00:47:25 · Jan Thomas, Julian Collin
[00:47:25] S1: Und sag mal kurz, ihr seid jetzt im TV Kosmos angekommen. Das ist natürlich dann irgendwie so die Liga, ich glaube, irgendwann geht's, irgendwann kommt man an den Massenmedien nicht mehr vorbei, ne? Aber was war denn vorher für euch so die oder vielleicht auch, wenn Du heute noch mal überlegst, wenn man mit so' kleineren Budget hantieren müsste, was sind so Kanäle, mit denen man arbeiten sollte? Also hast Du da so Erfahrungen? Ich mein, könnt ihr zum Beispiel sagen, so Influencer Marketing oder sowas könnte ja für euch theoretisch auch heute noch funktionieren, aber wahrscheinlich davor so gar kein schlechter Kanal, glaube ich, ne? [00:47:51] S2: Genau. Also es kommt es kommt auf ein paar Sachen an. Es kommt einmal da drauf an, ist dein Produkt ein 1 Produkt, was für die breite Masse relevant ist? Wir würden niemals ins TV gehen, wenn wir nur übers Investieren sprechen. Es ist einfach nicht relevant genug für die breite Masse. Du brauchst Zinsen und Du brauchst die die Karte und das Bankingprodukt, eine Fernsehwerbung zu machen, die letztendlich sich auch rentiert. Vor allem, wenn Du so wie wir relativ [00:48:12] S1: viel Das habt ihr auch vorher gemessen, oder? [00:48:13] S2: Nee, also das wissen wir einfach, weil [00:48:15] S1: Das wissen
00:48:15 · Julian Collin
[00:48:15] S2: wir immer mal. Wir haben einfach mal Ads gemacht im TV, so ganz kleine und haben es getestet und TV Marketing kostet einmal relativ viel Geld und convertet natürlich jetzt nicht so gut wie jetzt zum Beispiel ein Finfluencer Post. Also auch da, Du kannst deinen Marketingchannel so ein bisschen clustern. Du hast einmal das Awareness Marketing, das ist ein bisschen TV, Video on demand, also Netflix und Co und auch dein Pay Social, wenn Du es breit spielst. Dann hast Du in der Mitte Consideration, das sind solche Sachen wie Influencer, Affiliates, also Webseiten, wo Du zum Beispiel Vergleiche hast oder aber auch ein Stück weit Search. Es gibt schon ein gewisses Demand, aber der der Reach ist sehr viel kleiner. Und dann hast Du wirklich Conversion Marketing, das ist sowas wie Refere Friend. Also das heißt, Du kannst nur auf deine eigenen Kunden zugehen und Du gibst ihnen Geld dafür, dass sie andere Leute über die Finish Line bringen. Wir passen je nach, also je nach Produkt, wenn Du ein sehr breites Produkt hast, sind diese ganzen Awareness Channels sehr viel besser für dich, weil Du ja so viele Millionen Menschen erreichst, dass Du hoffst, dass das Produkt, was Du da vorstellst, zumindest für einen großen Teil relevant sein kann. Wenn Du da schon nur für 10 Prozent der Bevölkerung relevant bist, dann macht's gar keinen Sinn, dass Du versuchst, 100 Prozent der Bevölkerung zu bedecken mit deinem Awarmes Marketing. Das heißt, wir haben das jetzt erst so in den letzten 2, 3 Jahren angefangen, als wir mehr in die Banking Richtung gegangen sind. Trotzdem, was wir machen, wenn wir in einen neuen Markt reingehen, wir gehen nicht am Anfang rein und und und hauen Millionen in TV Marketing rein, weil es letztendlich vergebene Lebensmühe ist. Du machst wirklich ja damit Brand Marketing, Leute kennen deine Brand, aber sie konverten sehr, sehr schlecht in der Regel darauf. Das heißt, was wir normalerweise machen, wenn wir in den Markt reingehen, wenn wir kleiner sind, ist, wir versuchen sehr getargetet, eine kleine Fanbase aufzubauen. Und das machst Du natürlich bei uns am besten, wenn Du jetzt in den Markt wie Polen reingehst, indem Du sagst, okay, wollen die 10, 20 größten Financial haben, die übers Investieren und Sparen sprechen.
00:49:51 · Julian Collin, Jan Thomas
Wenn die nämlich über deine Marke sprechen und sagen, ey, ist ein gutes Produkt, dann kannst Du dir ein Stück weit die Kredibilität von diesen Leuten leihen. Und das ist natürlich enorm wichtig, weil am Anfang, wenn dich keiner kennt, ist die Hürde sehr viel größer, ein Konto bei 1 Bank aufzumachen, als wenn Du in dein Umfeld guckst und jeder 5. Hat schon ein Trade Republic Konto. Das heißt, am Anfang ist es super wichtig, sone laute, zufriedene Kundenbasis zu schaffen und da gehst Du sehr gezielt rein über solche Sachen wie Influencer, ein Stück weit auch über Affiliates, weil auch die geben dir Kredibilität und dann je breiter Du wirst und je größer dein Kundenbasis wird, desto mehr kannst Du dann in die Awareness Seite reingehen, wenn Du's Produkt dafür hast. Mhm. [00:50:24] S1: Und wahrscheinlich für die Internationalisierung gibt's wahrscheinlich jetzt son Playbook bei euch schon, ne? Also wahrscheinlich wisst ihr ziemlich genau, in welche Länder ihr geht. Also wahrscheinlich gibt's so 3, 4 Parameter, anhand derer man sone sone, ich weiß nicht, strategische Roadmap dann irgendwie ausrichtet, oder? Also wie viel wie wie siehst Du ein Ende eurer Internationalisierung? Also gibt's gibt's Länder, von denen ihr, musst Du jetzt nicht nennen, aber von denen ihr von vornherein wisst, da geht ihr nicht rein, weil die Konkurrenz schon zu groß ist und der Markt gesättigt?
00:50:24 · Jan Thomas, Julian Collin
[00:50:24] S1: Und wahrscheinlich für die Internationalisierung gibt's wahrscheinlich jetzt son Playbook bei euch schon, ne? Also wahrscheinlich wisst ihr ziemlich genau, in welche Länder ihr geht. Also wahrscheinlich gibt's so 3, 4 Parameter, anhand derer man sone sone, ich weiß nicht, strategische Roadmap dann irgendwie ausrichtet, oder? Also wie viel wie wie siehst Du ein Ende eurer Internationalisierung? Also gibt's gibt's Länder, von denen ihr, musst Du jetzt nicht nennen, aber von denen ihr von vornherein wisst, da geht ihr nicht rein, weil die Konkurrenz schon zu groß ist und der Markt gesättigt? [00:50:50] S2: Also, schaust immer auf ein paar Sachen. Eine Sache sind ist natürlich die Konkurrenz. Das ist aber ehrlich zu sein nicht der größte Faktor und ein viel schwieriger Faktor ist auch die Regulatorik. Es ist ja so, dass dass wir hier nicht von' Food Delivery Produkt sprechen, sondern wirklich von' von' Bank, gewisse Produkte anzubieten. Musst Du deine Banklizenzen regulieren, genau Und selbst da gibt's selbst da drauf, gibt's selbst drauf, [00:51:08] S1: genau so was.
00:51:08 · Jan Thomas, Julian Collin
[00:51:08] S1: genau so was. [00:51:08] S2: Das heißt, glaube, es gibt Märkte wie zum Beispiel die USA, die einfach auf der Investieren Seite unglaublich schwierig sind. Und dann gibt's Märkte in Europa, wo Du einfach deine Banklizenz pasporten kannst und die ein Euro haben. Das heißt, was wir am Anfang gemacht haben, ist, wir haben gesagt, wir machen erst mal europäische Länder, die auch den Euro als Währung haben. Dann haben wir gesagt, wir gehen in europäische Länder, die jetzt nicht den Euro als Währung haben. Das war Polen, war das 1. Land, was wir was wir da gelauncht haben mit und da werden natürlich auch noch weitere Länder irgendwann kommen. Und dann, wenn Du das abgefrühstückt hast und das ist ja auch noch mal eine lange Liste, dann gehst Du vielleicht in nicht europäische oder EU Länder mit' anderen Währung. Aber das ist dann immer, da wird's immer dann ein bisschen komplexer. Und dann kauch guckst Du natürlich auch in der in der Regel dann auch noch auf den Wettbewerb und kannst Du eigentlich schaffen, in diesem Markt zu gewinnen? Und also es... Kennst Du den Film Margin Call? [00:51:52] S1: Ja, Ja, ja, selbstverständlich. [00:51:53] S2: Kennst Du diese diese diese diesen Film, wo dieser der der CEO reinkommt in dieser Bank und sagt, es gibt 3 Möglichkeiten zu gewinnen in diesem Markt? Kannst dich dran erinnern, an die Szene zufällig? [00:52:04] S1: Ich bin nicht ganz sicher aufgestanden, ja. Okay. Aber erzähl mal.
00:52:07 · Julian Collin
[00:52:07] S2: Ja, ist auch nicht schlimm. Ist nicht schlimm, wenn Du sagst, es gibt 3 Arten und Weisen zu gewinnen und ich glaube, das geht auch ganz gut in der in der in der Produktwelt oder in der Startup Welt gilt es auch. Wie gesagt, Nummer 1, Du bist der 1. Im Markt. Das hat zum Beispiel Revolut massiv gut gemacht mit der Neobank. Sie haben die Internationalisierung echt früh voran gepeitscht. Das hat N26 nicht gemacht und haben es geschafft, dann in vielen Märkten die 1. Bank zu sein, die einfach mehr oder weniger kostenfrei ist, wo Du digital ein Konto eröffnen kannst und nicht zu' Bank gehen muss. Es hat denen massiv geholfen. Die 2. Möglichkeit ist es, Du bist der Beste. Du hast ein Produkt, was einfach signifikant besser ist als das deiner Wettbewerber. Das ist in der Regel schwer, wenn Du in den in den in den Markt reingehst, weil Du da schon Banken hast, die seit Jahren versuchen, ihr Produkt zu lokalisieren. Und wenn Du besser bist, es reicht nicht, dass Du genauso gut bist. Also wenn wir jetzt in den Markt reinkommen wie Polen, dann reicht es nicht, dass wir genauso gut sind wie XTB. Du musst zweimal besser sein. Warum würde jemand zu dir gehen, wenn Du genauso gut bist, aber all die Freunde von dieser Person bei zum Beispiel dieser dieser anderen Bank sind und da schon mit dem Geld vertrauen und wissen, dass es funktioniert? Brauchst er immer diesen, wenn Du was komplett Neues ausprobierst. Das heißt, Du musst eigentlich zweimal so gut sein. Und die 3. Möglichkeit sagt er, es ist, Du cheatest. Und dann sagt er, wir cheaten nicht. Und natürlich ist das ein bisschen vereinfacht, also wir cheaten auch nicht, ne. Also das ist natürlich das Wichtigste, dass das Geld von unseren Kunden sicher ist. Also Du kannst natürlich ein Stück weit cheaten, indem Du einfach sagst, ey, wir gehen neu in den Markt rein und wir sind große Unternehmen wie Trade Republic und uns ist die Profitabilität am Anfang gar nicht so wichtig. Uns ist erst mal wichtig, dass wir möglichst schnell eine Markenbekannt App aufbauen, damit Leute uns vertrauen und dann über das Produkt gewinnen. Und das ist ein Stück weit cheaten, was wir natürlich machen, weil wir können mittlerweile in der Größe, in der wir sind, können wir in Märkte reingehen und sagen, Profitabilität am Anfang ist uns egal.