00:26:26 · Julian Collin
[00:26:26] S2: Also wir sind nicht komplett losgelöst. Ich mach grade hier parallel mal meine meine meine App auf und schau mal, ich meine Robinhood, Du das jetzt grad die Evaluation 75000000000. Genau und sind haben sich ja massiv recovert nach dem nach dem IPO und sind stark nach oben gegangen. Natürlich, also witzigerweise, Sequoia zum Beispiel ist auch in Robinhood investiert. Das heißt, natürlich gucken Investoren auf Trade Republic und vergleichen da ein Stück weit. Aber auch da muss man sagen, sind sind wir sehr unterschiedlich und ich glaube, das liegt vor allem am makroökonomischen Umfeld. Also in den USA ist die Rentenlücke ein viel kleineres Problem. Warum? Weil Du durch die Taxrappers, die Du da hast, die Forbes Case zum Beispiel, fast jeder in den USA am Kapitalmarkt investiert und es auch langfristig macht über den Arbeitgeber. In Deutschland ist es nicht der Fall. In Europa ist es nicht der Fall. Da investiert so gut wie keiner. Das heißt, warum nutzen eigentlich Amerikaner Robinhood Eher so für das aktive Daytrading, weil sie sagen, hier ist eine Chance, da springe ich rein und das kann ich ziemlich günstig machen und das kann ich intuitiv machen und es macht vielleicht sogar ein bisschen Spaß. Das ist bei uns ganz anders. Also die Aktivität von unseren Kunden ist auch da unterschiedlich mit' Robinhood. Also unsere Kunden haben doppelt so viel Assets wie ein Robinhood Kunde durchschnittlich, traden aber weniger und traden vor allem sehr viel weniger, wenn es in Richtung Krypto und Derivate geht. Das heißt, ich glaube, wir haben natürlich eine Überschneidung, weil die die größte Investmentplattform sind in in in in den USA, aber wir sind viel mehr auf das als auf das aktive Traden ausgerichtet in Europa. Und ich glaube, da da sind wir vielleicht näher dran an einem Charles Schwab, würde ich sagen, in den USA.
00:27:49 · Jan Thomas
[00:27:49] S1: Ich hatte irgendwie Robinhood immer son bisschen wahrgenommen wie so so also die die Kunden von denen immer son bisschen wie Glücksritter, ne. Und Pipp Köckner hatte auch mal irgendwie im Podcast beim Doppelgänger Podcast erzählt, dass er davon ausgeht, dass Robinhood vielleicht son bisschen unter der Popularität von den ganzen Prediction Markets Anbieter dann auch leiden wird, weil die jetzt quasi dann vielleicht von Krypto sich ein bisschen wegbewegen, hin zu eben Wetten. Ist das ein Thema, das ihr euch anguckt? Also vielleicht kannst Du ja auch mal ein bisschen beschreiben, wie bei euch überhaupt Produkte entwickelt werden. Also guckt die dann quasi aus so internationalen Trends und sagt, okay, da scheint gerade was zu entstehen, das müssten wir uns auch mal anschauen?
00:28:18 · Julian Collin
[00:28:18] S2: Absolut. Also ich glaube, Du guckst einmal, also es gibt verschiedene Perspektiven, die Du reinnimmst. Du hast einmal die Perspektive von Wettbewerbern, gibt's irgendwas, was im Markt in USA, aber auch in Europa sehr gut funktioniert, wo Du sagst, hey, das wäre vielleicht auch spannend für unsere Kunden? Ich glaube, die 2. 2. Perspektive ist immer natürlich die Kundenperspektive. Wir haben einen super engen Austausch mit unseren Kunden. Wir machen auch regelmäßig Umfragen bei unseren Kunden und fragen sie so ein bisschen, welche Produkte spannend sein könnten. Wir haben Customer Council gegründet, wo wir aus über 1000 Bewerbungen 10 Kunden ausgewählt haben, mit denen wir uns regelmäßig treffen und sprechen, die uns auch Feedback geben aus ihren eigenen Ländern. Das heißt, ich glaube, die Kundenperspektive ist die 2. Perspektive, die schon eine Rolle spielt. Und dann eine große Perspektive, eine 3. Perspektive ist aber auch einfach, Gastfeeling ist son richtig blödes Wort, aber der muss man schon sagen, der makroökonomische Trend, den wir diskutieren in der in der in der Executive Round. Beispiel, als wir vor dreieinhalb Jahren ausschließlich ein Broker waren, da haben wir natürlich auch unsere Kunden gefragt, hey, was ist ein spannend für euch? Und dann haben die natürlich gesagt, Dividend Reinvestment Plan, ein Webtrading Interface. Da hat kein Kunde gesagt, Zinsen mit EZB Rate, weil das was war, was so noch nicht im Markt da war. Dann hast Du das ausgerollt und dann hast Du die Kunden gefragt, was sie was sie haben wollen und dann war das irgendwie... Dann sind es oft kleine Feature, die total Sinn machen, wo die Kunden sagen, hey, das ist ein ist ein in dem Moment ein Problem, was ich habe oder eine Lösung, die ich gerne hätte, die aber noch nicht da ist. Aber der hätte niemals gesagt, ich möchte eine Karte, mit denen ich ein Prozent zurückkriege und das Geld in den Sparplan meiner Wahlwelt läuft. Das heißt, ich glaube, wenn Du wirklich Innovationen machen möchtest, Sachen, die es so noch nicht im Markt gibt, dann musst Du dich schon son bisschen manchmal in die Hülle einschließen und drüber nachdenken und sagen, wie könnte die Welt eigentlich aussehen, wenn wir sie neu malen würden auf' Blatt? Aber nicht jeder Launch ist natürlich son son langfristiger langfristige Innovation.
00:30:02 · Julian Collin, Jan Thomas
Manche Launches sind auch einfach saubere Execution, zum Beispiel vor allem, wenn wir über internationales Wachstum sprechen und über Lokalisierung sprechen. Es gibt lokale Produkte, die in in in in Frankreich genutzt werden, die zum Beispiel nicht in Deutschland oder Spanien genutzt werden. Du hast eine ganz andere Positionierung in dem Markt, weil Du vielleicht ein stärkeres Wettbewerbsumfeld hast. Dann kommt natürlich noch Sprache on top. Das sind auch alles Sachen, die musst Du produktseitig abbilden. Die sind aber jetzt weniger Innovationen. Und natürlich sind auch das Sachen, die man dann irgendwie abarbeitet, weil man sie aus dem Markt sieht. Also 3 Sachen. Du hast Du hast natürlich ein Wettbewerb, wo Du drauf schaust. Du hast die Kunden, mit denen Du viel sprichst, aber dann auch für die großen Innovationen oder die Sachen, die es so vielleicht noch nicht gibt, dass Du dich wirklich einschließt und überlegst, wie könnte das Ganze eigentlich funktionieren, wenn man es neu machen würde? [00:30:47] S1: Na, ist ja ein bisschen wie bei Apple, ne? Also, ich glaube, so ein iPhone wäre ja auch nicht entstanden, wenn Du die Kunden jetzt gefragt hättest, sondern ich glaube, die großen Innovationen, die musst Du, glaube ich, hast ja vorhin gesagt, Christian hast Du als Innovator, glaube ich, bezeichnet vorhin, Und hast aber auch gleichzeitig gesagt, er denkt viel über so makro makroökonomische Trends der nächsten Jahre nach, vielleicht und und entwickelter Thesen. Vielleicht kannst Du uns da noch mal teilhaben. Wo geht denn da die Reise gerade hin?
00:30:47 · Jan Thomas, Julian Collin
[00:30:47] S1: Na, ist ja ein bisschen wie bei Apple, ne? Also, ich glaube, so ein iPhone wäre ja auch nicht entstanden, wenn Du die Kunden jetzt gefragt hättest, sondern ich glaube, die großen Innovationen, die musst Du, glaube ich, hast ja vorhin gesagt, Christian hast Du als Innovator, glaube ich, bezeichnet vorhin, Und hast aber auch gleichzeitig gesagt, er denkt viel über so makro makroökonomische Trends der nächsten Jahre nach, vielleicht und und entwickelter Thesen. Vielleicht kannst Du uns da noch mal teilhaben. Wo geht denn da die Reise gerade hin? [00:31:06] S2: Also, wenn ich jetzt über über manche Sachen über, an denen wir arbeiten, da arbeiten wir seit 2 Jahren dran und wir versuchen wirklich händeringend, dass sie nicht an die kommen. Das waren solche Sachen wie eine Vollbank Lizenz und dass Du da eine Karte rausmachst. [00:31:18] S1: Lass dich nicht bremsen.
00:31:19 · Julian Collin
[00:31:19] S2: Genau, ich weiß. Das heißt Jan, die werde ich jetzt hier nicht erzählen können. Aber ich glaube, ein makroökonomischer Trend, den wir den wir massiv sehen, ist der ist der ist der Trend von so, wie nennt man das? Von der Rentenlücken schließen. Klingt weird, lass mich das kurz erklären. Wir haben eigentlich seit 10 Jahren haben wir immer darüber gesprochen, Mensch, das Rentensystem, das funktioniert nicht mehr. Die arbeitende Population, die wird immer kleiner, die nicht arbeitende Population, die Rentner werden immer größer. Es ist schon so, dass irgendwie jeder 3. Euro an Steuern, der gezahlt werden muss, muss genutzt werden, das Ganze auszugleichen. Das wird immer schlimmer werden. Nichts hat sich bewegt. Und jetzt 20 27 hast Du 8 europäische Märkte, die eine Kapitalreform geplant haben. Du hast in Deutschland das Altersvorsorgedepot, Du hast in Österreich das Zukunftsdepot für Kinder. Vorher durften Kinder unter 18 eigentlich nur an Anleihen anlegen, jetzt können die kapitalmarktbasiert anlegen und der Staat gibt jedem Kind 500 Euro und Du kannst steuerfrei 5000 Euro im Jahr anlegen. Du hast in Polen den OKI, da kannst Du bis 25000 Euro steuerfrei investieren. Du hast in Spanien ein Finanzjahr Europa, da kannst Du in' Rapper investieren und hast zahlst keine Steuern drauf. Dann hast Du noch Italien, Irland, Kroatien und Tschechien. Das sind 8 Länder, alle in 20 27 und Du denkst dir so, was passiert hier? Das heißt, ich glaube, der große makroökonomische Trend, der jetzt grade kommt, ist natürlich 1, von dem wir massiv profitieren, ist, dass die ersten ein, 2 Länder gesagt haben, okay, wir müssen hier was ändern und dann die ganzen anderen europäischen Länder gesagt haben, na gut, wenn Deutschland das macht, wenn Polen das macht, dann mach ich das auch. Und das ist, glaube ich, ein Riesentrend, der 2027 das Wachstum von Trade Republic natürlich ganz stark beeinflussen wird, diese ganzen Steuerangebote, steueroptimierten Investmentrapper, die abzubilden und natürlich da auch schon ein Stück weit hoffentlich zu profitieren von der Markenbekanntheit, die wir in den einzelnen Ländern gebaut haben.