00:29:51 · Philipp Westermeyer, Florian Heinemann
[00:29:51] S0: Wie viel Geld nimmst Du dir so in die Hand? [00:29:53] S1: Ja, also ich mach ja immer bei diesen Fonds irgendwas zwischen 200 und 500000 Euro und dann kannst Du eben bei Sachen noch mal nach investieren, also bei einzelnen Deals dann in der Regel, wenn's dann dazu kommt, dass ein Unternehmen gefunden wird. Du profitierst einmal durch die Search Phase, hast Du schon ein gewissen Anteil quasi an dem Unternehmen und kannst dann in der Regel noch mal nachlegen, wenn die Unternehmen dann übernommen werden. Und häufig ist das auch kombiniert, ne, ist ja das nächste Buzzword grade mit Buy and Build, ja, so. Also, dass Du sozusagen, Du hast ein Kernasset, was Du als Erstes erwirbst, sagen wir mal, eine Baumschule. Ja, so. Und dann kaufst du halt noch 2, 3 weitere Baumschulen dazu, die irgendwelche anderen Pflanzenrealcase? Also genau, das ist jetzt so ein 1 Case, wo du sagst, Baumschule, die machen irgendwelche bestimmten Pflanzenarten oder Baumarten und dann übernehmen die noch irgendwas anderes. [00:30:37] S0: Ist doch ganz witzig, wie sich so krasse Buzzwords runterbrechen und ganz reale Fälle so Baum an an eine Der der Search von den Typen von BCG und dann macht ihr Baumschule.
00:30:37 · Philipp Westermeyer, Florian Heinemann
[00:30:37] S0: Ist doch ganz witzig, wie sich so krasse Buzzwords runterbrechen und ganz reale Fälle so Baum an an eine Der der Search von den Typen von BCG und dann macht ihr Baumschule. [00:30:47] S1: Kauft kauft ihr eine Baumschule. Und deswegen find ich's auch so lustig. Aber das sind ja die Unternehmen, weißt Du, die haben einen Markt, die haben Kunden und häufig im Early Stage Bereich, Du guckst dann so zurück und denkst so, jetzt haben wir hier irgendwie 6000000 verbrannt und letztendlich ist hier eigentlich nichts entstanden. Und und und also ich bin weiterhin großer Fan von Start ups und Innovation und so weiter, aber wir haben so viel unternehmerische Substanz in in Deutschland, die ja auch den Großteil der Arbeitsplätze trägt im im im SMI Bereich, die ja auch ein echtes Thema haben, ne? Also aktuell, Weil natürlich der ganze Wandel, den wir jetzt haben mit Digitalisierung darauf aufbauen KI. So, Demografie. Also das sind so viele Themen und und und ich glaube eben sehr stark dran, dass viel davon weiterentwickelnswert und schützenswert und erhaltenswert ist. Jetzt nicht im Sinne von sozusagen jetzt am am sozialen Akt, sondern eben auch, dass da echte kommerzielle Chancen sind. [00:31:40] S0: Das aber der der Return kommt dann halt, wenn der Gründer dann in diese Firma reingeht und dann wird der werden die Fondsinvestoren über Jahre sozusagen von den Ergebnissen der Firma dann einfach ausbezahlt.
00:31:40 · Philipp Westermeyer, Florian Heinemann
[00:31:40] S0: Das aber der der Return kommt dann halt, wenn der Gründer dann in diese Firma reingeht und dann wird der werden die Fondsinvestoren über Jahre sozusagen von den Ergebnissen der Firma dann einfach ausbezahlt. [00:31:50] S1: Also, das gibt es gibt beide Varianten, ne. Es gibt die Ausschüttungsvariante, aber die die Standardvariante ist eigentlich schon, dass das dann irgendwann sozusagen weiter veräußert wird. [00:31:58] S0: Ach, weil Aber
00:31:58 · Philipp Westermeyer, Florian Heinemann
[00:31:58] S0: Ach, weil Aber [00:32:00] S1: klar, gibt beide Varianten, ne. Also ich mein letztendlich und das ist ja auch und das ist auch eine der Sachen, die mich an diesem Start up Ökosystem zum Teil etwas stören, ne, diese diese und auch, das muss man halt sagen, das ist auch die die die Limitation quasi der der Finanzierungsform VC. Es ist halt immer exitorientiert und und das ist einerseits gut, ne, weil Du's dich natürlich diszipliniert und es, ne, so. Aber es gibt natürlich auch eine Reihe von Firmen sozusagen, das sind einfach gute Ausschüttungscases und und das sind einfach solide Firmen, die laufen durch und da ist man gerne beteiligt und die Leute wollen gerne Unternehmer sein und und das auch über Jahre. Also insofern so dieser dieser sozusagen diese Fokussierung auf Ausschüttung, die sich natürlich aus den Fonds auf Exits, die sich aus den Fondsstrukturen ja ergibt, sowohl im Private Equity Bereich als auch im Bereich, ist natürlich auch für jede, ist nicht unbedingt eine gute, eine sinnvolle Lösung, ne, für jede Konstellation. Insofern glaube ich einfach, dass Search Funds ein komplementäres Modell sind zu dem, was wir im VC Bereich machen. Genau. Ansonsten hast [00:33:01] S0: du mir mal erzählt gestern Abend, fand ich auch interessant, man kann ja auch Geld jetzt ein bisschen konservativer anlegen, wenn man ohnehin so viel Start-up- und Hitrisiko hat. Dann sagst du, guck dir doch mal eine Katjes Anleihe an. Kommt halt auch nicht sofort drauf, [00:33:15] S1: aber auch [00:33:16] S0: eine Katjes Anleihe, also das [00:33:17] S1: ist ja
00:33:17 · Florian Heinemann, Philipp Westermeyer
[00:33:17] S1: ist ja [00:33:17] S0: eine Anleihe wohlgemerkt, also es ist kein kein Investments in dem Sinne, sondern man man leitet der Firma quasi wirklich Geld Ja, genau. Und da bekommt man 6 Prozent dafür. [00:33:26] S1: Ja, ich glaub, Katjes ist ungefähr 4.9 oder 5 oder so, aber Apple hat, glaub ich, auch eine Anleihen mit über 5. Da hast Du natürlich noch das das Währungsrisiko, weil es dann im Dollarraum ist, aber Katjes ist ja eine deutsche Firma. Es gibt diverse deutsche Mittelständler, die größer sind, die total solide sind, die sehr spannende Anleihen ausgeben, die Du jederzeit auch wieder verkaufen kannst, wo Du eine Verzinsung kriegst. Es gibt sehr schöne Deadfonds, also jetzt auch über über liquid oder oder diverse, wo Du, ne, also Du hast ja durch die Regulatorik, die der die Banken unterliegen, werden ja schon ein Stück weit, also natürlich nicht vollständig, aber Banken tun sich halt schwerer mit dieser traditionellen Mittelstandsded Finanzierung. [00:34:04] S0: Also Schuldenfinanzierung, ja. [00:34:05] S1: Einfach Schuldenfinanzierung und die ist natürlich weiterhin da, aber es gibt eben immer mehr Cases für private Fonds, die halt Geld verleihen und und selbst wirklich gute Firmen, die dann da irgendwie 6 bis 7 Prozent Zinsen zahlen. Eine Reihe von von Anleihen, von Schuldscheinen. [00:34:22] S0: Dass die pleite gehen, ist unwahrscheinlich.
00:34:22 · Philipp Westermeyer, Florian Heinemann
[00:34:22] S0: Dass die pleite gehen, ist unwahrscheinlich. [00:34:23] S1: Sehr unwahrscheinlich. So und gerade für Leute, die auch irgendwie kontinuierliche Ausschüttungen suchen, ne. Also früher war so die die Idee das Zinshaus, ja, man da kauft sozusagen oder eine Wohnung und dann lebt man da irgendwie von irgendwelchen Ausschüttungen, die dann aus dieser Mietgeschichte rauskommen als Altersvorsorge. So, und ich glaube, wenn man sich die aktuelle Zinslandschaft verbunden mit den aktuellen Kaufpreisen, verbunden mit so schönen Sachen wie der Mietpreisbremse oder oder dann ist sozusagen die die die ausschüttungsbasierte Altersvorsorge auf Basis von 2 Wohnungen, das ist halt, wenn man das aktuell macht, nicht unbedingt ein einfacher Case, ne? [00:35:05] S0: Weil Du sagst irgendwie, die Zinsen sind hoch, also musst Du finanzieren die Wohnung. [00:35:08] S1: Die sind ja noch nicht mal so wahnsinnig hoch, aber in Verbindung, also die kommen in die Unkosten [00:35:12] S0: und dann vermietet man darf die Mieten nicht erhöhen wegen der Mietpreisbremse. Das heißt, Immobilieninvestments sind eigentlich in Deutschland relativ unattraktiv geworden.