Alles auf Aktien – Die täglichen Finanzen-News
00:03:10 · Lea Oetjen, Daniel Eckert
[00:03:10] S1: Ja, schauen wir jetzt aber erst mal auf die Einzelwerte. Da hat die Börse gestern vor allem die Ausblicke bestraft. Datadog verkauft ja Software, mit der die Firmen ihre Cloud Systeme überwachen und Datadog ist jetzt im dritten Quartal 35 Prozent gewachsen und hat auch die Jahresziele angehoben und trotzdem brach die Aktie ein und zwar 14 Prozent, einfach weil der Ausblick aufs Schlussquartal nach weniger Tempo aussieht als erwartet. [00:03:33] S2: Noch härter traf es das Unternehmen FIS, das Banken die Software für Konten und Zahlungen liefert. Die Aktie stürzte mehr als 20 Prozent ab, weil der Konzern seine Jahresprognose gesenkt hat und 2027 nur mit stagnierendem Umsatz rechnet. Besser lief's da bei McDonald's. In den USA kamen zwar etwas weniger Gäste, die gaben aber mehr aus und der vergleichbare Umsatz, der sank nur 0.2 Prozent. Weil Anleger Schlimmeres befürchtet hatten, legte die McDonald's Aktie gut 6 Prozent zu.
00:03:33 · Daniel Eckert, Lea Oetjen
[00:03:33] S2: Noch härter traf es das Unternehmen FIS, das Banken die Software für Konten und Zahlungen liefert. Die Aktie stürzte mehr als 20 Prozent ab, weil der Konzern seine Jahresprognose gesenkt hat und 2027 nur mit stagnierendem Umsatz rechnet. Besser lief's da bei McDonald's. In den USA kamen zwar etwas weniger Gäste, die gaben aber mehr aus und der vergleichbare Umsatz, der sank nur 0.2 Prozent. Weil Anleger Schlimmeres befürchtet hatten, legte die McDonald's Aktie gut 6 Prozent zu. [00:04:08] S1: Booking Holdings zeigt derweil, wie viel Aktienrückkäufe ausmachen können. Unterm Strich hat der Konzern im dritten Quartal bereinigt 8 Prozent mehr verdient. Pro Aktie gerechnet waren es sogar 17 Prozent, weil sich der Gewinn auf 7.5 Prozent weniger Aktien verteilt hat als noch vor einem Jahr. Die Lücke hat Booking gekauft und zwar mit eigenen Aktien für 9900000000 Dollar seit Jahresbeginn. Heißt einfach erklärt, der Kuchen wird also auf weniger Stücke verteilt und jedes Stück wird damit größer. Und für Schlussquartal erwartet der Konzern wegen des Nahostkonflikts und teurer Flüge nur noch ein bis 3 Prozent mehr Übernachtungen.
00:04:08 · Lea Oetjen, Daniel Eckert
[00:04:08] S1: Booking Holdings zeigt derweil, wie viel Aktienrückkäufe ausmachen können. Unterm Strich hat der Konzern im dritten Quartal bereinigt 8 Prozent mehr verdient. Pro Aktie gerechnet waren es sogar 17 Prozent, weil sich der Gewinn auf 7.5 Prozent weniger Aktien verteilt hat als noch vor einem Jahr. Die Lücke hat Booking gekauft und zwar mit eigenen Aktien für 9900000000 Dollar seit Jahresbeginn. Heißt einfach erklärt, der Kuchen wird also auf weniger Stücke verteilt und jedes Stück wird damit größer. Und für Schlussquartal erwartet der Konzern wegen des Nahostkonflikts und teurer Flüge nur noch ein bis 3 Prozent mehr Übernachtungen. [00:04:44] S2: Nach Börsenschluss hat Qualcomm gezeigt, dass der KI Boom auch Opfer kennt. Die Rechenzentren saugen den Markt für Speicherchips leer, deshalb wird Speicher für Handys knapp und teuer und die Hersteller, die fahren ihre Produktion zurück. Qualcomms Umsatz mit Smartphone Chips brach 26 Prozent ein, weil auch andere Bauteile teurer werden, enttäuschte die Gewinnprognose und die Aktie, die fiel nachbörslich rund 5 Prozent. Ein Lichtblick ist allerdings SpaceX. Die Weltraumfirma will Qualcomm Bauteile für ein eigenes Mobilfunknetz in den USA nutzen.
00:04:44 · Daniel Eckert, Lea Oetjen
[00:04:44] S2: Nach Börsenschluss hat Qualcomm gezeigt, dass der KI Boom auch Opfer kennt. Die Rechenzentren saugen den Markt für Speicherchips leer, deshalb wird Speicher für Handys knapp und teuer und die Hersteller, die fahren ihre Produktion zurück. Qualcomms Umsatz mit Smartphone Chips brach 26 Prozent ein, weil auch andere Bauteile teurer werden, enttäuschte die Gewinnprognose und die Aktie, die fiel nachbörslich rund 5 Prozent. Ein Lichtblick ist allerdings SpaceX. Die Weltraumfirma will Qualcomm Bauteile für ein eigenes Mobilfunknetz in den USA nutzen. [00:05:20] S1: Ja, und wie tief die Erwartungen mittlerweile an Novo Nordisk sind und wie tief sie schon gesunken sind vor allem, zeigt die neue Prognose. Der Wegovy Hersteller rechnete nämlich für dieses Jahr beim bereinigten Umsatz und beim operativen Gewinn jetzt mit minus 2 bis plus 2 Prozent. Bisher ließ die Spanne nach oben eher weniger Luft, aber schon die Aussicht auf ein kleines Plus brachte der Aktie zeitweise 5 Prozent ein. Ja, da wird über Stagnation dann auf einmal doch gejubelt. Ja, aber der Jubeln endet auch ganz schnell wieder mit Blick auf die Jahresperformance. Seit Jahresbeginn liegt Novo nämlich rund 14 Prozent im Minus.
00:05:20 · Lea Oetjen, Daniel Eckert
[00:05:20] S1: Ja, und wie tief die Erwartungen mittlerweile an Novo Nordisk sind und wie tief sie schon gesunken sind vor allem, zeigt die neue Prognose. Der Wegovy Hersteller rechnete nämlich für dieses Jahr beim bereinigten Umsatz und beim operativen Gewinn jetzt mit minus 2 bis plus 2 Prozent. Bisher ließ die Spanne nach oben eher weniger Luft, aber schon die Aussicht auf ein kleines Plus brachte der Aktie zeitweise 5 Prozent ein. Ja, da wird über Stagnation dann auf einmal doch gejubelt. Ja, aber der Jubeln endet auch ganz schnell wieder mit Blick auf die Jahresperformance. Seit Jahresbeginn liegt Novo nämlich rund 14 Prozent im Minus. [00:05:53] S2: Ja, bevor wir jetzt zu den deutschen Einzelwerten kommen, noch eine sehr traurige Nachricht von gestern Abend. Der bayerische Wirtschaftsminister und Vizeministerpräsident Hubert Aiwanger ist völlig überraschend im Alter von 55 Jahren gestorben. Unser Mitgefühl gilt seiner Familie und allen, die ihm nahe standen. Da fällt's jetzt wirklich schwer, den Blick auf den DAX zu lenken.
00:05:53 · Daniel Eckert, Lea Oetjen
[00:05:53] S2: Ja, bevor wir jetzt zu den deutschen Einzelwerten kommen, noch eine sehr traurige Nachricht von gestern Abend. Der bayerische Wirtschaftsminister und Vizeministerpräsident Hubert Aiwanger ist völlig überraschend im Alter von 55 Jahren gestorben. Unser Mitgefühl gilt seiner Familie und allen, die ihm nahe standen. Da fällt's jetzt wirklich schwer, den Blick auf den DAX zu lenken. [00:06:16] S1: Ja, Du sagst es. Gute Überleitung ist da, glaube ich, gar nicht möglich. Deswegen machen wir jetzt hier den harten Bruch. Es hilft ja nichts. Im DAX lag Heidelberg Materials gestern mit' Plus von 9.6 Prozent vorn. Der Baustoffkonzern wächst schneller und spürt, dass das Infrastrukturpaket des Bundes langsam ankommt. Scout24 gewann 6.7 Prozent, weil der Immobilienportalbetreiber beim Umsatz optimistischer wird und Continental stieg nach 1 höheren Gewinnprognose 5.7 Prozent. Die Hoffnung auf mildere US Zölle trug auch BMW trotz seiner Gewinnwarnung 5.5 nach oben. [00:06:51] S2: Ja und am Ende stand der DAX dann, man kann so sagen, spiegelbildlich zur Wall Street. Infineon liefert Chips für die Stromversorgung von Rechenzentren, Siemens Energy die Turbinen und Hochtief baut viele der Anlagen in den USA. Alle 3 verloren bis zu 8 Prozent, weil Anleger mehr Regulierung fürchten, ne. Und gefragt waren dafür Nordex und SMA Solar, die von einem demokratischen Kongress profitieren dürften.