Startup Insider
00:21:26 · Stephan Jacquemot
[00:21:26] S0: Ja, ja, ja, klar. Also ich mein, was was vielleicht hier auch noch entscheidend ist und das finde ich auch ein spannendes Thema, das das Gründerteam hat sich noch mal ein bisschen umgestellt und kamen die vorher die Gründer aus ausm Wissenschaftsbereich, haben sie jetzt seit September letzten Jahres sich ein CEO dazu geholt, der aus, sag ich mal, eher aus der Privatwirtschaft kommt. Hat schon mal für seine vorhergehende Company, glaube ich, ordentlich Geld eingesammelt, Photon Delta hieß die und der CEO heißt Paul Marshall und und der ist jetzt neu als CEO drin und ist, glaube ich, für diese genau für diese kommerzielle Seite des unter des des des Businesses eingestellt, weil vorher war's dann doch eher wissenschaftlich. Sind ja da auch, eintaucht hat ja auch Tradition als sehr guten wissenschaftlichen Standort. Und jetzt geht's darum, wie kann ich genau diese kommerzielle Seite dann dann aufbauen und auch beweisen? Und das ist noch mal eine gute Entwicklung, weil das beobachte ich auch immer mal wieder, dass Ausgründungen aus Forschungseinrichtungen, sehr technische Ausgründungen eigentlich ganz gute Ideen haben, auch gute Ideen, wie man ein Problem simpler lösen kann. Aber es fehlt manchmal der Zug zur kommerziellen Exzellenz und den scheinen die hier selbst erkannt zu haben und auch mal das Gründerteam umgestellt zu haben. Und das finde ich einen richtigen Schritt in der richtigen Phase. Dann jetzt gibt's dieses Jahr die Finanzierungsrunde dazu. Also dass die Firma zumindest jetzt in dieser frühesten Phase macht stellt da grad die richtigen Weichen.
00:22:54 · Jan Thomas
[00:22:54] S1: Cool. Dann würde ich sagen, ich weiß nicht, auch wenn's schwerfällt, ne, wir gehen gehen nach Düsseldorf, oder?
00:23:00 · Stephan Jacquemot
[00:23:00] S0: Ja, gehen gerne nach Düsseldorf zu zu dem zweiten Infrastrukturthema. Und zwar ist es das Start-up Obizium, das eine Finanzierungsrunde verkündet hat. Obizium ist ein Start-up aus der verbotenen Stadt, wie wir hier in Köln sagen und hat 14000000 Dollar für einen universellen KI Prozessor eingesammelt. Und die Runde war schon Mitte Oktober, also schon ein bisschen was her, aber ich find sie sehr, sehr spannend, weil auch das ist ein Thema, was sehr auf dem, ich sag mal, Infrastructure Layer stattfindet. Mhm. Für die Zuhörerinnen und Zuhörer zur Einordnung, wir waren eben im Rechenzentrum und haben das Rechenzentrum optimiert mit dieser optischen Lösung für Chips. Und wir gehen jetzt an die Edge, ans Edge Computing. Also wenn ich sozusagen ein 1 Gerät habe, was außerhalb des Rechenzentrums sich in der reellen Welt bewegt, wie ich da einen eine Infrastrukturtechnologie zur Verfügung stelle, damit das passiert. Also die Überschrift ist Physical AI. Es geht also Maschinen, die sich in der reellen Welt bewegen müssen und in dieser reellen Welt selbst Entscheidungen treffen müssen. Und hier gibt es eine 1 sehr, sehr schöne Ansatz von Obicium. Ich hoffe, wir sprechen nicht für überhaupt richtig aus, hab ich ja gar nicht gesehen. Obicium, Obicium, na gut, Obicium. Und also hier muss man sich Folgendes vorstellen, was ist die Situation? Und dann gehe ich auch gleich mal auf die Investoren ein, die ich nämlich total spannend finde, aber erst mal, was macht die Firma? Wenn man sich zum Beispiel eine Drohne vorstellt, dann muss diese Drohne verschiedene Informationen verarbeiten und für diese gibt es auch unterschiedliche Chips. Also zum einen muss ich meine Umgebung wahrnehmen. Ich muss also Kameradaten interpretieren, Radardaten interpretieren, verschiedene Sensorik, die mir ein 1 Verständnis meiner Umwelt gibt und das muss diese Daten muss ich verstehen können. Und dann habe ich als 2. Stufe, sag ich mal, son KI Chip, das sind dann diese GPUs oder NPUs, die dann diese Umfeld Umwelt interpretieren können und auch Dinge entscheiden können, was mit diesen Informationen, die ich aus meinen Sensoren bekommen habe, was ich damit anstellen muss. Also kann ich jetzt bei bei soner Kampfdrohne sagen, es mal makaber auszudrücken, greif ich an oder ist das ein ob harmloses Ziel und ich fliege einfach weiter?
00:25:18 · Stephan Jacquemot
Oder kann auch beim Werkschutz sagen, ist das jetzt ein Einbruch, der da stattfindet oder ist das kein Einbruch? Ich detektiere etwas und ich muss interpretieren, was es ist. Und dann kommen wir zu den zur dritten Aktion, das ist dann das Handeln. Also die Maschine muss dann Motoren steuern, Adduktoren steuern und muss dann gewisse Komponenten miteinander gleichzeitig bewegen, dann auf dieses diese Dinge, die die KI interpretiert hat, reagieren zu können. Und für all diese 3 Vorgänge, also die Wahrnehmung, das Denken und das Handeln brauche ich in der Regel 3 verschiedene Prozessoren, die auch alle Strom haben wollen, die alle Rechenkapazität haben und die alle auch eine gewisse Zeit brauchen, dieses diese diese Vorgänge zu analysieren. Und die Lösung von Obitium ist nun, das alles modular auf einem einzigen Chip stattfinden zu lassen, der all diese Rechenoperationen mit einem Chip ausüben kann. Und ich kann diesen Chip auch noch modular anpassen. Und das finde ich auch eine total spannende Technologie, weil Physical AI, auch hier sind wir makroökonomisch in' Thema, was absoluten Rückenwind hat. Also wir brauchen überhaupt nicht darüber nachzudenken, ob Robotik kommen wird, ob es Edge Computing geben wird, wo die die gesamte Geräte an der Edge autonom Dinge entscheiden müssen. Ein Auto, was autonom fährt, muss auch autonom fahren können, wenn die Verbindung zum Rechenzentrum nicht stattfindet. Ein Roboter in der Werkhalle muss auch trotzdem darauf achten, keinen Menschen umzufahren, wenn auch grade mal die Internetverbindung gestört ist und so weiter und so fort. Also die Maschinen müssen immer in der Lage sein, in der Zukunft völlig autonom Dinge entscheiden zu können. Und das Thema hat da absoluten Rückenwind und die Technologie, die die entwickelt haben, ist auch hier, gehört auch zur Wahrheit dazu, gibt es unglaublich viel Wettbewerb. Aber das ist, wenn ich das gelöst kriege, das Thema, dann hab ich auch hier muss ich mir über Exit und Ähnliches keine Sorgen machen. Mhm.
00:27:17 · Jan Thomas, Stephan Jacquemot
[00:27:17] S1: Ja, also total stark, ne. Ich find's beeindruckend. Man hat gesehen, Florian Seibel ist auch mit an Bord, ne. Heißt, das ist immer so das Glückssiegel hat man so das Aber dieses Thema dieses Thema autonome Drohnen, ja, das macht mir immer Sorgen. Ja, bitte? [00:27:29] S0: Ja? Genau, da würde ich ja gern drauf eingehen, weil das ist ja für mich, also ich bin ja hier ein still und heimlicher und doch, Kunde ist immer wieder offener Florian Salbe Fan. [00:27:41] S1: Das... Wusstest Du, wenn Du hier son Fanboy bist? Ja, cool, ja.
00:27:41 · Jan Thomas, Stephan Jacquemot
[00:27:41] S1: Das... Wusstest Du, wenn Du hier son Fanboy bist? Ja, cool, ja. [00:27:43] S0: Ich bin absoluter Florian Salbe Fanboy. Ich bin diesem Mann noch nie in meinem Leben begegnet. Also vorhin solltest Du diesen Podcast hören. Ich freue mich mal auf einen gemeinsamen Kaffee, wobei dieser Mann ist extrem beschäftigt. Aber Florian Seibel sollten mir vielleicht für die Zuhörerinnen und Zuhörer erklären, die nicht eine ähnliche Fanliebe zu diesem Menschen her haben wie ich. Florian Seibel ist der der CEO von Quantum Systems, die also Drohnen herstellen, die in der Ukraine im Einsatz sind und Europa gegen Russland sozusagen verteidigt und macht das schon seit 11 Jahren, ist, glaube ich, seit 2015 dies das Start-up Quantum System gegründet, damals noch mit, sag ich mal, starkem Agrarfokus, Felder befliegen und Ähnliches und kam dann halt in 20 22 durch den russischen Angriffskrieg dazu, dass er dann seine Drohnentechnologie auch auf auf Defense Tech, wie es das Schöne heißt, neudeutsch, optimiert hat. Und Florian Seibel und deswegen zu meinem Fanboy Verhalten ist, glaube ich, in... Also also sein privates Angel Portfolio ist mein Neid Faktor, also oder oder ich klatsche eigentlich nur Applaus, weil der ist wirklich in so vielen relevanten Start ups investiert wie Arx Robotics zum Beispiel oder auch Stark. [00:28:52] S1: Ja, genau, ja.