00:05:04 · Jannis Fett, Fabian Krautwurst
[00:05:04] S0: Irgendwie eine große Finanzierungsrunde bei Phantom Systems gemacht. Ja, also da passieren halt die ganze Zeit immer irgendwelche Sachen, die einem so ein bisschen so einen kleinen Dopamin Hit geben und deswegen ist einfach in dem Sinne einfach positiver Stress und ein gutes Moment, was man da mitschreiben kann. [00:05:18] S2: Ist auch viel, ist auch gefühlt, also man ist ja sowieso viel unterwegs in dem Job, also so in den Tech Metropolen von Europa. Aber ich glaub, das hatten wir sogar kurz mal besprochen, Jan. Man sieht ja auch, ne, die Deals werden immer. Also sie waren schon kompetitiv vorher. Aber man hat ja auch gesehen, ne, viele US Amerikaner, die jetzt grade wieder kürzlich investiert haben, Insight hat ja auch grade wieder irgendwie investiert. Und ich glaube, dadurch ist noch mal mehr Travel als vorher, weil man einfach grade so in den kompetitiven Deals dann doch einfach vielleicht irgendwie ein oder zweimal häufiger in eine andere Stadt irgendwie fährt, die Gründer irgendwie zu überzeugen. Ich glaub, das kommt noch on top. Also das ist auf jeden Fall sone Entwicklung, die mir auffällt, dass man noch mal mehr unterwegs ist, die kompetitiven Deals zu kämpfen, weil, genau, also einfach overall deutlich kompetitiver im Preceed und Seed noch mal wird, gegeben dem amerikanischen Competition, die da dazukommt grade.
00:05:18 · Fabian Krautwurst, Jan Thomas
[00:05:18] S2: Ist auch viel, ist auch gefühlt, also man ist ja sowieso viel unterwegs in dem Job, also so in den Tech Metropolen von Europa. Aber ich glaub, das hatten wir sogar kurz mal besprochen, Jan. Man sieht ja auch, ne, die Deals werden immer. Also sie waren schon kompetitiv vorher. Aber man hat ja auch gesehen, ne, viele US Amerikaner, die jetzt grade wieder kürzlich investiert haben, Insight hat ja auch grade wieder irgendwie investiert. Und ich glaube, dadurch ist noch mal mehr Travel als vorher, weil man einfach grade so in den kompetitiven Deals dann doch einfach vielleicht irgendwie ein oder zweimal häufiger in eine andere Stadt irgendwie fährt, die Gründer irgendwie zu überzeugen. Ich glaub, das kommt noch on top. Also das ist auf jeden Fall sone Entwicklung, die mir auffällt, dass man noch mal mehr unterwegs ist, die kompetitiven Deals zu kämpfen, weil, genau, also einfach overall deutlich kompetitiver im Preceed und Seed noch mal wird, gegeben dem amerikanischen Competition, die da dazukommt grade. [00:06:08] S1: Aber ich weiß jetzt nicht, ob's eine 1 blöde Frage ist hinterher, aber was macht man denn eigentlich als als deutscher VC, wenn jetzt plötzlich die Amis da in die frühen Runden reingehen? Hat hat man da irgendwas entgegenzusetzen? Was sind denn so die die Themen, warum sich ein Gründer dann doch eben für euch entscheiden sollte und nicht jetzt für ein Insight oder so?
00:06:20 · Fabian Krautwurst
[00:06:20] S2: Oh, ich glaube schon. Also es also es sind jetzt, jeder fand ja seine seine eigenen Argumente, ne. Und ich glaube, es ist jetzt sehr schwierig, so eine Lanze irgendwie zu brechen. Aber wenn ich was sagen müsste, dann glaube ich, ist es schon so, dass man natürlich auch noch mal näher irgendwie an den Gründern und konkret am Ökosystem dran ist. Also jetzt gerade so, wenn man auch aufs Thema so Portfolios schaut. Ich glaub, ich kann das jetzt eher so für Preceed Seed beantworten und Jannis wahrscheinlich eher für Growth, wo das vielleicht noch was anderes ist. Aber für, ich glaube, Preceed Seed ist es schon irgendwie hilfreich, wenn Du auch, glaube ich, ein Investor hast, der irgendwie so das lokale Ökosystem halt gut kennt, wo man anfängt, weil meistens bist Du jetzt keine Firma, die quasi born global ist. Und ich glaube, wenn man da als ein europäischer VC mit einem europäischen Portfolio irgendwie auftreten kann und vielleicht dann auch noch mal irgendwie so guten Access in die in so die ersten Kunden rein und die 1. Traction rein hat, dann glaube ich, hat man damit schon ganz gute Argumente. Was natürlich ganz klar Argument auch von den Amerikanern sind, ist natürlich son bisschen die Strahlkraft, ja? Also im Sinne von, ich glaub, es geht ja alles nur noch Talent, ne? Wir sehen ja jetzt irgendwie aus, es werden Firmen gekauft, gar nicht mal wegen der Firma der Firma wegen, sondern vielleicht irgendwie, weil irgend ein bestimmter Mitarbeiter oder der Gründer eigentlich einfach auf der eigenen Payroll sein soll und da werden astronomische Beträge ausgegeben. Und da hilft's natürlich grade in diesem jetzt Talent, dem wir schon ewig haben, aber der jetzt wahrscheinlich noch mal zuschwitzt, hilft's natürlich, wenn Du dann so ein Logo, sag ich mal, wie ein Sequoia oder Insight oder Accel hast. Dann kannst Du wahrscheinlich dann doch noch mal ganz andere Talente für dich gewinnen. Also so würde ich es aus der Early Stage Perspektive zumindest sagen.
00:07:50 · Jannis Fett
[00:07:50] S0: Ja, und ich glaube, groß anders ist aus der Grow Stage Perspektive auch gar nicht unbedingt. Ich glaube, Nummer 1, Punkt Nummer 1 ist immer eher auch ein People's Game. Ich glaube, die Partner oder die Leads, Pro Funds machen immer noch einen großen Unterschied. Ich glaube, das ist immer so eine Ebene, wo man sich abheben kann. Und dann ist so ein bisschen je nach Businessmodell meiner Meinung nach auch. Also wenn du ein Consumer Modell bist, à la KoRo oder Holy, dann bringt es gar nichts, einen amerikanischen Fan dabei zu haben, ehrlicherweise, weil das amerikanische Consumer Sentiment eben auch ein ganz anderes ist als das europäische. Influencer Marketing funktioniert ja zum Teil da irgendwie anders und so weiter und so fort. Ich glaube, das sind einfach sehr regionale Unterschiede, die es dann die, die dann die, die sie natürlich deutlich besser kennen. Ich glaube auch in dem ganzen Bereich von dem Defence, Deep Tech und Ähnliches, wo europäische Souveränität gefragt ist, macht es total Sinn, einfach mit den Europäern weiterzuarbeiten und natürlich im besten Falle mit einem Konsortium, auch wenn man diese amerikanische Streitkräfte dann vielleicht noch mal dazu bringt, die besonders halt auch irgendwie für dieses sozusagen King Making ist ja, glaube ich, finde ich, das Unwort, das wie's hieß, des Jahres son bisschen geworden und oder aber auch Hiring irgendwie sehr hilfreich sein kann. Das einzige Segment, wo ich sagen würde, da macht's von Anfang an Sinn, auch sich eher auf die Amerikaner zu fokussieren, ist natürlich, wenn Du irgendwie so komplett horizontale globale Software von Tag 1 gründest, was wie Eleven Labs oder Ähnliches. Ich glaube, da completest Du dann ja auch relativ viel in Richtung Silicon Valley und Co. Und dann brauchst Du auch, glaube ich, diese Art von Strahlkraft, Investoren, Leute und und natürlich aber auch Kapital und Bewertung, da irgendwie im Schritt zu halten mit der mit der globalen Konkurrenz.
00:09:15 · Jan Thomas
[00:09:15] S1: Ja, wir reden jetzt gleich über Marble Cognition. Ich hatte den Felix Röster hier schon zu Gast, der kommt die Folge kommt dann auch heute raus. Heute Nachmittag kann sich dann jeder anhören. Aber der hat auch schon gesagt, sie sind im Prinzip, obwohl es noch ein sehr frühes Unternehmen ist, aber sie sie schielen schon auf den US Markt, ne. Ich mein, das ist wahrscheinlich immer dann so ein bisschen die Krux, dass wenn jemand halt sofort sagt, ich, wie Du's grad am Beispiel Eleven Labs gesagt hast, ne, man man will international denken, da brauchst Du dann wahrscheinlich irgendwann trotzdem die US WCs, ne.
00:09:37 · Jannis Fett
[00:09:37] S0: Ja, und ich glaube, ich mein, was was man bei HV ganz oft erfolgreich gesehen hat, ist son bisschen dieses, ne, die Seed und A, gegebenenfalls auch noch die B eben einfach mit europäischem Kapital zu machen und dann zu nutzen, die US Präsenz aufzusetzen. Also ich bin selber aus der Growthage Perspektive gar gar nicht so ein großer Fan davon, verfrüht in die USA zu gehen, weil man da auch ganz schön auf den Hosenboden fahren kann. Dort ist einfach KoRo Sales Mitarbeiten da einfach das Doppelte. Dort ist die Konkurrenz das Dreifache, die Büroflächen sind teuer und und so weiter und so fort. Und Du musst dich da halt einfach auch erst mal dann zurechtfinden. Und ich glaube, dafür braucht man schon richtig Kapital. Deswegen, ich mag immer ganz gerne diese Strategie, wo man ganz oft auch irgendwie schon beim Portfoliounternehmen, bei HV gefahren hat, zu sagen, hey, jetzt das Series B Geld, Europa zu gewinnen und die USA son bisschen loszutreten und dann eigentlich zu zeigen, hey, guck mal, hier gibt's belastbare Traction, mit der ich dann noch mehr Geld einsammeln kann in der Series C, dann halt in den USA sich auch wirklich richtig dick und breit zu machen. Ich sag mal, son bisschen Hello Fresh ist da ein ganz gutes Beispiel, die es geschafft haben, SumUp oder ähnliche. Deswegen, ich glaube, das ist auch, es ist in den frühen Phasen halt ein großes Risiko, weil es von Anfang an einfach auch sehr, sehr teuer sein kann. Aber man sieht es natürlich immer öfters, dass Unternehmen gerne auch früher wieder in die USA gehen wollen. Und schön ist auch, ich glaube, in der jetzigen Zeit mit den AI Produkten und so, die gelauncht werden und das, was man da hat, kann man das auch früher und günstiger machen und besser testen. Früher war das einfach sehr, sehr aufwendig. Man musste sehr viel vor Ort sein und das hat sich ein bisschen gedreht, was ja natürlich auch gut sein kann für die europäischen Unternehmen, dass sie früher Zugang haben zum globalen Märkten.