00:36:37 · Julian Collin
Bank 2 hat aber irgendwie ein cooles Bank 2 Logo, was sie immer in die Mitte drauf klatscht und Trade Republic, bisschen durcheinander, wie wir manchmal sind, reiben manchmal Trade drauf, manchmal republic, manchmal nur die Flagge, manchmal ist es weiß auf schwarz, manchmal ist das Logo oben links, manchmal ist das Logo unten rechts. Du hast keine Konsistenz. Wenn Du dann wieder rumgehen würdest, Du hast die Sachen gleich gleich gleich häufig gezeigt, würden die Leute wieder Bank 2 sehr viel besser erkennen, weil's konsistent ist. Und Konsistenz, das ist nicht nur, wie dein Logo aussieht, ja? Das beste Beispiel ist dafür zum Beispiel Netflix. Wenn Du an die hörst, dann weißt Du sofort ein Netflix Film. Oder Zalando damals, geile Ad mit Schrei vor Glück. Du hast dieses Geschrei gehört in deinem TV, warst wahrscheinlich gerade auf deinem Handy und hast irgendwie, keine Ahnung, Instagram dir angeschaut. Hast sofort hochgehört und hast gesagt, okay, Amazon. Red Bull, supergeile Visual Consistency mit mit diesen gemalten, die da immer rumlaufen, mit den Flügeln. Konsistenz, superwichtig. Das ist die 2. Sache. Die 3. Sache ist Attention. Die 3. Sache ist, wie viel Aufmerksamkeit kriegst Du? Wirklich, wenn, ich weiß nicht, ob Du noch Fernsehschaust, aber versuch mal, ein Film auf Pro 7 zu schauen. Du hast wahrscheinlich 20 Minuten Werbung geschaut über den ganzen Film und dann nach 2 Stunden wirst Du gefragt, welche Werbung hast Du eigentlich gesehen? Wahrscheinlich wirst Du kaum 2 oder 3 Werbung aufzählen können. Das heißt, wir sagen immer, wie kannst Du da rausstechen? Und Du kannst natürlich auch einmal Attention kriegen, indem Du da jemanden wie Brad Pitt drauf klatscht, weil der ist in der Regel nicht im im im Fernsehen zu sehen. Der hat über die letzten, ich glaub, 5 oder 10 Jahre hatte der 3 Werbedeals in Europa. Das heißt, der ist natürlich jemand, den den den kennen Leute und den schauen gerne Leute an und deswegen ist er da drin. Und wenn Du's dann aber noch natürlich noch ein bisschen auf die Spitze treiben willst, dann sitzt er da, schaut er einfach mit seinem Gesicht in dein Gesicht rein, sagt aber nichts und provoziert dich fast ein bisschen, dass Du sagst, okay, was passiert hier eigentlich? Und so versuchen wir, die Tension zu kriegen oder halt natürlich mit' schreienden Kind oder so was.
00:38:16 · Julian Collin
Und ja, das ist eigentlich, wie wir versuchen, die Markenbekanntheit aufzubauen. Natürlich ist es immer 1 1 1 ziemlich schmaler Grat, weil es relativ leicht Aufmerksamkeit zu kriegen, wenn Du einfach dumme Sachen machst. Also keine Ahnung, wir könnten auch auf, ja, ist ja so, also wir können auf unsere Poster, wir könnten da jetzt ein Bild von' Autounfall mit ganz viel Blut draufkleben. Da würden da alle hingucken. Dann ist da natürlich die Frage, wollen Leute, wenn da Trade Republic mit einem Autounfall Bild drauf ist, wollen die dann immer noch zu Trade Republic gehen? Deswegen misst Du halt nicht nur Aufmerksamkeit, sondern auch Constelleration. Also wollen Leute, wenn sie diese Werbung gesehen haben, danach noch dein Produkt nutzen? Ich glaub, ein ganz tolles Beispiel für jemanden, der sehr viel Brand Awareness aufbaut, ist ist zum Beispiel Donald Trump, durch viele sehr, bin kein Fan davon, aber dadurch, dass er eigentlich immer sie gleich aussieht, verrückte Haare hat, die einfach wirklich auch Attention grabben und dann auch noch verrückte Sachen sagt, kriegst Du einfach sehr, sehr schnell Aufmerksamkeit. Und dann ist natürlich die Frage, hilft dir das auch, dass dein Produkt gekauft wird? Deswegen haben wir keine Autounfälle auf unseren Postern drauf. Aber das ist natürlich die 2. Sache, die wir uns anschauen. Also die Consideration, wollen Leute dein Produkt nutzen? Und auch da ist es so, da geht es einmal natürlich das Produkt, was du verkaufst, aber ein Stück weit auch darum, ob sich identifizieren können mit der mit der mit der Marke. Wir können auch sehr viel tiefer reingehen, aber so versuchen so versuchen wir es ein bisschen zu strukturieren bei uns.
00:39:28 · Jan Thomas
[00:39:28] S1: Ja, aber man man hört auf jeden Fall die Leidenschaft grad bei nur und die Überzeugung bei dir raus. Ich find's nur trotzdem vielleicht, Du hast ja auch, das hast Du mir im Vorgespräch erzählt, Du warst dann auch bei dem Shooting mit Brad Pitt dabei, Das musst Du vielleicht noch mal kurz erzählen, aber was ich mich dabei gefragt hab auch vielleicht, weil Du auch grade Red Bull gesagt hast, also Red Bull ist für mich immer son Beispiel, Konsistenz verstehe ich, aber ich bin nie davon überzeugt, dass das wirklich der Marke hinterher im Supermarkt hilft. Red Bull jetzt so in letzten Jahren, das war für mich früher immer so, eine Premiummarke hat immer einen Euro 49 gekostet, wird jetzt mittlerweile verramscht für, ich weiß nicht, 9 80 Cent oder sowas, ja. Deswegen weiß ich, also die fand ich immer so spannend, weil sie hat tatsächlich irgendwie im Marketing auch grade mit ganzen mit dieser, sagen wir mal, hier Extremsport und solchen Geschichten dann ein ganz anderen Weg gegangen sind. Hat aber, da hat dieses diese gezeichneten Kampagne hat für mich da nie reingepasst, ne. Vielleicht kannst Du das mal am Beispiel von Brad Pitt noch mal erklären. Also wieso Brad Pitt? Warum warum ist das der beste? Also Du hast gerade erklärt, weil er in Europa so, sag mal, gern gesehen, aber unbekannt oder wenig auftritt in in in Spots, aber davon gibt's ja wahrscheinlich auch viele, Warum ist der jetzt genau eure eure Wahl gewesen? Weil der kostet ja wahrscheinlich auch eine Kleinigkeit.
00:40:27 · Julian Collin, Jan Thomas
[00:40:27] S2: Ja, das ist nicht ganz günstig. Also, es gibt ehrlich zu sein nicht viele Brad Pitt. Ich glaube, es gibt vielleicht 2 oder 3 Personen auf der Welt, die eine 1 ähnliche Bekanntheit haben, gefühlt wie Brad Pitt. Also, wir haben's wir haben's damals gemessen. Wir haben uns natürlich nur Brad Pitt angeguckt, sondern irgendwie 20 oder 30 Stars, wo wir sagen, hey, mit denen können wir uns vorstellen, zusammenzuarbeiten. Brad Pitt können [00:40:46] S1: Aber es sollte ein Star sein erst mal, Das war für
00:40:48 · Julian Collin
[00:40:48] S2: Genau, das ist die Aufmerksamkeitssache, die wir gesagt haben. Wir brauchen einen Star, der in all unseren Märkten bekannt ist, sonst kannst Du dir einen deutschen Star suchen, aber wir wollten, dass es gut skaliert, dass es also in unseren 18 Märkten bekannt ist. Wir wollten, dass die breite Masse ihn erkennt, auch in diesen Märkten. Das heißt, wir haben geschaut, okay, wie viel Prozent der Gesellschaft kennen eigentlich einen Brad Pitt? Und bei Brad Pitt waren's knapp 90 Prozent. Du zeigst einfach nur das Bild von ihm, Du hast nicht den Namen drunter. 90 Prozent wissen, das ist Brad Pitt. Das ist bekannter als der Papst. Und das ist wirklich so. Also das haben wir getestet. Und das heißt, das ist schon mal sehr, sehr selten. Da gibt's wahrscheinlich auf der Ebene noch ein Leonardo de Caprio als Schauspieler und dann wird's auch schon sehr, sehr eng, ehrlich zu sein. Weil selbst ein George Clooney ist nicht mehr so viel im Fernsehen wie ein Brad Pitt. Weil die 2. Sache, die Du suchst, Du willst eine Markenbekanntheit, dann willst Du natürlich, dass die Markenbekanntheit positiv ist. Du willst niemanden, der für was Kritisches in der in der in der Öffentlichkeit steht. Ich weiß nicht, zum Beispiel eine Kim Kardashian würde uns jetzt vielleicht, würden wir uns schwerer mit tun, weil sie vielleicht ein bisschen kritischer zu betrachten ist als ein als ein Brad Pitt von von den ganzen Sachen, die sie gemacht hat. Und dann willst Du auch noch, dass die Person regelmäßig gezeigt wird, also dass sie organisch auftaucht. Und Brad Pitt hat halt irgendwie 50 Filme gemacht. Es gibt, glaube ich, keinen Monat, wo nicht in den großen TV Sendern in Deutschland, aber auch in den anderen Märkten 5 oder 10 Filme von ihm ausgestrahlt werden. Und wenn Du's wirklich schaffst, jemanden wie Brad Pitt mit' großen Penetration in den ganzen Märkten regelmäßig zu zeigen, dann verbindest Du die Brand Trade Republic mit' Marke wie wie Brad Pitt. Und jedes Mal, wenn Du dann 7 oder Formel 1 Film schaust mit Brad Pitt, denkst Du vielleicht ein Stück weit an Trade Republic. Und deswegen gibt's da gar nicht so viele, die auf der Größenordnung mitspielen. Und deswegen haben wir den ausgesucht und wir haben damals in Hollywood mit ihm geshootet. Das weiß ich noch.
00:42:25 · Julian Collin
Das war, wenn Du mit jemandem wie mit Brad Pitt shooten willst, ist es nicht so einfach, weil der jetzt nicht superviel Zeit hat. Und der hat halt für sich, der macht eigentlich kaum Werbedeals. Und deswegen hat er gesagt, na ja, wenn er die macht, dann dann macht er die nichts zwischen zwischen Filmdrehs. Das heißt, ihr dreht in der Regel 6 bis 12 Monate fürn Film. Das heißt, Du hast son ganz kleines Fenster, wo Du gemeinsam mit dem was drehen kannst. Und das war damals, ich glaube, der 10. Januar Anfang diesen Jahres. Und das Fenster wurde uns so 5 Wochen davor zugerufen, also so Anfang Dezember. Das waren ziemlich toughe, das kann ich sagen, waren ziemlich toughe Silvester und Weihnachten für uns alle. Und ich hatte ich hatte mit meinem Vater und meinem Bruder hatte ich eine Husky Tour, hatten wir seit Jahren geplant, eine Husky Tour im Norden Norwegens ausgemacht ohne Internet. 5 Tage oder 7 Tage vor dem Shooting hat die angefangen und die hat so 2 Tage vorher aufgehört. Das heißt, ich bin aus aus aus Norwegen aufm Norden Norwegens von minus 20 Grad bin ich dann nach LA rübergeflogen mit dem Team und wir hatten das Shooting da mit ihm 3 Tage. Und wenn Du mit jemandem wie Brad Pitt shoottest, dann ist natürlich die Zeit, ist das raste. Ne? Also Du zahlst ja nicht dafür, dass Brad Pitt sich einen Tag Zeit nimmt, sondern Du zahlst dass Du die Markenrechte hast, dass er mit keiner anderen Bank zusammenarbeiten darfst und dass Du das in Aktienländern ausstrahlen kannst. Du zahlst nicht dafür, dass Du dich Brad Pitt ein Tag Zeit nimmt. Brad Pitt hat aber grundsätzlich nur mit uns zusammengearbeitet, weil er gesagt hat, ey, er findet das das Konzept supercool. Er will keine haben, wo er irgendwie ein Handy in die Kamera reinhält und sagt, guck mal, ich nutze Trade Republic, weil das irgendwie unglaubwürdig ist. Der will eigentlich keine richtigen Product Placements machen. Er hat gesagt, ihr findet das Konzept, was wir haben, einfach super kreativ, dass sie sagen, hey, das ist Brad Pitt und jetzt, wo wir deine Aufmerksamkeit haben, hier die Vorteile von Trade Republic. Da haben wir 4 verschiedene Szenen von geshootet. Bisher ist nur eine draußen, da werden bald noch ein paar weitere rauskommen. Und wenn Du dann einen Tag mit ihm shootest, dann kannst Du natürlich nicht Brad Pitt ans Set kommen lassen und dann können Sachen nicht funktionieren.