Startup Insider
00:21:58 · Julian Collin
[00:21:58] S2: Das stellt sich eine schwere Frage, Jan. Also ich glaub, Headcount müssen wir alle in die Glaskugel in der schauen. Also ich mein, grade ändern sich total viele Sachen. Du kannst... Das beste Beispiel, ich ich hab 1 1 1 Zinsanalyse gemacht über unsere Märkte hinweg gestern, die hat mich 3 Stunden gekostet. Da weiß ich noch, vor 6 Monaten habe ich dafür ein Team von 3 Data Analysts gebraucht, die Sachen für eine Woche auswerten und aufbereiten, die gleiche Qualität zu haben. Jetzt kann ich das selber mit Claude in 3 Stunden selber machen. Jetzt, wenn du die großen AI Companies fragst, wie die Entwicklung weitergeht, dann sagen die alle, dass sie in ein, 2 Jahren AI Bots haben, die Ziele für 12 bis 24 Monate, strategische Ziele von alleine verfolgen können und eine Rücksprache mit dir halten. Das heißt, es gibt vielleicht eine Welt, wo selbst so eine Company wie unsere, die dann Größenordnung von Robinhood, Charles Schwab und irgendwie New Bank erreichen, also in die 50 bis 150000000000 Valueation Größe gehen, dass sie vielleicht gar nicht so viel mehr Mitarbeiter brauchen. Aber auf der anderen Seite könntest Du natürlich auch sagen, ja, vielleicht funktioniert's aber auch nicht und diese ganzen AI Modelle, die entwickeln sich gar nicht so schnell weiter, wie man eigentlich denkt. Das heißt, ich glaube, was die Mitarbeiteranzahl angeht, das ist super schwer gerade zu sagen. Ich glaube, da haben viele Unternehmen große Probleme mit, da auch nur über 6 Monate gerade gefühlt zu planen. Wir sind immer sehr auf der auf der konservativen Seite. Wir sind grundsätzlich, sagen wir, wir wollen anders darf sein, also zu wenig Mitarbeiter haben, weil es dazu führt, dass man viel stärker priorisiert und ein großes Team macht dich immer langsamer, viel langsamer, weil Entscheidungen durch viele Menschen durch kommuniziert werden müssen und jeder natürlich auch ein Stück weit Mitspracherecht hat und auch die Ambitionen, da was mitzubewirken. Das heißt, ein großer Vorteil ist es auch manchmal, ein kleines Team zu sein, wenn du schnell sein willst. Ist natürlich auch ein Nachteil, wenn du viele Sachen parallel machen möchtest. Aber ich glaube, ist was, da müssen wir jetzt einfach mal schauen, wie es weitergeht.
00:23:37 · Julian Collin, Jan Thomas
Und auf der Valueation Seite, glaube, unsere Vorbilder, wie gesagt, sind die Unternehmen wie New Bank, Charles Schwab und Robinhood und die haben alle noch mal ein paar Millionen Kunden mehr und auch ein paar Milliarden höhere Valueation. [00:23:48] S1: Wie wie guckst Du, ich weiß nicht, ob Du darüber reden möchtest, aber wie guckst Du auf Revolut oder ihr? Weil wir wir nehmen's natürlich immer nur so aus der Distanz wahr, aber was die machen, ist ja schon spektakulär, ne? Also die man man hat so das Gefühl, das könnte mal die größte Bank der Welt werden. [00:24:00] S2: Beast of a Business, absolut. Viel viel viel Respekt vor denen. Ich glaube, wir haben ein sehr unterschiedliches Businessmodell und da muss man son bisschen auf die Kunden schauen. Unser durchschnittlicher Kunde hat 15000 Euro im im Depot. Der durchschnittliche Revolutkunde hat unter 1000 Euro in im im auf der Bank. Das heißt, ich glaube, die gehen sehr viel breiter. Die versuchen von vielen Leuten über die ganze Welt hinweg und das machen sie enorm gut, eine Bank zu sein, die Du immer mal wieder nutzt. Son bisschen wie sone eine 1 Super App. Also keine Ahnung, Du hast Revolut als Zweit- oder Drittaccount. Du bist am am Reisen, und dann nutzt Du die, weil sie gute Currency Pockets haben. [00:24:35] S1: Ja, mit vielen Zusatzservices schon, ne, glaube ich. Genau. Also so Hotel buchen und was weiß ich was alles, ne?
00:24:39 · Julian Collin
[00:24:39] S2: Voll. Auch bei, keine Ahnung, Du bist normalerweise niemand investiert, aber Du hast irgendwie gesehen, Krypto geht durch die Decke. Es war bei Tränen vor 3 Jahren. Du hast die App schon auf deinem Handy, bevor Du jetzt eine neue App runterlädst, machst Du halt mal einen Cryptotrader und versuchst, den Bitcoin reinzugehen. Das heißt, ich glaube, die machen sehr, sehr viel Sachen parallel und sind immer so der Zweit- oder Dritt Player da. Das ist, glaube ich, eine super Value Proposition. Unsere ist aber eine ganz andere. Bei uns ist ja das Ziel, wirklich den Großteil deines gesamten Geldes bei Trade Republic zu haben. Und deswegen sagen wir auch, wir sind die einzige Plattform, die es, glaube ich, zurzeit gibt auf der Welt, wo egal, was Du mit deinem Geld machst, es immer für dich arbeitet und wächst. Wenn Du's liegen hast, kriegst Du den EZB Zins. Du musst nicht da irgendwie gucken, dass es irgendwie nur auf dem Investmentkonto ist oder nur aufm Tagesgeldkonto. Kriegst immer den EZB Zins auf dein ganzes Geld. Wenn Du's investierst, hast Du natürlich die Marktrendite und das hast Du zu günstigsten Konditionen. Und wenn Du's ausgibst, selbst dann kriegst Du ein Prozent zurück deine Kartenzahlung. Das heißt, egal, was Du machst, dein Geld wächst für dich. Und deswegen, wenn wir jetzt mal auf die älteren Kohorten gehen, wir wachsen ja immer noch exponentiell, deswegen sind die 15000 Euro, glaube ich, entsprechend nicht so richtig der Wahrheit. Wenn Du auf so Kohorten gehst, die 3, 4 Jahre alt sind, dann haben die alle 30, 40000 Euro mit uns. Und ich glaube, deswegen gehen wir in eine andere Richtung. Wir wollen wirklich tief mit dem Kunden in den Kunden reingehen und den Großteil des Wohlstands von dem Kunden bei uns abdecken und dem Helfen, da mehr draus zu machen. Während ein Revolut sagt, wir gehen auf die occational Users. Und ich glaub, da muss man gucken, was am Ende gewinnt. Vielleicht kann auch beides gewinnen, aber ich glaub, so unterscheiden wir uns schon ziemlich fundamental von von von Revolut.
00:26:00 · Jan Thomas
[00:26:00] S1: Und Du hast Robinhood gerade angesprochen. Ich hab Robinhood immer, also ich hab quasi euch son bisschen als das als das europäische oder deutsche Robinhood gesehen damals, ne, als das Ganze losging. Die sind full full miant gestartet, an der Börse, das sind dann aber total stark eingebrochen. Da hab ich mich damals gefragt, ob das euch schadet. Jetzt zeitgleich, wenn man sich das anguckt, die sind ja, das ist ja, ich glaub dreifach über Ausgabekurs oder so, also wirklich eine krasse Performance. Hilft euch das oder seid ihr komplett losgelöst davon?
00:26:26 · Julian Collin
[00:26:26] S2: Also wir sind nicht komplett losgelöst. Ich mach grade hier parallel mal meine meine meine App auf und schau mal, ich meine Robinhood, Du das jetzt grad die Evaluation 75000000000. Genau und sind haben sich ja massiv recovert nach dem nach dem IPO und sind stark nach oben gegangen. Natürlich, also witzigerweise, Sequoia zum Beispiel ist auch in Robinhood investiert. Das heißt, natürlich gucken Investoren auf Trade Republic und vergleichen da ein Stück weit. Aber auch da muss man sagen, sind sind wir sehr unterschiedlich und ich glaube, das liegt vor allem am makroökonomischen Umfeld. Also in den USA ist die Rentenlücke ein viel kleineres Problem. Warum? Weil Du durch die Taxrappers, die Du da hast, die Forbes Case zum Beispiel, fast jeder in den USA am Kapitalmarkt investiert und es auch langfristig macht über den Arbeitgeber. In Deutschland ist es nicht der Fall. In Europa ist es nicht der Fall. Da investiert so gut wie keiner. Das heißt, warum nutzen eigentlich Amerikaner Robinhood Eher so für das aktive Daytrading, weil sie sagen, hier ist eine Chance, da springe ich rein und das kann ich ziemlich günstig machen und das kann ich intuitiv machen und es macht vielleicht sogar ein bisschen Spaß. Das ist bei uns ganz anders. Also die Aktivität von unseren Kunden ist auch da unterschiedlich mit' Robinhood. Also unsere Kunden haben doppelt so viel Assets wie ein Robinhood Kunde durchschnittlich, traden aber weniger und traden vor allem sehr viel weniger, wenn es in Richtung Krypto und Derivate geht. Das heißt, ich glaube, wir haben natürlich eine Überschneidung, weil die die größte Investmentplattform sind in in in in den USA, aber wir sind viel mehr auf das als auf das aktive Traden ausgerichtet in Europa. Und ich glaube, da da sind wir vielleicht näher dran an einem Charles Schwab, würde ich sagen, in den USA.
00:27:49 · Jan Thomas
[00:27:49] S1: Ich hatte irgendwie Robinhood immer son bisschen wahrgenommen wie so so also die die Kunden von denen immer son bisschen wie Glücksritter, ne. Und Pipp Köckner hatte auch mal irgendwie im Podcast beim Doppelgänger Podcast erzählt, dass er davon ausgeht, dass Robinhood vielleicht son bisschen unter der Popularität von den ganzen Prediction Markets Anbieter dann auch leiden wird, weil die jetzt quasi dann vielleicht von Krypto sich ein bisschen wegbewegen, hin zu eben Wetten. Ist das ein Thema, das ihr euch anguckt? Also vielleicht kannst Du ja auch mal ein bisschen beschreiben, wie bei euch überhaupt Produkte entwickelt werden. Also guckt die dann quasi aus so internationalen Trends und sagt, okay, da scheint gerade was zu entstehen, das müssten wir uns auch mal anschauen?