00:03:37 · Dr. Claudio Consul, Jan Thomas
[00:03:37] S2: Nee, das nicht, das nicht. Und ja, jetzt hat's einfach gepasst für uns. [00:03:42] S1: Und jetzt muss man ein bisschen erzählen, was ihr macht, ne? Da können wir vielleicht auch ein bisschen, ich habe ja gesagt, einmal Blick nach hinten, Blick nach vorne. So der Blick zurück. Du hast alleine gestartet, ne? Das ist fast ungewöhnlich, oder? [00:03:52] S2: Absolut, ja. Ich bin Solo Founder, vor mittlerweile gut 2 Jahren gestartet und hab dann in den ersten 6, 7 Monaten 2 Dinge gemacht. Einmal das Team gebaut, für mich der absolut wichtigste und größte Meilenstein im ersten Jahr. Und dann parallel ein MVP, unter Beweis zu stellen, kommen wir natürlich dann gleich gern noch dadrauf zu sprechen, was wir genau machen, dass das, was ich, was wir vorhaben in der Tat mit LLMs deutlich einfacher und überhaupt geht. Denn da war die Hypothese, dass wir Prozessschritte automatisieren können, die mit älteren Softwaresystemen unmöglich waren zu automatisieren. Bin in der Tat alleine gestartet, ja. [00:04:30] S1: Ist ja für VCs oder Investoren immer ein tolles Signal, wenn jemand so quasi mit so Unique Insights kommt, ne? Wenn man quasi also ein Problem, das man selbst identifiziert hat, beim vorherigen Arbeitgeber dann zu' Unternehmen macht. Wie erkennt man denn, dass der Markt groß ist?
00:04:43 · Dr. Claudio Consul
[00:04:43] S2: Also da gibt's für mich verschiedene Komponenten. Das war bei mir ja so, Jan, ich durfte davor 4 Jahre für die digitale Spedition hier in Berlin sennder tätig sein, sprich ein, wo ich zum Schluss die digitale Produktentwicklung verantworten durfte. Und dort hatten wir genau das Problem, das wir heute für unsere Kunden adressieren. Also Du hast absolut recht, dass ich dort einen gewissen Insider hatte und ja eine gewisse Conviction über mehrere Jahre aufbauen konnte, dass das Problem A komplex ist und B groß genug erst mal im Kosmos 1 Kunden, dass es sich lohnt, hier Software beziehungsweise eine Lösung zu bauen. Dann kommt für mich hinzu, wie groß ist der Markt an sich? Sprich, wenn ich mir den Road Track Markt anschaue und dort in Europa ja 450000000 Euro im Markt steht, dann hat das natürlich eine gewisse Größenordnung. Aber die große Frage, die auch da am Messiös interessiert ist, wo soll die Reise hingehen? Welche Rolle spielt die Vision? Und da geht es bei uns ja die sogenannten Finanzprozesse, sprich die Financial Workflows. Und da bin ich eben der tiefen Überzeugung, dass unser unser Wedge, unser Startpunkt, sprich die automatisierte Verarbeitung von Frachtdokumenten hier ein ganz, ganz spannendes Eintrittstor ist. Und dann schlussendlich ein großen Einfluss darauf zu haben, How Money Moves Across Supply Chain, sprich wie die Gelder über die über die unterschiedlichen Stakeholder participants der Frachtindustrie fließen. Und da, ich glaub, wenn man da 1 zu 1 zusammenzählt, 450000000 Euro Markt plus plus Gelder bewegen, dann ist relativ klar, dass wenn unsere Hypothese aufgeht, dass ein 1 sehr, sehr große Generation Company werden kann.
00:06:23 · Jan Thomas
[00:06:23] S1: Ja, drücke ich erst mal die Daumen, Ich hab ja mit Robin Haag gerade von Robin Kapitän gesprochen, der hat gesagt, gerade also machen wahrscheinlich ja viele, wie Sie's, ne. Ich hab's jetzt nur grade so präsent. Sagt er, er sucht grade nur Unternehmen, die halt irgendwie es schaffen, wirklich son Defenceability aufzubauen. Wie kriegt man das in sonen Bereich hin? Weil jetzt hatte ich immer gesagt, Dokumente und dann irgendwie zu digitalisieren, zu verstehen, mit KI auszulesen und und zu verarbeiten. Das ist ja wahrscheinlich eine Sache, die könnte ich mir fast vorstellen, irgendwie auch so, ja, was fast so so irgendwie son son Standard werden könnte, ne, mit mit so den gängigen Tools. Wie könnt ihr euch da positionieren und irgendwie absichern?
00:06:56 · Dr. Claudio Consul, Jan Thomas
[00:06:56] S2: Ja, also beim Thema Defenceability gibt's für mich mehrere Komponenten. Also im ersten Schritt die hochperformante Technologie zu bauen in dem Bereich, in dem wir unterwegs sind, ist eben nicht ganz trivial. Also es ist nicht so, dass die Dokumente heute einfach in ChatGPT oder Claude reinschmeißen kannst und die mit 1 solch hohen Trefferquote zurückkommen, dass Du darauf deine Finanzentscheidung basieren möchtest. Sprich, da liegt's a an der Komplexität und wie uns standardisiert die Frachtdokumente sind, ist Punkt 1. B die Relevanz, Rechnung freizugeben, Rechnung zu erstellen, hat eine extremst niedrige Toleranzquote. Dann, was grundsätzlich für die Frachtindustrie spricht, die hohe Anzahl an Ausnahmefällen, Edge Cases, wie gehst Du damit Und da kommt uns eben die tiefe Expertise sowohl auf der Technologieseite als auch in Bezug auf die Industrie zugute, sprich, dass wir 80 Prozent des Teams ja seit vielen, vielen Jahren in der Frachtindustrie arbeiten zugute. Das ist für mich [00:07:59] S1: in
00:07:59 · Jan Thomas, Dr. Claudio Consul
[00:07:59] S1: in [00:07:59] S2: Anführungsstrichen der Startpunkt. Dann das Thema Execution, wie das Team dann performt, go to market, Customer Success. Da, wie ich auch gerade als Gründer von einem Early State Ventures eben lerne, gibt es hier viele Entscheidungen zu fällen, sicherlich viele Fehler, die man machen kann, wie man daraus lernt. Daraus kann ich meines Erachtens eine Defenceability ableiten lassen. Und dann, was macht man daraus? Und wir sind eben nicht ein Startup, was in Anführungsstrichen einfach KI für Logistikunternehmen baut, sondern wir haben glasklaren Fokus auf den Straßengüterverkehr, sprich Roadtraid, auf die Financial Workflows und wollen auf Basis der von uns validierten freigegebenen Frachtdokumente dann die Finanzprozesse automatisieren. Und darüber erarbeiten wir uns dann Vorteile hinsichtlich Underwriting Risk Management, die uns mittel- bis langfristig eine hohe Defenceability geben werden. [00:08:52] S1: Hol mich doch mal ab. Was ist denn aus deiner Sicht so das Faszinierendste an dem ganzen Thema Lieferketten und Logistik für jemanden, der da nicht so tief drin ist?
00:08:52 · Jan Thomas, Dr. Claudio Consul
[00:08:52] S1: Hol mich doch mal ab. Was ist denn aus deiner Sicht so das Faszinierendste an dem ganzen Thema Lieferketten und Logistik für jemanden, der da nicht so tief drin ist? [00:08:58] S2: Also ich habe sehr lange darüber nachgedacht, als ich bei sennder dann raus bin, in welchem Bereich ich bauen möchte. Und da war unabhängig davon, dass ich eine klare Vision für ein Frade Logistik Startup hatte, klar, dass ich in der Industrie bleiben möchte, weil sie einerseits sehr, sehr groß ist, b, weil sie heute noch sehr ineffizient und viele Prozesse manuell sind, obwohl die Industrie in den letzten 2, 3 Jahrzehnten schon große Fortschritte hinsichtlich der Digitalisierung gemacht hat, aber eben an vielen Stellen nicht die Effizienzen heben konnte, die man sich gewünscht hat. Und dann der 3. Punkt, der ist für mich ganz wichtig und die eigentliche Antwort auf deine Frage, dass Lieferketten, Logistik, Transportlogistik von enormer Bedeutung für unsere Wirtschaft sind. Wenn ich es dann groß hänge, hängt zumindest ein Stück weit auch die Gesundheit unserer Demokratie und unseres Wohlstands von funktionierenden Lieferketten ab. Wenn ich hier auf Corona, auf die Coronazeit schaue, wo es Destruktionen gab in Bezug auf die Lieferketten, wenn ich mir vor Augen führe, Frachtführermangel, ja, wenn's keine Trucker et cetera mehr gibt. [00:10:11] S1: Ja, jetzt gerade Straße von Hormus und so was, ne. Da hast ja also Genau.