Mannheim Investment Club (MIC) Podcast
00:20:55 · Florian Heinemann, Marc Etienne Sellen
Die haben da noch mal 30 Jugend draufgepackt. Und so ist dann unser erster Vor entstanden, der 80000000 Euro hatte an EOM. Und dann kam im Prinzip der nächste Schritt, dass wir dann gut 3 Jahre später, nun musst du ja immer Vorgeneration nach Vorgeneration aufsetzen. Und häufig hast du ein Problem zwischen dieser Fonds eins- und Fonds 2 Generation. Weil in dem Moment, wenn Du jetzt deinen nächsten Fonds auflegen willst, ist häufig noch nicht so viel an Performance da. Mhm. Ne, weil 3 Jahre für ein Early Stage Fund ist einfach, das ist nicht lang, ne. So. Und dann haben wir aber zum Glück den European Investmentfonds überzeugen können, die dann auch wieder gemeinsam mit Springer und Otto gesagt haben: Wir können uns vorstellen, Ankerinvestoren des nächsten Fonds zu werden von euch. Und dann hatten wir Prinzip von den Dreien, also vom vom AIF, die haben gesagt, wir können uns vorstellen, bis zu 50 Prozent des Fonds zu machen und würden da bis zu 40000000 Euro zur Verfügung stellen. Das heißt, wir brauchten mindestens 40 von jemand anders. [00:21:56] S0: Ja.
00:21:57 · Florian Heinemann
[00:21:57] S1: Und dann haben Otto und Springer uns gemeinsam, ich glaub, 27000000 Euro zur Verfügung gestellt. Also das heißt, wir sind im Prinzip ins Fundraising für Fonds 2 mit fast 70000000 Euro gestartet. Und das war natürlich ein sensationeller Start, ne, weil Du, und das ist eigentlich immer wieder, Du hast ein echtes Henner Ei Problem, wenn Du ein Fonds auflegst. Wenn Du einmal ganz viel Geld hast, dann wollen Leute mehr mehr Geld drauf tun und ne, Du brauchst dann eben... Und Du brauchst halt sozusagen diese Ankerinvestoren, die halt dann an dich initial glauben, sagen, uns ist egal, ob da jetzt schon alle dran glauben, wir glauben auf jeden Fall. So, und wir hatten halt den Vorteil mit dem EIF und mit Otto und Springer, ne? Und das war eben auch ganz wichtig, dass Otto und Springer wieder mitmachen. Weil wenn die das nicht gemacht hätten, das wäre natürlich ein desaströses Signal gewesen die nächsten Investoren, ne? Weil wenn die Leute, mit denen Du jetzt 3, Jahre Ja. Zusammengehört hast, wenn die da nicht sagen, ich bin weiter mit dabei. Und das muss man wirklich sagen, sowohl von Otto als auch von Springer, einfach wahnsinnig cool in der Lage, die auch damals nicht so einfach war. Ja, noch sehr früh, ne, muss man auch sagen. Also von unserer Performance waren Ansätze erkennbar, aber nicht... Da konnte man kein abschließendes Urteil zutreffen. Da uns zu sagen, wir machen... Legen noch mal nach. Das war schon sehr mutig, aber das war im Prinzip dann eben unser Durchbruch und das hat uns dann eben auch in die Lage versetzt, eine Reihe von weiteren Corporates und und deutschen Familien damals zu gewinnen für Fonds 2. Das waren 140000000.
00:23:26 · Marc Etienne Sellen
[00:23:26] S0: Mhm.
00:23:26 · Florian Heinemann
[00:23:26] S1: Das war also hat dann wirklich gut funktioniert. Und und dann kam zweieinhalb Jahre später Fonds 3 mit 200000000. Und das war dann schon sozusagen der 1. Fonds, wo wir auch sogenannte institutionelle Investoren dabei hatten. Also nicht nur Family und Corporates, sondern eben auch verschiedene, ja, professionelle Money Allocator, ne, die dann eben das quasi hauptsächlich tun. Also nicht als Neben-, sondern die wirklich als Nebentätigkeit, sondern deren Hauptjob ist, Geld anzulegen von vermögenden Privatanlegern oder Pensionskassen oder irgendwas. So, und davon hatten wir dann eben einige. Und dieser Trend hat sich dann weiter fortgesetzt im nächsten Fonds. Da haben wir dann 350000000 eingesammelt. Und das war Ende 20 21, Mitte 20 22. Das waren so die beiden Closing Daten und aus dem Fonds investieren wir jetzt noch. Also wir sind jetzt sozusagen, man spricht dann vom Project A4, ne. Mhm. Das heißt also 4. Fondgeneration. Und genau, also das ist so, wie sich das entwickelt hat. Wir sind weiterhin Early Stage unterwegs in ganz Europa im Prinzip, haben Büro auch in London, wo eben auch Leute ausm Investment Team sitzen, Investor Relations Leute. Das heißt, wir haben jetzt auch mittlerweile professionelle Personen, die sich nur das Thema Investorenbetreuung und Akquise kümmern. Das haben wir eine Zeit lang auch einfach so nebenher gemacht, aber das geht ab' gewissen Größenordnung nicht mehr. Genau, aber so hat sich das entwickelt, ne. Aber letztendlich der der Anstoß, auch in eine gewisse Größenordnung vorzukommen, kam durch dies initiale Otto Investment.
00:25:10 · Marc Etienne Sellen
[00:25:10] S0: Könntest Du den Hörern vielleicht mal das operative Modell, was ihr betreibt, erklären?
00:25:15 · Florian Heinemann
[00:25:15] S1: Klar, also das ist... Letztendlich kann man sagen, wir sind wie sone Art Full Stack Digitalagentur, ne. Das heißt also, alles, was Du brauchst, eigentlich ein digitales Geschäft aufzubauen an Kompetenzen, haben wir hier vorrätig oder alles, aber zumindest mal so die wesentlichsten Sachen. Also sprich, wir haben hier Entwickler, wir haben Produktmanager, wir haben Data Team, ziemlich großes Marketing Team, Sales Team, Recruiting. Also wir rekrutieren sehr viel. Also kann man sagen, so anderthalb bis zweieinhalbtausend Bewerber werden hier jeden Monat oder Kandidaten werden hier jeden Monat in irgend' Weise angefasst. Rekrutieren in der Regel so Anzahl von Personen pro Monat fürs Portfolio primär, auch für für uns. Genau. Und die Idee ist letztendlich, dem Portfolio, wo wir investieren, im Prinzip operative Hilfestellung zu leisten, ne. Also in diesen funktionalen Bereichen. Das heißt also, bei uns ist so, jedes Venture, wo wir investieren, hat einen Betreuer sozusagen ausm Investment Team. Ja. Mindestens einen. In der Regel ein Partner oder ein Principal plus noch irgendwie ein, 2 andere Leute, die dann da mithelfen. Die sind wie so eine Art Key Accounter. Und dann haben wir aber auch eben noch immer einen Betreuer aus dem sogenannten Venture Development Team. Das ist die Person, die dabei hilft, unseren operativen Support zu koordinieren und auch zu besprechen, was macht eigentlich Sinn, ne. So und und auch dem für das Gründerteam dann immer sone Art, ja, Key Account Ansprechpartner zu sein. Was machen wir eigentlich alles grade für euch? Was sollten wir machen? Wie läuft das? Also dass man sozusagen als als Gründerteam einen oder Managementteam einen Single Point of Contact hat, der sich diese operativen Themen kümmert. Und das sind häufig Dinge, das ist zumindest immer der Anspruch, die dazu helfen die dabei helfen, dass das Start-up quasi schneller oder besser gewisse Kompetenzen und Strukturen aufbaut, die sie auch permanent dann selbst benötigen werden, ne. Es geht also nicht drum, irgendwie die Buchhaltung zu zentralisieren oder so, es geht im Prinzip immer drum, temporär gewisse Dinge zu übernehmen und dem Start-up dabei zu helfen, das dann auch selbst inhouse aufzubauen.