Alles auf Aktien – Die täglichen Finanzen-News
00:07:37 · Lea Oetjen, Daniel Eckert
[00:07:37] S2: Ja, der Chef von ARM hält dagegen, wenn die USA bremsen, stehen nach seinen Worten andere Länder bereit und China tritt ohnehin nicht die Bremse. Wir haben ja hier schon hinlänglich drüber gesprochen. Die Strategen von Panmure Liberum erwarten sogar noch eine Jahresendrally, weil viele Anleger die Rücksetzer zum Einstieg nutzen dürfen. Sie selbst würden diese Erholung allerdings zum Verkauf nutzen, denn 2027 dürfte dem KI Sektor Ihrer Einschätzung ordentlich die Puste ausgehen. [00:08:03] S1: Immerhin ein US Unternehmen notierte gestern deutlich im Plus AppLovin. Das Unternehmen verkauft Werbung in Handyapps, vor allen Dingen in Spielen und lässt eine KI entscheiden, welche Nutzer welche Anzeige zu sehen bekommt. Bis Mittwoch hatte die Aktie seit Jahresbeginn rund 60 Prozent verloren und war mit dann der schlechteste Wert im gesamten S und P 500. Gestern ist sie aber mitten im Ausverkauf knapp 30 Prozent nach oben geschossen. [00:08:31] S2: Ausgelöst haben das die Zahlen vom Mittwochabend. Der Umsatz stieg im dritten Quartal 55 Prozent auf fast 2200000000 Dollar und damit wuchs AppLovin mehr als doppelt so schnell wie die großen Werbeplattformen der Branche. Auch beim Gewinn je Aktie und beim Ausblick aufs 4. Quartal lag AppLovin klar über den Erwartungen. [00:08:48] S1: Bemerkenswert ist, woher das Wachstum kommt. Die Zahl der vermittelten App Installationen stieg rund 2 Prozent, der Erlös pro Installation aber 55 Prozent. Werbekunden zahlen also deutlich mehr für jeden neuen Nutzer, weil die KI offenbar die richtigen findet.
00:08:48 · Daniel Eckert, Lea Oetjen
[00:08:48] S1: Bemerkenswert ist, woher das Wachstum kommt. Die Zahl der vermittelten App Installationen stieg rund 2 Prozent, der Erlös pro Installation aber 55 Prozent. Werbekunden zahlen also deutlich mehr für jeden neuen Nutzer, weil die KI offenbar die richtigen findet. [00:09:06] S2: Ja und von jedem Dollar Umsatz bleiben 84 Cent als bereinigter operative Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen und eigene Rechenzentren muss AppLovin dafür gar nicht bauen. [00:09:17] S1: Unser deutscher Aktienindex hat gestern, bevor es dann abwärts ging, noch schnell einen Rekord markiert. Im Tagesverlauf kletterte der DAX bis auf knapp 26693 Punkte und damit über seine alte Bestmarke von August. Und dann drehte ja wie gesagt die Stimmung und am Ende schloss der DAX dann 0.4 Prozent tiefer bei 26325 Sailern. Der MDAX verlor 0.9 Prozent. Als der DAX halb 6 schloss, hatte die Wall Street ja noch viereinhalb Stunden vor sich und die Verluste dort haben dann ja sich bis zum Abend leider weiter vertieft. [00:09:56] S2: Ja, nach unten gezogen haben den DAX neben den KI Werten aber vor allem die Aktien von Rheinmetall. Der Rüstungskonzern hatte auch nach Börsenschluss am Mittwochabend schon wieder seine Prognose gesenkt und die Aktie brach daraufhin zweistellig ein. Rheinmetall Aktionäre mussten gestern also gleich doppelt tapfer sein, aber auch dazu später mehr und zwar in der Triple A-Idee. Und jetzt machst Du erst mal die Termine, lieber Eckert, oder?
00:09:56 · Lea Oetjen, Daniel Eckert
[00:09:56] S2: Ja, nach unten gezogen haben den DAX neben den KI Werten aber vor allem die Aktien von Rheinmetall. Der Rüstungskonzern hatte auch nach Börsenschluss am Mittwochabend schon wieder seine Prognose gesenkt und die Aktie brach daraufhin zweistellig ein. Rheinmetall Aktionäre mussten gestern also gleich doppelt tapfer sein, aber auch dazu später mehr und zwar in der Triple A-Idee. Und jetzt machst Du erst mal die Termine, lieber Eckert, oder? [00:10:18] S1: Ja, ich fang mal mit an, denn heute steht ein wirklich wichtiges Konjunkturdatum in den USA an. Da kommen die Nonfarm Payrolls für Oktober und dieser monatliche Arbeitsmarktbericht, der ist einfach ein wichtiger Indikator für die Zinsentwicklung und die Geldpolitik der Amerikaner. Die Konsenserwartung liegt dabei 59000 bis 65000 neue Jobs nach 29000 in der Vorperiode. Und es gibt noch ein zweites Datum, nämlich von der University of Michigan das Verbrauchervertrauen für November. Ja, und bei uns in Deutschland, da wird am Morgen schon die Produktion im produzierenden Gewerbe, also in der Industrie bekannt gegeben. Das sind die Daten für September, die beäugen wir ja auch immer kritisch und aus der Eurozone, da kommt der Einzelhandelsumsatz für September.
00:10:18 · Daniel Eckert, Lea Oetjen, S0
[00:10:18] S1: Ja, ich fang mal mit an, denn heute steht ein wirklich wichtiges Konjunkturdatum in den USA an. Da kommen die Nonfarm Payrolls für Oktober und dieser monatliche Arbeitsmarktbericht, der ist einfach ein wichtiger Indikator für die Zinsentwicklung und die Geldpolitik der Amerikaner. Die Konsenserwartung liegt dabei 59000 bis 65000 neue Jobs nach 29000 in der Vorperiode. Und es gibt noch ein zweites Datum, nämlich von der University of Michigan das Verbrauchervertrauen für November. Ja, und bei uns in Deutschland, da wird am Morgen schon die Produktion im produzierenden Gewerbe, also in der Industrie bekannt gegeben. Das sind die Daten für September, die beäugen wir ja auch immer kritisch und aus der Eurozone, da kommt der Einzelhandelsumsatz für September. [00:11:08] S2: Ja, dann gibt es auch noch ein paar Unternehmenszahlen. Es ist aber vergleichsweise zumindest ein relativ ruhiger Tag, Aber trotzdem sind ein paar spannende Namen dabei, unter anderem aus Europa, Krones, Daimler, Truck, International, Consoleated Air Group, Airlines Group, so ist richtig. Airbus, AMD EOS IT, Qiagen und aus den USA beziehungsweise auch aus Kanada kommen Moderna, Humana und NBridge und außerdem noch Vistra, Oklo, Charter Communication und Under Armour. [00:11:35] S1: Ja und dann heißt es für uns alle, hoch die Hände, Wochenende. [00:11:42] S0: Das Thema des Tages.
00:11:42 · S0, Daniel Eckert, Lea Oetjen
[00:11:42] S0: Das Thema des Tages. [00:11:44] S1: Ach Lea, was für ein Stimmungswechsel. Am Mittwoch feierten die Anleger noch das Ergebnis der Zwischenwahl. Am Donnerstag, da fällt dann der Nasdaq einhundert Index, also der Index der großen Techwerte mehr als 6 Prozent und auch der breite Nasdaq Markt, also dieser gesamte Tech Komplex, der ging mehr als 6 Prozent nach unten, zumindest zeitweise. Und der Chip Index, hatten wir schon erwähnt, der verlor sogar zweistellig. Und da steht jetzt die Frage im Raum, ist das der Moment, in dem die große KI Blase platzt? [00:12:20] S2: Ja, das ist eine wirklich gute Frage. Ich glaub, die stellen wir uns gerade alle. Ich muss ja sagen, ich wäre mit dem Wort Blase ein bisschen vorsichtig, aber wir erleben gerade auf jeden Fall eine ziemlich brutale Neubewertung dessen, was die Börse in den vergangenen Jahren am meisten geliebt hat. Chips, Cloud, Rechenzentren, KI Infrastruktur und und und. Der NESTAG einhundert ist inzwischen mehr als 10 Prozent von seinem Rekord entfernt und damit sind wir jetzt auch noch einmal betont offiziell in 1 Korrektur.
00:12:20 · Lea Oetjen, Daniel Eckert
[00:12:20] S2: Ja, das ist eine wirklich gute Frage. Ich glaub, die stellen wir uns gerade alle. Ich muss ja sagen, ich wäre mit dem Wort Blase ein bisschen vorsichtig, aber wir erleben gerade auf jeden Fall eine ziemlich brutale Neubewertung dessen, was die Börse in den vergangenen Jahren am meisten geliebt hat. Chips, Cloud, Rechenzentren, KI Infrastruktur und und und. Der NESTAG einhundert ist inzwischen mehr als 10 Prozent von seinem Rekord entfernt und damit sind wir jetzt auch noch einmal betont offiziell in 1 Korrektur. [00:12:47] S1: Ja und bemerkenswert ist, wie schnell die ganze Sache gedreht hat. Ich kann da eine lustige Geschichte erzählen. Ich hab mich gestern mal am Nachmittag für 2 Stunden zurückgezogen, weil ich als Finanzexperte zum Thema Dividenden interviewt wurde und nach diesen 2 Stunden, da hatte ich übrigens vorher noch über das Allzeithoch beim DAX getwittert, da kam ich also zurück an meinen Bildschirm und blickte da auf das Display und seh plötzlich die Tech Werte, zweistellig im Minus und ich dachte zuerst, das sind Wochen- oder Monatswerte und das stimmt alles gar nicht. [00:13:17] S2: Ja, und dann hast Du mir geschrieben, Lea, wer hat den Markt kaputt gemacht? [00:13:20] S1: Genau, so war's. Und