digital kompakt
00:38:34 · S2
[00:38:34] S2: Mhm. Ja. Mhm. Spannend. Und so thematisch ist irgendwas, wo Du sagst, oh, da bist Du jetzt ganz besonders stolz drauf oder Dinge, die erstaunlich waren, so was überhaupt rausarbeiten zu können, in die Welt bringen zu können?
00:38:45 · Joël Kaczmarek
[00:38:45] S3: Also ehrlich gesagt hab ich unsere Salesreihe immer sehr genommen genossen. Da hab ich total ein Teil viel gelernt. Und ansonsten darf man sagen, was schon so die intensivsten, bewegendsten Sachen war oder wenn ich aufs Jahr zurückgucke, wo hab ich die spannendsten Leute kennengelernt, dann war das eigentlich immer bei dem 5 Dinge mit 20 Thema. Weil's auch so unterschiedliche waren. Ich hab irgendwie ein Berufssoldat gehabt, den hab ich in' Flieger kennengelernt. Der hat ja bei uns auf soner Militärausstellung, hat der mir irgendwie ein Flugzeug erklärt, wie der da mit 40 Meter Spannweite, 220 Kilometer pro Stunde, 5 Meter über dem Boden durch Äthiopien gejettet ist und hinten irgendwie den Reis rausgeschmissen hat und wie man den Reis verpacken muss, damit der nicht bei 250 Kilometer pro Stunde hinterher zerplatzt und überall liegt der und so. Das ist ja krass, weil von da aus hangelst Du dich dann weiter zu den nächsten Gesprächen. Dann erzählt der dir halt, ja, weißte, wenn die Kollegen dann halt im Fahrzeug sitzen, unterhalten sich grade und dann fliegt 1 1 1 Panzerfaustrakete zum rechten Fenster rein, zum linken wieder raus. Die gucken so hinterher. Und das 1., was der Typ gesagt hat, war, na, ein Glück hatten wir heut eine Brille auf. Und wenn Du dann aber reingehst und mit den Leuten drüber redest, meinte der, ja, dann weißt Du, was da eigentlich? Und da steckt Todesangst, ja? Und das meine ich, Du kaskadierst dann immer weiter in solche solche Ebenen rein. Da muss man aber auch sehr genau zuhören. Also Du merkst bei so Gesprächen, wenn die Leute das anbieten und auch ob's sozusagen grad passt, da reinzugehen, weil es hat ja auch so eine, es hat auch so einen Spannungsaufbau. Also, du kannst jetzt nicht irgendwie in 1 einen Sekunde reden über deine Kindheit und in der nächsten auf einmal, ja, wie hast du dein Business finanziert bekommen?
00:40:03 · Florian Heinemann
[00:40:03] S1: Aber siehst du irgendwas, was sozusagen, ich meine, du hast ja wirklich eine sehr breite Spannbreite an Leuten da gehabt in deinem, 5 Dinge mit 20, wie Du sagtest von René Obermann bis hin zum Berufssoldaten sag ich, wobei sich René Obermann ja auch gerade sehr für für Themen in dem Bereich interessiert. Da wär noch mal die Frage sozusagen, kannst Du irgendwie, hast Du da irgendwas an Gemeinsamkeiten erkannt? Also alle Leute hätten ja, das kann man glaub ich sagen, paar Dinge anders gesehen, wenn sie sozusagen das früher realisiert hätten. Aber gibt's da irgendwelche Muster, die Du gesehen hast, irgendwelche common themes, die man irgendwie mitgeben kann?
00:40:41 · Joël Kaczmarek
[00:40:41] S3: Also das eine ist, ich finde, die meistgegebene Antwort bei den 5 Dingen mit 20 war, tu, was Du liebst. Ich glaube, son René Obermann ist auch jemand, ich hab den dann hinterher immer gefragt. Ich sag so, was hast ein Du eigentlich für eine Agenda? Also welche Logik ist ein in deiner Karriere drin? Weil Du warst bei der Telekom, dann machst Du jetzt Airbus und dann machst Du irgendwie jetzt SAP. Und hat gesagt, na ja, ich steh für Informationssysteme. Ich möchte sozusagen, mein Thema ist Kommunikation und wie Menschen quasi miteinander interagieren. Da dachte ich, ach geil, der hat halt irgendwie ein Pattern, der hat eine Überzeugung. Und was ich dann festgestellt hab und lustigerweise richten wir uns jetzt darauf komplett aus, also ich werd den Digital Podcast umbenennen, ich werd die zusammenlegen, Digital kompakt und 5 Dinge mit 20, weil was ich festgestellt hab, gute erfolgreiche Leute streben Wachstum an. Und das ist in' nicht seltenen Anzahl von Fällen so, dass das in' bestimmten Sequenz erfolgt. Das heißt, der 1. Phase, die die meisten haben, ist Wohlstand. Das heißt, die streben erst mal Wachstum im Bereich Wohlstand an, also gutes Gehalt kriegen, Rückstände, Rücklagen aufbauen, einfach Freiheit durch wirtschaftliche Unabhängigkeit erzeugen. Und dann kommen die irgendwann an einen Punkt und es kommt dann sozusagen die 2. Phase des Wachstums oder Art des Wachstums, da geht's Gesundheit. Weil vielleicht hast Du dich bis dahin schon kaputt gemacht auf eine Art Rückenschmerzen, Burnout, Familie nicht gesehen, all solche Dinge. Dann fängt man auf einmal an, mehr in so Richtung Longevity zu denken. Was muss ich tun, damit ich das hier lange durchhalte? Bei dir, Florian, war ja lustigerweise 1 der 5 Punkte, 8. Auf deine Gesundheit, ja? Der Körper ist kein Verschleißobjekt. Also vielleicht bist Du schon über Phase 2 hinaus, weil die 3. Ist dann, die nenne ich so Tiefgang, dass es im Prinzip darum geht, auch son son Purpose zu haben. Also sone Mischung aus Mindset und einfach sone Art Selbstverwirklichung erzeugen. Das heißt, dann fragen sich, dass die Leute alles klar, wenn ich abdreh, was habe ich denn hinterlassen? Wozu bin ich denn eigentlich da? So und diese 3 Phasen, die kannst Du halt superschön in sonem Podcast abbilden. Das heißt, Montag wird bei uns dann so der Money Monday werden.
00:42:26 · Joël Kaczmarek, Florian Heinemann
Da reden wir halt eher mehr über die digital kompakt Inhalte, wie baue ich Vorstand auf? Mittwoch wird der Wellness Wednesday werden. Das heißt, was kann ich tun für meine Gesundheit? Und Freitag wird dann mehr so der Freedom Friday. Da kommen dann die 5 Dinge mit 20. Und das ist halt irgendwie eine ganz interessante Sache, dass die Leute halt mit soner Neugier, mit soner Offenheit da rangehen und halt dieses Thema Wachstum haben und drüberliegend aber immer sone Art Lebensziel. Also, wofür stehe ich eigentlich, wenn sie sich das nicht erst in der dritten Phase arbeiten? [00:42:52] S1: Wie finden die Leute dieses Lebensziel? Also ist das, hast Du so das Gefühl, das ist ein eher son Zufallsprozess? Also bei dem René Obermann hatte, ich hab den Podcast auch gehört, da hatte man ja erst so das Gefühl, der hat sich schon immer son bisschen intuitiv entschieden für die nächste Station, ne, dann auch jetzt Warburg Pincus und so weiter und dann son bisschen so den kommen, die Nominator da so dann über die Zeit für sich realisiert. Oder sind die meisten von denen eher so vorab geplant und haben einen großen strategischen Plan? [00:43:20] S3: Ich glaub, das ist leidenschaftsgetrieben. Also das war lustigerweise, [00:43:23] S1: hab ich gedacht, [00:43:23] S3: welche Ironie eigentlich, das war ausgerechnet Sebastian Krumbiegel, der mir das beibrachte, der gesagt hat, ich wollt mit 6 schon Popstar werden. [00:43:29] S1: Krumbiegel, ne, das wär son bisschen vielleicht, also hier von den Prinzen, ne. Also wahrscheinlich erfolgreichste DDR. Ja. Ebenmals DDR Pop Band,
00:43:37 · Joël Kaczmarek
[00:43:37] S3: ne. Ja, kann schon sein. Vielleicht mit, wie heißen sie hier, alt wie ein Baum. Ach Gott, na ja, Asche auf mein Haupt. Der holt mir auf die Schnauze, wenn er mich das nächste Mal sieht. Aber vielleicht freut er sich drüber, dann hast Du recht. Nee, aber die Ironie war, dass mir eigentlich ein Künstler im Prinzip so einen der wichtigsten Ratschläge gegeben hat, was die Businesswelt angeht. Hat gesagt, ich wollte mit 6 schon Popstar werden. Ich war halt in dieser Ausbildung für klassische Musik, war mir scheißegal. Ich wusste, ich will Popstar werden. Hier, ja, da macht immer diese Geste so, ja, ich will Popstar sein. Und da hatten wir mehrere. Das das doppelte sich dann irgendwann. Dann hab ich gemerkt, ja krass, die Leute sind halt in dem am besten, was ihnen am meisten Spaß macht. Dann musst Du natürlich son Stück weit abgleichen, wenn jetzt Du irgendwie da am besten darin bist, Briefmarken zu sammeln. Weiß ich jetzt nicht, ob das sozusagen dein Karriere irgendwie ermöglicht, ja. Aber wenn man sich halt mal anguckt, ich meine, Du zum Beispiel, Florian, Du bist halt sehr gut, glaube ich, dadrin Leuten Wissen zu vermitteln. Also Du warst irgendwie Professor und und magst gerne Wissen zu teilen und dann bist Du in eine Rolle gegangen, wo Du das über dein Portfolio hinweg tust. Und das ist, glaube ich, son Thema, was halt viele für sich irgendwie gefunden haben. Das heißt ja nicht, dass das immer gerade war. Aber ich hatte zum Beispiel mal ein sehr geilen Typen im Podcast, Michael Ilgner. Der war früher Leistungssportler im Wasserball, Olympionike. Dann war der 15 Jahre, 10 oder 15 Jahre Chef der Deutschen Sporthilfe, bevor er dann Personalvorstand bei der Deutschen Bank wurde. Und der hat sich angeguckt, was sind denn, was ist die Formel für Erfolg? Was brauche ich, erfolgreich zu sein? Und der hat festgestellt, das ist ein Produkt aus 3 Dingen. Du brauchst Talent, Training und Mindset. Und Talent und Training checken die meisten noch. Bei Mindset, also hinten werden die Enden fett, wie mein Vater immer sagt. Weil Talent hast Du oder hast Du nicht, kannst Du nur zu' gewissen Teil beeinflussen. Training ist irgendwann endlich. Florian hat's mal so schön die talentfreie Zone genannt. Und Mindset ist aber der Hebel, wo Du da halt noch dran arbeiten kannst.