digital kompakt
00:10:22 · Joël Kaczmarek
[00:10:22] S3: Nee, lustigerweise war da gar nix. Also ich fand, die bewegenderen Sachen waren ja auch eher, wenn Du mit sonem Geschäftsführer redest und sagtest so, hier, ich hab gehört, ihr müsst 50 Leute entlassen oder ihr steht vor Insolvenz. Sag mal was, wir machen Artikel und so. Dann sagt er, ey, kannst Du bitte das Ding bis Montag zurückhalten? Ich red morgen erst mit meinem Team. Ich fänd irgendwie nicht cool, wenn die das aus der Presse erfahren. So auf dem Geschwindigkeitsniveau waren wir ja da teilweise. Das war eher bewegend. Ich glaub, wir haben einmal eine Abmahnung wegen Bildrechten bekommen, da haben wir was bei Wikipedia irgend ein Foto genommen, ansonsten war da gar nix. Das einzig andere Juristische war eigentlich beim Samwer son bisschen und auch da konnte ich's verstehen. Da haben wir hab ich ein Buch über die Samwer geschrieben, die Paten des Internets. Hab ja auch das ein oder andere, die ein oder andere Person da zitiert und dann fing irgendwann an die My Self und die Gala, glaube ich. Also irgendwie 2 solche Magazine, die jetzt eher so für Klatsch standen, über die Frauen von den 3 1 Artikel zu schreiben. Wirklich in 1 Woche. Der eine rief Montag an, der andere am Donnerstag oder so. Und dann haben sind die auf uns zugegangen und gesagt, sag mal, Freunde der guten Unterhaltung, könnt ihr da irgendwie die Frauenthemen rausnehmen und so? Und dann haben wir gesagt, ja, klar, kein Thema. Dann durften wir die Auflage nur abverkaufen und danach waren wir da. Also wenn ich eine Erstauflage in den Händen halte, lese ich quasi mehr über die Samwer als irgendeine Drittauflage.
00:11:27 · Florian Heinemann, Joël Kaczmarek
[00:11:27] S1: Wie viel Bücher hast Du verkauft eigentlich von von dem Buch dann am Ende? [00:11:30] S3: Oh, gute Frage. Ich hätte jetzt so die 10000 geschätzt oder noch, nee, nee, weniger wahrscheinlich, sechs-, siebeneinhalbtausend so in dem Dreh. [00:11:37] S1: Okay, aber was ja für ein Sachbuch, für Nischenthema jetzt gar nicht scheiße ist eigentlich, ne, muss man sagen. [00:11:42] S3: Ja, und ich man muss halt immer dazu sagen, mit Büchern verdienst Du ja kein Geld. Also ich glaub, die Leute, die mit Büchern Geld verdienen in Deutschland, die kannst Du Holger, [00:11:47] S1: erklär mal, was verdient man, was verdient man? Wir sind ja ein Wirtschaftspodcast, wenn ich, was verdient man fürn fürn Betrag ungefähr, wenn man son Buch verkauft für 30 Euro, was verdienst Du da als Autor? [00:11:56] S3: Also es gibt Staffeln, kriegst sozusagen Verträge, die sich je nach Anzahl verkaufter Bücher. Das heißt, wenn ich 5000 Bücher verkauft hab, krieg ich ab dann mehr prozentual Anteil an. Ich glaube, bei mir war das so, an den 20, 25 Euro hätt ich jetzt gesagt, hab ich so 2 Prozent 2 Euro oder so verdient. Ich glaub 10 Prozent und dann bin ich irgendwann von auch von 10 auf 15 hochgegangen mit Staffel und damit war ich schon im Topeck. Also da kam meine Buchagentor und meinte, ey, ist hier der beste Deal, den ich hier ausgehandelt hab. Das ist eigentlich drunter. Von daher, Story Short. Ich würd mal schätzen, ich hab so zwölf-, 15000 Euro mit dem Buch verdient und hab ein halbes Jahr dran geschrieben. Also wenn Du das in Was lernen
00:11:56 · Joël Kaczmarek, Florian Heinemann
[00:11:56] S3: Also es gibt Staffeln, kriegst sozusagen Verträge, die sich je nach Anzahl verkaufter Bücher. Das heißt, wenn ich 5000 Bücher verkauft hab, krieg ich ab dann mehr prozentual Anteil an. Ich glaube, bei mir war das so, an den 20, 25 Euro hätt ich jetzt gesagt, hab ich so 2 Prozent 2 Euro oder so verdient. Ich glaub 10 Prozent und dann bin ich irgendwann von auch von 10 auf 15 hochgegangen mit Staffel und damit war ich schon im Topeck. Also da kam meine Buchagentor und meinte, ey, ist hier der beste Deal, den ich hier ausgehandelt hab. Das ist eigentlich drunter. Von daher, Story Short. Ich würd mal schätzen, ich hab so zwölf-, 15000 Euro mit dem Buch verdient und hab ein halbes Jahr dran geschrieben. Also wenn Du das in Was lernen [00:12:29] S1: wir daraus? Sachbuchautor ist nicht unbedingt ein einträgliches Geschäft.
00:12:29 · Florian Heinemann, Joël Kaczmarek
[00:12:29] S1: wir daraus? Sachbuchautor ist nicht unbedingt ein einträgliches Geschäft. [00:12:33] S3: Ja, kommt drauf an, was man... Das Interessante war, hast Du eine Ahnung, wer die meiste... Deine deine Gilde ist es nämlich, wer die meist... Das meiste Geld mit Sachbüchern verdient? Professoren. Wirklich? Weil, ja wirklich, also der der Hebel bei Büchern ist ja der Vorschuss. Du musst immer ein hohen Vorschuss für dich raushandeln, weil wenn die dir schon viel übern Tisch geschoben haben, dann haben sie hinterher ein riesig hohen Druck, dass das Ding gut performt. Dann machen die sozusagen, geben die Gast die Verlage, dass das überall ausgestellt ist und so weiter. So, und ich hab ein Vorschuss von, ich glaub, fünf- oder 10000 Euro sind im Dreh gekriegt. Und wenn Du einen Autor bist von' universitären Buch, die Dinger werden halt jedes Jahr, muss, weiß ich, hast ein BWL Buch geschrieben, so das Standardwerk, werden halt Hunderte von denen in den Unis und die kosten ja nicht 10 Euro, sondern eher so 90 Euro. Dann kriegst Du auch schon mal Vorschüsse von 100000 Euro. Also da machst Du richtig Schmott, wenn Du da der große Zampano bist in Sachen BWL oder die Heinemann Methode in der VWL erklären kannst, dann... [00:13:26] S1: Wer kennt sie nicht? [00:13:27] S3: Ja. Ja. Ja.
00:13:27 · Joël Kaczmarek, Florian Heinemann
[00:13:27] S3: Ja. Ja. Ja. [00:13:28] S1: Sag mal, wo wo wie bist Du dann ab, also Du bist dann bei Gründerszene raus nach dem Samwer sozusagen oder während des Sambah Buchs und hast dich dann quasi noch mal komplett selbstständig gemacht, ne. Gründerszene ist ja mittlerweile, das wissen wahrscheinlich einige, Teil der heißt, glaub ich, Premiumgruppe mittlerweile, also gehört zu Welt, Business Insider und so weiter. Das ist ist Teil davon geworden. Du bist dann da raus und hast digital kompakt gestartet. [00:13:51] S3: Es gab 2 Zwischenstufen. Über eine hab ich lustigerweise Gero kennengelernt. Also ist ja ein bisschen manchmal auch instastuös alles in der Branche. Ich wurde von Marc Hildebrandt damals gefragt, ob ich nicht in Potsdam Lust habe, mit ihm zu arbeiten. Der macht so Deep Tech Start ups und ich sollte der Head of Business Development werden. Saß wir am Savignyplatz beim Spaniern, haben bis 2 Uhr nachts verhandelt. Mag ganz gut verhandeln. Dann hab ich angefangen. [00:14:12] S1: Sehr hart, Calapado.
00:14:13 · Joël Kaczmarek
[00:14:13] S3: Ja, ja, toll. So, und der hat mir dann immer erzählt, so, ja, mach das mal. Und ich kenn da son Typen, den können wir mal fragen, wie man Vertrieb ordentlich macht. Hier der Gero, kennst ich sag, nee, kenn ich dich. Ja, der macht hier son Ding Signavio, kennst Du das? Ich sag, ja, schon mal gehört. Ja, ja, ja und so. Na ja, dann, ich sag mal so, unsere Ehe hat 4 Monate gehalten, weil ich dann doch festgestellt hab, Florian kann wahrscheinlich ein Liedchen von singen. Ich bin so leidlich gut angestelltenfähig, ja? Also ich glaube, es lag nicht an ihm, es lag eher so an der Mischung. Wir mögen uns aber auch heute noch. Ich hab dann mich selbstständig gemacht mit 4 Freunden. Wir wollten einen Onlinemedingdienst gründen, waren dem der Zeit, glaube ich, paar Jahre zu früh voraus. Zu Coronazeiten wär's echt abgegangen. Und das waren quasi die beiden Zwischenstufen, die ich hatte vor digital kompakt und das ulkige war. Ich wollt eigentlich ein Videotypen mir finanzieren, mein Start-up zu erklären. Bin dann zum Managermagazin gegangen, hab gesagt, sag mal Freunde, der gute Unterhaltung, was haltet ihr davon? Ich mach euch eine Videoreihe. Ich hab sowieso Bock, mal wieder ein paar Gründer zu interviewen und ihr zahlt mit ein Videotypen. Na ja, und in der Zwischenzeit ist das Start-up sozusagen gegen die Wand gefahren und dann hab ich so gemerkt, ja okay, die Interviews, das macht irgendwie Spaß. Hast Du wieder mal Bock drauf? Und dann hab ich gedacht, okay, Video ist aber so scheiße teuer, machste auch mach doch Audio. Lässt Du die Kamera einfach weg, machst Du nur Mikro? Und damals war auch Philipp Westermeier schon mit' OMR Podcast am Start und dann konnt ich ich fand, man konnt damals sehen, dass das abheben würde. Das war irgendwie plausibel.