digital kompakt
00:13:27 · Joël Kaczmarek, Florian Heinemann
[00:13:27] S3: Ja. Ja. Ja. [00:13:28] S1: Sag mal, wo wo wie bist Du dann ab, also Du bist dann bei Gründerszene raus nach dem Samwer sozusagen oder während des Sambah Buchs und hast dich dann quasi noch mal komplett selbstständig gemacht, ne. Gründerszene ist ja mittlerweile, das wissen wahrscheinlich einige, Teil der heißt, glaub ich, Premiumgruppe mittlerweile, also gehört zu Welt, Business Insider und so weiter. Das ist ist Teil davon geworden. Du bist dann da raus und hast digital kompakt gestartet. [00:13:51] S3: Es gab 2 Zwischenstufen. Über eine hab ich lustigerweise Gero kennengelernt. Also ist ja ein bisschen manchmal auch instastuös alles in der Branche. Ich wurde von Marc Hildebrandt damals gefragt, ob ich nicht in Potsdam Lust habe, mit ihm zu arbeiten. Der macht so Deep Tech Start ups und ich sollte der Head of Business Development werden. Saß wir am Savignyplatz beim Spaniern, haben bis 2 Uhr nachts verhandelt. Mag ganz gut verhandeln. Dann hab ich angefangen. [00:14:12] S1: Sehr hart, Calapado.
00:14:13 · Joël Kaczmarek
[00:14:13] S3: Ja, ja, toll. So, und der hat mir dann immer erzählt, so, ja, mach das mal. Und ich kenn da son Typen, den können wir mal fragen, wie man Vertrieb ordentlich macht. Hier der Gero, kennst ich sag, nee, kenn ich dich. Ja, der macht hier son Ding Signavio, kennst Du das? Ich sag, ja, schon mal gehört. Ja, ja, ja und so. Na ja, dann, ich sag mal so, unsere Ehe hat 4 Monate gehalten, weil ich dann doch festgestellt hab, Florian kann wahrscheinlich ein Liedchen von singen. Ich bin so leidlich gut angestelltenfähig, ja? Also ich glaube, es lag nicht an ihm, es lag eher so an der Mischung. Wir mögen uns aber auch heute noch. Ich hab dann mich selbstständig gemacht mit 4 Freunden. Wir wollten einen Onlinemedingdienst gründen, waren dem der Zeit, glaube ich, paar Jahre zu früh voraus. Zu Coronazeiten wär's echt abgegangen. Und das waren quasi die beiden Zwischenstufen, die ich hatte vor digital kompakt und das ulkige war. Ich wollt eigentlich ein Videotypen mir finanzieren, mein Start-up zu erklären. Bin dann zum Managermagazin gegangen, hab gesagt, sag mal Freunde, der gute Unterhaltung, was haltet ihr davon? Ich mach euch eine Videoreihe. Ich hab sowieso Bock, mal wieder ein paar Gründer zu interviewen und ihr zahlt mit ein Videotypen. Na ja, und in der Zwischenzeit ist das Start-up sozusagen gegen die Wand gefahren und dann hab ich so gemerkt, ja okay, die Interviews, das macht irgendwie Spaß. Hast Du wieder mal Bock drauf? Und dann hab ich gedacht, okay, Video ist aber so scheiße teuer, machste auch mach doch Audio. Lässt Du die Kamera einfach weg, machst Du nur Mikro? Und damals war auch Philipp Westermeier schon mit' OMR Podcast am Start und dann konnt ich ich fand, man konnt damals sehen, dass das abheben würde. Das war irgendwie plausibel.
00:15:28 · Florian Heinemann, Joël Kaczmarek, S2
[00:15:28] S1: Wann war das ungefähr? Wann 10. Hast Du los? [00:15:30] S3: Okay, genau. 2 15. Ja. 2 15. Also ich glaub, Philipp war ein halbes Jahr vor mir dran. Der sagte zu mir, als ich ihn gefragt hab, hey, hast Du Bock, wir machen ein Interview zusammen, sagt er, ach, Du hast 10, ist ich auch. Ist ja lustig. Es war ein bisschen deprimierend, wenn Du dachtest, so, okay, 1000000 Menschen Event versus Nischenpodcast. Nein, Spaß, aber ja, so ging das damals los. [00:15:48] S2: Was waren sonst noch so Vorbilder damals im im Podcastbereich? Gab's da schon etwas, was total durch die Decke geschossen war oder irgendwas, wo Du sagtest, das muss ganz anders sein, das muss ich ganz anders machen, als was bisher da ist? [00:15:59] S3: Nee, das war echt Wilder Westen. Es gab auch irgendwie fast nichts so in Deutschland, was jetzt riesig groß wäre. Ich fand OMR in unserer Branche noch das Größte. Es gab, ich glaub, Alex Graf war mit seinem Kassenzone, glaub ich, auch schon am Horizont, meine ich. Und ich glaube, dass auch Jochen Krisch das ein oder andere gemacht hat hier mit Exchanges beim bei Exciting Commerce. Das waren so die ersten und dann war das [00:16:17] S1: Ja, Alexander Graf war, glaub ich, auch 2 14 oder so was. 2 3, sogar vielleicht sogar Aber
00:16:17 · Florian Heinemann, Joël Kaczmarek
[00:16:17] S1: Ja, Alexander Graf war, glaub ich, auch 2 14 oder so was. 2 3, sogar vielleicht sogar Aber [00:16:21] S3: es gab jetzt noch nicht die großen Publikumstitel. Die kamen so 1, 2, 3 Jahre später, da ging dann so was wie Fest und Flauschig los und dann da hast Du halt gemerkt, damit hob es dann ab. Das war dann so die Gilde der und dann kam die Gilde der True Crime Podcast und dann wurd's halt breitenwirksam. Und ich mein, das ist halt wirklich so, hab damals Leute angerufen und hab gesagt, Du, ich mach ein Podcast. Für 500 Euro bist Du dabei, dass ich eine Anzeige über dich einspreche, haue, baude it. Und dann saß ich da und hab über was haben wir gemacht, Craft Beer. Ich weiß noch, da hat ein Typen, der Craft Beer verkauft und hat dann Bierkalender gemacht und so. Dann saß ich da und hab den Leuten erzählt, hier Jungs, wenn ihr irgendwie im Business mal Langeweile habt, gibt einen geilen Craft Beer Kalender. Wollt ihr euch den nicht mal kaufen? Hier ist der Link. So fing das an. [00:16:57] S1: Und dann [00:16:57] S3: hast Du die Preise gesteigert und dann entwickelte sich das halt alles so weiter, ja. [00:17:00] S1: Was kann man so für ein TKP erlösen, wenn man ein guten Business Podcast hat? Was was ist dann son TKP für die für die Tausender Kontaktpreis, also das, was man quasi für 1000 Downloads oder 1000 Hörer bekommt? Was ist da son realistischer Preis?
00:17:14 · Joël Kaczmarek
[00:17:14] S3: Tja, also ist ja immer die Unterscheidung b-two-b versus b-two-c. B-two-b ist natürlich wesentlich höher, was Du ja jetzt gefragt hast. Wir sind damals, als wir angefangen haben dynamisch zu vermarkten, also wo Du dann immer einen anderen Spot hörst in jedem in jeder Folge und nicht in die Tonspur reingebrannt, haben wir mit 600 Euro angefangen. Weiß noch nicht, mit Pipp Klöckner damals, ja, ja, 600 Euro. Da kam Pipp Klöckner und meinte noch so, ja Alter, Du mit deinen Apothekerpreisen, wir machen ja keine Werbung und so. Ein halbes Jahr später hat er auch welche gemacht und dann waren wir im gleichen Game und da haben wir gelacht drüber. Aber ich würd sagen, in der Gegenwart ist es ganz unterschiedlich. Ich hab gestern grad jemand gehabt, der hat gefragt, ob ich ihn mal mit vermarkten kann. Er kriegt eine er er kommt er kommt nicht dazu, kriegt's, wenn er's macht, aber gut hin. Der verkauft für 500 Euro. Da dachte ich, Alter, wir sind mittlerweile bei 350 Euro TKP und damit sind wir, glaub ich, immer noch so im im Eliteneck. Also was mir Podcasts immer sagt, ist, Alter, Du bist zu teuer. Wie sollen wir das erklären? Die anderen sind eher so bei 200 Euro, 250. Aber wir haben halt auch irgendwie krasse Leute da. Deswegen, wenn Du die Qualität hast, ist die kurze Antwort auf deine Frage, 200 bis 350 Euro im Businessbereich. Im B2C Bereich geht's bei 20 Euro los und endet, glaube ich, so bei 100, 120.
00:18:18 · Florian Heinemann
[00:18:18] S1: Alles ja deutlich, deutlich höher als das, was Du jetzt mittlerweile im im Fernseh- oder Printbereich erwirtschaftest. Also B2B natürlich sowieso, aber ich glaube auch der B2C Preis Ja. Ist ist dann schon absolut am oberen Ende, ne. Wie wichtig, so das Eingesprochene, wenn Du selbst einsprichst, kriegst ist ja deutlich höherwertig, glaube ich, in der Wahrnehmung, als wenn der also der sogenannte Host Reet, ne, also wenn der was macht, dann ist ja, wie ist da so der Unterschied zwischen Host Reet und und Non Host Reet? Also wenn Du jetzt selbst Werbung machst, die auch einsprichst und die wird dann einfach nur bei dir eingeblendet und versus Joël spricht, der Meister spricht sozusagen selbst oder der Host spricht selbst. Was ist da so der der Unterschied?