digital kompakt
00:36:42 · S2
[00:36:42] S2: Es ist ja ist ja spannend, wenn man mit dir sich trifft, vor allen Dingen bei dir im im Studio, ja, physisch zusammensitzt und das aufnimmt. Da sitzt man zu zweit im kleinen Raum und alles ist ganz kuschelig und schön und man hat ein gutes Gespräch. Und man vergisst ja total schnell, dass dass da potenziell das ganze Internet mithört, ja? Und und und ist ja häufig einfach wie son Gespräch, wie man es hat unter Freunden, wenn man sich zu zweit trifft und spazieren geht oder an' Bar sitzt mit dem Unterschied, dass es aufgenommen wird und im Internet bis in alle Ewigkeit ja anzuhören ist. Gibst Du den den Interviewten eigentlich sone Art Disclaimer? So nach dem Motto, hier ist das Briefing. Alles, was Du jetzt sagst, wird in Zukunft gegen dich verwendet. Oder oder dass Du sagst, hey, hey, Du biegst dir grad in eine Ecke ab. Ich weiß nicht, ob Du willst, dass die Welt das weiß oder dass das dahinter herausgeschnitten wird. Wie gehst Du denn damit
00:37:34 · Joël Kaczmarek
[00:37:34] S3: Also es gibt immer ein Vortrag, wo ich den Leuten sage, hey, wir schneiden also alles, was Störgeräusche sind oder wenn Du hustest oder son Kram, es kommt alles raus. Du wirst sehr eloquivalent klingen, egal, ob Du's warst. Und wenn Du irgendwas hast, wo Du dich unwohl fühlst, sag mir hinterher Bescheid und dann nehmen wir's raus. Geht auch gibt auch die Möglichkeit, eine Abnahme bei uns sozusagen vorzunehmen. Sag ich nicht so gerne, weil dann hab, wenn ich's bei allen hab, dann verlängert's immer den Prozess, aber kann's halt jederzeit machen. Und dann ehrlich gesagt beschütze ich die Leute schon manchmal vor sich. Also es gibt ja schon auch son Oversharing bei manchen Sachen, hab ich jetzt ehrlicherweise noch nie gehabt, wo ich das Gefühl hatte, okay, jetzt fängt er an, von seiner Vorliebe für Frauenunterwäsche zu reden. Da beschütze ich ihn mal, so so krass jetzt nicht. Aber es gab schon Fälle, wo ich hinterher den Leuten geschrieben hab, ich sag so, Du, Du hast an der Stelle das und das gesagt. Ich glaub, das siehst Du echt blöd aus, wenn ich das on air nehme. Ich schneid das mal für dich raus, wenn's für dich okay ist. Das danken einem die Leute auch, weil das brauchst Du. Weißt Du, Du kannst... Gründerszene zum Beispiel wäre es genau anders gewesen, hätten wir son Ding halt ins Schaufenster gestellt. Und hier sage ich halt, pass mal auf, mir geht's darum, dir dir sozusagen deine Learnings zu zeigen und nicht die eine Stelle, wo Du eine blöde Formulierung gewählt hast.
00:38:34 · S2
[00:38:34] S2: Mhm. Ja. Mhm. Spannend. Und so thematisch ist irgendwas, wo Du sagst, oh, da bist Du jetzt ganz besonders stolz drauf oder Dinge, die erstaunlich waren, so was überhaupt rausarbeiten zu können, in die Welt bringen zu können?
00:38:45 · Joël Kaczmarek
[00:38:45] S3: Also ehrlich gesagt hab ich unsere Salesreihe immer sehr genommen genossen. Da hab ich total ein Teil viel gelernt. Und ansonsten darf man sagen, was schon so die intensivsten, bewegendsten Sachen war oder wenn ich aufs Jahr zurückgucke, wo hab ich die spannendsten Leute kennengelernt, dann war das eigentlich immer bei dem 5 Dinge mit 20 Thema. Weil's auch so unterschiedliche waren. Ich hab irgendwie ein Berufssoldat gehabt, den hab ich in' Flieger kennengelernt. Der hat ja bei uns auf soner Militärausstellung, hat der mir irgendwie ein Flugzeug erklärt, wie der da mit 40 Meter Spannweite, 220 Kilometer pro Stunde, 5 Meter über dem Boden durch Äthiopien gejettet ist und hinten irgendwie den Reis rausgeschmissen hat und wie man den Reis verpacken muss, damit der nicht bei 250 Kilometer pro Stunde hinterher zerplatzt und überall liegt der und so. Das ist ja krass, weil von da aus hangelst Du dich dann weiter zu den nächsten Gesprächen. Dann erzählt der dir halt, ja, weißte, wenn die Kollegen dann halt im Fahrzeug sitzen, unterhalten sich grade und dann fliegt 1 1 1 Panzerfaustrakete zum rechten Fenster rein, zum linken wieder raus. Die gucken so hinterher. Und das 1., was der Typ gesagt hat, war, na, ein Glück hatten wir heut eine Brille auf. Und wenn Du dann aber reingehst und mit den Leuten drüber redest, meinte der, ja, dann weißt Du, was da eigentlich? Und da steckt Todesangst, ja? Und das meine ich, Du kaskadierst dann immer weiter in solche solche Ebenen rein. Da muss man aber auch sehr genau zuhören. Also Du merkst bei so Gesprächen, wenn die Leute das anbieten und auch ob's sozusagen grad passt, da reinzugehen, weil es hat ja auch so eine, es hat auch so einen Spannungsaufbau. Also, du kannst jetzt nicht irgendwie in 1 einen Sekunde reden über deine Kindheit und in der nächsten auf einmal, ja, wie hast du dein Business finanziert bekommen?
00:40:03 · Florian Heinemann
[00:40:03] S1: Aber siehst du irgendwas, was sozusagen, ich meine, du hast ja wirklich eine sehr breite Spannbreite an Leuten da gehabt in deinem, 5 Dinge mit 20, wie Du sagtest von René Obermann bis hin zum Berufssoldaten sag ich, wobei sich René Obermann ja auch gerade sehr für für Themen in dem Bereich interessiert. Da wär noch mal die Frage sozusagen, kannst Du irgendwie, hast Du da irgendwas an Gemeinsamkeiten erkannt? Also alle Leute hätten ja, das kann man glaub ich sagen, paar Dinge anders gesehen, wenn sie sozusagen das früher realisiert hätten. Aber gibt's da irgendwelche Muster, die Du gesehen hast, irgendwelche common themes, die man irgendwie mitgeben kann?
00:40:41 · Joël Kaczmarek
[00:40:41] S3: Also das eine ist, ich finde, die meistgegebene Antwort bei den 5 Dingen mit 20 war, tu, was Du liebst. Ich glaube, son René Obermann ist auch jemand, ich hab den dann hinterher immer gefragt. Ich sag so, was hast ein Du eigentlich für eine Agenda? Also welche Logik ist ein in deiner Karriere drin? Weil Du warst bei der Telekom, dann machst Du jetzt Airbus und dann machst Du irgendwie jetzt SAP. Und hat gesagt, na ja, ich steh für Informationssysteme. Ich möchte sozusagen, mein Thema ist Kommunikation und wie Menschen quasi miteinander interagieren. Da dachte ich, ach geil, der hat halt irgendwie ein Pattern, der hat eine Überzeugung. Und was ich dann festgestellt hab und lustigerweise richten wir uns jetzt darauf komplett aus, also ich werd den Digital Podcast umbenennen, ich werd die zusammenlegen, Digital kompakt und 5 Dinge mit 20, weil was ich festgestellt hab, gute erfolgreiche Leute streben Wachstum an. Und das ist in' nicht seltenen Anzahl von Fällen so, dass das in' bestimmten Sequenz erfolgt. Das heißt, der 1. Phase, die die meisten haben, ist Wohlstand. Das heißt, die streben erst mal Wachstum im Bereich Wohlstand an, also gutes Gehalt kriegen, Rückstände, Rücklagen aufbauen, einfach Freiheit durch wirtschaftliche Unabhängigkeit erzeugen. Und dann kommen die irgendwann an einen Punkt und es kommt dann sozusagen die 2. Phase des Wachstums oder Art des Wachstums, da geht's Gesundheit. Weil vielleicht hast Du dich bis dahin schon kaputt gemacht auf eine Art Rückenschmerzen, Burnout, Familie nicht gesehen, all solche Dinge. Dann fängt man auf einmal an, mehr in so Richtung Longevity zu denken. Was muss ich tun, damit ich das hier lange durchhalte? Bei dir, Florian, war ja lustigerweise 1 der 5 Punkte, 8. Auf deine Gesundheit, ja? Der Körper ist kein Verschleißobjekt. Also vielleicht bist Du schon über Phase 2 hinaus, weil die 3. Ist dann, die nenne ich so Tiefgang, dass es im Prinzip darum geht, auch son son Purpose zu haben. Also sone Mischung aus Mindset und einfach sone Art Selbstverwirklichung erzeugen. Das heißt, dann fragen sich, dass die Leute alles klar, wenn ich abdreh, was habe ich denn hinterlassen? Wozu bin ich denn eigentlich da? So und diese 3 Phasen, die kannst Du halt superschön in sonem Podcast abbilden. Das heißt, Montag wird bei uns dann so der Money Monday werden.