00:32:31 · Ola Källenius
[00:32:31] S1: in Amerika. Und Automobilbau ist ein Marathon ist kein Sprint. Jetzt machen wir ja den Abschluss heute Abend für 140 Jahre, was wir dieses Jahr feiern. Haben ja angefangen dann am 29 Jahr an der Tag, wo Herr Karl Benz sein Patent eingereicht hat und mit Launch der S-Klasse. Und heute Abend zeigen wir ein Auto, was bildlich fliegen kann. Der AMG GT SUV, was der stärkste Elektro SUV der Welt auf der Straße sein wird mit bahnbrechender Technologie, sogenannte Axialfluss Elektromaschinen. Bestes Power to Weight Ratio 1 Elektromaschine in der Geschichte der Menschheit. Und das Tolle ist, das kannst Du auch kaufen, kannst Du auch kannst Du auch auf der Autobahn fahren. Also wir sind sehr, sehr, sehr, sehr fokussiert auf Technologie, natürlich die Leidenschaft dieses will ich haben Faktor bei Mercedes, dass das Umfeld mal einfacher war. Ja, absolut. Das Koordinatensystem, könnt man sagen, hat sich verschoben. Wettbewerbssituation, aber auch Marktsituation in China, der Markt an sich ist ja 20 Prozent runter. Trump zölle, you name it. Da kann man sagen, 0000, Aber das ist nicht die Einstellung, die wir haben im Mercedes Team. Behalte einen kühlen Kopf, denk immer langfristig, mach immer Investitionen für die Langfristperspektive und das ist das, was wir machen. So auch in 1 Lage wie jetzt, wo die deutsche Schrägstrich weltweite Automobilindustrie unter Druck ist, haben wir eine kerngesunde Bilanz, keine industrielle Schulden. Die Pensionsrückstellungen sind zu 100 Prozent finanziert. Das ist gut für die ehemaligen Mitarbeiter. Und wir haben eine Nettoliquidität von circa 30000000000 Euro. Das sollte jetzt nicht 1 1 1 Auftrag sein, ich sich zurückzulehnen oder complacent zu sein, ganz im Gegenteil. Aber in einem Umfeld, was strukturell und geopolitisch muss man sagen, sehr, sehr, sehr, sehr komplex ist, können wir die strategische Ruhe haben, die Entscheidungen zu treffen, die wir jetzt treffen müssen, das 20, 30, fortfolgende, ist ja immer so in der Autoindustrie, das, was Du heute entscheidest, siehst Du ja vielleicht 4 Jahre später oder 5 auf der Straße. So, wir sind keineswegs hysterisch, sondern agieren sehr überlegt mit einem hohen. Und klar, wenn das Wettbewerbsumfeld anders ist, Chinesen und so weiter, dann musst Du auch an der an der Effizienz arbeiten.
00:35:15 · Philipp Westermeyer
[00:35:15] S0: Hab sie auch gemacht, also seid ihr auch dabei, kann man ja auch überlesen. Ich meine, es gibt ja auch Situationen, die wahrscheinlich keiner mag, wo dann Leute dich hier niederstrahlen bei irgendwelchen Versammlungen und so was. Das ist ja Teil des Jobs. Will dich auch gar nicht so tief drauf ein, da ist ja, ich will da noch ein bisschen vielleicht von von Toto hören, wie Du das Umfeld siehst, gerade China. Welche Rolle spielt eigentlich China in der Formel 1? Ist das auch für euch ein relevanter Markt? Also kannst Du ihm China vielleicht auch richtig helfen, Mercedes sozusagen da groß zu machen oder sagst Du, das ist noch am Anfang?
00:35:44 · Toto Wolff
[00:35:44] S2: Was wir in der Formel 1 sind, ein unheimlicher Boom losgegangen. Wir sind vor, wie wir vor 10 Jahren dort gefahren sind, waren wir bei Weitem nicht ausverkauft. Man hat doch in der City in Schanghai nicht viel mitgekriegt. Wir waren dort nicht im Live Fernsehen übertragen und jetzt sind es die größten Events überhaupt. Also wir hatten, ich möchte die Zahl jetzt nicht ganz falsch sehen, aber ich glaube, wir hatten 350000 Zuschauer, chinesische Zuschauer in Schanghai. Der Plan ist es, des Promotors, das in den nächsten Jahren auf eine halbe Million Zuseher auszuweiten, weil die Nachfrage so groß ist. Es sind mitunter die aktivsten Fans. Also teilweise, wenn die Fahrer aus dem Hotel kommen, ist es so, als würde würden die Rolling Stones dort auftreten. Und das ist natürlich für uns sehr gut. Und hoffentlich können wir in dieser jungen Generation auch den Appeal der Marke wegen des Formel 1 Engagements einfach unterstützen zusätzlich.
00:36:42 · Ola Källenius
[00:36:42] S1: Also Formel 1 an der Stelle, die Wiege der Formel 1 ist Europa und dann ist es ja über die Jahrzehnte gewachsen, aber besonders in den letzten 15, 20 Jahren ist es ein globales Phänomen. Ich war 2005 bei dem Grand Prix in Shanghai. Ich glaube, war das 2. Jahr. Damals war Formel 1 völlig unbekannt. Es war keine Sportart, die man sozusagen nicht in China kannte. Soweit ich weiß, hat die Stadt ermöglicht, dass du mehr oder weniger umsonst mit den Bussen dahin fahren konntest, dass die die Tribünen überhaupt vollgemacht haben und da saßen dann Anthosesse mehr und gucken, was passiert denn hier eigentlich, ja? Sieht sieht spannend aus. Dieses Jahr waren die Tickets für Shanghai quasi in der ersten Stunde ausverkauft. Ja. Das ist crazy, was da passiert. Aber es ist nicht nur China. Ist überall. Es ist jetzt überall. Formel 1 ist gewachsen. Es ist gewachsen in in Middle East, in anderen asiatischen Ländern. Jetzt haben wir ja die Nachricht der Woche, Formel 1 kehrt nach Afrika zurück. Ruanda. Ja, Ruanda baut da eine Strecke in in alten Zeiten kennen die Formel 1 Fans, Kyalami und und Südafrika hat auch da eine Tradition, aber da hast Du eine Sportart. Die findet findet auf allen 5 Kontinenten statt und zwar kontinuierlich über 9 Monate. Es gibt keine andere Sportart. Wir Mercedes, ich glaube, wir bedienen 150 Märkte in der Welt. Besser könnte es nicht sein im Sinne, wie der Sport breiter geworden ist, ohne diesen, sagen wir mal, europäischen Kern verloren zu haben. Ja, die meisten Teams sind ja hier und die meisten Teams sind ja in England, aber das ist ein Phänomen.
00:38:24 · Philipp Westermeyer, Toto Wolff
[00:38:24] S0: Wie lange dauert's denn bis die ersten chinesischen Marken auch mitfahren? Also Automarken? [00:38:30] S2: Wir haben natürlich den den den, sagen wir mal, den Vorteil, dass wir ein Franchisesystem de facto geworden sind und 11 Entries haben. Und der Weg meiner Meinung nach, der so ähnlich wie in der NFL auch passieren kann, ist entweder du kaufst dein Team, dann ist es gut für das ganze Ecosystem oder eine Entry würde die FIA noch granden, die dann natürlich mit sich unheimliche Logistik Challenges bringt. Haben die genug Platz, sind genügend Boxen da? Wie viel macht es aus, dass noch mehr Autos auf der Strecke fahren zum Thema Sicherheit? Also das, das sind die Möglichkeiten. Aber die FIA und die Formel 1 gehen hier wirklich sehr vorsichtig mit diesem, mit dieser, mit dieser unglaublichen Marke Formel 1 auch Wir wollen nicht verwässert werden durch, sagen wir mal, Brands, die vielleicht nicht so zu unserem, zu unserem Appeal passen. Wir sind High End, wir sind Hightech, wir sind Scares, wir sind Luxury und all das zusammen. Also ob eine chinesische Marke kommt 1 Tages oder nicht, ist eine ist eine andere Frage. Im Moment gibt's keinen. [00:39:41] S0: Glaubt ihr denn, dass, ich mein, ihr macht ja sozusagen weiter Petronas, aber es wird ja so bleiben. Und der Automarkt entwickelt sich ja trotzdem in irgendeinem Zeitraum irgendwann immer mehr elektrisch. Das ist, glaub ich, Konsens, oder? Ich mein, dass die beiden Welten so schon ein bisschen auseinandergehen werden.
00:39:55 · Ola Källenius
[00:39:55] S1: Aber pass auf, pass auf, wenn Du guckst, was jetzt in der Formel 1 passiert. Formel 1 ist eine Kombination in diesem Fall von einem absoluten Hightech V 6, also Verbrennungsmotor. Aber mehr Hightech und mehr Power pro verbrannter wirst Du nirgends nirgends auf der Welt finden. Das ist auch eine Effizienzformel, so muss man's auch sehen. Der Kraftstoff an sich ist jetzt CO2 neutral. Da ist Formel 1 Vorreiter. Jetzt haben wir ja in dieser Woche, wenn wir ein bisschen auf die politische Landschaft gucken, haben Deutschland und Frankreich sich geeinigt, zumindest die 2 Länder, wie sollte die CO2 Regulierung in Europa aussehen 20 30, 20 35, wenn Deutschland und Frankreich entscheiden dürfen. Das haben die jetzt als Input in den politischen Prozess in Brüssel. Und siehe da, da gibt's jetzt eine Kategorie WEEF, WEEF für CO2 freie Kraftstoffe. Wenn Du dann dein Auto tankst mit CO2 freien Kraftstoffen, bist Du ja wie ein Elektroauto auch beim Fahren CO2 frei. Hier ist der Formel 1, der technologische Vorreiter. Und wir sehen ja auch besonders in dieser Saison, vielleicht hat man ein bisschen mit dem Reglement übertrieben, dass das Management der elektrischen Energie, also es ist ja ein Hybrid, der da fährt, dass das Management der elektrischen Energie spielt ja dieses Jahr eine überproportional große Rolle, ein Rennen gewinnen zu können. So hier ist Formel 1 Vorreiter bei Verbrennungstechnologie, Vorreiter bei Elektrifizierung und Hybridtechnologie und Vorreiter bei Kraftstofftechnologie. So keineswegs geht das auseinander. Auch wenn die Elektromobilität auf dem Weg zur Zero Mission ist, Hauptstraße. Aber Formel 1 ist das perfekte technologische Vehicle, die Extremform von dieser Technologie erstmal zu testen. Und das ist absolut im Einklang, das passt.