Alles auf Aktien – Die täglichen Finanzen-News
00:00:01 · S0, Lea Oetjen, Daniel Eckert
[00:00:01] S0: Das sind die Finanzthemen des Tages. [00:00:04] S1: Wir sprechen über Jubelstagnation bei Novo Nordisk, den Wachstumsfrust bei Datadog und die Fusionsträume der Telekom. Im Thema des Tages verraten wir euch, wie sich bei der Infrastruktur der Zukunft schon jetzt Deutschlands Abstieg zeigt und in der Triple AID stellen wir euch die Demokraten Aktien vor, die das größte Potenzial haben. [00:00:26] S2: Alles auf Aktien, der tägliche Börsenshot. Es begrüßen euch Daniel Eckert. [00:00:31] S1: Und Lea Oetjen aus der Weltwirtschaftsredaktion. [00:00:40] S0: Die im Podcast besprochenen Aktien und Fonds stellen keine spezifischen Kauf- oder Anlageempfehlungen dar. Die Moderatoren und der Verlag haften nicht für etwaige Verluste, die aufgrund der Umsetzung der Gedanken oder Ideen entstehen. Blick auf die Märkte. [00:00:57] S2: Heute ist Donnerstag, der 5. November 2026 und wir wünschen euch einen zuversichtlichen Start in den Tag. Nach dem Sieg der Demokraten bei den Zwischenwahlen musste sich die gestern erst mal berappeln. Zum Handelsstart lagen die US Börsen noch im Minus, weil viele Anleger vor allen Dingen Gegenwind für die wichtige KI Branche fürchteten. Im Lauf des Tages trete dann aber die Stimmung komplett und die Anleger feierten, dass Trump in seinen letzten 2 Amtsjahren kaum noch ein Gesetz ohne die Demokraten durchbringen wird. So zumindest die Idee. Zuversichtlich eben.
00:00:57 · Daniel Eckert, Lea Oetjen
[00:00:57] S2: Heute ist Donnerstag, der 5. November 2026 und wir wünschen euch einen zuversichtlichen Start in den Tag. Nach dem Sieg der Demokraten bei den Zwischenwahlen musste sich die gestern erst mal berappeln. Zum Handelsstart lagen die US Börsen noch im Minus, weil viele Anleger vor allen Dingen Gegenwind für die wichtige KI Branche fürchteten. Im Lauf des Tages trete dann aber die Stimmung komplett und die Anleger feierten, dass Trump in seinen letzten 2 Amtsjahren kaum noch ein Gesetz ohne die Demokraten durchbringen wird. So zumindest die Idee. Zuversichtlich eben. [00:01:34] S1: Ja, mitgefiebert hat da auch der DAX. Der Leitindex hat 2.2 Prozent gewonnen und ist bei 26438 Punkten aus dem Handel gegangen. Zwischenzeitlich fehlten ihm nur noch 78 Punkte zum Rekordhoch von Ende August. Ja, und an der Wall Street lag der Dow Jones im späten Handel rund 3 Prozent im Plus, der S und B 500 gewann 1.7 Prozent und der Nasdaq einhundert schaffte rund ein Prozent ins Plus, weil den die Chipwerte eben son bisschen gebremst haben. Die Börse feierte also grade eine potenzielle Blockade. [00:02:03] S2: Ja, und das hat an der Wall Street schon fast Tradition, denn eine Blockade, die schützt vor teuren Überraschungen. Donald Trump kann kaum noch Ausgabenprogramme auf Pump durchsetzen und das gefällt den Anleihemärkten. Die Rendite der zehnjährigen US Staatsanleihen, die ging zurück auf 4.89 Prozent, entfernt sich also von dieser 5 Prozent Marke.
00:02:03 · Daniel Eckert, Lea Oetjen
[00:02:03] S2: Ja, und das hat an der Wall Street schon fast Tradition, denn eine Blockade, die schützt vor teuren Überraschungen. Donald Trump kann kaum noch Ausgabenprogramme auf Pump durchsetzen und das gefällt den Anleihemärkten. Die Rendite der zehnjährigen US Staatsanleihen, die ging zurück auf 4.89 Prozent, entfernt sich also von dieser 5 Prozent Marke. [00:02:26] S1: Dazu kam der Ölpreis. Anleger hoffen nämlich darauf, dass Donald Trump den Irankrieg jetzt schneller beendet, weil die hohen Spritpreise die Republikaner viele Stimmen gekostet haben. Das Fass Brand wurde zeitweise fast 10 Prozent billiger und kostet wieder weniger als einhundert Dollar und der Energiesektor im S und P 500 verlor daraufhin natürlich und zwar fast 5 Prozent. [00:02:45] S2: Am deutlichsten hat die Wahl aber die KI Branche gespalten. Wir hatten's ja schon angedeutet, Amazon, Apple und Microsoft stiegen teilweise mehr als 6 Prozent, weil Anleger hoffen, dass ein demokratischer Kongress die konkurrierenden Tech Krisen beim teuren Bau von Rechenzentren ausbremst. Aber dazu gleich ausführlich mehr im Thema des Tages und später in der Triple A-D. [00:03:10] S1: Ja, schauen wir jetzt aber erst mal auf die Einzelwerte. Da hat die Börse gestern vor allem die Ausblicke bestraft. Datadog verkauft ja Software, mit der die Firmen ihre Cloud Systeme überwachen und Datadog ist jetzt im dritten Quartal 35 Prozent gewachsen und hat auch die Jahresziele angehoben und trotzdem brach die Aktie ein und zwar 14 Prozent, einfach weil der Ausblick aufs Schlussquartal nach weniger Tempo aussieht als erwartet.
00:03:10 · Lea Oetjen, Daniel Eckert
[00:03:10] S1: Ja, schauen wir jetzt aber erst mal auf die Einzelwerte. Da hat die Börse gestern vor allem die Ausblicke bestraft. Datadog verkauft ja Software, mit der die Firmen ihre Cloud Systeme überwachen und Datadog ist jetzt im dritten Quartal 35 Prozent gewachsen und hat auch die Jahresziele angehoben und trotzdem brach die Aktie ein und zwar 14 Prozent, einfach weil der Ausblick aufs Schlussquartal nach weniger Tempo aussieht als erwartet. [00:03:33] S2: Noch härter traf es das Unternehmen FIS, das Banken die Software für Konten und Zahlungen liefert. Die Aktie stürzte mehr als 20 Prozent ab, weil der Konzern seine Jahresprognose gesenkt hat und 2027 nur mit stagnierendem Umsatz rechnet. Besser lief's da bei McDonald's. In den USA kamen zwar etwas weniger Gäste, die gaben aber mehr aus und der vergleichbare Umsatz, der sank nur 0.2 Prozent. Weil Anleger Schlimmeres befürchtet hatten, legte die McDonald's Aktie gut 6 Prozent zu.
00:03:33 · Daniel Eckert, Lea Oetjen
[00:03:33] S2: Noch härter traf es das Unternehmen FIS, das Banken die Software für Konten und Zahlungen liefert. Die Aktie stürzte mehr als 20 Prozent ab, weil der Konzern seine Jahresprognose gesenkt hat und 2027 nur mit stagnierendem Umsatz rechnet. Besser lief's da bei McDonald's. In den USA kamen zwar etwas weniger Gäste, die gaben aber mehr aus und der vergleichbare Umsatz, der sank nur 0.2 Prozent. Weil Anleger Schlimmeres befürchtet hatten, legte die McDonald's Aktie gut 6 Prozent zu. [00:04:08] S1: Booking Holdings zeigt derweil, wie viel Aktienrückkäufe ausmachen können. Unterm Strich hat der Konzern im dritten Quartal bereinigt 8 Prozent mehr verdient. Pro Aktie gerechnet waren es sogar 17 Prozent, weil sich der Gewinn auf 7.5 Prozent weniger Aktien verteilt hat als noch vor einem Jahr. Die Lücke hat Booking gekauft und zwar mit eigenen Aktien für 9900000000 Dollar seit Jahresbeginn. Heißt einfach erklärt, der Kuchen wird also auf weniger Stücke verteilt und jedes Stück wird damit größer. Und für Schlussquartal erwartet der Konzern wegen des Nahostkonflikts und teurer Flüge nur noch ein bis 3 Prozent mehr Übernachtungen.
00:04:08 · Lea Oetjen, Daniel Eckert
[00:04:08] S1: Booking Holdings zeigt derweil, wie viel Aktienrückkäufe ausmachen können. Unterm Strich hat der Konzern im dritten Quartal bereinigt 8 Prozent mehr verdient. Pro Aktie gerechnet waren es sogar 17 Prozent, weil sich der Gewinn auf 7.5 Prozent weniger Aktien verteilt hat als noch vor einem Jahr. Die Lücke hat Booking gekauft und zwar mit eigenen Aktien für 9900000000 Dollar seit Jahresbeginn. Heißt einfach erklärt, der Kuchen wird also auf weniger Stücke verteilt und jedes Stück wird damit größer. Und für Schlussquartal erwartet der Konzern wegen des Nahostkonflikts und teurer Flüge nur noch ein bis 3 Prozent mehr Übernachtungen. [00:04:44] S2: Nach Börsenschluss hat Qualcomm gezeigt, dass der KI Boom auch Opfer kennt. Die Rechenzentren saugen den Markt für Speicherchips leer, deshalb wird Speicher für Handys knapp und teuer und die Hersteller, die fahren ihre Produktion zurück. Qualcomms Umsatz mit Smartphone Chips brach 26 Prozent ein, weil auch andere Bauteile teurer werden, enttäuschte die Gewinnprognose und die Aktie, die fiel nachbörslich rund 5 Prozent. Ein Lichtblick ist allerdings SpaceX. Die Weltraumfirma will Qualcomm Bauteile für ein eigenes Mobilfunknetz in den USA nutzen.