00:20:04 · Jörn Chim Chow
[00:20:04] S2: Ich hatte den Eindruck und ich sag's mal so, ich hab ich hab keinen reinen deutschen Investor in der Firma, sag ich's mal so. In den Verhandlungen oder in den Gesprächen mit den VCs hatte ich oft den Eindruck, dass der Fokus etwas anders liegt bei den, sag ich's mal so, bei bei den deutschen oder europäischen VCs als zum Beispiel den US VCs. Ich wurde mal gefragt, wie viel Kunden habt ihr denn schon? Und ich sage, hm, wir sind wir sind noch ganz am Anfang. Wir haben keinen einzigen Kunden. Wir bauen grade das Produkt. Und das war, ich glaube, das ist das ist für viele Kapitalgeber in in in Europa ein Red Flag sozusagen. Man hat quasi noch gar kein Produkt. Man hat noch gar keine Kunden, die gesagt haben, dieses Produkt, die die dieses Produkt kaufen möchten. Man ist in gewisser Weise sehr risikofokussiert. Man, also die 1. Frage, die oder eine der vielen, eine der Hauptfragen, die wir immer bekommen haben in den Gesprächen, in den in den Investmentkomitees, war immer, welche Risiken seht ihr? Also nicht welche Chancen. Ja, ja, das ist das ist das ja das war ein, es gibt tolle es gibt ganz, ganz tolle VCs in Deutschland, in Europa und ich kenne auch viele. Und wir haben ja sehr viele, wir haben ja eigentlich, also es sind ja europäische VCs bei uns, also Deep Tech VCs bei uns, die uns finanziert haben. Aber was ich gemerkt habe, ist, dass der Fokus wirklich ein anderer ist. Man ist ja, sag ich mal, in gewisser Weise risikoabwärts. Mit den US VCs, da ging's da kamen kamen ganz andere Fragen. Ich meine, das Risiko war eigentlich im Hintergrund, dass ich mir das diesen GIFEN, sag ich mal so, das akzeptiert jeder. Aber es kam dann, wie groß ist der Markt? Wie schnell könnt ihr wachsen? Wie viel Umsatz könnt ihr generieren? Also es war sehr chancenorientiert. Die Diskussion ist sehr chancenorientiert. Und man versteht einfach, okay, das das das Risiko ist da, aber das das Upside ist halt eben auch groß. Und das war, ich mein so, ist meine persönliche Erfahrung gewesen, dass da der Fokus etwas anders war, dass man sehr viel Validierung und sehr viel mehr Validierung sehen wollte in in Europa als im Vergleich zu, sage ich mal mal, in den USA.
00:21:56 · Jan Thomas, Jörn Chim Chow
[00:21:56] S1: Gab's unterwegs den den Moment, wo ihr dachtet, ihr kriegt die Runden überhaupt nicht geclosed? Also ich kenn jetzt die Investoren, die bei euch im Lead sind, kenne ich nicht, aber Du sagst hier gerade europäisch, ne? Ich hab mir die die Promille Ja, [00:22:07] S2: also da da muss ich auch fairerweise sagen, da muss ich auch fairerweise sagen, wir sind gerade in einem sehr, wie soll ich das sagen, attraktiven Markt unterwegs. Genau, ja, hätte ich auch gesagt, ne? Ja, ja, also das Interesse war bloß. Es war nicht so, sag ich's mal so, dass dass gesagt wurde, dass wir Sorgen hatten, dass wir die Runde nicht zusammenbekommen. Also diese Sorgen hatten wir eigentlich nie, Okay. Dass wir das Geld nicht zusammenbekommen werden. Aber es waren jetzt halt, sag ich's mal so, es war gewisser Weise anständig. Ich glaub, ich hab mit über 100 VCs gesprochen in 3 Monaten. [00:22:38] S1: Krass. [00:22:38] S2: Ja, wo dann da, ja klar, auch auch viele Absagen bekommen, 80 Absagen, glaube ich. Aber man muss auch ganz klar sagen, ich meine, wir hatten aber nie die Sorge, dass wir die Runde nicht zusammenbekommen. Am Ende waren wir auch ungefähr, waren wir auch mehrfach über oversubscribe, sag ich's mal so, und wir konnten uns dann aussuchen, mit welchem VC, von welchem VC wir das Geld nehmen. [00:22:56] S1: Ah, stark.
00:22:56 · Jan Thomas, Jörn Chim Chow
[00:22:56] S1: Ah, stark. [00:22:57] S2: Also in der Hinsicht, meine, es ist schwer. Ich ich ich mein, man hört es immer wieder, aber vielleicht ist es, es ist ein gewisser, vielleicht ist es auch ein Luxusproblem. Ich glaube, in anderen Industrien ist es aktuell noch schwerer, sag ich so so. Wir sind ja hot, sag ich so. Unsere Halbleiter sind ja grade mega hin. [00:23:14] S1: Du hattest ja grade gesagt, keine rein deutschen Investoren stimmt nicht ganz, hab ich gesehen, weil ja Florian Seibel ist ja mit dem Board und das ist ja wirklich so in der Szene so eine 1 der Signalfiguren, glaube ich. Ja. Vielleicht kannst Du mal, vielleicht ja ne, also vielleicht kannst Du mal beschreiben, was also wie passt der zu euch, Das ist ja auch noch mal 1 1 1 spannende Frage.
00:23:14 · Jan Thomas, Jörn Chim Chow
[00:23:14] S1: Du hattest ja grade gesagt, keine rein deutschen Investoren stimmt nicht ganz, hab ich gesehen, weil ja Florian Seibel ist ja mit dem Board und das ist ja wirklich so in der Szene so eine 1 der Signalfiguren, glaube ich. Ja. Vielleicht kannst Du mal, vielleicht ja ne, also vielleicht kannst Du mal beschreiben, was also wie passt der zu euch, Das ist ja auch noch mal 1 1 1 spannende Frage. [00:23:31] S2: Ja, klar, also das ist, ich muss sagen, wirklich eine coole Sau. Ja, also das echt... Also das ist... Der Florian Seidel natürlich bringt natürlich als Mitgründer von Quantum Systems ein gewissen Blick des Anwenders mit in die Geschichte, ja. Mhm. Und der weiß natürlich genau, was brauche ich aus Anwendungssicht und welchen Vorteil könnte unsere Technologie mitbringen? Das heißt zum Beispiel, wenn wenn ich jetzt zum Beispiel Drohne habe und verschiedene Prozessoren verbaue in der Drohne, damit die damit die einsatzfähig ist. Was wäre, wenn ich jetzt anstatt dieser vielen verschiedenen Prozessoren, die zum Teil ja auch, was weiß ich, aus aus den USA oder den verschiedensten Ländern der Welt kommen, Was ist was wäre, wenn ich nur einen Prozessor habe? Was wäre, wenn wenn ich... Ich mein, jeder jeder dieser Prozessoren hat ja auch eine eigene Lieferkette zum Beispiel. Mhm. Und wenn ich jetzt quasi anstatt von vielen verschiedenen Prozessoren nur noch einen Prozess hab, nur noch mit 1 Lieferkette, dann hat das natürlich viele verschiedene Vorteile. Nicht nur von der Systemkomplexitätsreduzierungsseite her aus.
00:23:31 · Jörn Chim Chow, Jan Thomas
[00:23:31] S2: Ja, klar, also das ist, ich muss sagen, wirklich eine coole Sau. Ja, also das echt... Also das ist... Der Florian Seidel natürlich bringt natürlich als Mitgründer von Quantum Systems ein gewissen Blick des Anwenders mit in die Geschichte, ja. Mhm. Und der weiß natürlich genau, was brauche ich aus Anwendungssicht und welchen Vorteil könnte unsere Technologie mitbringen? Das heißt zum Beispiel, wenn wenn ich jetzt zum Beispiel Drohne habe und verschiedene Prozessoren verbaue in der Drohne, damit die damit die einsatzfähig ist. Was wäre, wenn ich jetzt anstatt dieser vielen verschiedenen Prozessoren, die zum Teil ja auch, was weiß ich, aus aus den USA oder den verschiedensten Ländern der Welt kommen, Was ist was wäre, wenn ich nur einen Prozessor habe? Was wäre, wenn wenn ich... Ich mein, jeder jeder dieser Prozessoren hat ja auch eine eigene Lieferkette zum Beispiel. Mhm. Und wenn ich jetzt quasi anstatt von vielen verschiedenen Prozessoren nur noch einen Prozess hab, nur noch mit 1 Lieferkette, dann hat das natürlich viele verschiedene Vorteile. Nicht nur von der Systemkomplexitätsreduzierungsseite her aus. [00:24:29] S1: Und so jemand kann wahrscheinlich auch Türen öffnen, ne? Oder vermutlich auch in soner [00:24:32] S2: Finanzrunde Ja, klar.
00:24:32 · Jörn Chim Chow, Jan Thomas
[00:24:32] S2: Finanzrunde Ja, klar. [00:24:33] S1: Ist das so Signalsockung, ne? Und sag mal nach vorne raus, jetzt wie geht's bei euch jetzt weiter? Also Du hast grade gesagt, jetzt kommt die nächste Generation und das ist dann auch schon, wenn jetzt die bei der nächsten Runde die die Investoren nach Kommerzialisierung und Kunden fragen würden, dann könnt ihr vermutlich sagen, ja, die haben wir [00:24:47] S2: jetzt schon. Die Auftragsbücher sind voll. Genau, genau. Das ist quasi Sinn und Zweck dieses Ansatzes stufenweise vorzugehen. Denn der 1. Schritt war das De Risking. Okay, die Technologie wird dewiskt. Wir wissen, dass der Prozessor die Technologie tut. Dann ist der 2. Schritt zu sagen, wir machen jetzt ein Prozessor draus. Diesen Prozessor können dann Kunden, die ersten Kunden dann ausprobieren und dann sagen, okay, wenn der Prozessor jetzt diese diese Performance erreicht, wenn er das kann, was was was ihr uns versprochen habt, dann setzen wir den ein. Dann gehen wir mit diesem quasi Commitment quasi die nächste Finanzierungsrunde. Dass wir wissen, wir haben Kunden, die die diesen Prozessor dann quasi nutzen wollen, kaufen wollen. [00:25:21] S1: Und ich hatte mit dem Stefan Jacques Moyer über euch gesprochen, da war son bisschen noch die Frage, ob die, sagen wir mal, in diesem ganzen Markt, in dem ihr unterwegs seid, was wirst Du denn eigentlich so perspektivisch sagen? Wer verdient da am meisten an dem Wachstum und welcher Teil von der Wertschöpfungskette kann eigentlich hinterher bei euch landen?