OMR Podcast
00:33:59 · Florian Heinemann
[00:33:59] S1: zu im im private Equity Bereich noch, wo wir ja auch unterwegs sind, da machen wir noch was E-Commerce-Lastiges. Aber ansonsten ist es schon 80, 90 Prozent b to b mittlerweile, ja. Das ist ist schon so. Aber ich glaub, das ist auch, wenn Du wenn Du überlegst, was können die erfolgreichen Ventures aus Europa sein, ne, und das ist ja das das Tolle auch, was wir letzten, deswegen bin ich auch bullish grundsätzlich. Ich mein, wir sehen, die schlausten Leute in Europa sind ja tendenziell an Ingenieurshochschulen, ne, ich kann kann das sagen als als BWL Absolvent. So und und die haben halt angefangen über Initiativen wie CDTM, aber auch in Aachen und so weiter, in Cambridge, sich halt selbstständig zu machen immer mehr. Und ich glaub, das ist die die Basis von Firmen, die die, wenn's gut funktioniert, unseren Wohlstand sichern wird, ne. Also und und das sind natürlich die, wo wir dann auch dabei sein wollen. Also insofern, ich glaub, nichts gegen E-Commerce-Stabs, alles gut, ne. Aber viele von den Dingen, die wir jetzt eben auch sehen, irgendwelche D2C Brands oder so, zum Beispiel ist ja ein super Beispiel. Es ist eine super Firma, aber die hätte wahrscheinlich VC eher kaputtgemacht, ja, so. Also weil Du einfach mit zu viel Geld dann wieder zu hohe Wartung erzeugst. Und da kannst Du und ich glaub, das ist dann auch fein, ne? Ich glaub, das haben wir für die Zeit irgendwie lernen müssen. Ich würd gerne wieder mehr machen im E-Commerce-Infrastructure Bereich. Das ist natürlich grade auch son bisschen unter die Räder gekommen mit der allgemeinen Handelsskepsis und ich glaub, das muss nicht sein, ne, weil ich glaube, E-Commerce an sich oder digital enabled commerce gibt's ja weiterhin grade auch im b to b Bereich noch wahnsinnig viel Potenzial. Also insofern, ich glaub, wenn da sich die Stimmung wieder ein bisschen dreht hoffentlich, dann wird das auch wieder besser. Aber da haben wir jetzt auch nicht so viel gemacht, obwohl ich da grundsätzlich positiv bin.
00:35:34 · Philipp Westermeyer
[00:35:34] S0: Wie blickst Du auf die Entwicklung rund Lidl? Ich mein, die machen ja jetzt ja auch, geben richtig Gas, also aus der Lidl Power heraus, die sie ja haben mit mit ihrem Lebensmitteleinzelhandel. Gibt's da jetzt irgendwie Cloud Lösungen, Security Lösungen, alles mögliche Beratungsangebote. Bist Du da involviert? Wie siehst Du das? Ich bin da nicht involviert.
00:35:52 · Florian Heinemann
[00:35:52] S1: Ich hab mit ein paar Leuten Kontakt sozusagen aus dem Lidl Universum, ja, so. Und gibt ja so Leute, sagen, ja, ist alles klein und wird nicht mithalten können und so. Aber ich denke mal, also ich finde es, ich will nicht sagen, ist alternativlos, aber ich finde es gut, dass sozusagen Menschen oder sozusagen Firmen aus Europa oder Organisationen aus Europa, die ja diese Firepower haben, dann eben auch so groß denken, ne? Machen die sicherlich, dann machen die alles richtig und ist jetzt jede Komponente da zukunftsträchtig? Wahrscheinlich nicht. Aber ich finde sozusagen die Größenordnung, in denen da gedacht wird, auch was sozusagen das Zusammenbringen von sozusagen Forschungseinrichtungen da am am Standort Heilbronn, kann man sich halt streiten, ob ob man das nicht vielleicht irgendwo woanders machen müsste als in Heilbronn. Aber ich sozusagen die Größenordnung, in denen da gedacht wird und und die Mittel, die da eingesetzt werden, das ist ist super und und ich denke auch, dass da was Vernünftiges bei rauskommen wird, ne. Also ich und aus meiner Sicht ist es alternativlos. Also grade, wenn wir sozusagen diesen diesen Weg European Resilience, das ist ja nicht nur Defence, das ist wir brauchen ja in jedem Bereich eigentlich leistungsfähige Technologien. Wir brauchen ein eigenes Starlink, wir brauchen, ne, also wo man sich dann letztendlich auch wird drauf verlassen können. Also insofern und und ich finde, da gibt's eine Person mit Herrn Herrn Schwarz, der das eben jetzt vorantreibt oder es finanziert, dass das vorangetrieben wird. Und das sollten aus meiner Sicht noch deutlich mehr europäische sozusagen Familien oder eben Firmen machen, die in der Lage sind, in den Größenordnungen zu denken und zu handeln. Ich find es gut, wenn's wenn wenn das Nachahmer finden würde und und wahrscheinlich auch, wenn sich mehr von denen zusammentun würden, solche Projekte voranzutreiben. Weil ich glaube letztendlich, wenn man das ernst nimmt, worüber wir auch grad schon gesprochen haben oder was wir grade in der Welt beobachten können, dass wir mehr europäische Lösungen brauchen, dann dann geht's wahrscheinlich nur so, ne. Also zumindest vom grundsätzlichen Ansatz, ja.
00:37:46 · Philipp Westermeyer
[00:37:46] S0: Im OMR Podcast spreche ich ja bekanntlich jede Woche mit Menschen, die ganz offensichtlich etwas bewegen möchten. Und alle von denen treffen Entscheidungen, gehen Risiken ein und treiben ihr Business häufig mit sehr, sehr viel Herzblut voran. Und natürlich passieren dabei auch mal Fehler. Die entscheidende Frage ist deshalb gar nicht, wie man jedes Risiko vermeidet, sondern ob man einen Partner an seiner Seite hat, der das eigene Business wirklich versteht. Und genau dafür gibt's die Businessversicherung von unserem Partner Hiscox. Hiscox ist seit neunzehnhunderteins als Spezialversicherer tätig. Entsprechend haben die extrem viel Expertise und die fließt heute in moderne Businessversicherungen für Unternehmen, für Gründer oder für Freelancer. Bei Hiscox arbeiten Expertinnen und Experten aus unterschiedlichsten Branchen, die die jeweils individuellen Risiken sehr genau verstehen und deswegen auch gut herleiten können, worauf es bei eurem Geschäft ganz genau ankommt. Sollte euch mal ein Kunde einen Fehler vorwerfen, steht Hiscox an eurer Seite, verteidigt eure Interessen und begleitet euch im Zweifel auch vor Gericht. Ohne Mehrkosten, also quasi die Rechtsschutzversicherung ist schon inklusive. Also kein Wunder, dass der Schadensservice mit 4.7 von 5 Punkten bewertet wird. Mit der Hiscox Businessversicherung kann man sich also rein auf sein eigenes Wachstum konzentrieren. Alle Infos und online abschließen kann man unter Hiscox Punkt d e Slash OMR, natürlich auch unter dem Link bei uns in den Shownotes. Obwohl jetzt in den letzten Wochen auch europäische, deutsche Firmen, DAX, Rekorde brechen und also Börsen eigentlich laufen, hat man das Gefühl, in den in den private Markets, also bei euch, es fehlen die Exits. Also es ist, die großen Firmen, die könnten kaufen, die haben alle jetzt Firmenbewertungen, die sie einsetzen können, Anteile, die sie irgendwie zu Geld machen können, die sie tauschen können. Also an den Aktienmärkten floriert eigentlich sogar die Wirtschaft. Aber das, was euch ja wirklich entscheidend wichtig sein muss, halt die Verkäufe eurer Portfoliafirmen, da hört man wenig. Warum ist das so?
00:39:50 · Florian Heinemann
[00:39:50] S1: Ja, also ich glaub, Du hast immer noch mehrere Gründe, ne. Ich glaub, Du hast immer noch eine gewisses Mismatch an Erwartungen von Leuten, die halt grade 20 20, 20 21, 20 19 investiert haben und immer noch hoffen, dass ihre Firmen sozusagen wieder zu diesen Bewertungen zurückkehren, die da bezahlt wurden, ne, so. Und das ist sicherlich ein 1 Thema. Klar, Du hast ein anderes Zinsumfeld und klar, Du hast eben grade immer noch eine gewisse Zurückhaltung, grade in Europa. Aber auch in USA ist ja der sozusagen IPO Markt, ist ja jetzt nicht so, dass da jetzt jede Woche 3 Firmen an die Börse gehen, ne. Wenn Du dir die Pipeline anguckst, die wir die die da vorherrscht, was eigentlich alles an die Börse gehen müsste und und will, da haben wir ja für wahrscheinlich 3, 4 Jahre Stau erst mal. So, und das muss sich muss sich auflösen. Und eine Komponente dabei ist eben wirklich dieses dieses dieser Erwartungs Mismatch, also dass dann dass man den auflöst, dass also Leute, die dann vielleicht auf 20 21 da eingestiegen sind und und gehofft haben, die Firma ist zwanzigmal RA Wert oder 30, dass sie jetzt eben sagen, okay, ist jetzt eben achtmal, ne. Und das wird wahrscheinlich auch so erst erst mal bleiben. Und das ist eben ist ist in Ordnung und es ist trotzdem Liquidität hat auch ein Wert. Das heißt, ich ich schiebe das jetzt trotzdem an die Börse und und bin bereit, das eben zu akzeptieren. Und was man schon sieht, dass die Private Equity Aktivität, die ja auch ein gewisser Treiber ist, dass das schon wieder leicht zugenommen hat. Aber klar, es ist alles auch sehr stark 1 1 1 mentale, aber letztendlich eine
00:41:26 · Philipp Westermeyer, Florian Heinemann
[00:41:26] S0: Psychologische. [00:41:27] S1: Eine psychologische Thematik, ne. Ich glaub, wenn jetzt klar ist, wie's in der Ukraine weitergeht, wenn jetzt klar ist, auf welchem Weg sich Europa bewegen wird, da hängt da hängt sicherlich ein Teil 1 Bundesregierung, aber nicht nur. Ich glaub, es für solche Themen, man braucht einfach Stabilität und man braucht Berechenbarkeit und Klarheit und die hatten wir halt einfach in den letzten 2, 3 Jahren nicht auf der auf der Makro- und auf der politischen Ebene. Ich denke, in dem Moment, wenn sich das wieder dreht und natürlich hoffentlich es positive Zukunftsprognosen gibt, deswegen ist es, glaube ich, auch jetzt so wichtig, sozusagen egal, zu welchen Einigungen es jetzt kommt, dass grade man auf europäischer Ebene versucht, stärker sozusagen zukunftsgerichtet zu agieren und und wachstumsorientiert zu agieren. Und ich hoffe, wenn das gelingt, dass die Überzeugung im Markt sich in diese Richtung ein Stück weit stärker dreht und ich glaub, die Wahrscheinlichkeit dafür ist da, aber es gibt natürlich immer noch wahnsinnig viele Unsicherheitsaspekte und und und in dem Moment, wenn Du zu hohe Unsicherheit hast, da passiert dann nicht viel, ne. Und und das ist genau das, was wir die letzten 3, 4 Jahre gesehen haben. Und ich glaub, solange sich das nicht auflöst, das ist nicht unbedingt operativ für die Firmen schlecht, ne. Ich mein, wenn die wenn Du eine gute operative Firma hast, die vernünftig funktioniert, dann kannst Du auch eine gewisse Dauer eben überbrücken. Aber klar, also das ist jetzt schon eine sehr lange Durststrecke.