Startup Insider
00:12:39 · René Renger
[00:12:39] S4: Oh Gott, so viel Zeit haben wir hier nicht, aber ich ich versuch's kurz zu machen. Ich selbst hab ja Fahrzeugdesign studiert an der Kunst- Designhochschule. Dort zusammen mit dem Markus, der bei uns jetzt hier für die Produktion verantwortlich ist, hatten wir einfach im Rahmen der Abschlussarbeit das Thema angeschoben. Dort, sagen wir, hatten wir den ersten Entwurf zu zu unserer Idee von von dem Lightbike erschaffen, aber eben nur als als Skizzen, als als Entwürfe. Danach haben wir uns überlegt, hey komm, lass doch mal ein Prototypen bauen, wär doch voll geil, weil wir uns einfach viel mit so Fertigungstechnologien auseinandergesetzt haben. Kann ja nicht so schwierig sein und dann hat das uns das komplett überfordert, weil wir wollten das halt in supergeil und in vollkarbon und alles total integriert und das sollte auch fahren und funktionieren, aber ich mein, wir waren irgendwie Designer gewesen und hatten ja gar keine Company. Wir hatten Vollzeit waren wir tätig, wo ganz woanders und haben dann in unserer Freizeit ewig an sonem ersten Prototypen rumgeschraubt. Das könnte man aber vergleichen, wie andere vielleicht, weiß ich nicht, Modelleisenbahnen bauen, nur dass es sehr viel teurer und aufwendiger war. Es hat einfach ewig gedauert und das war auch völlig fein, weil wir hatten ja unseren Job und unsere Karriere. Als das Ding dann aber fertig war, das war so 2018, 19, wussten wir dann nicht so richtig, was machen wir jetzt damit, weil das war ja nie ein Start-up. Das hatte nie son richtigen Sinn und Zweck, außer sich selbst zu beweisen, dass man ein Ding bauen kann, was aussieht als Camps eigentlich von' großen OEM. Und dann dachten wir uns so, okay, was machen wir jetzt damit? Irgendwer hat uns aufmerksam gemacht, dass es in den USA sone Messe gibt für Technologie, die CES. Und dann haben wir uns dort beworben, haben so getan, als wären wir ein Start-up. Muss irgendwie googeln, was das ist. Ich hatte von diesem Ökosystem überhaupt keine Ahnung. Da haben wir das ausgestellt und das die Storyline war dann halt einfach, dass wir irgendwie mit der Sekretärin von Elon Musk telefoniert hatten, die hatte das dann gesehen oder er hatte das gesehen, weil das in irgend' Presse war, bis dato nie irgendwelche Bilder rumgezeigt. Und dann wollte er das wegkaufen und dann war das son bisschen wie son Wake up Call.
00:14:36 · René Renger, Jan Thomas
Okay, warte kurz, wenn jetzt irgendwie der erfolgreichste Unternehmer der Welt das sieht und gleich wegkaufen will, warte mal, was haben wir hier eigentlich gebaut? Mhm. Und dann war son bisschen nach Hause fliegen, Phantomschmerz. Im alten Job. Ist das jetzt irgendwie wirklich passiert und sollte man das nicht irgendwie weitermachen, weil vielleicht kommt diese Chance nicht mehr zurück? Und von dem Punkt an ging's eigentlich dann erst los, also dann gekündigt. Ja und dann wurde es ein bisschen schwierig, weil dann muss man natürlich erst mal, ja, wie baut man son Ding? Wie entwickelt man das eigentlich? Keine Ahnung und wer kann einem hier helfen? Was kosten das eigentlich? Verdammt, ich hatte schon gekündigt. Na ja, so ungefähr lief das los. [00:15:14] S1: Wann kommt denn da so der Moment, wo man wo man sagt, man man hat es jetzt wirklich geschafft, man ist aufm richtigen Weg? Ist das jetzt durch die Finanzierungsrunde, weil wie gesagt, wir reden ja jetzt über dann wahrscheinlich bis zur Finanzierungsrunde 16 Jahre ne, die man die man dann irgendwie wahrscheinlich son bisschen am Rumstochern ist und nie genau weiß, ist man aufm richtigen Pfad?
00:15:14 · Jan Thomas, René Renger
[00:15:14] S1: Wann kommt denn da so der Moment, wo man wo man sagt, man man hat es jetzt wirklich geschafft, man ist aufm richtigen Weg? Ist das jetzt durch die Finanzierungsrunde, weil wie gesagt, wir reden ja jetzt über dann wahrscheinlich bis zur Finanzierungsrunde 16 Jahre ne, die man die man dann irgendwie wahrscheinlich son bisschen am Rumstochern ist und nie genau weiß, ist man aufm richtigen Pfad? [00:15:29] S4: Ja, zugegebenermaßen, ich würde sagen, nach nach der Kündigung und Gründung waren die ersten Jahre, das ging ja nicht anders. Es musste erst mal ein Team aufbauen und Leute finden und Unterstützer, da hat's sich gezogen, muss man sagen. Es hätte viel schneller gehen können, sehr viel schneller, aber es gab einfach keine keine Finanzierung dahinter. Ich würde sagen, auf dem richtigen Pfad, so richtig, richtig, seitdem wir das Fahrzeug, die Genehmigung und die Zulassung bekommen haben. Das war von Tag 1 an mein großes Ziel zu beweisen, dass dieses Design, nicht nur meins, natürlich auch in den ersten Tagen zusammen mit Markus und dann das ganze Team, zu beweisen, dass dieses Design überhaupt möglich ist, so umzusetzen, wo uns unendlich oft gesagt wurde, na ja, ein normales Motorrad baut man so nicht, aber das war ja auch die Intention, ist eben kein normales Motorrad zu bauen. Der Weg war schon lang und daran scheitern ja leider Gottes sind da auch viele echt coole Start ups dran gescheitert. Die haben's eben nicht geschafft, die Fahrzeuge dann zu zertifizieren und in den Markt zu bringen.
00:15:29 · René Renger, Jan Thomas
[00:15:29] S4: Ja, zugegebenermaßen, ich würde sagen, nach nach der Kündigung und Gründung waren die ersten Jahre, das ging ja nicht anders. Es musste erst mal ein Team aufbauen und Leute finden und Unterstützer, da hat's sich gezogen, muss man sagen. Es hätte viel schneller gehen können, sehr viel schneller, aber es gab einfach keine keine Finanzierung dahinter. Ich würde sagen, auf dem richtigen Pfad, so richtig, richtig, seitdem wir das Fahrzeug, die Genehmigung und die Zulassung bekommen haben. Das war von Tag 1 an mein großes Ziel zu beweisen, dass dieses Design, nicht nur meins, natürlich auch in den ersten Tagen zusammen mit Markus und dann das ganze Team, zu beweisen, dass dieses Design überhaupt möglich ist, so umzusetzen, wo uns unendlich oft gesagt wurde, na ja, ein normales Motorrad baut man so nicht, aber das war ja auch die Intention, ist eben kein normales Motorrad zu bauen. Der Weg war schon lang und daran scheitern ja leider Gottes sind da auch viele echt coole Start ups dran gescheitert. Die haben's eben nicht geschafft, die Fahrzeuge dann zu zertifizieren und in den Markt zu bringen. [00:16:25] S1: Und das für euch ist der Durchbruch gewesen, dass ihr damit bewiesen habt, da es gibt auf jeden Fall ein Produkt, mit dem man arbeiten kann.
00:16:25 · Jan Thomas, René Renger
[00:16:25] S1: Und das für euch ist der Durchbruch gewesen, dass ihr damit bewiesen habt, da es gibt auf jeden Fall ein Produkt, mit dem man arbeiten kann. [00:16:30] S4: Na ja, ich mein, dann kannst Du's halt auch mal zeigen, ne. Dann sagst kannst Du irgendwem sagen, jetzt hier setz dich drauf, fahr eine Runde und es ist halt echt, es ist nicht nur irgendwie ein Mock-up, den man zusammenbaut und jeder, der sich ein kleines bisschen mit Technologie auskennt, der kann daran schon ganz gut ableiten, was da drinsteckt und was dafür getan werden musste und das ist ja für uns auch ein Stück weit, das ist der Schutz, das ist der Mode, damit wir das kann jetzt das kann jetzt kein das kann man nicht mal eben kopieren. So, also ich würde bin ganz froh grade, dass wir Hardware machen in diesen Zeiten.
00:17:01 · Hannes Krieger
[00:17:01] S3: Wir haben ja Anfang im Vorgespräch über Anekdoten gesprochen und man muss ein bisschen in die Vergangenheit blicken, was Du eigentlich alles mitmachen musst oder was Du alles leisten musst, sowas dann überhaupt zur Serie zu bringen. Also das sind ja Entwicklungsstunden, das sind Partnerschaften, die Du aufbauen musst, weil Du kannst dir das ja alles eigenständig alleine gar nicht leisten in in Deutschland und besonders Europa. Was man aber noch dazu dazu sagen muss, Du brauchst ja auch Traction und Marktfeedback, bevor Du im Markt bist. Du musst ja Menschen etwas, also die müssen ihr ihr Portemonnaie aufmachen, ihre Kreditkarte zücken, müssen die 150 Euro überweisen müssen sagen, ich glaube daran, dass das in den Markt kommt, obwohl das noch 2 Jahre entfernt ist. So haben wir zum Beispiel die ersten Testrides auf in München, auf der Theresienwiese gemacht mit ganz fremden Menschen. 1 der allerersten war zum Beispiel Alex Giesecke von Simple Club und die wussten gar nicht, dass sie die Aller allerersten sind. Die wussten auch nicht, dass das ein Prototyp ist und wir haben die zum Beispiel, wir haben die den Prototypen testen lassen, der nur Kurven fahren konnte. Der war nicht schnell, da ging vielleicht 40 oder so, da waren Drohnenakkus drin Und wir haben den dann den Technologiedemonstrator testen lassen, der 100 ging, aber der konnte keine Kurven fahren, der konnte nur geradeaus fahren. Und wir haben immer gesagt, jetzt stell dir diese Agilität mit der Performance vor. Und das haben wir dann 3, 4 Monate später etwas professionalisiert. Da hatten wir dann schon ein Fahrzeug, das ging dann so, 1 ging 45 und das andere ging 60 70. Und wir haben den Kunden immer das 60 70 Kilometer pro Stunde Fahrzeug fahren lassen, damit die am Frankfurter Ring einmal ein bisschen beschleunigen können und wir sind immer hinterher gefahren. Das Problem ist nur, das Fahrzeug ging aus, wenn du 45 Kilometer pro erreicht hast. Und dann musstest Du dem Kunden natürlich erklären, ja, jetzt hab ich ein Fehler gemacht, das war, wir haben ein Softwarelimit drin und wenn ich drüber hinausgehe, dann schaltet sich da das Fahrzeug aus Schutz vor dem Motor ab und sowas.