Alles auf Aktien – Die täglichen Finanzen-News
00:02:28 · Lea Oetjen, Daniel Eckert
[00:02:28] S2: Ja, und und der postete auch, wenn er auf dem Wahlzettel gestanden hätte, hätte es einen Erdrutschsieg gegeben für die Republikaner. Lassen wir das mal so stehen. Für euch als Anleger bedeutet das aber vor allem 1, nämlich Stillstand in der Gesetzgebung, während Donald Trump bei Zöllen, Außenpolitik und Einwanderung aber weiter ohne den Kongress entscheiden kann. Neu ist auch, die Macht der Demokraten zeugen, vorzuladen, Untersuchungen einzuleiten. Die Wirtschaft rechnet schon damit, dass Unternehmen mit besonders engem Draht zur Regierung ins Visier geraten, von Staatsaufträgen bis zu genehmigten Übernahmen. [00:02:59] S1: Die Börsen haben in der Nacht zunächst heftig reagiert und sich dann etwas beruhigt. In Tokio rutschte der Nikkei 225 zeitweise 4.7 Prozent ab. Zuletzt waren es dann weniger als 2 Prozent, wobei Japan wegen 1 Feiertags noch den Chipausverkauf vom Montag nachholen musste. Die Futures auf den SP500 fielen zwischenzeitlich bis zu 1.4 Prozent und lagen zuletzt noch 0.5 Prozent im Minus. Bei den Nasdaq einhundert Futures betrug das Minus 0.7 Prozent. [00:03:31] S2: Berrückt hat die Märkte am Ende die Klarheit, denn sobald feststand, dass Demokraten wirklich beide Kammern holen, wurden die Verluste kleiner. Am stärksten erwischt hat es die KI Werte Microsoft, Meta und Alphabet, die gaben in der Nacht jeweils rund 2 Prozent nach und Oracle verlor sogar 4 Prozent. In Asien brach Softbank, also 1 der größten Geldgeber von OpenAI ein 1 und zwar 9 Prozent. Der Speicherchiphersteller KIOXIA sogar fast 12 Prozent.
00:03:31 · Lea Oetjen, Daniel Eckert
[00:03:31] S2: Berrückt hat die Märkte am Ende die Klarheit, denn sobald feststand, dass Demokraten wirklich beide Kammern holen, wurden die Verluste kleiner. Am stärksten erwischt hat es die KI Werte Microsoft, Meta und Alphabet, die gaben in der Nacht jeweils rund 2 Prozent nach und Oracle verlor sogar 4 Prozent. In Asien brach Softbank, also 1 der größten Geldgeber von OpenAI ein 1 und zwar 9 Prozent. Der Speicherchiphersteller KIOXIA sogar fast 12 Prozent. [00:03:56] S1: Mit einem Sieg der Demokraten hatten die Anleger durchaus gerechnet. An den Prognosemärkten lag die Wahrscheinlichkeit für beide Kammer zuletzt bei rund 3 Vierteln. Überrascht hat aber die Wucht des Ergebnisses und die Sorge, die dreht sich jetzt vor allen Dingen die Rechenzentren. Im Wahlkampf wuchs ja vielerorts der Widerstand gegen die riesigen Stromfresser und Krachmacher und die Demokraten, die haben das Thema aufgegriffen. [00:04:20] S2: Ja, allein gestern stimmten die Bürger in mehr als 40 Lokalen, entscheiden auch über Rechenzentren ab. 21 davon allein in Ohio und dabei ging es teils Grenzwerte für Strom und Wasser und teils auch komplette Bauverbote. Ja, die Rendite zehnjähriger US Staatsanleihen sank zwischenzeitlich auf 4.89 Prozent, weil Anleger bei 1 geteilten Regierung mit weniger Schulden rechnen. Inzwischen liegt sie aber wieder aufm Ausgangsniveau.
00:04:20 · Lea Oetjen, Daniel Eckert
[00:04:20] S2: Ja, allein gestern stimmten die Bürger in mehr als 40 Lokalen, entscheiden auch über Rechenzentren ab. 21 davon allein in Ohio und dabei ging es teils Grenzwerte für Strom und Wasser und teils auch komplette Bauverbote. Ja, die Rendite zehnjähriger US Staatsanleihen sank zwischenzeitlich auf 4.89 Prozent, weil Anleger bei 1 geteilten Regierung mit weniger Schulden rechnen. Inzwischen liegt sie aber wieder aufm Ausgangsniveau. [00:04:43] S1: Ja und ein Blick zurück, der beruhigt bei den vergangenen 23 Zwischenwahlen. Da war es bei 21 Wahlen so, dass der S und P 502 Monate nach dem Ereignis höher stand als ein Monate davor. Und seit neunzehnhundertfünfzig lag der S und P 512 Monate nach 1 Zwischenwahl niemals tiefer. Kurzfristig dürfte es trotzdem unruhig bleiben. Dabei war die Wall Street gestern mit Schwung in die Wahlnacht gegangen. [00:05:12] S2: Und damit sind wir auch schon bei den Zahlen der gestrigen Indizes und die lauten wie folgt. Der Nasdaq einhundert legte 0.7 Prozent zu, der S und P 500 gewann 0.5 Prozent und man endete damit seine Verlustserie von 3 Tagen. Nur der Dow, der verlor 0.4 Prozent, weil Apple den Index Metusalem nach unten zog.
00:05:12 · Lea Oetjen, Daniel Eckert
[00:05:12] S2: Und damit sind wir auch schon bei den Zahlen der gestrigen Indizes und die lauten wie folgt. Der Nasdaq einhundert legte 0.7 Prozent zu, der S und P 500 gewann 0.5 Prozent und man endete damit seine Verlustserie von 3 Tagen. Nur der Dow, der verlor 0.4 Prozent, weil Apple den Index Metusalem nach unten zog. [00:05:29] S1: So ist es. Getragen haben die Erholung die Chipwerte, die zuletzt ja kräftig unter die Räder geraten waren. Broadcom stieg mehr als 3 Prozent, NVIDIA und Micron legten jeweils gut 2 Prozent zu. Für eine Entwarnung reicht das jetzt noch nicht. Der Nasdaq einhundert, der liegt weiter rund 10 Prozent unter seinem Rekordhoch und der S und B 500, der stieg, obwohl die meisten seiner Unternehmen im Minus schlossen. Also diesmal war's umgekehrt. Ein paar Schwergewichte haben also den ganzen Markt nach oben gezogen. [00:06:00] S2: Ja, da ist sie wieder, die Ente, nur diesmal andersrum. Wie Zweifel an den KI Milliarden äußerte gestern auch 1, der mittendrin steckt, Apollo. Die finanziert nämlich die Milliarden, den Bau von Rechenzentren und will dabei künftig defensiver vorgehen. Apollo Präsident Jim Zelter sagte, die Nachfrage nach Rechenleistung und Chips bleibe stark. Was er aber nicht wisse, sei, wie sich Preise und Wirtschaftlichkeit entwickeln würden.
00:06:00 · Lea Oetjen, Daniel Eckert
[00:06:00] S2: Ja, da ist sie wieder, die Ente, nur diesmal andersrum. Wie Zweifel an den KI Milliarden äußerte gestern auch 1, der mittendrin steckt, Apollo. Die finanziert nämlich die Milliarden, den Bau von Rechenzentren und will dabei künftig defensiver vorgehen. Apollo Präsident Jim Zelter sagte, die Nachfrage nach Rechenleistung und Chips bleibe stark. Was er aber nicht wisse, sei, wie sich Preise und Wirtschaftlichkeit entwickeln würden. [00:06:22] S1: Und in diesem Satz steckt für euch als Anleger auch Kern ja ein Grund der aktuellen Nervosität. Das Geld für die Rechenzentren, das wird nämlich teurer. Die Rendite der zehnjährigen US Staatsanleihen, die stieg gestern auf 4.95 Prozent, nachdem die Zahl der offenen Stellen in den USA auf ein Viermonatshoch gestiegen war. [00:06:42] S2: Und wie viel Geld die KI verschlingt, zeigt Meta. Der Facebook Konzern hat sich gestern zum ersten Mal seit einem halben Jahr am Anleihenmarkt Geld besorgt nach Berichten, diesmal auch in Euro und die Nachfrage war solide. Vor einem Jahr hatte Meta 30000000000 Dollar eingesammelt, Ende April weitere 25000000000 und schon damals verlangten die Investoren dafür höhere Risikoaufschläge. [00:07:02] S1: Ein Konzern, der seine Investitionen jahrelang aus der eigenen Kasse, ja gerade so aus der Portokasse bezahlt hat, der finanziert seine Rechenzentren inzwischen zu einem guten Teil über Schulden. Für euch als Anleger lohnt deshalb der Blick auf die Anleihenmärkte. Dort zeigt sich oft früher als im Aktienkurs, wann das Vertrauen in die KI Milliarden nachlässt.
00:07:02 · Daniel Eckert, Lea Oetjen
[00:07:02] S1: Ein Konzern, der seine Investitionen jahrelang aus der eigenen Kasse, ja gerade so aus der Portokasse bezahlt hat, der finanziert seine Rechenzentren inzwischen zu einem guten Teil über Schulden. Für euch als Anleger lohnt deshalb der Blick auf die Anleihenmärkte. Dort zeigt sich oft früher als im Aktienkurs, wann das Vertrauen in die KI Milliarden nachlässt. [00:07:23] S2: Ja, und mitten in diese Stimmung hinein hat AMD gestern nach Börsenschluss seine Zahlen vorgelegt. Der Umsatz stieg im dritten Quartal 45 Prozent auf den Rekordwert von 13400000000 Dollar und der bereinigte Gewinn je Aktie lag mit 2 Dollar und 9 Cent klar über den erwarteten ein Dollar 95. Und auch der Ausblick aufs 4. Quartal übertraf nach den ersten Berichten die Schätzungen. Nachbörslich ging es mit dem AMD Kurs dann deutlich nach oben. [00:07:48] S1: Apple hatte ja am Montag die ersten Zahlen unter dem neuen Konzernchef John Ternus vorgelegt. Wir hatten in der gestrigen Folge ausführlich darüber berichtet. Der Umsatz stieg 12 Prozent auf gut einhundertvierzehn Milliarden Dollar und auch das iPhone lief besser als erwartet. Den Ausschlag an der Börse gab allerdings die Marge. [00:08:08] S2: Ja, die Arbeitsspeicher werden nämlich teurer, weil die KI Rechenzentren den Markt leer kaufen und Ternus rechnet mit steigenden Kosten bis in den Dezember und auch noch danach. Das trifft Apple natürlich im Weihnachtsgeschäft, also im wichtigsten Quartal des Jahres. Die Aktie verlor 2 Prozent und ja, was Apple an Marge verliert, landet zum Teil bei den Speicherherstellern wie Micron in der Kasse.