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00:21:06 · Lea Oetjen, Daniel Eckert
[00:21:06] S2: Am meisten schmerzt da der Cashflow tatsächlich. Rheinmetall wollte eigentlich mehr als 40 Prozent des operativen Ergebnisses in echtes Geld verwandeln. Ja, dieses Ziel ist gestrichen. Versprochen wird nur noch ein positive operativer Cashflow, also Geld, das nach laufenden Investitionen dann tatsächlich in der Kasse bleibt. Aber wie hoch das ist, keine Ahnung, sehen wir dann. [00:21:26] S1: Ja, nach 9 Monaten steht dort ein Minus von knapp 1700000000 Euro. Rheinmetall verweist auf volle Lager für das geplante Wachstum. Doch selbst im dritten Quartal lag der Wert noch bei minus 82000000, obwohl Analysten mit einem Plus gerechnet hatten. [00:21:44] S2: Ja, Schuld daran sind vor allem Verzögerungen. Die Genehmigung für Arminius, das ist ein milliardenschweren Auftrag für den Transportpanzer Boxer, erwartet das Management erst im ersten Quartal 2027. Artilleriemunition nehmen die Kunden später ab, weil strenger getestet wird und auch das Raketengeschäft mit den niederländischen Partnern des Tinos läuft langsamer als eigentlich geplant. [00:22:04] S1: Ja, und das wiegt schwer. Laut Jefferies sollen von den rund 50000000000 Euro Umsatz, die Rheinmetall für 2030 anpeilt, etwa 5000000000 aus Raketenstamm.
00:22:04 · Daniel Eckert, Lea Oetjen
[00:22:04] S1: Ja, und das wiegt schwer. Laut Jefferies sollen von den rund 50000000000 Euro Umsatz, die Rheinmetall für 2030 anpeilt, etwa 5000000000 aus Raketenstamm. [00:22:15] S2: Ja, so. Eigentlich sehen die Geschäftszahlen aber gar nicht so unbedingt nach Krise aus. In den ersten Monaten stieg der Umsatz 38 Prozent auf knapp 8400000000 Euro, das operative Ergebnis sogar 68 Prozent auf gut 1300000000. Im Auftragsbuch stehen inklusive erwartete Abrufe aus Rahmenverträgen 78000000000 Euro, knapp das Sechsfache dessen, was Rheinmetall in diesem Jahr umsetzen will. [00:22:38] S1: Die Analysten zweifeln deshalb vor allem daran, wie pünktlich Rheinmetall aus dieser Nachfrage Umsatz und Cash macht. Bernstein spricht von einem Verlust an Glaubwürdigkeit, Morgan Stanley von 1 klar negativen Entwicklung, weil der Konzern so stark an Auftragsterminen und wenigen Großaufträgen hängt. [00:22:59] S2: Verkaufen will trotzdem keiner der beiden. Bernstein bleibt bei Outperformen mit' Kursziel von 1200 Euro und Morgan Stanley bei Over Wait mit 1750 Euro. Jefferies rät mit Kursziel 1350 Euro ebenfalls zum Kauf und rechnet vor, dass Rheinmetall schon vor dem Absturz nur noch mit einem etwa dem sechsfachen des für 2030 erwarteten Gewinns bewertet war.
00:22:59 · Lea Oetjen, Daniel Eckert
[00:22:59] S2: Verkaufen will trotzdem keiner der beiden. Bernstein bleibt bei Outperformen mit' Kursziel von 1200 Euro und Morgan Stanley bei Over Wait mit 1750 Euro. Jefferies rät mit Kursziel 1350 Euro ebenfalls zum Kauf und rechnet vor, dass Rheinmetall schon vor dem Absturz nur noch mit einem etwa dem sechsfachen des für 2030 erwarteten Gewinns bewertet war. [00:23:20] S1: Im Bloomberg Konsens kommen 26 Analysten im Schnitt auf gut 1520 Euro Kursziel. Vom aktuellen Kurs bei rund 850 Euro wären das etwa 78 Prozent Potenzial und eine Verkaufsempfehlung findet sich darunter nicht eine einzige. Diese 78 Prozent, die würde ich allerdings mit etwas Vorsicht genießen. Jefferies selbst hatte sein Kursziel im August 2025 zeitweise auf 2250 Euro angehoben. Heute sind es dann aber nur noch 1350. [00:23:56] S2: Ja, die Analysten haben ihre Erwartungen also schon mal kräftig zurückgeschraubt und Bernstein warnt, dass dieser Kreislauf sinkender Gewinnschätzungen jetzt erst mal durchbrochen werden muss. Bei den Zahlen für 2030 liegt das Haus rund 20 Prozent unter dem Konsens Dazu kommt noch, dass Rheinmetall gleichzeitig Fabriken baut, Werften kauft und neue Geschäftsfelder erschließt. Also je größer der Konzern wird, desto mehr kann auch bei der Umsetzung am Ende schiefgehen. Logisch.
00:23:56 · Lea Oetjen, Daniel Eckert
[00:23:56] S2: Ja, die Analysten haben ihre Erwartungen also schon mal kräftig zurückgeschraubt und Bernstein warnt, dass dieser Kreislauf sinkender Gewinnschätzungen jetzt erst mal durchbrochen werden muss. Bei den Zahlen für 2030 liegt das Haus rund 20 Prozent unter dem Konsens Dazu kommt noch, dass Rheinmetall gleichzeitig Fabriken baut, Werften kauft und neue Geschäftsfelder erschließt. Also je größer der Konzern wird, desto mehr kann auch bei der Umsetzung am Ende schiefgehen. Logisch. [00:24:19] S1: Dass Europa aufrüstet, das steckt längst im Kurs. Wer jetzt einsteigt, der wette darauf, dass Rheinmetall seine Auftragsbücher pünktlich abarbeitet, die neuen Werke auslastet und die versprochenen Margen liefert. Die nächsten Prüfsteine stehen fest. Beim Kapitalmarkttag Ende November muss Armin Papperger erklären, wie realistisch die 50000000000 Umsatz für 2030 noch sind. Zum Jahresende soll der Free Cashflow positiv sein und im ersten Quartal soll Arminius kommen. [00:24:51] S2: Bis dahin behandelt die Börse Rheinmetall erst mal wie ein Konzern auf Bewährung und Papperger kann die Probezeit nur mit 1 einzigen Sache verkürzen, Lieferungen, die auch zum versprochenen Termin kommen.
00:24:51 · Lea Oetjen, Daniel Eckert
[00:24:51] S2: Bis dahin behandelt die Börse Rheinmetall erst mal wie ein Konzern auf Bewährung und Papperger kann die Probezeit nur mit 1 einzigen Sache verkürzen, Lieferungen, die auch zum versprochenen Termin kommen. [00:25:01] S1: Das war alles auf Aktien. Wir freuen uns immer über Feedback, deshalb schickt uns eine Mail an Triple Aid Welt d e oder hinterlasst uns eine Bewertung. In der Samstagsfolge haben Holger und Nando einen ganz besonderen Experten zu Gast. Er ist Mathematiker, ein überaus erfolgreicher Portfoliomanager und er ist genau das, was man in wilden Börsenzeiten wie diesen braucht, ein sachlicher Analytiker. [00:25:26] S2: Der Gast erklärt ganz genau, was da gerade in Sachen KI Hype passiert und vor allem auch, warum es passiert. Und als wäre all das nicht schon Grund genug, die Folge zu hören, hat unser Gast auch noch eine Faktorenstrategie für Kleinanleger mitgebracht und als Bonbon sogar noch eine unterschätzte Aktie angepreist, die auch der Deffner so sehr mag. Ja, und damit ihr diese Folge nicht verpasst, kann es nur heißen, abonniert uns, sprecht über uns und empfehlt uns euren Freunden. [00:25:54] S1: Ihr hört uns dann morgen wieder ab 5 Uhr bei WELT und überall, wo es Podcasts gibt.