Alles auf Aktien – Die täglichen Finanzen-News
00:00:01 · S0, Daniel Eckert, Lea Oetjen
[00:00:01] S0: Das sind die Finanzthemen des Tages. [00:00:04] S1: Wir sprechen über das Misstrauensvotum bei Apollo, den 32 Prozent Flop bei Shopify und den Rotstift bei Disney. Im Thema des Tages dreht sich alles bittere Deutschlandrechnung und in der Triple AED verraten wir euch, wie aus eurem perfekten Sparplan ein perfekter Auszahlplan wird. Alles auf Aktien, tägliche Börsenshot. Es begrüßen euch Daniel Eckert. [00:00:33] S2: Und Lea Oetjen aus der Weltwirtschaftsredaktion. [00:00:41] S0: Die im Podcast besprochenen Aktien und Fonds stellen keine spezifischen Kauf- oder Anlageempfehlungen dar. Die Moderatoren und der Verlag haften nicht für etwaige Verluste, die aufgrund der Umsetzung der Gedanken oder Ideen entstehen. Blick auf die Märkte. [00:00:58] S2: Heute ist Mittwoch, der 4. November und wir wünschen euch einen gut informierten Start in den Tag. Gut informiert seid ihr schon, allein deshalb, weil ihr die aktualisierte Fassung von Triple-a geladen habt und die Wahlnacht in Amerika jetzt entschieden ist. Die Demokraten haben beide Kammern des Kongresses erobert und zwar klar. [00:01:15] S1: Tja, die US Sender erklärten sie gegen 4 Uhr unserer Zeit zum Sieger im Repräsentantenhaus. Im Senat dann rund 2 Stunden später. Bisher hielten die Republikaner im Repräsentantenhaus 218 Sitze und die Demokraten 214. Nach 1 Schätzung von NBC News kommen die Demokraten jetzt auf 255 zu einhundertachtzig Sitzen.
00:01:15 · Daniel Eckert, Lea Oetjen
[00:01:15] S1: Tja, die US Sender erklärten sie gegen 4 Uhr unserer Zeit zum Sieger im Repräsentantenhaus. Im Senat dann rund 2 Stunden später. Bisher hielten die Republikaner im Repräsentantenhaus 218 Sitze und die Demokraten 214. Nach 1 Schätzung von NBC News kommen die Demokraten jetzt auf 255 zu einhundertachtzig Sitzen. [00:01:38] S2: Im Senat brauchten sie unterm Strich 4 zusätzliche Sitze. Nach den Hochrechnungen haben sie den Republikanern mindestens 7 sogar abgenommen. Darunter in Texas, wo zum ersten Mal seit 3 Jahrzehnten ein Demokrat eine landesweite Wahl gewonnen hat und Kansas, das zuletzt neunzehnhundertzweiunddreißig einen Demokraten in den Senat geschickt hat. [00:01:56] S1: Für Donald Trump heißt das, ab dem dritten Januar kann er keine Gesetze mehr allein mit republikanischen Stimmen durchspringen. Der Präsident hat den Demokraten gratuliert und will das Ergebnis akzeptieren. Als Niederlage für sich selbst sieht er die Wahl nach eigenen Worten aber nicht. Einen Teil der Schuld gab er den Preissteigerungen durch den Iran Krieg. Gleichzeitig kündigte er an, Gesetze des neuen Kongresses per Veto zu stoppen. Er postete unter anderem eine rote Cap mit den Versalien Veto auf Truth Social.
00:01:56 · Daniel Eckert, Lea Oetjen
[00:01:56] S1: Für Donald Trump heißt das, ab dem dritten Januar kann er keine Gesetze mehr allein mit republikanischen Stimmen durchspringen. Der Präsident hat den Demokraten gratuliert und will das Ergebnis akzeptieren. Als Niederlage für sich selbst sieht er die Wahl nach eigenen Worten aber nicht. Einen Teil der Schuld gab er den Preissteigerungen durch den Iran Krieg. Gleichzeitig kündigte er an, Gesetze des neuen Kongresses per Veto zu stoppen. Er postete unter anderem eine rote Cap mit den Versalien Veto auf Truth Social. [00:02:28] S2: Ja, und und der postete auch, wenn er auf dem Wahlzettel gestanden hätte, hätte es einen Erdrutschsieg gegeben für die Republikaner. Lassen wir das mal so stehen. Für euch als Anleger bedeutet das aber vor allem 1, nämlich Stillstand in der Gesetzgebung, während Donald Trump bei Zöllen, Außenpolitik und Einwanderung aber weiter ohne den Kongress entscheiden kann. Neu ist auch, die Macht der Demokraten zeugen, vorzuladen, Untersuchungen einzuleiten. Die Wirtschaft rechnet schon damit, dass Unternehmen mit besonders engem Draht zur Regierung ins Visier geraten, von Staatsaufträgen bis zu genehmigten Übernahmen.
00:02:28 · Lea Oetjen, Daniel Eckert
[00:02:28] S2: Ja, und und der postete auch, wenn er auf dem Wahlzettel gestanden hätte, hätte es einen Erdrutschsieg gegeben für die Republikaner. Lassen wir das mal so stehen. Für euch als Anleger bedeutet das aber vor allem 1, nämlich Stillstand in der Gesetzgebung, während Donald Trump bei Zöllen, Außenpolitik und Einwanderung aber weiter ohne den Kongress entscheiden kann. Neu ist auch, die Macht der Demokraten zeugen, vorzuladen, Untersuchungen einzuleiten. Die Wirtschaft rechnet schon damit, dass Unternehmen mit besonders engem Draht zur Regierung ins Visier geraten, von Staatsaufträgen bis zu genehmigten Übernahmen. [00:02:59] S1: Die Börsen haben in der Nacht zunächst heftig reagiert und sich dann etwas beruhigt. In Tokio rutschte der Nikkei 225 zeitweise 4.7 Prozent ab. Zuletzt waren es dann weniger als 2 Prozent, wobei Japan wegen 1 Feiertags noch den Chipausverkauf vom Montag nachholen musste. Die Futures auf den SP500 fielen zwischenzeitlich bis zu 1.4 Prozent und lagen zuletzt noch 0.5 Prozent im Minus. Bei den Nasdaq einhundert Futures betrug das Minus 0.7 Prozent. [00:03:31] S2: Berrückt hat die Märkte am Ende die Klarheit, denn sobald feststand, dass Demokraten wirklich beide Kammern holen, wurden die Verluste kleiner. Am stärksten erwischt hat es die KI Werte Microsoft, Meta und Alphabet, die gaben in der Nacht jeweils rund 2 Prozent nach und Oracle verlor sogar 4 Prozent. In Asien brach Softbank, also 1 der größten Geldgeber von OpenAI ein 1 und zwar 9 Prozent. Der Speicherchiphersteller KIOXIA sogar fast 12 Prozent.
00:03:31 · Lea Oetjen, Daniel Eckert
[00:03:31] S2: Berrückt hat die Märkte am Ende die Klarheit, denn sobald feststand, dass Demokraten wirklich beide Kammern holen, wurden die Verluste kleiner. Am stärksten erwischt hat es die KI Werte Microsoft, Meta und Alphabet, die gaben in der Nacht jeweils rund 2 Prozent nach und Oracle verlor sogar 4 Prozent. In Asien brach Softbank, also 1 der größten Geldgeber von OpenAI ein 1 und zwar 9 Prozent. Der Speicherchiphersteller KIOXIA sogar fast 12 Prozent. [00:03:56] S1: Mit einem Sieg der Demokraten hatten die Anleger durchaus gerechnet. An den Prognosemärkten lag die Wahrscheinlichkeit für beide Kammer zuletzt bei rund 3 Vierteln. Überrascht hat aber die Wucht des Ergebnisses und die Sorge, die dreht sich jetzt vor allen Dingen die Rechenzentren. Im Wahlkampf wuchs ja vielerorts der Widerstand gegen die riesigen Stromfresser und Krachmacher und die Demokraten, die haben das Thema aufgegriffen. [00:04:20] S2: Ja, allein gestern stimmten die Bürger in mehr als 40 Lokalen, entscheiden auch über Rechenzentren ab. 21 davon allein in Ohio und dabei ging es teils Grenzwerte für Strom und Wasser und teils auch komplette Bauverbote. Ja, die Rendite zehnjähriger US Staatsanleihen sank zwischenzeitlich auf 4.89 Prozent, weil Anleger bei 1 geteilten Regierung mit weniger Schulden rechnen. Inzwischen liegt sie aber wieder aufm Ausgangsniveau.
00:04:20 · Lea Oetjen, Daniel Eckert
[00:04:20] S2: Ja, allein gestern stimmten die Bürger in mehr als 40 Lokalen, entscheiden auch über Rechenzentren ab. 21 davon allein in Ohio und dabei ging es teils Grenzwerte für Strom und Wasser und teils auch komplette Bauverbote. Ja, die Rendite zehnjähriger US Staatsanleihen sank zwischenzeitlich auf 4.89 Prozent, weil Anleger bei 1 geteilten Regierung mit weniger Schulden rechnen. Inzwischen liegt sie aber wieder aufm Ausgangsniveau. [00:04:43] S1: Ja und ein Blick zurück, der beruhigt bei den vergangenen 23 Zwischenwahlen. Da war es bei 21 Wahlen so, dass der S und P 502 Monate nach dem Ereignis höher stand als ein Monate davor. Und seit neunzehnhundertfünfzig lag der S und P 512 Monate nach 1 Zwischenwahl niemals tiefer. Kurzfristig dürfte es trotzdem unruhig bleiben. Dabei war die Wall Street gestern mit Schwung in die Wahlnacht gegangen. [00:05:12] S2: Und damit sind wir auch schon bei den Zahlen der gestrigen Indizes und die lauten wie folgt. Der Nasdaq einhundert legte 0.7 Prozent zu, der S und P 500 gewann 0.5 Prozent und man endete damit seine Verlustserie von 3 Tagen. Nur der Dow, der verlor 0.4 Prozent, weil Apple den Index Metusalem nach unten zog.