Startup Insider
00:06:24 · Luis Hanemann, Jan Thomas
[00:06:24] S2: Mhm. Ja, eigentlich sind es die Gründer oder Unternehmer, die Investoren, die sagen, ich will eigentlich noch mal gechallenged werden. Ist mein Setup richtig? Und dann sozusagen zu gucken, da gehe ich in' One to One Sparring erst mal rein, zu verstehen, wie wie kommen die an Neukunden? Wie kann man mehr Umsetzung machen? Und dann bau ich ein Plan auf, den ich dann auch mit' Team, wenn gewünscht, umsetzen kann. Also es macht schon erst ab' gewissen Größe. Wenn man jetzt irgendwie eine super Early ist, man braucht schon wirklich einen ordentlichen Product Market Fit, dann auch zu gucken, welche neuen Kanäle kann man ausprobieren, sowas. Aber das macht macht Spaß und bin ich immer bereit, mit Leuten zu sprechen, ja. [00:07:03] S1: Wir haben ja grad schon ein bisschen so jetzt im SARS Bereich über die Stimmung gesprochen. Schwenken wir mal rüber zum ersten Thema. Da ist die Stimmung so lala, würd ich sagen. Das ist ja ein Bereich, den den kennst Du so mal so auch, weiß ich, wer sich mit dir beschäftigt, ne, dass Du irgendwie so in dem Bereich irgendwie so mal Meinungen hast, ne und da dem auch zugeneigt bist. Aber man hat so das Gefühl, der das wird son bisschen stiefmütterlich grade, ne. Ich weiß gar nicht, woran's liegt. Bin mal gespannt, ja.
00:07:25 · Luis Hanemann
[00:07:25] S2: Ja. Nee, es ist so. Also wir reden von Clean Tech, Climate Tech, Bereich Energie und es ist irgendwie faszinierend, weil auf der einen Seite gibt's eine Neubewertung und ich glaub, die Neubewertung ist dadurch, dass, ne, vor ein paar Jahren mit Fridays for Future und wirklich EU Green New Deal gab's son unglaublichen Push dann unter der Biden Administration ja auch sozusagen viel Policy da da geholfen hat. Und jetzt mit dem, ja, ob man jetzt Rechtsruck oder bisschen mehr konservative Politik, die da getrieben wird, gibt's eine Dämpfung, wo man eher sagen muss, dieser Rückhalt, der von staatlicher Seite kam, bröckelt halt, ne. Das ist die eine Perspektive. Die andere ist, Technologien werden so schnell so viel besser und so viel günstiger, die sind auch nicht aufzuhalten, ne. Also das, ne, wenn ich jetzt irgendwie an an viele Teams, die ich da kenne, na klar ist es jetzt schwieriger mit' Trump oder mit' Frau Reiche, aber trotzdem setzen sich die Technologien durch. Aber was jetzt kommen wir zum ersten ersten Punkt, schon so ist, durch die neue Regulierung, auch in Deutschland besonders, wird's für einige schwerer. Und leider ist jetzt auch 1 der Pioniere sonnengescheitert, ne. Und da kann man sich dann schon fragen, ne, was sagt es jetzt über den Bereich aus, ne? Weil die waren schon son bisschen, wenn ich jetzt zurückdenke, ne, 2015 war, glaube ich, die offizielle Gründung. Es gab schon vor natürlich eine Vorgeschichte, wie so häufig bei Firmen, war das son bisschen so, dass Apple unter den Energieprodukten. Also die haben's geschafft, eine tolle Brand aufzubauen für Heimspeicher. Die Leute hatten Lust drauf. Da wurde drüber geredet. Es es wurde gehypt sozusagen. Es sie haben auch richtige Umsätze gemacht. Und dann kam halt ein paar Jahre später die Übernahme von Shell, die muss man sagen, ne, auch skeptisch gesehen worden ist.
00:09:14 · Jan Thomas, Luis Hanemann
[00:09:14] S1: Die waren aber schon früh dabei, ne, hab ich gesehen. Shell war glaub ich [00:09:16] S2: 20 19, ne. [00:09:16] S1: Ja, genau, ne, so was, ne. [00:09:17] S2: Ich glaub, ja, dem dem Dreh früh dabei, haben durchaus auch noch mal ordentlich investiert, fast eine halbe Milliarde. Aber es ist halt nie leicht, sonem großen Konzern dann weiter so unternehmerisch zu arbeiten und zu denken. Und gleichzeitig, da will ich jetzt nicht zu dieser Mythenbildung beitragen, aber ist natürlich schon, Shell verdient sein Hauptgeld nicht mit erneuerbaren Energien. Und da gibt's natürlich dann auch einen, sagen wir mal, Strategieschwenk. Als die gemerkt haben, es es wird von der Politik nicht mehr so gefordert, haben die auch sehr viele Sachen abgestoßen, ne? Nicht nur sie, auch Total, auch BP, auch viele andere große. Und die haben dann irgendwann gesagt, das reicht ihnen und haben das jetzt wirklich vor sehr kurzen, vor 2 Monaten weiterverkauft. Und der neue Besitzer hat sie jetzt in die Insolvenz geschickt leider. [00:10:02] S1: Und hast Du den Schritt verstanden? Also ich kenn's jetzt nur, wie gesagt, aus der Presse, ne? Es ja irgendwie auch auch im Handelsblatt war zu lesen, irgendwie Vorwürfe und so weiter, ne? Aber kannst Du das nachvollziehen, dass das jemand kauft und dann in die Insolvenz schickt? Ist das dann quasi, sich von, sag mal, ungeliebten Kosten da zu entledigen und dann einfach die Infrastruktur hinterher zu haben, also quasi die oder wie hast Du den den Schritt bewertet?
00:10:23 · Luis Hanemann, Jan Thomas
[00:10:23] S2: Also ich kann da auch nur spekulieren. Also ich hab ein paar Diskussionen verfolgt, also sowohl in Privatgesprächen als auch auf LinkedIn und so, dass da schon einige Sachen nicht ganz so sauber vielleicht gelaufen sind. Aber erst mal ist es kein untypischer Vorgang, weil ein 1 Großkonzern hat eine deutlich andere Ausgangslage, wenn er eine Firma in die Insolvenz schickt. Ein Investor, an den das ja weiterverkauft worden ist, kann da ganz anders agieren und vielleicht auch, wie Du gesagt hast, dann anders mit den Assets arbeiten. Und es gibt, wie ich's verstanden habe, auch noch eine Tochterfirma in den USA, Sonnen, die noch nicht in der Insolvenz ist und auch verhältnismäßig gut läuft. Das heißt, es ist jetzt nicht der Endpunkt sozusagen oder nicht zwangsläufig. Vielleicht kann man da noch ein paar Assets rausholen. Ich hab auch ein paar Bewegungen gesehen, wo jetzt Mitarbeiter dann zu anderen Unternehmen gehen. Es gibt auch ein paar, die überlegen, noch mal eine Ausgründung zu machen. Also ich hoffe, dass aus diesem Sonnen, sagen wir mal, Umfeld weitere gute Sachen entstehen. Aber natürlich ist es erst mal, ja, es sind eine negative News, weil's halt einen Vorbildunternehmen für viele in dem Bereich lange war. [00:11:33] S1: Jetzt nehmen wir dienstags auf, ne, also vor den Midterms. Wir, Du hast ja auch grade so Trump und so. [00:11:37] S2: Stimmt, ja.
00:11:37 · Luis Hanemann, Jan Thomas
[00:11:37] S2: Stimmt, ja. [00:11:38] S1: Ja, wer weiß, wie's morgen aussieht, ne, aber ich hätte son bisschen, man man sieht ja diesen Kuschelkurs von den ganzen Ölkonzernen auch mit Trump und dass dann möglicherweise auch mal geguckt wird, ob's hoffentlich haben die keine Clean Tech Aktivitäten und wenn dann doch, dann bitte aufhören, ne. Also ich will jetzt hier nicht zu zu sehr spekulieren, aber dass man da son son Thema, das ja eigentlich profitabel ist und eigentlich auch dann trotzdem, ich mein, Erdöl und diese ganzen Themen, das ist ja dann doch endlich. Also das immer son bisschen wahrgenommen als ersten Schritt in eine nächste Generation von Energieversorgung. [00:12:06] S2: Ja, also ich hab da mit der US Energiepolitik bin ich mal ein bisschen tiefer eingestiegen und es ist ganz faszinierend, weil die nicht alle erneuerbare Energien ablehnen, sondern nur die, die funktionieren. Das heißt, es sozusagen führt zu Wirklich, [00:12:20] S1: das ist ja, ha.
00:12:20 · Jan Thomas, Luis Hanemann
[00:12:20] S1: das ist ja, ha. [00:12:21] S2: Ja, ja, ja. Führt zu' ganz lustigen Sache, dass die ganz neuen Sachen, da wird sogar gefördert unter Trump Administration, weil man ja den weiterhin Innovationen und Technologie vorantreiben will. Aber die Sachen, die schon, ich will jetzt nicht sagen, ausentwickelt sind, aber Solar und Wind und noch ein paar andere, da wird halt stark dagegen vorgegangen, weil da gibt's dann wirklich natürlich eine Konkurrenzsituation zu Gas und Öl und Kohle. Und da ist ja kein Geheimnis sozusagen, wo da ein paar Wahlkampfspenden sozusagen von Trump herkommen. Das muss man ihm lassen. Er macht das ja zumindest alles sehr transparent, ne, sozusagen [00:12:57] S1: Und konsequent, ne, ja, genau. [00:12:58] S2: Und konsequent, welche Interessen er da verfolgt. Aber noch mal abschließend, ich ich bin da weiterhin optimistisch. Es ist schwieriger dadurch natürlich jetzt Erfolge zu haben, aber ich es ist klar, die erneuerbaren Energien sind günstiger. Sie werden langfristig gewinnen und auch sozusagen aus Klimagesichtspunkten ist es eigentlich die einzige Lösung, ne. Und wir haben ja auch gute Nachrichten, was wir noch wolltest Du noch sagen? [00:13:21] S1: Nee, nee, ich wollt grad zu guten Nachrichten schwenken, genau, ja.