00:08:40 · Ola Källenius
[00:08:40] S1: Okay. Ich kann mich genau daran erinnern, Toto ist erster Pitch. Und die Herren im Vorstand, Dieter, Wolfgang, Bodo und so weiter. Das war ja ein 1 bewusstes Headhunting. Wir kannten Toto und wir kannten ihn noch nicht gut. Wir kannten uns und haben gesagt, wir brauchen nicht nur einen Motorsportchef, der für sportlichen Erfolg sorgt. Wir wollen einen Unternehmer. So dieses Thema Skin in the Game war ein ganz, ganz wichtiger Punkt. Nicht jeder ist ja bereit, das zu tun. Aber ein richtiger Unternehmer ist bereit, das zu tun. Und ich weiß, der Toto hat dann gepitcht an den Vorstand. Neben Pläne, wie man sportlichen Erfolg herbeiführt, wir hatten ja relativ neulich dann das alte Honda Team gekauft und war ja in der zweiten, dritten Saison vielleicht von einem kompletten eigenen Engagement, also raus aus die McLaren Partnerschaft rein in wirklich, das war all in, eigenes Team. Und als Toto dann das präsentiert, dann sitzen ja dann auf unserer Seite Leute und denken, wir wollen Rennen gewinnen. Und am liebsten willst Du, ja, das ist ja der Traum 1 jeden Racers, ist die Weltmeisterschaft zu gewinnen. Wir wollen gewinnen, ja? So, wir hören nur zu, was ist das, was machen wir jetzt? Was müssen wir an den Strukturen ändern? Und Toto sitzt und sagt, ihr denkt falsch über dieses Venture. Eigentlich sitzt ihr auf ein Sports Franchise wie Dallas Cowboys. Es ist natürlich Sport. Es ist die höchste Form von Motorsport und wir demonstrieren da Technical Exzellenz und Leidenschaft und alles, aber ist auch ein Business. Und ich hab's ja Kostenstelle genannt, euphemistisch. Ja, es ist eine Kostenstelle, aber Du hast ein weltweit unglaubliches Publikum und Du hast dort technische Erkenntnisse. So, er macht seinen Pitch. Ihr habt eigentlich da was Cowboys. Wir sitzen auf unserer Seite, denken nur, wir gewinnen und sagen, ja ja, ja ja, ja das ist okay. Wenn er
00:10:42 · Toto Wolff, Ola Källenius, Philipp Westermeyer
[00:10:42] S2: das denkt, ist ja okay. [00:10:44] S1: Ja, lass ihn diesen Traum haben. Wenig wussten wir, dass das viel mehr als ein Traum war. Das war ein Plan. Und der Plan geht auf. [00:10:53] S0: Was was hat denn damals sone Kostenstelle eigentlich dann so im Jahr weggeschluckt? [00:10:57] S1: Also wir haben das ja nie publik gemacht. Aber dass es einen vernünftigen dreistelligen Millionenbetrag kostet, in der Formel 1 aktiv zu sein, das denke ich, ist ein öffentliches Geheimnis und das war früher auch so. Und interessanterweise, wenn ich jetzt zurückdenke, meine 1. Saison, als ich da bei HPP war, das war volle Saison war 2005, das war wahrscheinlich der all time high, den wir ausgegeben haben netto seitens Mercedes. Und heute MDP, das ist ja Public Record, macht ja fast 200000000 Euro Gewinn. Das ist ja unglaublich. Das muss man erst mal schaffen. Klar, wir haben immer noch die Powertrain Aktivität, da bleiben gewisse Kosten hängen. Aber in Summe ist das ein verschwindend kleiner Betrag und der Wert des Teams, wenn es bei 100 anfing, ja Toto, wo [00:11:53] S2: stehen wir jetzt? Wahrscheinlich im letzten Jahr hat sich's natürlich unheimlich beschleunigt, wahrscheinlich 8 oder 9000000000 Dollar. [00:12:00] S0: Was ja schon absoluter Wahnsinn ist. Man muss sich mal klarmachen, ich glaube, aktuelles Marketcap von euch, Mercedes Benz ist hier gut 36000000000 oder sowas, ist glaube ich so, das heißt, ihr seid jetzt fast 9 Viertel von Mercedes, also im im Firmenwert oder im Marketcap. Also das ist ja eigentlich ungeheuerlich.
00:12:00 · Philipp Westermeyer, Toto Wolff, Ola Källenius
[00:12:00] S0: Was ja schon absoluter Wahnsinn ist. Man muss sich mal klarmachen, ich glaube, aktuelles Marketcap von euch, Mercedes Benz ist hier gut 36000000000 oder sowas, ist glaube ich so, das heißt, ihr seid jetzt fast 9 Viertel von Mercedes, also im im Firmenwert oder im Marketcap. Also das ist ja eigentlich ungeheuerlich. [00:12:16] S2: Ich hoff, dass die ich hoff, dass der Konzern sich wieder dorthin entwickelt, wo er eigentlich [00:12:20] S0: hin will. [00:12:20] S1: Und da das ist eindeutig das Ziel. Man kann über irrational World natürlich reden und so weiter und so fort. Aber hier ist ein profitables Venture. Dieses Unternehmen produziert positive Cashflows. Das ist ja die Grundlage überhaupt für eine für eine Bewertung. Und das gab's früher nicht. Also muss ich sagen, dass was Toto und sein kommerzielles Team natürlich auch die sportlichen Erfolge hilft. Ja. Ja? Dass Mercedes eine Weltmarkt ist, hilft. Aber er hat mit seiner Leistung, mit seinem kommerziellen Team eigentlich die Äquation Formel 1 komplett geändert. Das ist nicht Richmans Folly, dass Du ein Milliardär hast, ein Hobby haben möchtest und dann gibt Du ein bisschen Geld aus. Das ist Real Business, das ist Big Business und das funktioniert. Und was man jetzt merkt, es ist ja ein knappes Gut. 11 Teams und es scheint auf jeden Fall mehr Leute zu geben, die da rein wollen, als da momentan drin sind und das treibt dann die Evaluation Ja. [00:13:22] S0: Ist es denn so, dass ihr erkennen könnt, jetzt auf Konzernebene, wenn das gut läuft, ganz trivial, verkauft ihr mehr Autos?
00:13:22 · Philipp Westermeyer, Ola Källenius
[00:13:22] S0: Ist es denn so, dass ihr erkennen könnt, jetzt auf Konzernebene, wenn das gut läuft, ganz trivial, verkauft ihr mehr Autos? [00:13:28] S1: Es gibt einen alten Satz,. Also diese 1 zu 1 Kausalität, das kannst Du nicht wissenschaftlich beweisen. Der Punkt ist, Racing ist 1 der Kern DNA Bestandteile von Mercedes-Benz. Also wir müssen im Racing sein und es ist mit Abstand das wichtigste Marketing, ich sag mal Marketingbühne für unsere Marke weltweit. Und ich meine weltweit, wo du überall bist im Ja,
00:14:02 · Toto Wolff
[00:14:02] S2: die Zahlen sind wirklich gut. 2 Dinge möchte ich sagen. Zum Ersten, das war ja an und für sich diese Möglichkeit, die mir geboten worden ist, eine unübliche Struktur für einen deutschen Automobilkonzern. Jemanden von außen in ein quasi Joint Venture, in eine Partnerschaft hineinzulassen, ist eine ist war damals eigentlich so nicht auf dem Menüplan für Großkonzerne. Aber da ihr alle gemeinsam habt gesagt, man muss das Formel 1 Geschäft vielleicht ein bisschen anders betreiben. Man muss einen unternehmerischen, einen unternehmerischen Ansatz haben, schnell entscheiden, empowern und vielleicht nicht durch Gremienentscheide gehen. Gerade in einem Konzern, bei so einem Geschäft, wo man Samstag und Sonntag Entscheidungen treffen muss, wo es die wirklich Konsequenzen haben können, was die Repetation und Public Perception der Marke hat. Und das war schon etwas, was mutig war, meiner Meinung nach. Und zum Zweiten die Bühne ist, wie ich zum ersten Mal dem CMO damals zugehört habe, gab es eine Präsentation von jemandem, der Sponsorship gemacht hat, bei Mercedes. Und da stand dann unsere Sponsorship Plattformen. Und das 1. War Golf, schönes Kästchen, dann war Tennis, dann war Fashion Week oder Berlin Fashion Week und dann war DTM und Formel 1. Und ich habe ihm dann gesagt, ich finde diese Darstellung nicht ganz korrekt, weil was wir machen, ist das Automobil. Wir machen Serienautos und wir machen Rennautos. Und der 1. Mercedes war eigentlich ein Rennauto, so wie der Ola gesagt hat. Das heißt, das ist unsere Kernaktivität. Alles andere, ja, können Sponsorship Plattformen sein, wo wir vielleicht auf die Zielgruppe einzahlen und so, aber das ist unser Produkt. Das ist so authentisch und das meiner Meinung nach gibt uns gegenüber vielen anderen Autokonzernen, die die heute da sind, diesen Edge. Die einhundert Jahre oder einhundertvierzig Jahre kann uns niemand, kann uns niemand mehr absprechen. Die Rennhistorie kann uns niemand absprechen. Das ist ein Standalone Merkmal, das vielleicht außer Ferrari nur wir haben und auch diese die Emotionalität, mit der wir die Marke aufladen mit ihm Glorie und Drama über die letzten vielen Jahre.
00:16:23 · Philipp Westermeyer, Toto Wolff
[00:16:23] S0: Wenn Du so sprichst, dann sagst Du ja wir, also wir Mercedes. Das heißt, Du fühlst dich jetzt auch nicht nur dem Formel 1 Team zugehörig, sondern Du fühlst dich auch dem ganzen Konzern zugehörig. Ja, absolut. Es ist immer so, wenn [00:16:33] S2: ich für wir spreche, ich bin der Ola und die haben das ja damals clever gemacht, weil ich habe, entscheidungsfähig zu sein, habe ich gesagt, ich muss Norberts Rolle übernehmen, das ist der Motorsportchef, CEO und Team Principal des Teams, dass es da zu keinen Reibungsverlusten kommt zwischen Stuttgart und sagen wir mal der Motorsportpolitik, den Kontakt zum Vorstand und dem Formel 1 Team, weil davor ein bisschen fragmentiert, sagen wir es mal so. Und durch diese Rollenteilung auch als Motorsportchef fühle ich mich schon verantwortlich auch die anderen Mercedes Motorsport Plattformen. Und über die Jahre jetzt, ich bin jetzt 13 Jahre oder so dabei, ich bin ein Mercedes Mann. Ich bin vielleicht in 1 anderen Struktur, aber ich bin ein bin mehr als nur ein Mitgesellschafter des Formel 1 Teams, sondern ich bin ein Mercedes Mann. Das mache ich und das habe ich mich ja auch entschieden vor einigen Jahren, möchte ich weitermachen. Das ist meine Aktivität. Ich möchte nicht zu einem anderen Team, zu 1 anderen Marke und ich möchte auch nicht Venture Capital wieder machen, sondern was ich mache, ist Formel 1 mit Mercedes. [00:17:42] S0: Hast du auch schon überlegt oder vielleicht sogar gemacht, Shares zu kaufen? Also jetzt, der Preis ja günstig ist gerade an der Mutter, also an der Mercedes Benz Firma?