00:44:01 · Philipp Westermeyer
Also Wahnsinnszahlen, die ihr da generiert weltweit. Wie kam das? War's wirklich nur Netflix, kann doch nicht sein?
00:44:08 · Toto Wolff
[00:44:08] S2: Wie so oft, glaube ich, sind viele Faktoren zusammengekommen. Das eine ist, dass nachdem Bernie Ecclestone ausgeschieden ist und die Amerikaner kamen, sie das Thema Broadcasting einfach geöffnet haben. Bernie wollte überhaupt kein Social Media Content haben aus dem Fahrerlager. Er wollte nicht, dass die Fahrer aufnehmen. Er wollte nicht, dass die Teams eigenen Content kreieren, weil er den vielleicht damals richtigen Ansatz gehabt hat. Die Fernsehsender bezahlen mir viel Geld, diese Rechte zu haben und ich will nichts, was hier gratis rausgeht. Und das wurde völlig geöffnet und man sieht jetzt, wie viele Content Creator dazugekommen sind und Influencer, die das Thema Formel 1 aufnehmen. Wir haben eine unheimlich breite Streuung auch auf Social Media. Nicht nur, das Fahren betrifft, wobei man sagen muss, dass die jungen Leute unsere stärkste wachsende Zielgruppe sind ja junge Mädchen 15 bis 25 Jahre, dass diese junge Generation Hardcore Fans sind. Die stehen in der Nacht auf, ein erstes freies Training anzusehen. Die tauschen sich aus zu wirklichen Updates, die aufs Auto gekommen sind. Und dann gibt es natürlich auch den Lifestyle Aspekt der Formel 1. Sie zeigen die Freundinnen der Fahrer, die gehen dann mittlerweile wie auf einem Laufsteg hinein ins Fahrerlager. Dann sind kleine Kinder und Hündchen dabei. Und das ist natürlich viel, das kreiert extrem viel Content und das ist positiv für die Formel 1, weil es einfach so ein 360 Degree Thema ist. Dazu kam, dass die Meisterschaft ein sehr spannend war. 2021, das zu guter Letzt im letzten Rennen für uns negativ ausgegangen ist, Dieser Fight Red Bull Mercedes und für Stubmont Lewis, das hat natürlich schon die Massen begeistert. Und dieses und das Ende der Meisterschaft hat dann ein, war dann ein globales Thema. Und ich kann mich erinnern, jemand hat mir gesagt, die Dinge, die man am Weihnachtstisch nicht besprechen sollte, war Trump Brexit und Abu Dhabi 2021, weil es einfach so polarisiert hat, das Thema. Das heißt, das hat sicher dazu beigetragen, ein bisschen vorher Covid. Die Leute sind zu Hause gesessen und wir sind mit ganz dringenden Sicherheits- und Hygieneprotokollen vom Einrennen gefahren. Der 1. Live Sport und vielleicht anders war mit Fußball wie mit Fußball.
00:46:24 · Toto Wolff, Philipp Westermeyer
Es ist nicht so so krass rübergekommen, dass keine Leute im Stadion gesessen sind, weil bei uns war es, geht es das Auto oder die Autos, die miteinander fighten und nicht den Grand Stand. Das war positiv. Es hat generationsübergreifend die Leute begeistert. Es war der Großvater, die Großmutter, der gesagt hat, das habe ich schon vor 30 Jahren geschaut. Und dann kamen die Kinder oder groß oder die Enkel dazu und haben gesagt, okay, das ist ja interessant, das habe ich nie gesehen. Und diese Fangruppe ist uns, diese breite Fangruppe ist uns weiterhin treu treu geblieben. Und so glaube ich, kam 1 ins andere. Dann kam Netflix, auch zu Covid Zeiten. Die Leute haben plötzlich Einblick gehabt in die verschiedenen Charaktere. Glücklicher Zufall ist das Ferrari und Mercedes. Wir haben uns entschieden, wir machen in der ersten Serie nicht mit. Die Worte meines Ferrari Kollegen, der gesagt hat, wir sind hier, eine Formel 1 Weltmeisterschaft zu gewinnen, Mercedes und Ferrari und nicht Circ de Solay zu machen. Das hat natürlich dazu beigetragen, dass die Geschichten über den Ricciardo gekommen sind oder den Esteban Ocon und nicht in allererster Linie über den Sapp PETL oder den Lewis Hamilton. Und all das hat den Leuten einen Einblick in die Formel 1 gegeben. Und dann kam der Brad Pitt Film, der auch wieder dazu beigetragen hat. [00:47:44] S0: Wo du mit produziert hast, wo
00:47:44 · Philipp Westermeyer, Toto Wolff, Ola Källenius
[00:47:44] S0: Wo du mit produziert hast, wo [00:47:45] S2: du mit Co Producer bist. Ja, also ich hatte keinen finanziellen Benefit. Die Geschichte war so, dass sie mich gefragt haben, ob ich quasi Co Producer sein will. Da habe ich gesagt okay, was was ist der Benefit dafür? Dann habe ich gesagt, weil nothing. Aber am Ende, wenn der Abspann kommt, stehst du auch als Co Producer. Und das ist wirklich, das ist wirklich ehrenvoll, hab ich gesagt, okay, dann sei es, wie es sei. Aber nein, Lewis hat einen Benefit gehabt, der war tatsächlich da mit Skin in the Game im Film dabei. [00:48:12] S1: Aber Du hast auch die Partnerschaft zum Beispiel mit Adidas erwähnt. Wenn ich jetzt vergleiche Partnership Management vielleicht vor 20 Jahren. Da hattest Du, klar, Du hattest immer irgendwo ein Fuel and Libercons Partner, also ein großer Ölkonzern ist dabei. Manche haben vielleicht eine Zigarettenmarke und da kamen auch die ersten Techkonzerne rein, aber eher über die Technologie, die man direkt gebraucht hat für das Team. Wenn ich schaue, wie das damals war und wie es heute ist, das ist eine ganz andere Welt. Das ist ja auch Teil des kommerziellen Erfolgs. Das ist ja viel, viel, viel breiter geworden. Von Lifestyle Marken bis zu absolute Tech Marken. Nehmen wir Adidas als ein Beispiel. Da hast Du 2 ikonische deutsche Marken, Mercedes und Adidas. Wir verstärken uns ja gegenseitig. Björn Gulden und das Adidas Team, die sind ja nicht nur gut drauf, die sind unglaublich innovativ. So, hier machen wir Aktivitäten zusammen, dass wir deren Kanäle nutzen und unsere.
00:48:12 · Ola Källenius, Philipp Westermeyer, Toto Wolff
[00:48:12] S1: Aber Du hast auch die Partnerschaft zum Beispiel mit Adidas erwähnt. Wenn ich jetzt vergleiche Partnership Management vielleicht vor 20 Jahren. Da hattest Du, klar, Du hattest immer irgendwo ein Fuel and Libercons Partner, also ein großer Ölkonzern ist dabei. Manche haben vielleicht eine Zigarettenmarke und da kamen auch die ersten Techkonzerne rein, aber eher über die Technologie, die man direkt gebraucht hat für das Team. Wenn ich schaue, wie das damals war und wie es heute ist, das ist eine ganz andere Welt. Das ist ja auch Teil des kommerziellen Erfolgs. Das ist ja viel, viel, viel breiter geworden. Von Lifestyle Marken bis zu absolute Tech Marken. Nehmen wir Adidas als ein Beispiel. Da hast Du 2 ikonische deutsche Marken, Mercedes und Adidas. Wir verstärken uns ja gegenseitig. Björn Gulden und das Adidas Team, die sind ja nicht nur gut drauf, die sind unglaublich innovativ. So, hier machen wir Aktivitäten zusammen, dass wir deren Kanäle nutzen und unsere. [00:49:15] S0: Aber Adidas bezahlt. [00:49:17] S1: Adidas ist ja, die sind ein Teampartner, aber die haben ja auch ein riesen Benefit da. Absolut. Hab ich recht. Die einfach [00:49:24] S2: bezahlt. Und die verdienen mehr mit uns als diesen bezahlt haben. [00:49:27] S1: Ja und natürlich auch als wenn du Sportkleidung machst und Lifestylekleidung machst. Du hast ja das Thema da Real Madrid erwähnt. Na klar, zahlst ein Sponsorship, aber dann verkaufst du ja Ware. Also ist das ein 1 ökonomisches Kalkül, was sicherlich aufgeht.
00:49:27 · Ola Källenius, Philipp Westermeyer, Toto Wolff
[00:49:27] S1: Ja und natürlich auch als wenn du Sportkleidung machst und Lifestylekleidung machst. Du hast ja das Thema da Real Madrid erwähnt. Na klar, zahlst ein Sponsorship, aber dann verkaufst du ja Ware. Also ist das ein 1 ökonomisches Kalkül, was sicherlich aufgeht. [00:49:46] S0: Ich mein, alles ist jetzt ja eigentlich ein Beispiel aus der Fashion Welt, aber was ja noch viel krasser ist aus meiner Sicht, die ganze Tech Welt ist jetzt auch sozusagen bei euch mit dabei, also in der Formel 1. Bei euch, ich hab gesehen, der Crowd Strike Gründer ist ja nun auch 5 Prozent Shareholder im Team geworden auf der 6000000000 Wertung, der hat sich glaub ich eingekauft. Aber gefühlt alle Softwarefirmen in den USA, die weiß ich nicht mehr als 10000000000 Bewertungen haben und da gibt's ja einige, die rufen bei euch an. [00:50:10] S2: Ja, ich meine, es ist natürlich, die 10000000000 gibt's niemanden mehr. Glaube, Du beginnst Einhundert. 100. Ja, ja, [00:50:20] S1: ja, ja, Billion, ja.