00:23:09 · Fredrik Harkort
[00:23:09] S1: Wie effizient kann man eigentlich Prozesse machen? Auch das ist eine Restrukturierung, ne, weil das sind dann faktisch 30, 40 Prozent der Belegschaft weniger. Und das kommt dann immer mit den gleichen Schmerzen, nur falls die dir zuhören denken, ah, so so viele Mitarbeiter hab ich gar nicht, ist gar nicht für mich relevant, sondern doch, doch, doch. In dem Moment, wo Du mehr als 20 Prozent an der Belegschaft gehen lassen musst, weil Du merkst, dass es sich nicht mehr trägt, dann dann bist Du in der Restrukturierung. Und das ist etwas, was wir als Gründer in der Regel, so ging's mir genauso, wirklich erst mal versuchen zu vermeiden, es überhaupt zu machen, weil es ist, dass es fühlt sich an wie das Eingeständnis 1 Niederlage. So gut, wie sich's anfühlt, neue Menschen einzustellen, seine Visionen zu machen und zu sagen, ja, und jede Woche ein neuer Mitarbeiter oder jeden Monat neuen Mitarbeiter und wie viele Mitarbeiter hast Du jetzt? 100 mehr so. Umso schlimmer fühlt sich dann an, wenn du im Grunde genommen Leute gehen lassen musst, weil das, was du ja denen versprochen und dir selbst versprochen hast, du jetzt eingestiegen musst, das ist so nicht gekommen, wird so nicht kommen und deswegen musst du Cost Cutting tun. Also fühlt sich schlecht an. Mein erstes Learning, ich hab son paar Learnings mitgebracht jetzt aus den Restrukturierungen. Eine in 1 bin ich jetzt grade wirklich auch live live drin, ist mein allererstes Learning ist, je früher, desto besser und je härter schneiden, desto besser. Ich hab noch nie einen Unternehmer gehört, der gesagt hat, och, eigentlich hätten wir noch ein paar Monate mit warten sollen oder och, eigentlich hätten wir ein paar weniger Leute mit rausnehmen sollen, weil die fehlen uns jetzt alle, sondern eigentlich 10 von 10 und und auch meine eigene Erfahrung, früher und so hart wie möglich und auch nicht in Scheibchen. Es gibt nichts Schlimmeres, als wenn Du sozusagen sagst, ah, jetzt nehmen wir erst mal 7 raus oder 70 raus, was auch immer die Zahl ist, sondern versuch früh und und und möglichst hart zu cutten, weil am Ende des Tages geht das ja mit dann mit allem, was dazugehört, die Kommunikation, die dazugehört und so weiter und so fort. Das heißt, das hab ich immer bei bei BodyChange, McCings gesagt, jetzt ging's gar nicht anders, weil wir diese ganz klare, in 3 Monaten müssen wir profitabel sein.
00:25:10 · Fredrik Harkort, Jan Thomas
Da konnten wir das nur so so hart machen. Aber ansonsten neigt man tendenziell dazu, das so klecker kleckerweise zu machen und das da das schadet immer eigentlich eher mehr, als dass es hilft. [00:25:20] S2: Ja, ich hab mir parallel mal aufgemacht, sone Case, den ich vorbereitet hatte in dem Zusammenhang ist McMakler. Ich weiß nicht, ob Du's mitbekommen hast. Ja. Das wär halt natürlich genau das Gegenteil. McMakler hat, ich hab sie noch mal aufgemacht. Juli 22, erster 100 Mitarbeiter, dann Oktober 22 noch mal 200 Mitarbeiter, dann Mai 23, also noch mal ein halbes Jahr später 60 Mitarbeiter, dann November noch mal 23 noch mal 60 Mitarbeiter, Januar 25, Februar 25, März 25 und daran siehst Du im Prinzip, ne, und das ist halt, also wer möchte nach nach 3 oder 4 Entlassungswellen noch bei McMakler, also jetzt, ich kenn das Unternehmen nicht von innen, ich kenn's nur tatsächlich son bisschen ausm Podcast, weil wir mal den Gründer hier hatten oder den den CEO damals. Aber das ist natürlich, das Unternehmen ist dann versaut, ne. Da gehen keine guten Leute mehr hin, weil sie einfach nicht wissen. Also klar kannst Du sagen, das ist eine Kultur, da räumt jemand auf, der greift durch, aber offensichtlich auch nicht richtig, ne. [00:26:13] S1: Werbung.
00:26:13 · Fredrik Harkort, S3, S0
[00:26:13] S1: Werbung. [00:26:17] S3: Ja, bevor wir weitermachen, ein kurzer Hinweis von unserem Partner Qonto. Wer in Deutschland gründet, der kennt den Bürokratiedschungel aus Notar, Finanzamt und Handelsregister. Qonto macht diesen Prozess deutlich einfacher und zwar komplett digital und mit persönlicher Gründungsberatung. Wir bei Startup Insider sind selbst langjährige Kontonutzer und selbst große Fans der Lösung. Für GBH, UG, GBR und Holding gibt es den Rundum Gründungsservice bereits ab 99 Euro inklusive rechtssicherer Unterlagen und Koordination des Notartermins. Einzelunternehmer starten sogar ab 0 Euro. Danach verwaltet ihr dann Geschäftskonto, Rechnungen und Buchhaltung bequem in 1 App. Mehr als 250000 Unternehmen haben bereits mit Qonto gegründet. Alle weiteren Informationen findet ihr natürlich in den Shownotes oder auf Qonto Punkt d e. Und nicht vergessen, Qonto schreibt sich am Anfang mit q. [00:27:05] S0: Wenn Sie KI im Unternehmen einsetzen, kann der Anbieter am Ende mitlesen, was Sie eingeben. Bei sensiblen Daten ist damit oft Schluss. Private Mode AI aus Deutschland nutzt Confidential Computing. Der Dienst ist so gebaut, dass niemand an ihre Daten kommt, nicht mal Private Mode selbst. Dadurch können sie sogar sensible Verträge oder auch Kundendaten mit KI analysieren. Unter anderem Capgemini und die Stadt München nutzen es schon. Probieren Sie es direkt aus auf private Mode Punkt a I Slash Podcast. Startup Insider.
00:27:45 · Fredrik Harkort
[00:27:45] S1: Nein, weil was Du vollkommen richtig, weil was Du immer hast in der Regel vor 1 Restrukturierung ist Intransparenz im Unternehmen. Das heißt, wir Gründer denken immer oder oft, Gründer Zero ist, dass eigentlich fast alle wissen, was wir wissen, aber kaum 1 keiner weiß, was wir wissen und keiner ahnt, was wir ahnen. So, das heißt, für die meisten ist es ein echter Schock und deswegen ist die Frage, wie kommuniziert man so was auch eine spielentscheidende, weil was Du ja willst, ist, Du willst, dass all die gut und schnell gehen, die Du dir nicht mehr leisten kannst und die Du nicht mitnehmen möchtest. Und Du möchtest, dass all die, die dann noch bleiben, hochmotiviert bleiben und mit dir gemeinsam das Thema an einem Strang ziehen, den Karossen Dreck zu ziehen. Und wenn Du das einmal machst, so son son Eingriff, dann ist das schon schwierig, ja, oder kein Spaziergang. Aber wenn Du das genau wie wie McMakler gefühlt alle halbe Jahre machst, dann kannst Du dann ist das eine Kultur der Angst. Wann kommt die nächste Entlassungswelle? Und auf der Basis kannst Du kannst Du kein erfolgreiches Geschäftsmodell bauen, weil und das ist auch spannend, Cost Cutting ist halt auch kein Geschäftsmodell, ne. Also, nee, Struktur ist kein Geschäftsmodell, ja, sondern das ist das ist ein Mittel zum Zweck und der Zweck muss dann wieder sein, eine 1 fittere, deswegen redet man ja auch von gesund schrumpfen. Eine gesündere Organisation zu bauen, die dann wieder schlagkräftig wird.
00:29:06 · Jan Thomas
[00:29:06] S2: Ich find nur das Thema, also ich hab son paar Anekdoten halt mitgebracht und eine, die die passt hier gut rein, weil Du gesagt hast, wie kommuniziert man das, ne und wie motiviert man danach die Leute? Der Finn Hänsel war mal, den haben wir ja schon ein paarmal hier besprochen, der Sanity Group jetzt hier, tolles Unternehmen aufgebaut, ist auch bei bei Startup Insider beteiligt, also wirklich ein 1 super Typ. Ich mag ihn sehr gerne, aber der hat mir mal im Podcast erzählt, wie sie bei Movinga ihr ihre Restrukturierung organisiert haben. Und das ist so, glaube ich, der der Megafail. Den hat er auch in anderen Podcasts schon erzählt, deswegen kann man da, glaube ich, drüber reden. Ich, heute lacht er auch drüber, aber da ging's 150 Mitarbeiter, die vor die Tür gesetzt wurden. Das waren, glaube ich, damals ungefähr 50 Prozent der Belegschaft. Also das also, ne, gesund schrumpfen und so weiter. Die waren ja im Wettbewerb damals mit move 24 hießen die, glaube ich, ne. Also das war eine Zeit, da wurde aufgerüstet, ne, wettgerüstet und Landgrabbing und dann irgendwann war der war die Luft ein bisschen raus, müssen sie abbauen. Und die haben's tatsächlich geschafft, dass die HR Abteilung den genau 50 falschen Prozent Oh, now. Eine Mail geschickt hat, hey, Glückwunsch, ihr bleibt und die die 50 richtigen Prozent haben dann eben eine Mail bekommen, dass sie gefeuert werden, ja. Und das dann wieder einzufangen. Also ich kann mir das überhaupt nicht vorstellen, wie so was geht, ja. Also maximaler Fail, ne. Ich war nicht dabei, dass jetzt vielleicht ein bisschen verkürzt und vielleicht ein bisschen an, aber weißt Du, ich meine? Also ich finde sowas muss dann echt mit mit Fingerspitzengefühl samt Handschuhen, da musst Du wirklich, da darfst Du keinen Fehler machen, ne.
00:30:26 · Fredrik Harkort
[00:30:26] S1: Ja, absolut. Was ich was ich mir damals gebaut hab und was ich jetzt auch immer wieder den Unternehmern empfehle, mit denen ich zusammenarbeite, ist die sogenannte Floßübung, okay? Ich führ dich einmal durch. Floßübung. Im Grunde genommen ist ja so, das Bild ist so, vor der Restrukturierung warst Du, egal wie groß Du warst, Du warst ein Dampfer, son Kreuzfahrtdampfer, ja, also recht behäbig, recht groß, Speck angelegt, so große Abteilung und so weiter. Und jetzt ist es klar, der ihr könnt keine Dampfer mehr sein, weil das Geschäftsmodell oder die Ziele, die Du hast, die Du erreichen musst, also da gilt keine Dampferbesatzung. Und dann ist mein Bild, was ich immer zeichne, ist, was Du jetzt bauen musst, ist ein Floß. Und das Verrückte ist, dass Du mit diesem Floß den Atlantik überqueren musst. Immer noch, ja? Also mit' mit' mit' Kreuzfahrtschiff kein Problem, mit' Floß superschwierig. Also eine Floß eine 1 Atlantik überquert man auf ein Floß. Und jetzt musst Du dir die Frage stellen, aufm Floß per Definition passen wenig Leute drauf. Wen würdest Du musst Du auf dieses Floß mitnehmen, damit den Atlantik zu erkennen? Und die 1. Frage, die Du stellen musst, ist, bin ich, also würde ich mich selbst auf dieses fucking Floß setzen? Weil auch nicht jeder Gründer ist sozusagen der richtige Kapitän für eine Atlantiküberquerung aufm Fluss. Wenn Du da sagst, ja, trau ich mir zu, will ich machen so, dann ist meine Empfehlung, so haben wir das gemacht, dann wirklich Kopf für, also nicht anfangen, wir sind 86. Was sollte unser Personalschlüssel sein und wie viel Prozent der Gesamtkosten sollten Personalkosten sein und dann irgendwie von 86 runterkürzen auf 74 so was. Das würde ich nicht machen, sondern the fucking other way round zu sagen, wen wer muss auf diesem Fluss dabei sein neben mir? Und dann wird man sehr schnell merken, okay, krass, wenn Du die Übung so rum machst, sind das vergleichsweise wenige, die und jetzt kommt's hinzu, genau 2 Sachen mitbringen, die jeder braucht, ums aufs Floß zu dürfen. Das ist Skillset und Mindset. Die haben das Skillset, natürlich das, nehmen wir mal an, Du hast Retail oder Handelsgeschäft, damit kennt sich diese Person aus. Und wenn Du Retail und Handel noch dazugehören muss, damit Du überqueren kannst, dann brauchst Du jemand dafür.