digital kompakt
00:15:28 · Florian Heinemann, Joël Kaczmarek, S2
[00:15:28] S1: Wann war das ungefähr? Wann 10. Hast Du los? [00:15:30] S3: Okay, genau. 2 15. Ja. 2 15. Also ich glaub, Philipp war ein halbes Jahr vor mir dran. Der sagte zu mir, als ich ihn gefragt hab, hey, hast Du Bock, wir machen ein Interview zusammen, sagt er, ach, Du hast 10, ist ich auch. Ist ja lustig. Es war ein bisschen deprimierend, wenn Du dachtest, so, okay, 1000000 Menschen Event versus Nischenpodcast. Nein, Spaß, aber ja, so ging das damals los. [00:15:48] S2: Was waren sonst noch so Vorbilder damals im im Podcastbereich? Gab's da schon etwas, was total durch die Decke geschossen war oder irgendwas, wo Du sagtest, das muss ganz anders sein, das muss ich ganz anders machen, als was bisher da ist? [00:15:59] S3: Nee, das war echt Wilder Westen. Es gab auch irgendwie fast nichts so in Deutschland, was jetzt riesig groß wäre. Ich fand OMR in unserer Branche noch das Größte. Es gab, ich glaub, Alex Graf war mit seinem Kassenzone, glaub ich, auch schon am Horizont, meine ich. Und ich glaube, dass auch Jochen Krisch das ein oder andere gemacht hat hier mit Exchanges beim bei Exciting Commerce. Das waren so die ersten und dann war das [00:16:17] S1: Ja, Alexander Graf war, glaub ich, auch 2 14 oder so was. 2 3, sogar vielleicht sogar Aber
00:16:17 · Florian Heinemann, Joël Kaczmarek
[00:16:17] S1: Ja, Alexander Graf war, glaub ich, auch 2 14 oder so was. 2 3, sogar vielleicht sogar Aber [00:16:21] S3: es gab jetzt noch nicht die großen Publikumstitel. Die kamen so 1, 2, 3 Jahre später, da ging dann so was wie Fest und Flauschig los und dann da hast Du halt gemerkt, damit hob es dann ab. Das war dann so die Gilde der und dann kam die Gilde der True Crime Podcast und dann wurd's halt breitenwirksam. Und ich mein, das ist halt wirklich so, hab damals Leute angerufen und hab gesagt, Du, ich mach ein Podcast. Für 500 Euro bist Du dabei, dass ich eine Anzeige über dich einspreche, haue, baude it. Und dann saß ich da und hab über was haben wir gemacht, Craft Beer. Ich weiß noch, da hat ein Typen, der Craft Beer verkauft und hat dann Bierkalender gemacht und so. Dann saß ich da und hab den Leuten erzählt, hier Jungs, wenn ihr irgendwie im Business mal Langeweile habt, gibt einen geilen Craft Beer Kalender. Wollt ihr euch den nicht mal kaufen? Hier ist der Link. So fing das an. [00:16:57] S1: Und dann [00:16:57] S3: hast Du die Preise gesteigert und dann entwickelte sich das halt alles so weiter, ja. [00:17:00] S1: Was kann man so für ein TKP erlösen, wenn man ein guten Business Podcast hat? Was was ist dann son TKP für die für die Tausender Kontaktpreis, also das, was man quasi für 1000 Downloads oder 1000 Hörer bekommt? Was ist da son realistischer Preis?
00:17:14 · Joël Kaczmarek
[00:17:14] S3: Tja, also ist ja immer die Unterscheidung b-two-b versus b-two-c. B-two-b ist natürlich wesentlich höher, was Du ja jetzt gefragt hast. Wir sind damals, als wir angefangen haben dynamisch zu vermarkten, also wo Du dann immer einen anderen Spot hörst in jedem in jeder Folge und nicht in die Tonspur reingebrannt, haben wir mit 600 Euro angefangen. Weiß noch nicht, mit Pipp Klöckner damals, ja, ja, 600 Euro. Da kam Pipp Klöckner und meinte noch so, ja Alter, Du mit deinen Apothekerpreisen, wir machen ja keine Werbung und so. Ein halbes Jahr später hat er auch welche gemacht und dann waren wir im gleichen Game und da haben wir gelacht drüber. Aber ich würd sagen, in der Gegenwart ist es ganz unterschiedlich. Ich hab gestern grad jemand gehabt, der hat gefragt, ob ich ihn mal mit vermarkten kann. Er kriegt eine er er kommt er kommt nicht dazu, kriegt's, wenn er's macht, aber gut hin. Der verkauft für 500 Euro. Da dachte ich, Alter, wir sind mittlerweile bei 350 Euro TKP und damit sind wir, glaub ich, immer noch so im im Eliteneck. Also was mir Podcasts immer sagt, ist, Alter, Du bist zu teuer. Wie sollen wir das erklären? Die anderen sind eher so bei 200 Euro, 250. Aber wir haben halt auch irgendwie krasse Leute da. Deswegen, wenn Du die Qualität hast, ist die kurze Antwort auf deine Frage, 200 bis 350 Euro im Businessbereich. Im B2C Bereich geht's bei 20 Euro los und endet, glaube ich, so bei 100, 120.
00:18:18 · Florian Heinemann
[00:18:18] S1: Alles ja deutlich, deutlich höher als das, was Du jetzt mittlerweile im im Fernseh- oder Printbereich erwirtschaftest. Also B2B natürlich sowieso, aber ich glaube auch der B2C Preis Ja. Ist ist dann schon absolut am oberen Ende, ne. Wie wichtig, so das Eingesprochene, wenn Du selbst einsprichst, kriegst ist ja deutlich höherwertig, glaube ich, in der Wahrnehmung, als wenn der also der sogenannte Host Reet, ne, also wenn der was macht, dann ist ja, wie ist da so der Unterschied zwischen Host Reet und und Non Host Reet? Also wenn Du jetzt selbst Werbung machst, die auch einsprichst und die wird dann einfach nur bei dir eingeblendet und versus Joël spricht, der Meister spricht sozusagen selbst oder der Host spricht selbst. Was ist da so der der Unterschied?
00:18:55 · Joël Kaczmarek, S2
[00:18:55] S3: Also wenn ich ganz ehrlich bin, gibt's eigentlich nur 2 Achsen. Entweder Du sprichst es selber ein oder der Werbepartner bringt dir seine Sachen schon frei Haus und dann bist Du halt mit wesentlich niedrigeren Preisen dabei. Also dann ist wahrscheinlich die Hälfte oder ein Drittel dessen. Und dann buchen die das auch eher über Agentur ein und dann musst Du eigentlich dein System an irgendwelche Agentursysteme angedockt haben. Ich, wenn ich ganz ehrlich bin, sind wir dafür, glaube ich, zu pomadig. Also so auf OMR Niveau oder auch noch drüber bist Du da wahrscheinlich eher dabei. Eigentlich ist Host RED der Standard und ich weiß, Alex Graf hat das mal gemacht. Das fand ich eigentlich ganz witzig. Da hat er sich irgendwie eine Frau geholt, die hatte sone voll attraktive Stimme und hat dann versucht, dass die das bei ihm spricht, so als Kontrastprogramm und es hat halt kolossal nicht funktioniert und dann hat er's am Ende wieder selber gemacht. Heute würde man das vielleicht auch als sexistisch einordnen, wenn wir ehrlich sind. Aber als als Versuch fand ich's irgendwie neckisch. [00:19:39] S2: Lass uns mal kurz über die Inhalte sprechen. Was war für dich anders als zum Beispiel bei Gründerszene, wenn Du wenn Du geschrieben hast, wenn Du Artikel hattest und jetzt Podcast aufgenommen hast. Was was war anders, was war gleich?
00:19:51 · Joël Kaczmarek
[00:19:51] S3: Also ich glaub, ich hab damals einen großen Denkfehler gemacht oder sogar eigentlich 2. Ich bin da reingegangen, hab mir überlegt, okay, wen kennst Du denn, der ein guter Gründer ist oder eine gute Gründerin? Und dann gab's damals noch nicht so viele 2 15, also auch wenn's irgendwie alles professionalisierter war, es gab nicht nur die 3 Ecken, Joël, Florian Heinemann und Konsorten und die Samwer, so. Es gab schon jetzt ein paar mehr, gab's halt nicht so viele Leute, wo ich sagen würde, die spielen auf dem Niveau, wo ich sage, das ist eine geile Firma, die will ich interviewen. Also habe ich mir überlegt, was kann ich tun und hab dachte, na ja, Du müsstest dir ja eigentlich so wiederkehrende Moderatoren aufbauen und der 1., also wirklich die 3. Folge, die jemals bei uns erschien, das war Florian. So. Und dann bin ich ja irgendwann, haben wir uns ja am an der Gedächtnisfirma mal zum Essen getroffen und dann habe ich hier mit dem Gero mal gequatscht. Und meine Logik war, und das war der 1. Denkfehler, ich wollte so eine Art Wissensbibliothek bauen. Das heißt, ich hatte die Idee, es gibt ganz viele verschiedene Themen, die für Unternehmer relevant sind und das war eigentlich ein Gründerszene Learning, weil Gründerszene hatte früher als Navigation immer die Sparten 1 Firma. Das heißt, Du hattest Marketing, HR, Recht, IT, also das, was Du sozusagen als Departements in' Firma hast. Und die Idee wollte ich fortsetzen und dachte mir, cool, Du machst eine Audiodatenbank zum Hören. So. Was war das Problem dabei? Die Leute haben halt überhaupt nicht mehr durchgeblickt, wenn Du über die 5 Formate hinaus warst. Das war völlig chaotisch. Und das der 2. Fehler war, Podcasts haben ja keine Didaktik. Also wenn ich jetzt Florian interviewe, dann kann man zwar so 15 Sachen lernen, aber ich kann's ja hinterher nicht nachmachen. Also ich hab nicht das Werkzeug, dass ich weiß, ah, ich bin jetzt in der Situation Phase x, da hat der Florian das gesagt. Das das funktioniert halt nicht. Von daher war der Unterschied das, dass wir eher in soner Wissensbibliothek gearbeitet haben und ich glaube, und das da bin ich eigentlich stolz drauf, wobei es mich manchmal gleichzeitig auch wurmt, Gründerszene war halt sehr stark von der Kritik her kommt.