00:06:01 · Hannes Krieger
[00:06:01] S3: würde vielleicht dann noch ergänzen, das ist eigentlich gar nicht so ungewöhnlich, weil am Ende ist es Technologie und mit Technologie schaffst Du neue Märkte oder disruptierst auch bestehende Märkte. Wenn man jetzt einmal ein bisschen zurückblickt, was zum Beispiel 2015, 18 Tesla mit der Automobilindustrie gemacht hat und wenn man jetzt in den Zweiradmarkt blickt und sieht, dass 90, 95 Prozent aller Zweiräder immer noch nicht elektrifiziert sind und dass die elektrifizierten Motorräder, die man sieht, nicht erkannt werden als Elektromotorräder, dann ist durch Technologie ein Wandel möglich. Und wenn man sich jetzt unser Produkt anschaut, also wir nennen das ja Light Bike. Wir wir betrachten es auch als neue Kategorie, eine Kategorie zwischen E-Bike, Roller und Motorrad. Also die die Einfachheit von' E-Bike, die Agilität von' Roller, die Performance von' Motorrad und das Ganze mit' extrem niedrigen Einstiegsschwelle, weil Du kannst nach 5 Minuten herrscht jede und jeder ein Novo Slide Bike. Und damit disruptierst Du ja auch in' gewissen Weise ein Markt, weil Du plötzlich 2 der Mobilität mit' Performance von' Motorrad Accessible machst für ein ganz breiten Markt, egal ob groß, klein, stark, schwach, Frau, Mann, das ist ein Lightbike foreverybody.
00:07:08 · Jan Thomas, René Renger
[00:07:08] S1: Mhm. Jetzt trotzdem, jetzt sagt ihr grade, Ludwig kommt aus der Rocket Internet und Global Founder Capital Schule, ne. Das ist und ich will jetzt gar nicht sagen, dass dann 4 6 8 genau das Gleiche ist, aber speziell Rocket Internet da eigentlich ist ja bekannt gewesen dafür, dass sie sehr viel so Copy Cats, also so so das Cloning von erfolgreichen Modellen ausm Ausland gemacht haben und dann nach Europa gebracht haben. Gibt's für euch hier eine Blaupause? Also guckt ihr irgendwie, ihr habt ja grade schon Tesla erwähnt, ist das quasi das Role Model oder wo guckt ihr grade hin? [00:07:34] S4: Also ich muss schon zugeben, dass das immer wieder ein Case ist, wo man drauf schaut, aber da darf man nicht darf man nicht den Fehler machen, das mit der jetzigen Situation zu vergleichen. Also als die angefangen hatten, hatten hatten sie zunächst den den Roadster gemacht für, ich weiß nicht, der recht hochpreisiges Nischenprodukt. Daran hatten sie ihre Technologie entwickelt, daran hatten sie ihre BMS Steuerung, das war ja das Besondere. Sie konnten diese Akkuzellen als 1. Benutzen und die einzeln ansteuern. Darüber haben sie, sagen wir mal, ihre Technologie eigentlich erst mal salonfähig gemacht und dann sind sie sukzessive breiter in in den Markt reingegangen mit neuen Modellen. Selbst das Model s war ja, sag ich mal, immer noch ein Premiumprodukt gewesen und das ist schon etwas, wo wir uns auch dran orientieren, muss man schon ehrlich zugeben, auch wenn der Vergleich natürlich manchmal ein bisschen unfair ist.
00:07:34 · René Renger, Jan Thomas
[00:07:34] S4: Also ich muss schon zugeben, dass das immer wieder ein Case ist, wo man drauf schaut, aber da darf man nicht darf man nicht den Fehler machen, das mit der jetzigen Situation zu vergleichen. Also als die angefangen hatten, hatten hatten sie zunächst den den Roadster gemacht für, ich weiß nicht, der recht hochpreisiges Nischenprodukt. Daran hatten sie ihre Technologie entwickelt, daran hatten sie ihre BMS Steuerung, das war ja das Besondere. Sie konnten diese Akkuzellen als 1. Benutzen und die einzeln ansteuern. Darüber haben sie, sagen wir mal, ihre Technologie eigentlich erst mal salonfähig gemacht und dann sind sie sukzessive breiter in in den Markt reingegangen mit neuen Modellen. Selbst das Model s war ja, sag ich mal, immer noch ein Premiumprodukt gewesen und das ist schon etwas, wo wir uns auch dran orientieren, muss man schon ehrlich zugeben, auch wenn der Vergleich natürlich manchmal ein bisschen unfair ist. [00:08:21] S1: Wie groß ist denn der Markt, den ihr adressiert? Ihr habt ja gerade schon drüber gesprochen, dass ihr möglicherweise auch son Markt über erst mal wachküsst, ne, aber aber sag mal, wenn wir jetzt in euer Pitchwerk gucken würde, was was steht da für eine Marktgröße drin?
00:08:21 · Jan Thomas, René Renger
[00:08:21] S1: Wie groß ist denn der Markt, den ihr adressiert? Ihr habt ja gerade schon drüber gesprochen, dass ihr möglicherweise auch son Markt über erst mal wachküsst, ne, aber aber sag mal, wenn wir jetzt in euer Pitchwerk gucken würde, was was steht da für eine Marktgröße drin? [00:08:30] S4: Wir machen's ja so, wir sagen ja, unser unser Clay ist ja irgendwie, wir wollen aus den Drivern wollen wir Rider machen. Heißt, wir fokussieren uns nicht auf die konventionellen Motorradfahrer. Da gibt's schon tolle Produkte, gar keine Frage so. Das ist der der mit der Vollkombi einmal durch den Schwarz, hat jede Menge tolle Produkte da draußen. So, wir sagen eher, welcher Markt ist denn vielleicht viel größer und das sind diejenigen, die ein Autoführerschein haben. Wie viele Leute sind das? Das ist irgendwie 400000000 weltweit. Wie viele Autos werden eigentlich verkauft im Vergleich zu, sagen wir, Motorrädern jedes Jahr und das ist einfach mal 30 Mal größer. Mhm. Und genau den Markt adressieren wir, das heißt unsere Produkte kann man mit dem Autoführerschein fahren, aber gibt genügend Autofahrer, die sich nicht angesprochen fühlen, weil die wollen nicht durch den Schwarzwald fahren, die 80 Prozent der irgendwie westlichen Weltbevölkerung lebt in Städten. Das heißt, die brauchen Produkt für Kurzstrecken und genau die adressieren wir. Das heißt, dieser Markt ist exponentiell größer als das als der reine Zweiradmarkt. Da drauf haben wir's abgesehen.
00:09:29 · Hannes Krieger, Jan Thomas
[00:09:29] S3: Und wenn Du dich jetzt nur auf den konventionellen Motorradmarkt einmal konzentrierst oder Zweiradmarkt, so Harley Davidson, die sind sechsstellig, sind 100 bis 200000 Stück. Ein Ducati ist knapp sechsstellig. Vespa zum Beispiel, wenn Du die Piaggio Gruppe anschaust, da gehört ja dann alles mit dazu, was Zweirad unter der Marke läuft. Das sind dann bis zu 400000 Stück und das ist zum Beispiel eine Größe oder Größenrichtung Du meinst immer pro Jahr oder [00:09:53] S1: welche Zahlen, was waren das für Zahlen? [00:09:54] S3: Genau, Jahreszahlen. Und das ist zum Beispiel, was wir langfristig als möglich sehen. Oder wenn Du auch schon mal schaust, derzeit neue Player, auf den Markt kommen, Winfast zum Beispiel, das ist ein Autohersteller, ein asiatischer Autohersteller und die machen jetzt zum Beispiel Zweiräder. Die bauen aber jetzt innerhalb kürzester Zeit innerhalb von 2 Jahren Zweiräder im Millionenbereich. [00:10:12] S1: Und trotzdem, ja, ich find das ganz spannend, wenn ihr jetzt grade sagt, ihr versucht quasi Autofahrer zu adressieren und ich wusste gar nicht, dass man mit dem Autoführerschein euer euer Bike fahren darf, aber was also wie ist denn die Reaktion von jemandem, der Auto fährt, dem ihr jetzt sagt, steig doch mal Ich könnte mir jetzt mal vorstellen, da da gibt's auch schon innere Widerstände, oder?
00:10:28 · René Renger
[00:10:28] S4: Teils teils würde ich sagen. Also ich glaube, wir haben tatsächlich ein Produkt erschaffen, was auf' ganz anderen Ebene erst mal eine Anziehungskraft ausübt, weil das ist das Wichtigste, wenn du jemanden von von' neuen Sache überzeugen musst, dann Du musst erst die Herzen der Menschen irgendwie adressieren, bevor die ihre Köpfe bekommst und das können wir mit unserem doch schon extrem eigenständigen Design. Viele der Autofahrer können sich eben nicht identifizieren mit' normalen konventionellen Motorrad. Also ich als Designer, für mich sehen die irgendwie auch alle aus wie so Dampfmaschinen aus dem neunzehnten Jahrhundert. Kein Wunder, dass man sich damit irgendwie, dass man sich dadrauf nicht sieht. Grade weil dort ist man ja auch so exponiert, ganz anders als in' Auto. Sodass wir bekommen echt, also ich hab's in meiner auch in meiner Vergangenheit nie erlebt, dass gegenüber dem realen Produkt, jetzt nicht den Bildern oder der Website, so ein durchgängig positives Feedback erst mal Erstfeedback und wenn die Leute dann zum ersten Mal gefahren sind, dann ist in der Regel das Feedback auch das Gleiche, dass sie's gar nicht, dass sie ein ganz anderes Bild im Kopf hatten. Und hier geht's überwiegend also eine User Experience und wenn man da den richtigen Use Case trifft, dann ist der Autofahrer schon hier sehr zugewandt, gerade weil er braucht ja irgendwie ein Fahrzeug für kurze Strecken und das Auto ist halt oft genug zu groß im Weg, kein Parkplatz, Stau. Also dementsprechend, ja, sonst würden wir das ja nicht machen.