digital kompakt
00:29:44 · Joël Kaczmarek
[00:29:44] S3: Jana, vor allem, Du brauchst halt immer Leute, die Reichweite haben. Ich hab ja eine ganze Zeit lang hab ich mit Sebastian Krumbiegel von den Prinzen mal eine Folge gemacht, weil mein Ziel war, mehr Prominenz reinzubringen bei digital kompakt, die Reichweite zu steigern und hab festgestellt, ich hab ich hab den geliebt. War supergeil, mit dem das zu machen. Toller Typ, tolle Einstellung und so weiter. Der ist aber a in' gewissen Alter. Das heißt, der hat eine Followership, die sind halt so 40, ja, eher Frauen plus er hat halt keine digitale Reichweite. Also der hat irgendwie so dreieinhalb-, viereinhalbtausend Follower gehabt auf Instagram. Da kriegst da kriegst Du nichts konvertiert aufn Podcast. So. Wir hatten aber selbst auch Gäste da, die hatten irgendwie eine halbe Million oder oder mehr als als Follower auf Instagram. Das hat auch nicht auf die Folge richtig übertragen. Das heißt, Du kriegst dann viel Reichweite, wenn Du selbst derjenige mit der halben Million bist und nicht der Gast. Also wenn Du Moderator bist, jetzt weiß ich, Pamela Reif mit ihren 7000000 oder so, wenn die anfängt, ein Podcast zu machen, dann hat sie natürlich ihre ganzen Follower, die sich für sie interessieren und die hören ihr zu. Und son Joe Rogan im Gegenzug, ehrlich gesagt, ich kenn die Abrufszahlen, kenn ich gar nicht. Mir ist nur damals haften geblieben, wie er diesen Spotify Deal kriegte über 100000000, wo ich so dachte, what the fuck? Also, ich glaub son son Studio Bummens, was ja viele erfolgreiche Formate gemacht hat in Deutschland.
00:30:51 · Florian Heinemann, Joël Kaczmarek
[00:30:51] S1: 100000000 muss man dazu sagen, über mehrere Jahre nach unserem Verständnis, ne? [00:30:56] S3: Ja, Ich glaub über 5, wenn ich's richtig. So und wenn ich jetzt mir mal sone Studio Bummens angucke, die wurden ja grade gekauft, wenn mich nicht täusche. Ich kenn deren Zahlen nicht, aber ich würd mal schätzen, die machen unter 10000000 Umsatz im Jahr. Joe Rogan alleine kriegt von Spotify 20 pro Jahr dafür, dass er den Podcast Star exklusiv macht auf 5 Jahre. Also, mal so diese Dimensionen sich zu betrachten. [00:31:15] S1: Ja, und Studio Bummens, das werden wahrscheinlich viele auch nicht wissen, das ist zum Beispiel sowas wie Baywatch Berlin oder oder auch einfach mal Luppen mit Toni und weiß jetzt nicht, wie sein Bruder heißt, Kroos. [00:31:25] S3: Felix.
00:31:25 · Joël Kaczmarek, Florian Heinemann, S2
[00:31:25] S3: Felix. [00:31:26] S1: Felix, genau. Toni und Felix Kroos, der echt auch lustig ist, muss man sagen, ne. Also, das ist immer so das Problem, dass Du bei dem einen oder anderen Prominenten immer so denkst, oh, jetzt hör ich mir das an, aber dass ich mir jetzt über Jahre, ne, das immer wieder anhöre und da sind irgendwie Toni und Felix Kroos echt ganz gute Beispiele, dass die das lustig machen können, genauso wie auch hier Bill und wie heißt der andere? Tom Kaulitz. Ist echt lustig, ne, weil Du ja so im ersten Moment denkst, Gottes Willen, jetzt machen die auch noch ein Podcast, aber es ist wirklich nicht schlecht gemacht, muss man sagen. Und und obwohl die wirklich eine Reihe von solchen Formaten haben, ist ja dann das auch gar nicht so groß, ne. Also die die das ganze Studio Bummens macht deutlich weniger Umsatz, so wie's aussieht als ein Joe Rogan alleine, ne. Und das ist schon 1. Deutsche Podcast Liga, muss man ja sagen. [00:32:09] S2: Ja, absolut. [00:32:09] S1: Also das zeigt auch son bisschen die Unterschiedlichkeit. Wächst denn der Podcastmarkt eigentlich grad noch? Also wenn man jetzt ein neuen Podcast, also wenn man jetzt ein junger, ambitionierter Mensch ist und sagt, ich kenn mich total gut aus mit keine Ahnung, Schminke, macht das dann Sinn, noch irgendwie ein Podcast zu machen?
00:32:09 · Florian Heinemann, Joël Kaczmarek
[00:32:09] S1: Also das zeigt auch son bisschen die Unterschiedlichkeit. Wächst denn der Podcastmarkt eigentlich grad noch? Also wenn man jetzt ein neuen Podcast, also wenn man jetzt ein junger, ambitionierter Mensch ist und sagt, ich kenn mich total gut aus mit keine Ahnung, Schminke, macht das dann Sinn, noch irgendwie ein Podcast zu machen? [00:32:22] S3: Also mein Eindruck ist ehrlich gesagt, dass das hochgradig stagnativ ist. Vielleicht, also der der Markt als Ganzes wächst. Aber wenn Du neu startest, machst Du das ja erst mal unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Ich glaub ehrlich gesagt, wir oder son OMR hat ein Riesenvorteil dadurch, dass wir den den Zeitvorteil haben, dass wir einfach früher gestartet sind. Es ist einfach schon super umkämpft. Und dann darf man ja auch nicht vergessen, was ja zum Beispiel dieses Jahr ein sehr erfolgreicher Podcast war, den wir auch bewerben, [00:32:45] S1: weil er gut ist. [00:32:45] S3: Ist ja der Peter Thiel Podcast gewesen vom Deutschlandfunk. Und ein Deutschlandfunk hat jetzt zum Beispiel keine Gewinnambitionen mit sonem Podcast, ne. Das ist sozusagen öffentlich rechtlich. Du spielst da im Prinzip auf dem Niveau, auf ARD Niveau machst Du auf einmal Inhalte in' Wirtschaftsbereich. Das heißt, da springen ja immer mehr auf aus dieser Riege. Die Zeit, der NDR, der Deutschlandfunk und und und. Plus halt schon die Großen, die's gibt. Ne, weil Du Und [00:33:08] S1: die die Zeit ist jetzt nicht öffentlich das muss so heißen, der der fährt. [00:33:11] S3: Ja, ja, klar.
00:33:11 · Joël Kaczmarek, Florian Heinemann, S2
[00:33:11] S3: Ja, ja, klar. [00:33:12] S1: Ja, aber für die ist das jetzt natürlich nicht ist nicht der der Kern sicherlich der der Monetarisierung, ne. Du hast recht. Ja. [00:33:18] S3: Nee, also Du hast geh, Du hast die öffentlich rechtlichen, wo die Monetarisierung nicht sone Rolle spielt und Du hast aber die großen Verlagshäuser oder auch süddeutsche Zeitungen und so weiter, die halt ihre Material da reinschießen und natürlich mit ganz anderer Bestückung da anrücken als Du. [00:33:29] S2: Was denn bei dir hängen geblieben aus all diesen Folgen, die Du gemacht hast? [00:33:33] S1: Wie viel Folgen hast [00:33:34] S2: Du eigentlich gemacht in den letzten 10 Jahren? Wie viele Podcasts? [00:33:36] S3: Was schätzt Du denn? [00:33:37] S2: Florian, mach Du mal zuerst und ich sag mehr oder weniger. [00:33:40] S1: Ja, ich hätte ich hätte vermutet wahrscheinlich 3, 4 Podcasts die Woche. Das heißt, das wären ja dann, was ich, 150, 200 im Jahr. Also, was ich 1500 bis 2000 über 10 Jahre. [00:33:50] S3: Gar nicht schlecht, glaub ich, sind bei 1200, André. [00:33:52] S1: Siehst Du. Hast viel Urlaub genommen, dann war das. Typisch Gen Z. Oder bist Du Gen Z? Ich weiß gar nicht, egal. [00:34:01] S3: Ich bin 83. Ich glaub, ich bin, was ist ein das dann? Doch, ist Gen Z, ne? [00:34:04] S2: Gen Y. [00:34:05] S1: Gen Y, ja, ja. Egal, auf jeden Fall viel viel Urlaub.
00:34:09 · Joël Kaczmarek
[00:34:09] S3: Ja. Also ehrlich gesagt, es ist son bisschen son Fall von steter Tropfen höhlt den Stein. Ich hab mit so vielen Leuten über Bewertungen geredet und über VC Gaming, dass natürlich irgendwas dran hängen bleibt. Aber ich fand, die Sachen, die mich am meisten bewegt haben, ehrlich gesagt, war immer, wenn die Leute so richtig persönlich wurden. Also, ich weiß, ich hab mal eine Folge mit Jan Breder aufgenommen, da hat er mir davon erzählt, dass er in seinem Büro bei Mercedes saß, die Assistentin war, der wachhund vor der Tür, dass keiner reinkam, der die Decke angeguckt hat, überlegt, ob er sich das Leben nimmt. So, da sitzt Du da und denkst so, Alter. Und dann hat er mir erzählt, wie er wieder einen Halt aufs Leben gekriegt hat und wie er eine Vision entwickelt hat und warum er heute so darauf zurückguckt und da völlig fassungslos ist. Das hast Du halt son paarmal oder Josef Brunner kennt ja den Florian, glaub ich, auch ganz gut, wie der mir erzählte, das war eine 5 Dinge mit 20 Folge, wie er als Kind quasi immer in der Backstube mit seinem Vater stand, ganz stolz, dann ist der pleite gegangen. Und der wurde in der Schule immer als der Pleitegeier gehänselt und dann hat er sich gesagt, alles klar, euch Arschlöchern beweis ich's. Ich wasch meinen Namen rein. Und das ist so bildlich, wie sich solche Leute mal mit auf die Reise nehmen. Der sagte dann, ich bin immer wandern gegangen und dann hab ich mich immer so von meinen Dämonen irgendwie die Berge hochgetrieben gefühlt. Und irgendwann hab ich gedacht, fuck you, ich lass meine Dämonen mich überholen und dann spann ich die an wie sone Kutsche, lass ich mich von meinen Dämonen den Berg hochziehen. Und dann erzählt er so und meint so, ja, nach meinem dritten Exit, so in Klammern, die, ich glaub, im Ersten hat er wahrscheinlich, weiß ich nicht, 200000000 gemacht, im Zweiten war irgendwie Börsengang und im Dritten hab, ja, krieg's gar nicht mehr zusammen, aber signifikante Höhen. Nach meinem dritten Exit hab ich dann realisiert, Geld bringt deine Dämonen nicht zum Schweigen. Also egal, wie viel Geld ich verdient habe, das hat er nie wieder losgelassen. So, und das sind halt die Storys. Da sitzt Du da und dann denkst Du so, krass.