00:07:50 · Jannis Fett
[00:07:50] S0: Ja, und ich glaube, groß anders ist aus der Grow Stage Perspektive auch gar nicht unbedingt. Ich glaube, Nummer 1, Punkt Nummer 1 ist immer eher auch ein People's Game. Ich glaube, die Partner oder die Leads, Pro Funds machen immer noch einen großen Unterschied. Ich glaube, das ist immer so eine Ebene, wo man sich abheben kann. Und dann ist so ein bisschen je nach Businessmodell meiner Meinung nach auch. Also wenn du ein Consumer Modell bist, à la KoRo oder Holy, dann bringt es gar nichts, einen amerikanischen Fan dabei zu haben, ehrlicherweise, weil das amerikanische Consumer Sentiment eben auch ein ganz anderes ist als das europäische. Influencer Marketing funktioniert ja zum Teil da irgendwie anders und so weiter und so fort. Ich glaube, das sind einfach sehr regionale Unterschiede, die es dann die, die dann die, die sie natürlich deutlich besser kennen. Ich glaube auch in dem ganzen Bereich von dem Defence, Deep Tech und Ähnliches, wo europäische Souveränität gefragt ist, macht es total Sinn, einfach mit den Europäern weiterzuarbeiten und natürlich im besten Falle mit einem Konsortium, auch wenn man diese amerikanische Streitkräfte dann vielleicht noch mal dazu bringt, die besonders halt auch irgendwie für dieses sozusagen King Making ist ja, glaube ich, finde ich, das Unwort, das wie's hieß, des Jahres son bisschen geworden und oder aber auch Hiring irgendwie sehr hilfreich sein kann. Das einzige Segment, wo ich sagen würde, da macht's von Anfang an Sinn, auch sich eher auf die Amerikaner zu fokussieren, ist natürlich, wenn Du irgendwie so komplett horizontale globale Software von Tag 1 gründest, was wie Eleven Labs oder Ähnliches. Ich glaube, da completest Du dann ja auch relativ viel in Richtung Silicon Valley und Co. Und dann brauchst Du auch, glaube ich, diese Art von Strahlkraft, Investoren, Leute und und natürlich aber auch Kapital und Bewertung, da irgendwie im Schritt zu halten mit der mit der globalen Konkurrenz.
00:09:15 · Jan Thomas
[00:09:15] S1: Ja, wir reden jetzt gleich über Marble Cognition. Ich hatte den Felix Röster hier schon zu Gast, der kommt die Folge kommt dann auch heute raus. Heute Nachmittag kann sich dann jeder anhören. Aber der hat auch schon gesagt, sie sind im Prinzip, obwohl es noch ein sehr frühes Unternehmen ist, aber sie sie schielen schon auf den US Markt, ne. Ich mein, das ist wahrscheinlich immer dann so ein bisschen die Krux, dass wenn jemand halt sofort sagt, ich, wie Du's grad am Beispiel Eleven Labs gesagt hast, ne, man man will international denken, da brauchst Du dann wahrscheinlich irgendwann trotzdem die US WCs, ne.
00:09:37 · Jannis Fett
[00:09:37] S0: Ja, und ich glaube, ich mein, was was man bei HV ganz oft erfolgreich gesehen hat, ist son bisschen dieses, ne, die Seed und A, gegebenenfalls auch noch die B eben einfach mit europäischem Kapital zu machen und dann zu nutzen, die US Präsenz aufzusetzen. Also ich bin selber aus der Growthage Perspektive gar gar nicht so ein großer Fan davon, verfrüht in die USA zu gehen, weil man da auch ganz schön auf den Hosenboden fahren kann. Dort ist einfach KoRo Sales Mitarbeiten da einfach das Doppelte. Dort ist die Konkurrenz das Dreifache, die Büroflächen sind teuer und und so weiter und so fort. Und Du musst dich da halt einfach auch erst mal dann zurechtfinden. Und ich glaube, dafür braucht man schon richtig Kapital. Deswegen, ich mag immer ganz gerne diese Strategie, wo man ganz oft auch irgendwie schon beim Portfoliounternehmen, bei HV gefahren hat, zu sagen, hey, jetzt das Series B Geld, Europa zu gewinnen und die USA son bisschen loszutreten und dann eigentlich zu zeigen, hey, guck mal, hier gibt's belastbare Traction, mit der ich dann noch mehr Geld einsammeln kann in der Series C, dann halt in den USA sich auch wirklich richtig dick und breit zu machen. Ich sag mal, son bisschen Hello Fresh ist da ein ganz gutes Beispiel, die es geschafft haben, SumUp oder ähnliche. Deswegen, ich glaube, das ist auch, es ist in den frühen Phasen halt ein großes Risiko, weil es von Anfang an einfach auch sehr, sehr teuer sein kann. Aber man sieht es natürlich immer öfters, dass Unternehmen gerne auch früher wieder in die USA gehen wollen. Und schön ist auch, ich glaube, in der jetzigen Zeit mit den AI Produkten und so, die gelauncht werden und das, was man da hat, kann man das auch früher und günstiger machen und besser testen. Früher war das einfach sehr, sehr aufwendig. Man musste sehr viel vor Ort sein und das hat sich ein bisschen gedreht, was ja natürlich auch gut sein kann für die europäischen Unternehmen, dass sie früher Zugang haben zum globalen Märkten.
00:11:02 · Fabian Krautwurst, Jan Thomas
[00:11:02] S2: Ja, und ich glaub, ich glaube auch noch am Top. Also ist natürlich jetzt sehr mutig für uns, dann heute über Marble Cognition zu reden, wenn Felix selber noch zu Gast ist. Aber freu ich mich natürlich auch auf die andere Episode. [00:11:12] S1: Mhm. [00:11:12] S2: Und dann kann man das mal nebeneinander legen. Aber ich glaub, das ist auch ein sehr spezielles Thema. Also wir können ja gleich eintauchen, aber da geht's viel das Thema Betriebsrat. Und ich glaube, da ist tatsächlich USA halt auch sehr sinnvoll, weil wir haben selber tatsächlich dieses Beispiel, wenn's also hier geht's auch son bisschen das, sag ich mal, Filmen von Mitarbeitern, ohne jetzt zu viel vorwegzunehmen. Wir haben eine Company Almetra, die quasi so Kameras im im Manufacturing Shopfloor deployed, ja? Also relativ konkret so Mitarbeitern bei den Arbeitsschritten zuschauen für Prozessoptimierung. Und genau die Erfahrung haben wir jetzt gemacht, dass wir sehr, sehr aktiv in die USA schauen und schon irgendwie nach nur ein paar wenigen Monaten gemerkt haben, dass die Gegebenheiten für solche Lösungen dort halt irgendwie wesentlich einfacher ist, ja, weil da einfach die Sales Cyclen kürzer sind und die Leute da auch ein bisschen weniger empfindlich sind auf der Buyer Seite, vielleicht im Vergleich jetzt zu Deutschland, [00:11:58] S1: Total spannender Vergleich. Na, aber dann lass uns mal reingehen, ne, weil ich hatte ich jetzt mit Almetra gar nicht aufm Schirm, aber ist wirklich wirklich relativ ähnlich eigentlich, ne, von den von der Idee her.
00:11:58 · Jan Thomas, Fabian Krautwurst
[00:11:58] S1: Total spannender Vergleich. Na, aber dann lass uns mal reingehen, ne, weil ich hatte ich jetzt mit Almetra gar nicht aufm Schirm, aber ist wirklich wirklich relativ ähnlich eigentlich, ne, von den von der Idee her. [00:12:05] S2: Zumindest. Ja. Ja, von der genau, es sind jetzt 2 ganz unterschiedliche Anwendungsbereiche, aber es geht, glaube ich, halt so ein bisschen so die Aufzeichnung von Mitarbeitern. Also erst mal vielleicht Marble Cognition, so wie Du gesagt hast, ist in München, wurden Ende 2025 gegründet von 2 Co Foundern, einmal dem Felix, den Du schon genannt hattest und dem Christoph. Ich erzähl jetzt nicht so viel zu den Hintergründen von ihnen. Das kann man dann machen, wenn man sich die andere Episode wahrscheinlich anhört, aber sie haben auf jeden Fall beide sehr relevante Backgrounds mit Rösner, der bei bei Eleven Labs vorher war und dem Christoph, der irgendwie eher so Forscher bei unter anderem am MIT war. Und Braze haben die insgesamt etwas über 3000000, ist eine Preseet Runde wurde angeführt von Hardcore und Seedcamp, also echt sehr, sehr guten Investoren für die Stage und dazu auch noch irgendwie ganz ein paar ganz guter Angels. Ich hatte gelesen, irgendwie Personio Mitgründer sind irgendwie mit dabei, dann ein paar Führungskräfte aus McKinsey, Mistral und Novable, alles relevante Unternehmen für die Company. Kommen wir gleich zu. [00:13:01] S1: Und Datadoc noch hatte ich gesehen, ne, genau.
00:13:03 · Fabian Krautwurst
[00:13:03] S2: Datadoc, genau, sogar irgendwie ein Board Board Member von Datadoc, also echt so Companies, die für ihr Business relevant sind. Hatten schon 1. Kunden gelistet mit, Motaris und einem KI Roll-up, also irgendwie ganz unterschiedliche Unternehmen. Also einmal son bisschen son Fitnesstack Unicorn, einmal börsennotiertes Beteiligungsinvestor und dann einmal son bisschen KI getriebene AI Roll-up Firma, also Firmenaufkäufer. Die die These, ich würd ich würd so die Kernthese vielleicht mal versuchen zu formulieren, ist, glaub ich, und das sehen wir viel, ist, bevor KI echte Arbeit übernehmen kann, muss ihr jemand zeigen, wie die Arbeit tatsächlich gemacht wird. Und das kann heute fast keine Firma. Also der Kontext ist son bisschen, jede Firma will, dass KI Agenten irgendwie Routinearbeit bei ihnen übernehmen. Das Problem, niemand kann der der KI wirklich wie diese Arbeit wirklich abläuft, ja? Und laut Marble liegen fast irgendwie bei allen Kunden rund 90 Prozent der Kernprozesse nur entweder in E-Mails, Excel Tabellen oder eben in den Köpfen von einzelnen Mitarbeitern ab. Und da hat sich, glaube ich, die Welt ein bisschen gedreht, weil ein KI Agenten zu bauen, ist inzwischen relativ einfach oder einfacher. Der Engpass ist also eigentlich nicht mehr die Technik, sondern eher das Wissen, was der Agent überhaupt tun soll. Und ich hatte sonen Quote gesehen von Max, der Partner bei bei Hardcore ist, den ich irgendwie ganz gut dazu fand, weil er hat das eigentlich gut aufn Punkt gebracht und hat so gesagt, die Modelle sind nicht knapp, sondern eher so die präzisen Aufzeichnungen davon, wie Arbeit entsteht. Das ist quasi genau der Ansatz von Marble. KI soll eigentlich eingearbeitet werden wie ein neuer Kollege, der quasi am ersten Tag zuschaut und soll aber nicht installiert werden wie ein Programm. Und da gibt's irgendwie eigentlich kein Nischenthema. Also ich glaub, Meta war da ganz groß so in den Medien, ne? Die haben ja seit April 20 26 zeichnet der Konzern bei seinen US Mitarbeitern so Mausbewegungen, Tastatureingaben, Bildschirminhalte auf.