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00:05:53 · Daniel Eckert, Lea Oetjen
[00:05:53] S2: Ja, bevor wir jetzt zu den deutschen Einzelwerten kommen, noch eine sehr traurige Nachricht von gestern Abend. Der bayerische Wirtschaftsminister und Vizeministerpräsident Hubert Aiwanger ist völlig überraschend im Alter von 55 Jahren gestorben. Unser Mitgefühl gilt seiner Familie und allen, die ihm nahe standen. Da fällt's jetzt wirklich schwer, den Blick auf den DAX zu lenken. [00:06:16] S1: Ja, Du sagst es. Gute Überleitung ist da, glaube ich, gar nicht möglich. Deswegen machen wir jetzt hier den harten Bruch. Es hilft ja nichts. Im DAX lag Heidelberg Materials gestern mit' Plus von 9.6 Prozent vorn. Der Baustoffkonzern wächst schneller und spürt, dass das Infrastrukturpaket des Bundes langsam ankommt. Scout24 gewann 6.7 Prozent, weil der Immobilienportalbetreiber beim Umsatz optimistischer wird und Continental stieg nach 1 höheren Gewinnprognose 5.7 Prozent. Die Hoffnung auf mildere US Zölle trug auch BMW trotz seiner Gewinnwarnung 5.5 nach oben. [00:06:51] S2: Ja und am Ende stand der DAX dann, man kann so sagen, spiegelbildlich zur Wall Street. Infineon liefert Chips für die Stromversorgung von Rechenzentren, Siemens Energy die Turbinen und Hochtief baut viele der Anlagen in den USA. Alle 3 verloren bis zu 8 Prozent, weil Anleger mehr Regulierung fürchten, ne. Und gefragt waren dafür Nordex und SMA Solar, die von einem demokratischen Kongress profitieren dürften.
00:06:51 · Daniel Eckert, Lea Oetjen
[00:06:51] S2: Ja und am Ende stand der DAX dann, man kann so sagen, spiegelbildlich zur Wall Street. Infineon liefert Chips für die Stromversorgung von Rechenzentren, Siemens Energy die Turbinen und Hochtief baut viele der Anlagen in den USA. Alle 3 verloren bis zu 8 Prozent, weil Anleger mehr Regulierung fürchten, ne. Und gefragt waren dafür Nordex und SMA Solar, die von einem demokratischen Kongress profitieren dürften. [00:07:20] S1: Ja, und heute liegt dann die Telekom Zahlen vor. Ich greife jetzt hier mal schon mal ein bisschen vor den Terminen vorweg und da läuft gerade im Hintergrund eine Geschichte, die ihr auf jeden Fall schon mal gehört haben solltet. Das Handelsblatt berichtet nämlich, dass Konzernchef Tim Höttges bei Kanzler Friedrich Merz für eine Fusion mit der US Tochterteam Mobile wirbt, die an der Börse ja fast 20000000000 Euro mehr wert ist als ihre Mutter. [00:07:40] S2: Der Bund könnte das mit seinen rund 28.6 Prozent blockieren. Als Sitz des neuen Konzerns, da sind Irland oder die Schweiz im Gespräch und ob die Dividende dann noch so hoch bleibt, das ist offen, schon allein wegen der möglichen Quellensteuer der Schweizer. Das müsste man dann sehen. Druck macht dabei aber immer ein alter Bekannter, der uns in dieser Folge noch begegnen wird, Elon Musk, der mit SpaceX selbst ein Mobilfunknetz aufbauen will und regelrecht in die Branche drängt.
00:07:40 · Daniel Eckert, Lea Oetjen
[00:07:40] S2: Der Bund könnte das mit seinen rund 28.6 Prozent blockieren. Als Sitz des neuen Konzerns, da sind Irland oder die Schweiz im Gespräch und ob die Dividende dann noch so hoch bleibt, das ist offen, schon allein wegen der möglichen Quellensteuer der Schweizer. Das müsste man dann sehen. Druck macht dabei aber immer ein alter Bekannter, der uns in dieser Folge noch begegnen wird, Elon Musk, der mit SpaceX selbst ein Mobilfunknetz aufbauen will und regelrecht in die Branche drängt. [00:08:12] S1: Ja, und jetzt drängen wir euch aber erst mal in die Termine. Ja, das Highlight des Tages ist zweifellos die Zinsentscheidung in Großbritannien. Die Bankrate bei der Bank of England liegt ja grade bei 3.75 Prozent. Die Märkte preisen eine hohe Wahrscheinlichkeit 1 Anhebung auf 4 Prozent ein aufgrund der erhöhten Inflation. Aus den USA kommen die Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung und dann folgt ja auch am Freitag der große US Arbeitsmarktbericht. In Deutschland gibt's auch noch ein paar Makro Zahlen heute, unter anderem den Auftragseingang in der Industrie und in Frankreich wird ein Blick gewagt auf die Industrieproduktion im September.
00:08:12 · Lea Oetjen, Daniel Eckert, S0
[00:08:12] S1: Ja, und jetzt drängen wir euch aber erst mal in die Termine. Ja, das Highlight des Tages ist zweifellos die Zinsentscheidung in Großbritannien. Die Bankrate bei der Bank of England liegt ja grade bei 3.75 Prozent. Die Märkte preisen eine hohe Wahrscheinlichkeit 1 Anhebung auf 4 Prozent ein aufgrund der erhöhten Inflation. Aus den USA kommen die Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung und dann folgt ja auch am Freitag der große US Arbeitsmarktbericht. In Deutschland gibt's auch noch ein paar Makro Zahlen heute, unter anderem den Auftragseingang in der Industrie und in Frankreich wird ein Blick gewagt auf die Industrieproduktion im September. [00:08:47] S2: Ja, und mit Sturm und Drang geht's weiter zu den Quartalszahlen. Da steht heute jede Menge an, alleine aus den DAX, wir hatten's erwähnt, die Telekom, aber auch Siemens, Healthineers und die Commerzbank. Und aus dem Nebenwertebereich erwarten wir Zahlen von Luczes, Nemetschek, Nordex, Hellofresh, Rational, Evotec, PVA, TePla, OMovio, Hensoldt, Süß Microtec, Deutz, Renk, Vielmann, SGL Carbon, Hochtief und und und. In der Schweiz stehen an Swiss Re und Swisscom. Aus Frankreich kommen Zahlen von Air France Carl M, NG und BUIC und aus dem Vereinigten Königreich National Grid, die BT Group und Diageo. Von Japan sagen wir nur, dass die Zahlen von Sony, Toyota und Nintendo anstehen und aus den USA kommen dann die Zahlen von Chronoco Philipp, Parker Hannifin, Cummins, Kimberly Clark und nach Börsenschluss kommen die Zahlen von Airbnb, Cloudflare und Monster. [00:09:48] S0: Das Thema des Tages.
00:09:48 · S0, Lea Oetjen, Daniel Eckert
[00:09:48] S0: Das Thema des Tages. [00:09:49] S1: In den USA wird seit der Wahlnacht über kaum etwas so viel gesprochen wie über die Rechenzentren. Die standen nämlich selbst zur Wahl. In 10 Bundesstaaten haben die Bürger über 41 lokale Vorlagen abgestimmt und bis auf eine einzige ging jede gegen die Rechenzentren aus. [00:10:04] S2: In Texas hat die Demokratin Gina Hinojosa Gouverneur Greg Abbott geschlagen und sie fordert einen Baustopp für neue Rechenzentren. An der Wall Street rechnen Anleger deshalb jetzt durch, wie stark sich der KI Ausbau in den USA verlangsamt. [00:10:22] S1: Ja, verlangsamen ist allerdings relativ. Bitkom Präsident Ralf Wintergerst hat vorgerechnet, dass in den USA derzeit pro Jahr rund 10 Gigawatt Rechenzentrumsleistung hinzukommen. China baut 6 Gigawatt im Jahr, ganz Europa schafft zusammen 2. Deutschland kommt auf 0.65 Gigawatt, heißt die Amerikaner bauen also in dreieinhalb Wochen so viel, wie wir zuletzt in einem ganzen Jahr haben. Also für uns heißt es erst mal, selbst ein gebremstes Amerika baut noch ein Vielfaches dessen, was bei uns entsteht. [00:10:48] S2: Wie weit Deutschland zurückliegt, zeigt eine neue Bitkom Studie auf Basis von Daten des Borderstep Institut. Die setzt die Rechenleistung 1 Landes ins Verhältnis zu seiner Wirtschaftsleistung. Deutschland hat das drittgrößte Bruttoinlandsprodukt der Welt, landet in diesem Vergleich aber weit hinter den USA und China und auch wieder Frankreich und Großbritannien. Ganz vorn liegt das kleine Irland.
00:10:48 · Daniel Eckert, Lea Oetjen
[00:10:48] S2: Wie weit Deutschland zurückliegt, zeigt eine neue Bitkom Studie auf Basis von Daten des Borderstep Institut. Die setzt die Rechenleistung 1 Landes ins Verhältnis zu seiner Wirtschaftsleistung. Deutschland hat das drittgrößte Bruttoinlandsprodukt der Welt, landet in diesem Vergleich aber weit hinter den USA und China und auch wieder Frankreich und Großbritannien. Ganz vorn liegt das kleine Irland. [00:11:15] S1: Dort haben die US Tech Krisen ihre Europazentralen angesiedelt, ursprünglich aus Steuergründen und offenbar bauen sie dort auch kräftig Rechenzentren. Die Zahl zeigt also, wie unabhängig Irland vom Techsektor ist. [00:11:27] S2: Der dürfte weiter wachsen, denn die Bundesregierung verfehlt wohl ihr eigenes Ziel. In ihrer Rechenzentrumstrategie vom März peilt sie bis 2030 eine Anschlussleistung von rund 6000 Megawatt an. Das wäre eine Verdopplung der heutigen Kapazität. Im Vergleich zu den USA und China ist das aber noch bescheiden. Bitkom rechnet nur mit 5471 Megawatt. [00:11:53] S1: Ja, dabei hatten doch Kanzler Friedrich Merz und Digitalminister Carsten Wildberger beim Digitalgipfel ausgerufen, dass Deutschland bis 2030 zur KI Nation werden soll. Ja, dafür bräuchte es aber vor allem Chips, auf denen KI Modelle rechnen und die stehen nun mal in Rechenzentren.