00:30:47 · Jan Thomas, Julian Collin
[00:30:47] S1: Na, ist ja ein bisschen wie bei Apple, ne? Also, ich glaube, so ein iPhone wäre ja auch nicht entstanden, wenn Du die Kunden jetzt gefragt hättest, sondern ich glaube, die großen Innovationen, die musst Du, glaube ich, hast ja vorhin gesagt, Christian hast Du als Innovator, glaube ich, bezeichnet vorhin, Und hast aber auch gleichzeitig gesagt, er denkt viel über so makro makroökonomische Trends der nächsten Jahre nach, vielleicht und und entwickelter Thesen. Vielleicht kannst Du uns da noch mal teilhaben. Wo geht denn da die Reise gerade hin? [00:31:06] S2: Also, wenn ich jetzt über über manche Sachen über, an denen wir arbeiten, da arbeiten wir seit 2 Jahren dran und wir versuchen wirklich händeringend, dass sie nicht an die kommen. Das waren solche Sachen wie eine Vollbank Lizenz und dass Du da eine Karte rausmachst. [00:31:18] S1: Lass dich nicht bremsen.
00:31:19 · Julian Collin
[00:31:19] S2: Genau, ich weiß. Das heißt Jan, die werde ich jetzt hier nicht erzählen können. Aber ich glaube, ein makroökonomischer Trend, den wir den wir massiv sehen, ist der ist der ist der Trend von so, wie nennt man das? Von der Rentenlücken schließen. Klingt weird, lass mich das kurz erklären. Wir haben eigentlich seit 10 Jahren haben wir immer darüber gesprochen, Mensch, das Rentensystem, das funktioniert nicht mehr. Die arbeitende Population, die wird immer kleiner, die nicht arbeitende Population, die Rentner werden immer größer. Es ist schon so, dass irgendwie jeder 3. Euro an Steuern, der gezahlt werden muss, muss genutzt werden, das Ganze auszugleichen. Das wird immer schlimmer werden. Nichts hat sich bewegt. Und jetzt 20 27 hast Du 8 europäische Märkte, die eine Kapitalreform geplant haben. Du hast in Deutschland das Altersvorsorgedepot, Du hast in Österreich das Zukunftsdepot für Kinder. Vorher durften Kinder unter 18 eigentlich nur an Anleihen anlegen, jetzt können die kapitalmarktbasiert anlegen und der Staat gibt jedem Kind 500 Euro und Du kannst steuerfrei 5000 Euro im Jahr anlegen. Du hast in Polen den OKI, da kannst Du bis 25000 Euro steuerfrei investieren. Du hast in Spanien ein Finanzjahr Europa, da kannst Du in' Rapper investieren und hast zahlst keine Steuern drauf. Dann hast Du noch Italien, Irland, Kroatien und Tschechien. Das sind 8 Länder, alle in 20 27 und Du denkst dir so, was passiert hier? Das heißt, ich glaube, der große makroökonomische Trend, der jetzt grade kommt, ist natürlich 1, von dem wir massiv profitieren, ist, dass die ersten ein, 2 Länder gesagt haben, okay, wir müssen hier was ändern und dann die ganzen anderen europäischen Länder gesagt haben, na gut, wenn Deutschland das macht, wenn Polen das macht, dann mach ich das auch. Und das ist, glaube ich, ein Riesentrend, der 2027 das Wachstum von Trade Republic natürlich ganz stark beeinflussen wird, diese ganzen Steuerangebote, steueroptimierten Investmentrapper, die abzubilden und natürlich da auch schon ein Stück weit hoffentlich zu profitieren von der Markenbekanntheit, die wir in den einzelnen Ländern gebaut haben.
00:32:54 · Jan Thomas, Julian Collin
[00:32:54] S1: Lass mal kurz über das Thema Markenbekanntheit noch mal sprechen. Also vielleicht Markenbekanntheit hast Du gesagt, vorhin 60 Prozent in der breiten Bevölkerung in Deutschland, aber was ich finde, was ihr sehr gut gemacht habt, also so einfach mal mal ein Kompliment in eure Richtung. Ihr habt von Anfang an sehr, sehr viel Wert auf das Markendesign gelegt, ne, war zumindest mein Eindruck. Also sehr, man hat so das Gefühl, es ist sehr akribisch durchgeplant alles, sehr viel Liebe zum Detail. Kannst Du uns da noch mal durch ein Prozess führen, weil also ich glaube, viele gucken da drauf, wahrscheinlich Revolut hat das auch gut gemacht, aber es gibt andere, die mir einfallen, die haben's bei weitem nicht so gut hinbekommen. Wer wer treibt so was bei euch und und sag mal, wie oft dreht ihr da so rund, bis ihr sagt, das ist es? [00:33:27] S2: Also wo liegt es? Es liegt bei mir im Team. Ich ich bin hier verantwortlich für für Marketing, Internationalisierung, Pricing und hab jetzt auch ein paar kleine Teile vom Produktteam übernommen, die rund ums Thema Wachstum gehen. Also Onboarding und sowas. [00:33:37] S1: Kompliment, Herr.
00:33:37 · Jan Thomas, Julian Collin
[00:33:37] S1: Kompliment, Herr. [00:33:37] S2: Vielen Dank, nehme ich mit, aber ich glaube, es ist jetzt nicht nur ein Kompliment an mich, sondern das ist auch ein Thema, wo natürlich das Team bei uns, wir haben Head of Brand, der Sven, der da eine gute Rolle macht und ein Flo auf der Seite, der einen fantastischen Job macht. Aber auch Christian ist hier ist hier viel involviert und ein Beispiel zu geben, wir haben uns überlegt, wer das Voiceover zu Brad Pitt macht. Brad Pitt sagt ja kein einziges Wort. Das kann ich auch gleich erklären, warum. Aber da haben wir überlegt, okay, wer ist die richtige sozusagen, wer soll da was aufsprechen, unser unser unsere Message? Da haben wir, glaube ich, 40 oder 50 Leute uns angehört, haben das konstant über 3, 4 Wochen iteriert und sind dann letztendlich mit' Mitarbeiterin von uns gegangen, mit der Anina, die das Creative [00:34:15] S1: Auf die das
00:34:15 · Jan Thomas, Julian Collin
[00:34:15] S1: Auf die das [00:34:16] S2: Creative Team leitet bei uns. Genau. Die hat all unsere Ads seitdem gesprochen, weil wir einfach gesagt haben, hey, die schafft es irgendwie auf eine freundliche, angenehme Art und Weise reinzusprechen, weil wir immer sagen, unsere Werbung soll sich nicht anfühlen wie eine normale Werbung. Und es fängt an mit Brad Pitt, der dann irgendwie dasitzt und nichts sagt und alle sagen so, ja, warum sagt der nichts? Ist ja total blöd, warum sagt der nix? Und genau dadurch hast Du das erreicht, was Du willst, alle Leute sprechen drüber, bis hin zu' zu' ner Kinderdepotwerbung. Ich weiß nicht, ob Du die mitbekommen hast, da haben wir uns von' Kondomwerbung von Durex inspirieren lassen. Das ist war damals ein Kind im Supermarkt, was ein was ein Tandum kriegt und total ausflippt, weil es irgendwie eine Gummibärchen Packung nicht kriegen darf und rumschreit ohne Ende auf dem Boden. Dann am Ende ist der ist der Abbinder, wenn man den Vater sieht, der irgendwie sein sein komplett seine seine Geduld verliert, ist. Wer früher spart, ist die schneller los, was natürlich auch massiv zur Provokation geführt hat. Da haben wir Hunderte [00:35:02] S1: Kann ich nicht nehmen.
00:35:03 · Julian Collin
[00:35:03] S2: Haben wir Hunderte E-Mails bekommen, ob das Marketingteam nicht verrückt sei, wir würden alle hinter Gitter gehören. Leute haben nicht verstanden, dass es ein Schauspieler ist, auch das Kind und haben gesagt, dem Kind muss man helfen. Also wir wollen immer, dass sich Werbung nicht anfühlt wie Werbung. Und das geht auch weiter und so große Zinskampagne, die war einfach nur ein Trade Republic Logo auf dem weißen Hintergrund, das wird immer größer und im Hintergrund hörst Du halt, dass wir die Zinsen geben. Aber grundsätzlich, also ich hab ich hab keinen ich hab keinen Marketing Background, deswegen ich bin eher ein Alyncia Typ. Hab das versucht, dann für mich runterzubrechen. Was macht eigentlich eine gute Marke aus? Also wenn Du bekannt werden willst für deine Marke, was musst Du machen? Und wahrscheinlich ist es jetzt Russin, was ich erzähle, aber mir hat's immer massiv geholfen, da drüber nachzudenken. Ich hab gesagt, okay, Awareness ist die Kombination, also Markenbekanntheit ist die Kombination aus der Frequenz, wie häufig Du gezeigt wirst, multipliziert mit der Konsistenz. Verstehen Leute, dass das deine Marke ist, multipliziert mit der Aufmerksamkeit, die Du kriegst? Wir brechen es einmal runter. Also wenn wir einmal über die Frequenz nachdenken, das ist eigentlich was, was Du in erster Regel durch durch durch Geld löst. Konkretes Beispiel, ich weiß nicht, wir und Bank Bank 2 nenne ich sie jetzt mal, gehen nach Tokio, Japan. Waren wir noch nie und wir haben nur OD Poster. Wir sind stingy, haben wenig Geld. Wir machen 10 OD Poster, wo Trade Republic draufsteht, hängen wir in Tokio auf. Dann kommt Bank 2 und die hängen 1000 Poster auf, wo Bank 2 draufsteht. Wenn du danach rumgehen würdest und würdest Leute in Tokio fragen und zeigst in 2 Bildern und sagst, hier steht Trade Republic, da steht Bank 2. Welches Doga kennst du? Würden alle sagen, hey, Bank 2. Weil die Wahrscheinlichkeit, dass du es gesehen hast, ist viel größer. Das ist irgendwie klar. Frequenz kaufst Du dir durch Geld. Wenn Du mehr Geld ausgibst, kannst Du häufiger gezeigt werden. Die 2. Sache ist die Konsistenz. Wir sind wieder in Tokio. Wir haben wieder die Autofone Poster. Diesmal haben wir beide 1000 Poster.