digital kompakt
00:55:18 · Joël Kaczmarek
[00:55:18] S3: Also wir haben ja unseren unsere Community Makers und Shakers genannt. So und das war auch der Gedanke, das sollen Leute, die ins Machen kommen. Also ich betrachte das immer so son typischer Leitsatz ist, okay, kacke als Unternehmer jetzt. Wenn wenn es keiner macht, dann mach ich's halt selbst. Also dass Du anfängst, zur Verantwortung zu übernehmen, selbst ins Machen zu kommen. Und das 2. War, dieses Shake war im Sinne von, ich rüttel so an den Grundfesten. Ich ich sag halt so, nee, das finde ich nicht gut, dass wir mit Benzin immer fahren. Es muss doch auch anders gehen. Könnte auch mit Elektro gehen, so ungefähr. Das ist jetzt ein bisschen plumpes Beispiel, ja. Das heißt, Leute, die einfach Veränderung anstreben. Und die, die wir mal da hatten, das waren in der Regel Leute, die halt wirklich sich so die neuesten Trends angeguckt haben, die spannend fanden, neueste KI Tools auszuprobieren. Das war so der gemeinsame Nenner von denen und die waren fairerweise relativ juniorig. Also ich weiß, ich bin mit dir einmal gefahren, Gero und gesagt, Gero, was muss ich machen, damit Du in ein Businessclip kommst? Da hast Du gesagt, ganz einfach, ich will da andere Unicorn Founder treffen. Ich will andere Leute, die die gleiche Perspektive haben wie ich, mit denen ich mich austauschen kann. Aber natürlich, je senioriger es wird im Niveau, zum einen steigen die also da muss ich wahrscheinlich hier eher einmal das Grill Royale ausbuchen, als dass ich irgendwie eine Offside Location nehmen kann und die haben ja noch weniger Zeit. Das heißt, die Kalender werden immer umso dichter. Heißt nicht, dass es nicht geht. Wenn ich mir so Baden Badener Unternehmertage angucke, da gehen Vorstände hin von börsennotierten Unternehmen 2 Wochen am Stück, wo ich immer, mit dem Michael sitze ich immer da und sag mal, Maria, wie wie machst Du das? 2 Wochen von' nem Vorstand in' DAX Konzern und das planen die auf einen Jahr im Voraus, crazy. Ja, also es geht auch anders. Es gibt's ja Gegenbeweise, aber natürlich ist es sozusagen umso komplexer.
00:56:48 · Florian Heinemann
[00:56:48] S1: Was was meinst Du, was ist sozusagen das Element? Warum sind so diese Baden Badener Unternehmergespräche genau da? Ich weiß gar nicht, wer das kennt, aber das ist sone, gibt's, glaube ich, keine Ahnung. Seit 40, 50 Jahren sehr stark auch sozusagen für etablierte Unternehmen sind ein paar, meine ich jetzt mittlerweile auch son paar Gründer dabei, aber primär ist das sozusagen DAX, großer Mittelstand und so weiter, ne. Warum machen die das, ne? Also ich mein, meine Wahrnehmung ist auch son bisschen, das ist natürlich, weil sehr ist natürlich auch eine Auszeichnung, damit dazugehören, dazuzugehören. Und es ist natürlich auch ein 1 Netzwerk von von Menschen, was sich dort bildet, was sehr wahrscheinlich eben oder wovon ein großer Prozentsatz von Menschen eben in dieser deutschen Corporate große Mittelstandsszene eben auch parallel, die sind, glaube ich, wenn die da anfangen, relativ ähnlich alt, ne. Ich mein, man muss gar kein gewisses Alter haben, die dann sozusagen da gegenseitig ihre Karrieren begleiten und sich austauschen können und so weiter. Das ist ja son bisschen, das da hast Du halt schon eine wahrscheinlich eher hetero, eher eher homogene Gruppe zum zumindest von dem, wo die sich dann bewegen. Das werden sehr unterschiedliche Menschen sein natürlich, aber sozusagen, die bewegen sich im in' ähnlichen Kontext, werden ähnliche Herausforderungen haben. Das ist ja son bisschen, das heißt, spricht eher für dieses Homogene, was Du ja am Anfang hattest. Und uns hat natürlich eine Prestigefunktion, ne. Das ist ist schon 1 der hochwertigsten Netzwerke, wo Du wahrscheinlich in Deutschland mit dazugehören kannst. Und das haben die natürlich einmal geschafft, diese Flughöhe zu kriegen und deswegen ist es hat diese Attraktivität und deswegen gehen da Leute hin, weil da war schon jeder DAX, also was weiß die Hälfte der DAX CEOs, die waren da mit 40 oder mit, keine Ahnung, Mitte 30 waren die da halt und und deswegen willst Du natürlich dann auch gehören. Das ist son bisschen also das Gleiche, warum Du auch warum ein Harvard Executive Education etwas anderes Preise verlangen kann als wahrscheinlich die, ich will jetzt keine Ahnung, die Hochschule in Prag oder so, ja, wer, wer auch immer das jetzt da genau ist.
00:58:37 · Florian Heinemann
Ja, aber hast Du noch irgendwas gemerkt sozusagen oder gelernt, wo warum sowas dann funktioniert und von wie wie wie Du diese Schwelle überschreiten kannst?
00:58:45 · Joël Kaczmarek
[00:58:45] S3: Ich glaube, es gibt unterschiedliche Magneten, die jede Community so für sich hat. Also wenn ich mir zum Beispiel mal sowas wie YPO angucke, ist ja auch ein Netzwerk so ähnlich wie Entrepreneurs Organization. Bei YPO kommt zum Beispiel jetzt jemand wie Du ja, ist glaube ich gut auf seine Kosten, weil da gehst Du dann vielleicht in sonen rein, also irgendwo in Westdeutschland, da sitzen die ganzen Familienunternehmer. Die triffst Du woanders relativ schwierig. Das heißt, da ist vielleicht ein spannender Asset, welche Leute treffe ich da? Bei so' EO ist es so, ich mach das immer so so liebevoll als Selbsthilfegruppe für Unternehmer verpacke ich das immer, plus ein Internationalisierungsgrad. Da kannst Du sozusagen mit Gleichgesinnten über deine Themen reden und wirst gesehen. Und ich glaub, was sie alle verbindet, ist das Thema Safe Space. Also Du musst halt überall gesichert wissen, da kommen Leute, die für mich eine Relevanz haben und alles, was ich hier sage, bleibt auch hier. Ist ja bei BBUG auch so, wo der Michael Schwarz zum Beispiel, der das mit seinem Team da federführend macht, glaube ich auch ein unfassbares Talent darin hat, die Leute von morgen zu sehen. Also wenn Du mit Michael irgendwie dich unterhältst, dann merkst Du a ist der an Themen dran, die halt aufstrebend sind und b guckt er sich halt sone Firma an und lädt den Vorstand ein in seinen BBUG, der dann in 4 Jahre später auf einmal Vorstandsvorsitzender ist oder Vorstandsvorsitzende. Also da hat der irgendwie son son Menschengespür für auch so zu verstehen, welche Leute sind denn, da sind wir, glaub ich, wieder bei diesem Thema Makers und Shakers. Wer sind denn die Leute, die was vorantreiben, die was verändern wollen und die dann in diese Rollen streben? So. Ansonsten hast Du's genau gesagt. Ich glaube, weiß auch, weil der Blitz und Brett setzt ein bisschen so bei dem Event. Ganz ehrlich, beim beim beim ersten Mal hört er sich Kevin Spacey, da sagen alle, krass, dann hört er Kevin Spacey und hier, wie heißt der Richard Branson? Dann ist Obama da, dann ist Schwarzenegger da und danach musst Du dann gar nicht mehr unbedingt solche Leute zahlen. Also vielleicht schon, aber Du bist nicht mehr so drauf angewiesen wie vorher, weil dann hat's sone sone Glaubwürdigkeit, dann hat's Du diesen Stempel. Der, der war schon da.
01:00:27 · Florian Heinemann, Joël Kaczmarek
[01:00:27] S1: Wenn Du einmal diese Flughöhe irgendwie hast, ne, das ist das ist schon Ja, genau. Das ist ja bei OMR ähnlich gewesen sozusagen, ne. Also wenn Du einmal es schaffst, diese Flughöhe oder Lex Fridman ist ja auch ein sehr bekannter Podcast. Da war gab's, glaube ich, bei einem Monat, da war erst Market Riesen, dann Benjamin Netanjahu, was auch immer man jetzt vor ihm hält, aber Mark Zuckerberg und dann noch irgendwie noch irgendwer so in der Kampfklasse und Sam Altman oder so. Das waren dann wirklich so 4 Podcasts nacheinander, wo Du sagst, das ist ja unfassbar. Und und Joëlarari, genau, das war auch noch. Also alles, wo Du sagst, okay, das ist jetzt doesn go much beyond this. Und dann kommt und obwohl ich Lex Fridman ehrlicherweise als gar nicht so wahnsinnig inside full finde, ich weiß nicht, wie [01:01:05] S3: Geht mir auch so, ja. [01:01:06] S1: Wahnsinnig lang zweieinhalb Stunden, ne. Und ich find jetzt, wenn Du das zum Beispiel vergleichst mit sonem alles gesagt, ne, also das find ich echt gut, weil Du halt merkst, ein gute Journalisten. Ich finde irgendwie so, Lex Fridman ist irgendwie so, weiß nicht, ne. Also da würd ich, geh ich jetzt nicht hin, jetzt wahnsinnig viel zu lernen. Also ich finde, das ist eher, der schafft's irgendwie nicht, aus diesen Gästen das Maximum rauszuholen. Und das find ich, bei som alles gesagt merkst Du, das sind wirklich einfach gute Journalisten. Also insofern, ist es eher so, der hat halt einmal diese Flughöhe etabliert und dann ist das sone Selfo Filling Prophecy irgendwie ganz spannend.
01:01:36 · Joël Kaczmarek
[01:01:36] S3: Ja und ganz ehrlich, ich finde, da kann man auch gut, glaub ich, ablesen, was ein OMR zum Beispiel besser gemacht hat als wir. Ich find, die haben 2 Sachen smart gemacht. Erstens, die haben das Thema Nische versus Breite erkannt, also haben mehr darauf geachtet, was ist reichweitenstark? Und zweitens, der hat, glaub ich, echt ein Arsch in der Hose gehabt zu sagen, alles klar, ich geh jetzt mal hin, pack fürn Gary V hier Geld aufn Tisch, dass der zu mir kommt und nächstes Jahr für den oder für die. Und dann glaub ich aber auch smarte Moves, wie er so was teilweise auch quersubventioniert. Also hier mit mit Kim Kardashian war es ja, glaube ich, so, das hat ja eigentlich zu großen Teilen irgend ein anderer Sugarderdy bezahlt. Dafür, die dann halt noch mal Abstecher machte, winkte irgendwie so aus der Empfangshalle von dem Laden von dem und dann flog sie weiter, ja? So. Und und das ist doch geil gemacht, das ist doch smart. Auch so dieses Verständnis zu haben, sone sone Pickiness, wen nehm ich und wen nicht? So, da zieh ich echt meinen meinen Hut vor.