digital kompakt
00:04:06 · Florian Heinemann, Joël Kaczmarek
[00:04:06] S1: Das das Höhle der Löwe mäßige Abzocken, 35 Prozent für mich, für irgendwie 30000 Euro. Aber ich bring dich ganz groß raus. Die Antwort Gründung war das, ja. [00:04:16] S3: Ja, das war immer auch son bisschen dieses Pimmelfechten, wer sich den Gründertitel irgendwie auf den auf die Visitenkarte schreiben durfte. Na ja, auf jeden Fall hat der mich halt getroffen und hat den Pitch auseinandergenommen. Hab ich gesagt, Du, hast doch noch son Magazin Dingsbums da, son son Gründerszene. Kann ich da mal ein Artikel schreiben? Da meinte er, willst Du machen? Hab ich gesagt, ja, fände cool, mal son son Ding so von hinter den Kulissen mal zu sehen. So, geht da was? Ja, klar. Und dann hat er mir, weiß ich nicht, weiß noch ganz genau, Jörg Rheinboldt vorgestellt, der ja auch, der war 10 Jahre lang Chef von eBay und war damals investiert in Betterplace, in diese Spendenplattform. Mit dem haben wir einen Artikel gemacht und dann habe ich gesagt, koja, das hat Spaß gemacht, kann ich noch mal oder kann ich öfters? So, ja, willst Du nicht Chefredakteur werden? Und in der Sekunde bin ich so völlig vom Glauben abgefahren, weil ich so dachte, was ist das denn fürn Laden? So ein dahergelaufener Typ, gerade frisch von der Uni, nach' zweiten Interview darf der Chefredakteur werden. Aber so ging das los. Und dann haben wir halt 4 Jahre lang das Ding durch die Decke geschickt und im fünften Jahr dann an Axel Springer verkauft, wo es ja mittlerweile angesiedelt ist als Business Insider.
00:04:16 · Joël Kaczmarek, Florian Heinemann
[00:04:16] S3: Ja, das war immer auch son bisschen dieses Pimmelfechten, wer sich den Gründertitel irgendwie auf den auf die Visitenkarte schreiben durfte. Na ja, auf jeden Fall hat der mich halt getroffen und hat den Pitch auseinandergenommen. Hab ich gesagt, Du, hast doch noch son Magazin Dingsbums da, son son Gründerszene. Kann ich da mal ein Artikel schreiben? Da meinte er, willst Du machen? Hab ich gesagt, ja, fände cool, mal son son Ding so von hinter den Kulissen mal zu sehen. So, geht da was? Ja, klar. Und dann hat er mir, weiß ich nicht, weiß noch ganz genau, Jörg Rheinboldt vorgestellt, der ja auch, der war 10 Jahre lang Chef von eBay und war damals investiert in Betterplace, in diese Spendenplattform. Mit dem haben wir einen Artikel gemacht und dann habe ich gesagt, koja, das hat Spaß gemacht, kann ich noch mal oder kann ich öfters? So, ja, willst Du nicht Chefredakteur werden? Und in der Sekunde bin ich so völlig vom Glauben abgefahren, weil ich so dachte, was ist das denn fürn Laden? So ein dahergelaufener Typ, gerade frisch von der Uni, nach' zweiten Interview darf der Chefredakteur werden. Aber so ging das los. Und dann haben wir halt 4 Jahre lang das Ding durch die Decke geschickt und im fünften Jahr dann an Axel Springer verkauft, wo es ja mittlerweile angesiedelt ist als Business Insider. [00:05:09] S1: Wir sind ja hier ein Business Podcast. Wir wollen ein paar Zahlen haben. Was war damals der Verkaufspreis von Gründerszene beziehungsweise Vertical Media hieß die Firma dahinter an Axel Springer? Wie viel wurde da verdient und von wem?
00:05:09 · Florian Heinemann, Joël Kaczmarek
[00:05:09] S1: Wir sind ja hier ein Business Podcast. Wir wollen ein paar Zahlen haben. Was war damals der Verkaufspreis von Gründerszene beziehungsweise Vertical Media hieß die Firma dahinter an Axel Springer? Wie viel wurde da verdient und von wem? [00:05:22] S3: Du war Du warst ja selber Investor und weißt Du das ja besser als ich. [00:05:27] S1: Ja, aber ich frag ja dich, ja, ja. [00:05:29] S3: Da ich Verschwiegenheitsscheiß unterschrieben habe, kannst Du höchstens mal Ranges schätzen, aber sagen wir, unter unter 5000000 so in dem Dreh waren wir waren wir unterwegs. Ich glaub, so viel darf man sagen. Und war ja von der von der Genese her, Team Europe Produkt, war ja wirklich 100 Prozent owned bei Team Europe. Dann kamen Marc Hoffmann und ich rein, haben das sozusagen professionalisieren dürfen. Und dann hatten wir spannende Investoren, wie dich, Klaus Hommels, Claas Kersting, noch eine Handvoll anderer. Also eigentlich echt eine ganz coole Gruppe und war ja auch noch so, also weiß nicht, wie's dir so ging, aber ich fand das ja damals noch Wilder Westen. Ich weiß, ich hab dich irgendwann mal getroffen auf' Event von GameDuell Berlin 2 Punkt 0. Und dann hast Du mich so beiseitegenommen und hast gesagt, weißt Du, ich hab jetzt hier schon wieder deine Idarling Geschichte gelesen hier mit PDV und D-I. [00:06:11] S1: Idarling war mal ein relevantes Dating Netzwerk.
00:06:11 · Florian Heinemann, Joël Kaczmarek, S2
[00:06:11] S1: Idarling war mal ein relevantes Dating Netzwerk. [00:06:14] S3: In der Tat. Ich ich, also ich kann diese Scheiße nicht mehr lesen. Ist ja okay, wenn Du hier Vermutungen anstellst, aber dann lass doch mal wenigstens educated guests draus machen. Ich ruf mich an, wenn Du ein Thema hast und dann reden wir über die Sachen und so haben Du und ich uns kennengelernt, ja. [00:06:26] S1: Ich glaube, ich hab dich als Schmierfink bezeichnet. [00:06:28] S3: Ja, die ersten 2, 3 Spätschichten, unser Netzwerkevent damals, wenn ich dann in eine Runde kam, wo ich mal mit, da kommt dann wieder der Schmierfink begrüßt. Das weiß ich noch. [00:06:37] S2: Wann was waren denn die Artikel, Joël, die so am meisten Wellen geschlagen haben oder wo Du auch am meisten Backlash bekommen hast? Also wenn der Florian jetzt sagt, na ja, das geht noch besser. Aber wo waren sozusagen so die richtigen Shitstorms, die über dich hier reingebrochen sind?
00:06:51 · Joël Kaczmarek
[00:06:51] S3: Also ich glaub, das meistgeklickte war damals Groupon. Wir hatten 4 Geschäftsführer bei Groupon und Florian war ja, glaub ich, auch relativ nah dran. Damals war es ja so, die haben ja immer Deals war eine Dealplattform, konntest halt sagen, hier, Massagesalon an der Ecke bietet irgendwie 200 Gutscheine an, kostet die Massage 35 Euro statt 65 und dann konntest Du die halt kaufen, so und verschenken. Und der Witz vom Modell war ja, wenn Du die nicht eingelöst hast, dann haben sie verdient und die meisten Leute haben die halt nicht eingelöst, 50 Prozent. Und die Story, die mir dann irgendwann mal zugetragen war, war, es gab immer sogenannte Caps. Das heißt, die sind hingegangen, die Vertriebler zu sonem Massagesalon oder zu' weiß ich nicht, ' nem Shop, der irgendwie gehandgelte Decken verkaufte, whatever it was und haben halt Caps, also Grenzen festgelegt. Das heißt, der Gero als Masseur hätte jetzt gesagt, okay, können wir machen, aber maximal 50 Massagen, dann wird's irgendwie danach wird's problematisch. Und weil das natürlich eine sehr wachstumsorientierte Organisation war, passierte Folgendes, wenn die Salesleute zurück in die Zentrale kamen, hat der Geschäftsführer drauf geguckt, hat gesagt so, ja okay, den Cap nehmen wir mal raus. Und dann wurden halt nicht 50 Massagen, sondern 800 verkauft. Und die Geschichte war, dass es dann echt eine Masseurin irgendwo bei München, glaub ich, gab, die bis in die bis in die Klapse, sag ich mal, also bis in die geschlossene Anstalt musste, weil die überlegt hat, sich das Leben zu nehmen, weil die gar nicht so viel massieren konnte, wie die Gutscheine da verkauft hat, ja. Ich glaub, es war sogar Und das Ding haben wir sozusagen da thematisiert, diesen grenzenlosen Hunger nach Wachstum und wir haben das übertitelt, da haben wir die hab ich die 4 Gesichter von den Geschäftsführern genommen, aber auf die Pferde gesetzt und dann hieß es die 4 Reiter der Gruppe und Kalypse. War ganz lustig. Und das ging richtig Sky Rocket, weil natürlich jeder, der von denen verarscht wurde, in den Kommentaren angeschrieben hat so, ja, war bei mir auch so. Von daher, das war so das Ding, was am meisten abging, am meisten aufn Sack. Da war Florian, glaub ich, sozusagen sogar mal unschuldig, hab ich eigentlich immer für diese ganzen Delivery Hero versus Lieferando Artikel.
00:08:31 · Joël Kaczmarek, Florian Heinemann
Weil ich hatte immer die ungangbare Situation, wenn ich bei Delivery Hero angerufen hab, ging jemand ans Telefon, hat mir was gesagt, weil wir waren ja gleiches Portfolio. Wenn ich bei Lieferando angerufen hab, also die Delivery war sozusagen ein Investment von Team Europe, die auch bei uns investiert waren, ging keiner aus diesem Grund ran, weil man natürlich dachte, ah, der Idiot wird der hier bei uns nur Scheiße schreiben, was zum Effekt hatte, dass ich natürlich total parteiisch aussah, weil alles, was schreiben konnte, immer einseitig war, weil ich von den anderen keinen Inputs hatte. So. Mhm. Ja. Und damals waren ja noch Kommentarschlachten anonym und so. Gab's ja hier noch nicht diesen Shit mit deinem Klarnamen und so. War witzig. [00:09:04] S1: Damals war Christoph Christoph Gerber, glaub ich. Der war da auf der anderen Seite, ne. Also bei, wie hieß ein Lieferheld Lieferant? Nee. [00:09:10] S3: Lieferant. Lieferant. [00:09:11] S1: War Christoph Gerber, der auch den den den der ein oder andere sicherlich auch kennt, auch ein durchaus streitbarer Charakter ist. Also sehr geradeaus und offen.