digital kompakt
00:02:38 · Joël Kaczmarek, Florian Heinemann
[00:02:38] S3: Sehr gut. Ja, lustigerweise hab ich grad drüber nachgedacht, dass das ja manchmal eigentlich peinlich einfach ist, wie solche Pfade zustande kommen. Ich war nämlich damals 2008, war ich in der d-School, kennst Du ja, glaub ich, auch von dem Uli Weinberg damals. Da wurde Design Thinking unterrichtet. Das kannte kein Arsch 2008 und dann ging das ja voll Sky Rocket. Der hat mich quasi ausgebildet. Dann hab ich ein Projekt gemacht und dann kam der irgendwann und meinte Joël, dein Projekt ist cool. Ich will, dass hier Firmen aus der D-School entstehen. Ich hab da son Typen getroffen im Zug. Der hat StudiVZ finanziert. Hier ist seine Visitenkarte. Ruf den noch mal an, dass der dir mal hier mitm mitm Pitch irgendwie Kohle übern Tisch schiebt. So und die Visitenkarte, das war diesmal sone kleine Moo Card damals. Kennst Du die noch? M00, Moo von Koja Hebenstreit. So, mit dem hab ich mich zusammengesetzt und hab gesagt, hier, so sieht's aus. Und der hat mich einmal in der Mitte durchgebrochen, hat eigentlich alles auseinandergenommen mit dem Pitch, was geht. Also können [00:03:23] S1: wir dem Hörer noch einmal sagen, was StudiVZ ist, weil das wissen jetzt, glaube ich, auch nur die Älteren unter uns. Das war mal ein sehr relevantes Social Network in Deutschland. [00:03:31] S3: Genau. Vor TikTok kam Instagram, vor Instagram kam Facebook und vor Facebook kam StudiVZ. Also das war ja damals sone Community Oder [00:03:38] S1: zumindest parallel mit Facebook kam StudiVZ, ne? So.
00:03:38 · Florian Heinemann, Joël Kaczmarek
[00:03:38] S1: zumindest parallel mit Facebook kam StudiVZ, ne? So. [00:03:42] S3: Das, ja, hast recht. Eigentlich war StudiVZ der der das Copy Cat von Facebook komplett richtig. Damals Team Europe Gründung, also von Essan Dariani CEO, später stieg da Michael Bremen ein, ist ja auch sone Grande aus der aus der Start up Szene. Ja, hilf mir. Dennis Bemann hat, glaub ich, die Technik gemacht, auch irgendwie recht versiert so in dem Techbereich und Lukas und Colia mit Team Europe waren halt so die und den Kollegen [00:04:03] S1: War die Founding Investors hat man das damals auch schon genannt. [00:04:05] S3: Ja, ja, genau. [00:04:06] S1: Das das Höhle der Löwe mäßige Abzocken, 35 Prozent für mich, für irgendwie 30000 Euro. Aber ich bring dich ganz groß raus. Die Antwort Gründung war das, ja.
00:04:06 · Florian Heinemann, Joël Kaczmarek
[00:04:06] S1: Das das Höhle der Löwe mäßige Abzocken, 35 Prozent für mich, für irgendwie 30000 Euro. Aber ich bring dich ganz groß raus. Die Antwort Gründung war das, ja. [00:04:16] S3: Ja, das war immer auch son bisschen dieses Pimmelfechten, wer sich den Gründertitel irgendwie auf den auf die Visitenkarte schreiben durfte. Na ja, auf jeden Fall hat der mich halt getroffen und hat den Pitch auseinandergenommen. Hab ich gesagt, Du, hast doch noch son Magazin Dingsbums da, son son Gründerszene. Kann ich da mal ein Artikel schreiben? Da meinte er, willst Du machen? Hab ich gesagt, ja, fände cool, mal son son Ding so von hinter den Kulissen mal zu sehen. So, geht da was? Ja, klar. Und dann hat er mir, weiß ich nicht, weiß noch ganz genau, Jörg Rheinboldt vorgestellt, der ja auch, der war 10 Jahre lang Chef von eBay und war damals investiert in Betterplace, in diese Spendenplattform. Mit dem haben wir einen Artikel gemacht und dann habe ich gesagt, koja, das hat Spaß gemacht, kann ich noch mal oder kann ich öfters? So, ja, willst Du nicht Chefredakteur werden? Und in der Sekunde bin ich so völlig vom Glauben abgefahren, weil ich so dachte, was ist das denn fürn Laden? So ein dahergelaufener Typ, gerade frisch von der Uni, nach' zweiten Interview darf der Chefredakteur werden. Aber so ging das los. Und dann haben wir halt 4 Jahre lang das Ding durch die Decke geschickt und im fünften Jahr dann an Axel Springer verkauft, wo es ja mittlerweile angesiedelt ist als Business Insider.
00:04:16 · Joël Kaczmarek, Florian Heinemann
[00:04:16] S3: Ja, das war immer auch son bisschen dieses Pimmelfechten, wer sich den Gründertitel irgendwie auf den auf die Visitenkarte schreiben durfte. Na ja, auf jeden Fall hat der mich halt getroffen und hat den Pitch auseinandergenommen. Hab ich gesagt, Du, hast doch noch son Magazin Dingsbums da, son son Gründerszene. Kann ich da mal ein Artikel schreiben? Da meinte er, willst Du machen? Hab ich gesagt, ja, fände cool, mal son son Ding so von hinter den Kulissen mal zu sehen. So, geht da was? Ja, klar. Und dann hat er mir, weiß ich nicht, weiß noch ganz genau, Jörg Rheinboldt vorgestellt, der ja auch, der war 10 Jahre lang Chef von eBay und war damals investiert in Betterplace, in diese Spendenplattform. Mit dem haben wir einen Artikel gemacht und dann habe ich gesagt, koja, das hat Spaß gemacht, kann ich noch mal oder kann ich öfters? So, ja, willst Du nicht Chefredakteur werden? Und in der Sekunde bin ich so völlig vom Glauben abgefahren, weil ich so dachte, was ist das denn fürn Laden? So ein dahergelaufener Typ, gerade frisch von der Uni, nach' zweiten Interview darf der Chefredakteur werden. Aber so ging das los. Und dann haben wir halt 4 Jahre lang das Ding durch die Decke geschickt und im fünften Jahr dann an Axel Springer verkauft, wo es ja mittlerweile angesiedelt ist als Business Insider. [00:05:09] S1: Wir sind ja hier ein Business Podcast. Wir wollen ein paar Zahlen haben. Was war damals der Verkaufspreis von Gründerszene beziehungsweise Vertical Media hieß die Firma dahinter an Axel Springer? Wie viel wurde da verdient und von wem?
00:05:09 · Florian Heinemann, Joël Kaczmarek
[00:05:09] S1: Wir sind ja hier ein Business Podcast. Wir wollen ein paar Zahlen haben. Was war damals der Verkaufspreis von Gründerszene beziehungsweise Vertical Media hieß die Firma dahinter an Axel Springer? Wie viel wurde da verdient und von wem? [00:05:22] S3: Du war Du warst ja selber Investor und weißt Du das ja besser als ich. [00:05:27] S1: Ja, aber ich frag ja dich, ja, ja. [00:05:29] S3: Da ich Verschwiegenheitsscheiß unterschrieben habe, kannst Du höchstens mal Ranges schätzen, aber sagen wir, unter unter 5000000 so in dem Dreh waren wir waren wir unterwegs. Ich glaub, so viel darf man sagen. Und war ja von der von der Genese her, Team Europe Produkt, war ja wirklich 100 Prozent owned bei Team Europe. Dann kamen Marc Hoffmann und ich rein, haben das sozusagen professionalisieren dürfen. Und dann hatten wir spannende Investoren, wie dich, Klaus Hommels, Claas Kersting, noch eine Handvoll anderer. Also eigentlich echt eine ganz coole Gruppe und war ja auch noch so, also weiß nicht, wie's dir so ging, aber ich fand das ja damals noch Wilder Westen. Ich weiß, ich hab dich irgendwann mal getroffen auf' Event von GameDuell Berlin 2 Punkt 0. Und dann hast Du mich so beiseitegenommen und hast gesagt, weißt Du, ich hab jetzt hier schon wieder deine Idarling Geschichte gelesen hier mit PDV und D-I. [00:06:11] S1: Idarling war mal ein relevantes Dating Netzwerk.
00:06:11 · Florian Heinemann, Joël Kaczmarek, S2
[00:06:11] S1: Idarling war mal ein relevantes Dating Netzwerk. [00:06:14] S3: In der Tat. Ich ich, also ich kann diese Scheiße nicht mehr lesen. Ist ja okay, wenn Du hier Vermutungen anstellst, aber dann lass doch mal wenigstens educated guests draus machen. Ich ruf mich an, wenn Du ein Thema hast und dann reden wir über die Sachen und so haben Du und ich uns kennengelernt, ja. [00:06:26] S1: Ich glaube, ich hab dich als Schmierfink bezeichnet. [00:06:28] S3: Ja, die ersten 2, 3 Spätschichten, unser Netzwerkevent damals, wenn ich dann in eine Runde kam, wo ich mal mit, da kommt dann wieder der Schmierfink begrüßt. Das weiß ich noch. [00:06:37] S2: Wann was waren denn die Artikel, Joël, die so am meisten Wellen geschlagen haben oder wo Du auch am meisten Backlash bekommen hast? Also wenn der Florian jetzt sagt, na ja, das geht noch besser. Aber wo waren sozusagen so die richtigen Shitstorms, die über dich hier reingebrochen sind?