00:28:18 · Julian Collin
[00:28:18] S2: Absolut. Also ich glaube, Du guckst einmal, also es gibt verschiedene Perspektiven, die Du reinnimmst. Du hast einmal die Perspektive von Wettbewerbern, gibt's irgendwas, was im Markt in USA, aber auch in Europa sehr gut funktioniert, wo Du sagst, hey, das wäre vielleicht auch spannend für unsere Kunden? Ich glaube, die 2. 2. Perspektive ist immer natürlich die Kundenperspektive. Wir haben einen super engen Austausch mit unseren Kunden. Wir machen auch regelmäßig Umfragen bei unseren Kunden und fragen sie so ein bisschen, welche Produkte spannend sein könnten. Wir haben Customer Council gegründet, wo wir aus über 1000 Bewerbungen 10 Kunden ausgewählt haben, mit denen wir uns regelmäßig treffen und sprechen, die uns auch Feedback geben aus ihren eigenen Ländern. Das heißt, ich glaube, die Kundenperspektive ist die 2. Perspektive, die schon eine Rolle spielt. Und dann eine große Perspektive, eine 3. Perspektive ist aber auch einfach, Gastfeeling ist son richtig blödes Wort, aber der muss man schon sagen, der makroökonomische Trend, den wir diskutieren in der in der in der Executive Round. Beispiel, als wir vor dreieinhalb Jahren ausschließlich ein Broker waren, da haben wir natürlich auch unsere Kunden gefragt, hey, was ist ein spannend für euch? Und dann haben die natürlich gesagt, Dividend Reinvestment Plan, ein Webtrading Interface. Da hat kein Kunde gesagt, Zinsen mit EZB Rate, weil das was war, was so noch nicht im Markt da war. Dann hast Du das ausgerollt und dann hast Du die Kunden gefragt, was sie was sie haben wollen und dann war das irgendwie... Dann sind es oft kleine Feature, die total Sinn machen, wo die Kunden sagen, hey, das ist ein ist ein in dem Moment ein Problem, was ich habe oder eine Lösung, die ich gerne hätte, die aber noch nicht da ist. Aber der hätte niemals gesagt, ich möchte eine Karte, mit denen ich ein Prozent zurückkriege und das Geld in den Sparplan meiner Wahlwelt läuft. Das heißt, ich glaube, wenn Du wirklich Innovationen machen möchtest, Sachen, die es so noch nicht im Markt gibt, dann musst Du dich schon son bisschen manchmal in die Hülle einschließen und drüber nachdenken und sagen, wie könnte die Welt eigentlich aussehen, wenn wir sie neu malen würden auf' Blatt? Aber nicht jeder Launch ist natürlich son son langfristiger langfristige Innovation.
00:30:02 · Julian Collin, Jan Thomas
Manche Launches sind auch einfach saubere Execution, zum Beispiel vor allem, wenn wir über internationales Wachstum sprechen und über Lokalisierung sprechen. Es gibt lokale Produkte, die in in in in Frankreich genutzt werden, die zum Beispiel nicht in Deutschland oder Spanien genutzt werden. Du hast eine ganz andere Positionierung in dem Markt, weil Du vielleicht ein stärkeres Wettbewerbsumfeld hast. Dann kommt natürlich noch Sprache on top. Das sind auch alles Sachen, die musst Du produktseitig abbilden. Die sind aber jetzt weniger Innovationen. Und natürlich sind auch das Sachen, die man dann irgendwie abarbeitet, weil man sie aus dem Markt sieht. Also 3 Sachen. Du hast Du hast natürlich ein Wettbewerb, wo Du drauf schaust. Du hast die Kunden, mit denen Du viel sprichst, aber dann auch für die großen Innovationen oder die Sachen, die es so vielleicht noch nicht gibt, dass Du dich wirklich einschließt und überlegst, wie könnte das Ganze eigentlich funktionieren, wenn man es neu machen würde? [00:30:47] S1: Na, ist ja ein bisschen wie bei Apple, ne? Also, ich glaube, so ein iPhone wäre ja auch nicht entstanden, wenn Du die Kunden jetzt gefragt hättest, sondern ich glaube, die großen Innovationen, die musst Du, glaube ich, hast ja vorhin gesagt, Christian hast Du als Innovator, glaube ich, bezeichnet vorhin, Und hast aber auch gleichzeitig gesagt, er denkt viel über so makro makroökonomische Trends der nächsten Jahre nach, vielleicht und und entwickelter Thesen. Vielleicht kannst Du uns da noch mal teilhaben. Wo geht denn da die Reise gerade hin?
00:30:47 · Jan Thomas, Julian Collin
[00:30:47] S1: Na, ist ja ein bisschen wie bei Apple, ne? Also, ich glaube, so ein iPhone wäre ja auch nicht entstanden, wenn Du die Kunden jetzt gefragt hättest, sondern ich glaube, die großen Innovationen, die musst Du, glaube ich, hast ja vorhin gesagt, Christian hast Du als Innovator, glaube ich, bezeichnet vorhin, Und hast aber auch gleichzeitig gesagt, er denkt viel über so makro makroökonomische Trends der nächsten Jahre nach, vielleicht und und entwickelter Thesen. Vielleicht kannst Du uns da noch mal teilhaben. Wo geht denn da die Reise gerade hin? [00:31:06] S2: Also, wenn ich jetzt über über manche Sachen über, an denen wir arbeiten, da arbeiten wir seit 2 Jahren dran und wir versuchen wirklich händeringend, dass sie nicht an die kommen. Das waren solche Sachen wie eine Vollbank Lizenz und dass Du da eine Karte rausmachst. [00:31:18] S1: Lass dich nicht bremsen.
00:31:19 · Julian Collin
[00:31:19] S2: Genau, ich weiß. Das heißt Jan, die werde ich jetzt hier nicht erzählen können. Aber ich glaube, ein makroökonomischer Trend, den wir den wir massiv sehen, ist der ist der ist der Trend von so, wie nennt man das? Von der Rentenlücken schließen. Klingt weird, lass mich das kurz erklären. Wir haben eigentlich seit 10 Jahren haben wir immer darüber gesprochen, Mensch, das Rentensystem, das funktioniert nicht mehr. Die arbeitende Population, die wird immer kleiner, die nicht arbeitende Population, die Rentner werden immer größer. Es ist schon so, dass irgendwie jeder 3. Euro an Steuern, der gezahlt werden muss, muss genutzt werden, das Ganze auszugleichen. Das wird immer schlimmer werden. Nichts hat sich bewegt. Und jetzt 20 27 hast Du 8 europäische Märkte, die eine Kapitalreform geplant haben. Du hast in Deutschland das Altersvorsorgedepot, Du hast in Österreich das Zukunftsdepot für Kinder. Vorher durften Kinder unter 18 eigentlich nur an Anleihen anlegen, jetzt können die kapitalmarktbasiert anlegen und der Staat gibt jedem Kind 500 Euro und Du kannst steuerfrei 5000 Euro im Jahr anlegen. Du hast in Polen den OKI, da kannst Du bis 25000 Euro steuerfrei investieren. Du hast in Spanien ein Finanzjahr Europa, da kannst Du in' Rapper investieren und hast zahlst keine Steuern drauf. Dann hast Du noch Italien, Irland, Kroatien und Tschechien. Das sind 8 Länder, alle in 20 27 und Du denkst dir so, was passiert hier? Das heißt, ich glaube, der große makroökonomische Trend, der jetzt grade kommt, ist natürlich 1, von dem wir massiv profitieren, ist, dass die ersten ein, 2 Länder gesagt haben, okay, wir müssen hier was ändern und dann die ganzen anderen europäischen Länder gesagt haben, na gut, wenn Deutschland das macht, wenn Polen das macht, dann mach ich das auch. Und das ist, glaube ich, ein Riesentrend, der 2027 das Wachstum von Trade Republic natürlich ganz stark beeinflussen wird, diese ganzen Steuerangebote, steueroptimierten Investmentrapper, die abzubilden und natürlich da auch schon ein Stück weit hoffentlich zu profitieren von der Markenbekanntheit, die wir in den einzelnen Ländern gebaut haben.
00:32:54 · Jan Thomas, Julian Collin
[00:32:54] S1: Lass mal kurz über das Thema Markenbekanntheit noch mal sprechen. Also vielleicht Markenbekanntheit hast Du gesagt, vorhin 60 Prozent in der breiten Bevölkerung in Deutschland, aber was ich finde, was ihr sehr gut gemacht habt, also so einfach mal mal ein Kompliment in eure Richtung. Ihr habt von Anfang an sehr, sehr viel Wert auf das Markendesign gelegt, ne, war zumindest mein Eindruck. Also sehr, man hat so das Gefühl, es ist sehr akribisch durchgeplant alles, sehr viel Liebe zum Detail. Kannst Du uns da noch mal durch ein Prozess führen, weil also ich glaube, viele gucken da drauf, wahrscheinlich Revolut hat das auch gut gemacht, aber es gibt andere, die mir einfallen, die haben's bei weitem nicht so gut hinbekommen. Wer wer treibt so was bei euch und und sag mal, wie oft dreht ihr da so rund, bis ihr sagt, das ist es? [00:33:27] S2: Also wo liegt es? Es liegt bei mir im Team. Ich ich bin hier verantwortlich für für Marketing, Internationalisierung, Pricing und hab jetzt auch ein paar kleine Teile vom Produktteam übernommen, die rund ums Thema Wachstum gehen. Also Onboarding und sowas. [00:33:37] S1: Kompliment, Herr.
00:33:37 · Jan Thomas, Julian Collin
[00:33:37] S1: Kompliment, Herr. [00:33:37] S2: Vielen Dank, nehme ich mit, aber ich glaube, es ist jetzt nicht nur ein Kompliment an mich, sondern das ist auch ein Thema, wo natürlich das Team bei uns, wir haben Head of Brand, der Sven, der da eine gute Rolle macht und ein Flo auf der Seite, der einen fantastischen Job macht. Aber auch Christian ist hier ist hier viel involviert und ein Beispiel zu geben, wir haben uns überlegt, wer das Voiceover zu Brad Pitt macht. Brad Pitt sagt ja kein einziges Wort. Das kann ich auch gleich erklären, warum. Aber da haben wir überlegt, okay, wer ist die richtige sozusagen, wer soll da was aufsprechen, unser unser unsere Message? Da haben wir, glaube ich, 40 oder 50 Leute uns angehört, haben das konstant über 3, 4 Wochen iteriert und sind dann letztendlich mit' Mitarbeiterin von uns gegangen, mit der Anina, die das Creative [00:34:15] S1: Auf die das