Startup Insider
00:23:50 · Leonard Menger, Jan Thomas, Hannes Krieger
[00:23:50] S0: Start-up Insider. [00:23:54] S1: Wie macht man eigentlich das Pricing für son Produkt? Ich find das ganz spannend, weil ich hab mir aber den Konfigurator angeschaut. Es macht Spaß, da mit ein bisschen rumzuklicken. Kann ich auch jedem nur empfehlen, mal sich generell eure Webseite anzugucken, damit man versteht, wovon wir überhaupt sprechen. Aber so round about 30000 Euro brutto und dann gibt's die Boss Edition, die kostet ein paar 1000 Euro noch mehr. Woher kommt der Preis? Ist das hinterher, weil dann ab' bestimmten Stückzahl funktioniert es für euch oder ist das irgendwie testet man sowas am Kunden, was was wo so die Schmerzgrenze ist oder wie macht man das oder möchte man ins Luxus Luxussegment rein oder so? [00:24:25] S3: Na ja, wir
00:24:25 · René Renger
[00:24:25] S4: haben ja vorhin über Tesla gesprochen und am Ende schon mal da hatten die es ja auch so gemacht, dass sie erst mal mit dem Premiumprodukt gestartet sind. Am Ende musst Du ja, glaube ich, die gängigen Tendenzen in die Zukunft projizieren. Wenn man sich mal anschaut vor 10 Jahren oder sowas, hat ein hat ein E-Bike irgendwie anderthalbtausend Euro gekostet und war so, weiß ich nicht, ganz am Anfang waren die nur für Rentner gedacht, damit die auch wieder Fahrrad fahren können, ums mal son bisschen zu überziehen. Und heute ist ein E-Bike das absolute Statussymbol. Es gibt echt ein sehr etablierten Premiummarkt und der geht irgendwie zwischen acht- bis 15000. Das heißt, der hat sich völlig verändert. Schuhe, weiß ich nicht. Früher Turnschuhe 80 bis 100, jetzt seitdem's on gibt, kannst Du die auch easy 4, 5, 600 Euro für ausgeben. Auch da hat sich die Wahrnehmung verändert. Und gleichzeitig guckt man sich den konventionellen Motorradmarkt an. Der hat's an vielen Stellen, glaub ich, verpasst, auch ja den die Mehrwerte, die Produkte reinzubekommen, damit der Kunde auch bereit ist, mehr viel auszugeben. Weiß nicht, KTM hat ja auch echt ein bisschen Schwierigkeiten gehabt, weil die verkaufen die immer noch teilweise komplexe Produkte für fünf-, 6000 Euro. Da kaufen andere halt, bezahlen sehr viel mehr für für ein E-Bike oder für ein Fahrrad. Also das auf der einen Seite zu projizieren und dann auch von der anderen Seite zu kommen, wir haben eben nun mal hier mit sonem dieses Design, wie wir es uns vorgestellt haben, ist ultra aufwendig für das 1. Produkt. Das ist aber gar nicht unser Core Produkt. Wir wollten ein erstes Produkt bringen, was son richtiger Brand Shaper ist, was die Leute richtig wachrüttelt, womit man die Marke positionieren kann, womit man an die Ambassador und eben auch an an die Individuals, an die Investoren rankommt und womit wir unsere Technologie eben ein bisschen wie Tesla etablieren können, ja, eigener Motor, eigener Akku und so weiter und so fort und das benutzen wir dann, das dann zu übertragen, nennt sich son Cary over Prinzip und das packen wir dann eigentlich in unsere Zielprodukten, das ist das Produkt 2 und 3 und das platzieren wir auch deutlich günstiger.
00:26:20 · René Renger
Also erst mal eigentlich, ne, die Attraktivität aufbauen und die das Desire ist vielleicht dann ja noch nicht für jeden und dann erst zu bedienen in der Breite, wenn die Organisation das überhaupt auch kann.
00:26:31 · Hannes Krieger
[00:26:31] S3: Und das aber trotzdem in der Premiumpositionierung, also unser Ziel wird es nie sein, mit drei-, 4000 Euro China und und indischen Zweirädern zu zu konkurrieren, sondern immer in einem Premiumsegment mit' ner sehr starken Brand im Hintergrund und vor allem mit' Lifestyle Grundnotierung. Und was meine ich damit? Also du hast jetzt Hugo Boss angesprochen. Mit bei Hugo Boss haben wir ja Fashion integriert in die 1. Carbonlage von unserem Also bei uns sind ja Monocoque, Schwinge, Gabel und Felgen in Folkabon. Und die 1. Carbon Lage, die haben wir, da haben wir mit mit Basalt das Double B von Boss eingewoben. Und da geht's am Ende gar nicht darum, dass das dass das jetzt Folkabon ist, sondern da geht's darum und auch nicht, dass da B drin ist, sondern darum, dass die Menschen zu ihrem Anzug das gleichteilige Produkt bekommen. Und was was was ist der Hintergedanke dabei? Normale Motorräder, René hat's ja schon gesagt, die haben das irgendwie verpasst, dass die die Preise anheben, dass die auch etwas anderes mit dieser mit dieser Heritage anfangen. Die in bei normalen Motorrädern zahlst Du für Performance und für Volumen. Das heißt, umso mehr Kubik, umso mehr PS Du hast, desto teurer ist meistens das Motorrad. Dann packst Du noch ein paar Carbon Teile dran und machst so eine Rennsport Edition und dann kannst Du sagen, das ist noch schneller mal ein paar Sekunden und dafür zahlst Du noch mal 10000 Euro mehr. Aber was alle vergessen haben, ist das Ganze mit einem urbanen Lifestyle oder mit generell so einem Fashion- und Consumer Lifestyle aufzuladen. Weil jetzt zum Beispiel ein Ora Ring, das ist ja nicht bloß ein Techprodukt, das deine Herzwerte misst oder deinen Schlaf, sondern das ist ja Fashion Peace. Wenn Du dir jetzt zum Beispiel MacBooks anschaust, iPhone, MacBook, Apple Watch, alles in Space Grey, das sind ja mittlerweile Statussymbole. Das sind das sind ja eigentlich schon Fashion Pieces, die Teil deiner persönlichen Brand oder deines persönlichen Status oder deine Identität werden. Und wenn Du jetzt da ein Produkt, ein Mobilitätsprodukt im Zweirad auflädst mit Lifestyle, mit Identität, mit Individualisierung, dann hast du einen ganz anderen Preispunkt, den du ansprichst. Und das zum Beispiel wurde ja im Vierrad extrem erfolgreich durchgeführt.
00:28:30 · Hannes Krieger, Jan Thomas
Weil wenn du mal schaust, im Vierrad kann ein Auto 10000 oder 10000000 kosten als Neupreis von einem Bugatti oder ein Pagani und dahinter fragt keiner, ob jetzt das so und so viel PS oder so und so viel PS oder Ferrari, der hat immer ein Mindestpreis, weil der Ferrari für etwas steht und genauso zum Beispiel steht der Pagani für Design. Aber gleichzeitig wollen wir aber jetzt nicht der Bagani der Bagani sein, sondern wir wollen der Premiumanbieter urbaner Lifestyle Mobilität werden. [00:28:55] S1: Ich hab mal bei sonem Abendessen neben dem Konstantin Buschmann von BRAVOS gesessen, ne. Kannte BRAVOS. [00:29:00] S3: Immer gut. [00:29:00] S1: Ja, dachte ich mir, wollt ich fast sagen, wahrscheinlich kennt ihr den sehr gut, ne, aber ich kann Brabus zu dem Zeitpunkt gar nicht. Da war er ein bisschen entsetzt, aber was ich eigentlich sagen wollte, der hat mir dann so, der hat mich dann so bisschen durchgeführt durch sein Instagram oder seine Fotowall, weil er halt irgendwie sehr, sehr viele, sagen wir mal, Autos persönlich übergeben hat an Prominente wie, ich weiß Ronaldo oder so, ne. Und kann mir ja durchaus vorstellen, ist bei euch eigentlich ähnlich, ne. Also ich kann mir doch vorstellen, dass die Übergabe für euch hinterher eigentlich auch son Markingevent sein kann, oder?
00:29:27 · Hannes Krieger
[00:29:27] S3: Absolut. Ja. Also 1 unserer Shareholder hat immer gesagt, Novos in Town und da muss das Novos in der Glasbox angeliefert werden, auf einem dem Hänger hinten drauf und die Menschen müssen sehen, da kommt ein Novos im Golf Design, da kommt ein Novos im Martini Design, da kommt ein Novos in British Racing Green und dann hat ist da sogar noch derselbe Helm mit dabei und dann noch eine Lederjacke in Gulf in Orange und Blau. Das müssen die Menschen sehen. Und am Ende, was ist für uns jetzt so der nächste Schritt? Wir versuchen immer so Hebelwirkungen zu erzeugen. Das heißt, wir haben jetzt mit mit To go Boss haben wir uns zum Beispiel Hebelwirkung auf unseren Trust, auf die Marke erzeugt. Weil wenn eine hundertjährige Fashion Brand mit dir als Start-up zusammenarbeitet in' Zeit, in der Du noch nicht mal eine Zertifizierung hattest, dann erzeugt das einen extremen Trust. Und trotzdem wollen aber die Menschen ihr ganz eigenes Novus One. Als nächstes sind's die Menschen, die es kaufen oder auch die investieren. Also wenn es beispielsweise amerikanische Musiker, wenn der damit rumfährt in Los Angeles oder wenn er Netflix Schauspieler in in London damit fährt oder wenn zum Beispiel Jack Traper und Matthias Bettini, 2 Tennisspieler, die haben das über die Boss Open gewonnen. Wenn die damit rumfahren, dann dann dann lädt das das Produkt mit einem gewissen Lifestyle, auch mit 1 mit einem gewissen Status auf und dann ergibt sich über die gesamte Dauer wie so Art twenty for seven Lifestyle und den musst Du bespielen, besonders in der in der Branding und in deiner Kommunikation.