00:09:37 · Jannis Fett
[00:09:37] S0: Ja, und ich glaube, ich mein, was was man bei HV ganz oft erfolgreich gesehen hat, ist son bisschen dieses, ne, die Seed und A, gegebenenfalls auch noch die B eben einfach mit europäischem Kapital zu machen und dann zu nutzen, die US Präsenz aufzusetzen. Also ich bin selber aus der Growthage Perspektive gar gar nicht so ein großer Fan davon, verfrüht in die USA zu gehen, weil man da auch ganz schön auf den Hosenboden fahren kann. Dort ist einfach KoRo Sales Mitarbeiten da einfach das Doppelte. Dort ist die Konkurrenz das Dreifache, die Büroflächen sind teuer und und so weiter und so fort. Und Du musst dich da halt einfach auch erst mal dann zurechtfinden. Und ich glaube, dafür braucht man schon richtig Kapital. Deswegen, ich mag immer ganz gerne diese Strategie, wo man ganz oft auch irgendwie schon beim Portfoliounternehmen, bei HV gefahren hat, zu sagen, hey, jetzt das Series B Geld, Europa zu gewinnen und die USA son bisschen loszutreten und dann eigentlich zu zeigen, hey, guck mal, hier gibt's belastbare Traction, mit der ich dann noch mehr Geld einsammeln kann in der Series C, dann halt in den USA sich auch wirklich richtig dick und breit zu machen. Ich sag mal, son bisschen Hello Fresh ist da ein ganz gutes Beispiel, die es geschafft haben, SumUp oder ähnliche. Deswegen, ich glaube, das ist auch, es ist in den frühen Phasen halt ein großes Risiko, weil es von Anfang an einfach auch sehr, sehr teuer sein kann. Aber man sieht es natürlich immer öfters, dass Unternehmen gerne auch früher wieder in die USA gehen wollen. Und schön ist auch, ich glaube, in der jetzigen Zeit mit den AI Produkten und so, die gelauncht werden und das, was man da hat, kann man das auch früher und günstiger machen und besser testen. Früher war das einfach sehr, sehr aufwendig. Man musste sehr viel vor Ort sein und das hat sich ein bisschen gedreht, was ja natürlich auch gut sein kann für die europäischen Unternehmen, dass sie früher Zugang haben zum globalen Märkten.
00:11:02 · Fabian Krautwurst, Jan Thomas
[00:11:02] S2: Ja, und ich glaub, ich glaube auch noch am Top. Also ist natürlich jetzt sehr mutig für uns, dann heute über Marble Cognition zu reden, wenn Felix selber noch zu Gast ist. Aber freu ich mich natürlich auch auf die andere Episode. [00:11:12] S1: Mhm. [00:11:12] S2: Und dann kann man das mal nebeneinander legen. Aber ich glaub, das ist auch ein sehr spezielles Thema. Also wir können ja gleich eintauchen, aber da geht's viel das Thema Betriebsrat. Und ich glaube, da ist tatsächlich USA halt auch sehr sinnvoll, weil wir haben selber tatsächlich dieses Beispiel, wenn's also hier geht's auch son bisschen das, sag ich mal, Filmen von Mitarbeitern, ohne jetzt zu viel vorwegzunehmen. Wir haben eine Company Almetra, die quasi so Kameras im im Manufacturing Shopfloor deployed, ja? Also relativ konkret so Mitarbeitern bei den Arbeitsschritten zuschauen für Prozessoptimierung. Und genau die Erfahrung haben wir jetzt gemacht, dass wir sehr, sehr aktiv in die USA schauen und schon irgendwie nach nur ein paar wenigen Monaten gemerkt haben, dass die Gegebenheiten für solche Lösungen dort halt irgendwie wesentlich einfacher ist, ja, weil da einfach die Sales Cyclen kürzer sind und die Leute da auch ein bisschen weniger empfindlich sind auf der Buyer Seite, vielleicht im Vergleich jetzt zu Deutschland, [00:11:58] S1: Total spannender Vergleich. Na, aber dann lass uns mal reingehen, ne, weil ich hatte ich jetzt mit Almetra gar nicht aufm Schirm, aber ist wirklich wirklich relativ ähnlich eigentlich, ne, von den von der Idee her.
00:11:58 · Jan Thomas, Fabian Krautwurst
[00:11:58] S1: Total spannender Vergleich. Na, aber dann lass uns mal reingehen, ne, weil ich hatte ich jetzt mit Almetra gar nicht aufm Schirm, aber ist wirklich wirklich relativ ähnlich eigentlich, ne, von den von der Idee her. [00:12:05] S2: Zumindest. Ja. Ja, von der genau, es sind jetzt 2 ganz unterschiedliche Anwendungsbereiche, aber es geht, glaube ich, halt so ein bisschen so die Aufzeichnung von Mitarbeitern. Also erst mal vielleicht Marble Cognition, so wie Du gesagt hast, ist in München, wurden Ende 2025 gegründet von 2 Co Foundern, einmal dem Felix, den Du schon genannt hattest und dem Christoph. Ich erzähl jetzt nicht so viel zu den Hintergründen von ihnen. Das kann man dann machen, wenn man sich die andere Episode wahrscheinlich anhört, aber sie haben auf jeden Fall beide sehr relevante Backgrounds mit Rösner, der bei bei Eleven Labs vorher war und dem Christoph, der irgendwie eher so Forscher bei unter anderem am MIT war. Und Braze haben die insgesamt etwas über 3000000, ist eine Preseet Runde wurde angeführt von Hardcore und Seedcamp, also echt sehr, sehr guten Investoren für die Stage und dazu auch noch irgendwie ganz ein paar ganz guter Angels. Ich hatte gelesen, irgendwie Personio Mitgründer sind irgendwie mit dabei, dann ein paar Führungskräfte aus McKinsey, Mistral und Novable, alles relevante Unternehmen für die Company. Kommen wir gleich zu. [00:13:01] S1: Und Datadoc noch hatte ich gesehen, ne, genau.
00:13:03 · Fabian Krautwurst
[00:13:03] S2: Datadoc, genau, sogar irgendwie ein Board Board Member von Datadoc, also echt so Companies, die für ihr Business relevant sind. Hatten schon 1. Kunden gelistet mit, Motaris und einem KI Roll-up, also irgendwie ganz unterschiedliche Unternehmen. Also einmal son bisschen son Fitnesstack Unicorn, einmal börsennotiertes Beteiligungsinvestor und dann einmal son bisschen KI getriebene AI Roll-up Firma, also Firmenaufkäufer. Die die These, ich würd ich würd so die Kernthese vielleicht mal versuchen zu formulieren, ist, glaub ich, und das sehen wir viel, ist, bevor KI echte Arbeit übernehmen kann, muss ihr jemand zeigen, wie die Arbeit tatsächlich gemacht wird. Und das kann heute fast keine Firma. Also der Kontext ist son bisschen, jede Firma will, dass KI Agenten irgendwie Routinearbeit bei ihnen übernehmen. Das Problem, niemand kann der der KI wirklich wie diese Arbeit wirklich abläuft, ja? Und laut Marble liegen fast irgendwie bei allen Kunden rund 90 Prozent der Kernprozesse nur entweder in E-Mails, Excel Tabellen oder eben in den Köpfen von einzelnen Mitarbeitern ab. Und da hat sich, glaube ich, die Welt ein bisschen gedreht, weil ein KI Agenten zu bauen, ist inzwischen relativ einfach oder einfacher. Der Engpass ist also eigentlich nicht mehr die Technik, sondern eher das Wissen, was der Agent überhaupt tun soll. Und ich hatte sonen Quote gesehen von Max, der Partner bei bei Hardcore ist, den ich irgendwie ganz gut dazu fand, weil er hat das eigentlich gut aufn Punkt gebracht und hat so gesagt, die Modelle sind nicht knapp, sondern eher so die präzisen Aufzeichnungen davon, wie Arbeit entsteht. Das ist quasi genau der Ansatz von Marble. KI soll eigentlich eingearbeitet werden wie ein neuer Kollege, der quasi am ersten Tag zuschaut und soll aber nicht installiert werden wie ein Programm. Und da gibt's irgendwie eigentlich kein Nischenthema. Also ich glaub, Meta war da ganz groß so in den Medien, ne? Die haben ja seit April 20 26 zeichnet der Konzern bei seinen US Mitarbeitern so Mausbewegungen, Tastatureingaben, Bildschirminhalte auf.
00:15:04 · Jan Thomas, Fabian Krautwurst, Jannis Fett
[00:15:04] S1: Machen Sie das noch? Ich dachte, das war da gab's irgendwie ein Riesenaufstand, dachte ich mal irgendwie, ne? [00:15:07] S2: Da gab's ein Riesenaufstand, aber ich würde jetzt bezweifeln, dass das komplett eingestampft wurde. [00:15:12] S1: Das ist [00:15:12] S0: der peinlichste. Ja, genau. Und und und
00:15:14 · Fabian Krautwurst
[00:15:14] S2: Du hast natürlich auch und das ist USA und dann hast Du in München son bisschen einen Engel mit Celonis, ist son bisschen der Pionier der Prozessanalyse, sitzt also direkt die Ecke und packt es, aber Marble packt es quasi das gleiche Thema an, aber von' anderen Seite. Man kann sich Marble ein bisschen von der also so von der von der Funktion Funktionsweise so vorstellen, das ist wie eine App, die auf dem dem Rechner, an dem man arbeitet, quasi aufzeichnet, wie Mitarbeiter ihre Software benutzen. Das heißt, welche Schritte sie machen, welche Programme zusammenspielen. Und daraus entsteht im ersten Schritt mal sone Art Landkarte aller Abläufe, ja? Das heißt, inklusive irgendwie Ausnahmen oder Sonderfällen. Und darauf basierend basierend 3 Dinge. Marble zeigt einerseits son bisschen den Mitarbeitern, wo geht Zeit verloren? Es bewertet so, welche Abläufe sich am ehesten automatisieren lassen und schlägt eben auch son bisschen vor, womit man am besten anfängt mit der Automatisierung. Und nebenbei gibt's sone komplette Prozessdokumentation, die quasi automatisch erstellt wird. Das ist die eine Komponente. 2. Komponente, das nennen sie irgendwie Marble Co Workers, sind dann wie so digitale Kollegen, die eben die genau diese diese wiederkehrenden Fälle in der Arbeit in' bestehenden System quasi erkennen und umsetzen und dann bei Entscheidungen aber immer noch so, wo sie sagen, hey, da brauchen wir irgendwie Urteilsvermögen von den Mitarbeitern, wird immer noch der Mensch quasi hinzugezogen und muss irgendwas freigeben. Genau, ich glaub, das ist son bisschen, würd ich so ganz grob die Funktionsweise erklären. Sie hatten so einen, ich glaub, das macht's schön greifbar, sie hatten so einen konkreten Fall irgendwo genannt über bei sonem US Finanzdienstleister im PE Bereich haben sie quasi sonen Co Worker, der Vergleichsangebote vorbereitet und dann kommt ein Spezialist hinzu und prüft und gibt frei. Und da hast Du halt dann einerseits ist natürlich die Bearbeitungszeit pro Fall deutlich, deutlich schneller und dadurch kannst Du pro Mitarbeiter auch quasi mehr Fälle umsetzen. Und das System in diesem Fall hat halt nicht aus dem System aus gelernt, so wie es jetzt bei Celonis eher passieren würde, sondern eben ja durch das durch das Zuschauen. Genau, das machen die. Ich glaub, wir können auch gleich son bisschen in die Analyse rein.