommen nicht mehr hinterher mit der Entwicklung mit der mit der Wartung dieser Systeme. Und dann ist es so, dann hast Du son hochkomplexes System, das ist so wie ein Kartenhaus. Ein Prozessor, wenn ein Teil dieses Systems ausfällt, dann bricht das ganze System zusammen. Und jetzt ist es so, dass es dass diese Komplexität, das ist nicht nur ein einzelnes Problem, sondern stell dir vor, du hast eine Firma, eine Fabrik, du produzierst verschiedene Produkte. Jedes dieser Produkte hat verschiedene spezialisierte Prozessoren und jeder dieser Prozessoren hat quasi seine eigene Lieferkette. Und wir haben's ja gesehen während der Suez Kanalblockade, des Irankriegs, Covid. Wenn ein einziger Prozessor fehlt, dann steht da eine Fertigung.
00:07:28 · Jörn Chim Chow, Jan Thomas
Und dann ist der Gedanke, was was wäre, wenn, wenn wir anstatt 1 Vielzahl dieser spezialisierten Prozessoren einen Prozessor hätten, wenn wir anstatt von verschiedenen, oft wenn, also, lieferantenspezifischen Softwareentwicklungsumgebungen und Entwicklungsumgebungen und Software Toolchains, was wäre, wenn wir nur eine Open Source Software Toolchain haben und einen Software Stack und anstatt von Hunderten von Lieferketten ein Bauteil, egal was was der was die Anwendung ist und was die Arbeitslast ist. Und das ist quasi dieser dieser Grundgedanke von Ubitium. [00:07:58] S1: Ja. Erzähl mal, ihr seid in' Markt unterwegs, den ich würde jetzt mal sagen, von außen betrachtet, der in in Deutschland und vielleicht sogar in ganz Europa noch relativ unterbesetzt ist, oder? [00:08:07] S2: Ja, wir entwickeln wir entwickeln Mikroprozessoren beziehungsweise Embedded Prozessoren und das ist tatsächlich so, dass es in Europa nicht so viele Player gibt, die in diesem Bereich unterwegs sind. [00:08:16] S1: Mit euch ändert sich das jetzt, ne? Das ist ja schon mal cool. Jetzt lasst mal ein bisschen über euch reden. Das ist ja vom vom Setting her, ihr seid noch ein relativ junges Unternehmen und zeitgleich habe ich so das Gefühl, der Markt, den ihr an angeht, gerade ist ein riesengroßer Markt oder? Vielleicht kannst Du es mal ein bisschen abholen.