00:59:44 · Philipp Westermeyer, Toto Wolff
[00:59:44] S0: Was hast du, was hast du Paul gesehen? Also du hast ja an Bord geholt als als Creator Director, also sozusagen was glaube ich damals neu war in der Formel 1, so überhaupt so eine Position zu schaffen. Am Ende ist es schon wieder so ein bisschen deine Forward Thinking. Was kommt demnächst? [00:59:56] S2: Ja, der Paul hat uns, der Paul hat uns einen richtigen Edge gegeben, weil davor haben, sagen wir mal, die langweiligen PR Abteilungen in den Firmen, in den Konzernen oder auch in Brackley, die haben halt diesen gleichen Content immer gebracht. Und dann kam der Paul mit seiner, sagen wir mal, anderen Herangehensweise, wobei bei Mercedes auch viele Leute gesagt haben, so viel Paul brauchen wir nicht mehr Marke. Aber Paul hat einfach diesen Edge gebracht. Dann war es dem Paul irgendwann einmal zu langweilig. Dann ist er woanders hingegangen und jetzt ist der Paul zurückgekommen vor einem Jahr und leitet einfach diesen Bereich und bringt uns diesen Edge. Aber auch manchmal, wir besprechen das, dann kommt mal was, was was nicht so gut geht oder was ein Quatsch ist. Und dann sagen wir okay, das war jetzt Quatsch, das machen wir jetzt nicht mehr und wir haben diese Geschwindigkeit und das hat keines der anderen Teams, weil sie einfach so sehr an der Leine sind von irgendeinem Vorstand, der mit dem Thema wenig zu tun hat.
00:59:56 · Toto Wolff, Philipp Westermeyer
[00:59:56] S2: Ja, der Paul hat uns, der Paul hat uns einen richtigen Edge gegeben, weil davor haben, sagen wir mal, die langweiligen PR Abteilungen in den Firmen, in den Konzernen oder auch in Brackley, die haben halt diesen gleichen Content immer gebracht. Und dann kam der Paul mit seiner, sagen wir mal, anderen Herangehensweise, wobei bei Mercedes auch viele Leute gesagt haben, so viel Paul brauchen wir nicht mehr Marke. Aber Paul hat einfach diesen Edge gebracht. Dann war es dem Paul irgendwann einmal zu langweilig. Dann ist er woanders hingegangen und jetzt ist der Paul zurückgekommen vor einem Jahr und leitet einfach diesen Bereich und bringt uns diesen Edge. Aber auch manchmal, wir besprechen das, dann kommt mal was, was was nicht so gut geht oder was ein Quatsch ist. Und dann sagen wir okay, das war jetzt Quatsch, das machen wir jetzt nicht mehr und wir haben diese Geschwindigkeit und das hat keines der anderen Teams, weil sie einfach so sehr an der Leine sind von irgendeinem Vorstand, der mit dem Thema wenig zu tun hat. [01:00:51] S0: Wie ist denn das bei dir? Ich meine, Du guckst ja auch drauf, es gibt ja nun durchaus Automobilfiguren, die mit einem Tweet Börsenkurse bewegen können und einen Yikes und auf einmal ist irgendwie alles anders. Wie positionierst Du dich da, oder?
01:00:51 · Philipp Westermeyer, Ola Källenius
[01:00:51] S0: Wie ist denn das bei dir? Ich meine, Du guckst ja auch drauf, es gibt ja nun durchaus Automobilfiguren, die mit einem Tweet Börsenkurse bewegen können und einen Yikes und auf einmal ist irgendwie alles anders. Wie positionierst Du dich da, oder? [01:01:05] S1: Also ich denke, da gibt's jetzt ein Unterschied und vielleicht sind wir dann auch ein bisschen nüchterner. Ja. Und man darf nicht vergessen, es ist das Amt, Du bist es nicht. Ich bin ein Angestellter, ich diene dem Stern und ich werde alles machen, diesen Stern weiterzuentwickeln und gucken, dass die Firma erfolgreich in die Zukunft geführt wird. Aber es geht nicht dich, es geht Mercedes, es geht das Team. Eher im Sinne Kommunikation neben der klassischen Kommunikation, die Du in 1 unternehmensführenden Position machst, Finanzkommunikation et cetera oder ein Autolaunchen heute Abend ist ein absolutes Highlight, Würde ich auch nie einen Instagram Kanal aufmachen und schon gar nicht dann die richtige Sonnenbrille dazu nehmen. Aber ein Kanal, wir nutzen, weil wir's auch nutzen für Recruiting ist LinkedIn. Wir haben ja eine Partnerschaft mit Microsoft auch im Formel 1 Team. So bei LinkedIn nutzen wir auch als Kommunikationskanal, weil wir bewerben ja das Unternehmen. Wir bewerben das Unternehmen, wir bewerben die Produkte, wir bewerben auch die Mercedes Familie. Das funktioniert gut, aber mit Celebrity hat das überhaupt nichts zu tun.
01:02:19 · Philipp Westermeyer
[01:02:19] S0: Total nachvollziehbar, aber was da, glaub ich, ganz gut reinpasst, ist Recruiting, also Leute an euch binden, die vielleicht ähnlich denken. Und da glaub ich, ist seid ihr beide auch irgendwie ähnlich unterwegs und das ist wahrscheinlich auch an der Kern eurer Aufgabe heute ist, die richtigen Leute zu finden und die richtigen Positionen zu packen. Ich weiß, ihr habt gemeinsam, glaub ich, schon ganz früh den Kimi, also einen eurer zentralen Fahrer oder den Fahrer entdeckt und schon gewusst, okay, den wollen wir haben, also gemeinschaftlich. Und ich weiß auch, dass es glaub ich bei dir mal so war, als ihr am Peak war, alle wollten eure Leute abwerben. Und du hast dir dann Strategien überlegt, die Leute doch an Bord zu halten.
01:02:54 · Toto Wolff, Philipp Westermeyer
[01:02:54] S2: Ja, absolut. Man eben da ist es auch die langfristige Perspektive, die man die man haben muss. Ferrari hat den damals elfjährigen Kimi nicht unter Vertrag genommen, weil einfach das Thema Formel 1 viel zu weit entfernt war. Also wer nimmt schon ein Kind unter Vertrag auf Basis von ein paar Go Kart Ergebnissen? Und das haben machen wir auch heute. Also unser jüngster Fahrer ist 11 wieder, den wir unter Vertrag haben. Natürlich, man hört die sehr positiven Geschichten wie ein Kimi, aber wir haben auch in unserem Junior Programm junge, junge Fahrer, junge Leute, die dann aus dem Programm wieder auch hinaus ausscheiden, weil einfach der Erfolg dann nicht gekommen ist. Aber wir versuchen schon und das ist mit dem Ola, der das Thema ja gut versteht, haben wir da den Austausch. Wir wissen heute schon, ohne jetzt das Thema zu übertreiben, wie sieht es in 2, 3, in 5 oder in 7 Jahren aus? Was ist unsere Fahrer Struktur dann? Und ich glaube, musst du es machen. Deswegen den Kimi haben wir ganz behutsam aufgebaut. [01:03:56] S0: Oder zum ersten Mal hast du die zum ersten Mal gesehen, den Kimi?
01:03:59 · Ola Källenius
[01:03:59] S1: Also wir haben den Kimi getroffen, wo er vielleicht 16 war, so was in der Größe in Ordnung. Und ich weiß ganz genau, als der Lewis dann entschieden hat, okay, er geht neue Wege, er bleibt immer Teil der Mercedes Familie, aber er darf woanders machen in seiner Karriere. Da stand ja das Team vor der Entscheidung. Trifft man jetzt diese sehr mutige Entscheidung? Weil er war ja nicht mal 18. Er ist ja 18 dann geworden in dem Jahr. Also quasi hat keinen Führerschein gehabt. Ja, ziemlich schneller Typ auf der Rennstrecke, aber durfte der von der Rennstrecke dann nicht nach Hause fahren. Ich weiß, dass wir da intensiv darüber gesprochen, hat Toto gesagt, lass uns jetzt die mutige Entscheidung treffen, ja? Ein Achtzehnjähriger da in den Zirkus reinzuwerfen, das das ist nicht ganz ohne. Und da gab's ja auch in der ersten Saison schon Zweifler oder die gesagt haben, war das richtig und und und. Jetzt in der zweiten Saison sieht man, dass es definitiv die richtige Entscheidung war. Aber was mir aufgefallen ist mit Kimi, als ich ihn das 1. Mal getroffen habe oder ich hab mit ihm jetzt am Dienstagabend telefoniert. Jetzt ist er 20. Ich mein, 20 ist ja kein Alter. Du redest da mit einem extrem sortierten Menschen, der für sein Alter, er er strahlt was aus, was ganz wenig Menschen haben. Ich hab zum Spaß gesagt zum Stefano Dominicali, ich habe früher die Kombination zwischen der italienischen und deutschen Nationalhymne bei Formel 1 habe ich gehasst, weil eine Ikone des Motorsports ja, auch wenn er bei Mercedes angefangen hat und danach heraufgehört hat, Vorhalt für Ferrari. Das war der Michael Schumacher. Das liebe ich, die Kombination zwischen der italienischen und der deutschen Nationalmannschaft.