Alles auf Aktien – Die täglichen Finanzen-News
00:10:48 · Daniel Eckert, Lea Oetjen
[00:10:48] S2: Wie weit Deutschland zurückliegt, zeigt eine neue Bitkom Studie auf Basis von Daten des Borderstep Institut. Die setzt die Rechenleistung 1 Landes ins Verhältnis zu seiner Wirtschaftsleistung. Deutschland hat das drittgrößte Bruttoinlandsprodukt der Welt, landet in diesem Vergleich aber weit hinter den USA und China und auch wieder Frankreich und Großbritannien. Ganz vorn liegt das kleine Irland. [00:11:15] S1: Dort haben die US Tech Krisen ihre Europazentralen angesiedelt, ursprünglich aus Steuergründen und offenbar bauen sie dort auch kräftig Rechenzentren. Die Zahl zeigt also, wie unabhängig Irland vom Techsektor ist. [00:11:27] S2: Der dürfte weiter wachsen, denn die Bundesregierung verfehlt wohl ihr eigenes Ziel. In ihrer Rechenzentrumstrategie vom März peilt sie bis 2030 eine Anschlussleistung von rund 6000 Megawatt an. Das wäre eine Verdopplung der heutigen Kapazität. Im Vergleich zu den USA und China ist das aber noch bescheiden. Bitkom rechnet nur mit 5471 Megawatt. [00:11:53] S1: Ja, dabei hatten doch Kanzler Friedrich Merz und Digitalminister Carsten Wildberger beim Digitalgipfel ausgerufen, dass Deutschland bis 2030 zur KI Nation werden soll. Ja, dafür bräuchte es aber vor allem Chips, auf denen KI Modelle rechnen und die stehen nun mal in Rechenzentren.
00:11:53 · Lea Oetjen, Daniel Eckert
[00:11:53] S1: Ja, dabei hatten doch Kanzler Friedrich Merz und Digitalminister Carsten Wildberger beim Digitalgipfel ausgerufen, dass Deutschland bis 2030 zur KI Nation werden soll. Ja, dafür bräuchte es aber vor allem Chips, auf denen KI Modelle rechnen und die stehen nun mal in Rechenzentren. [00:12:10] S2: Dass es so langsam vorangeht, das liegt vor allen Dingen auch am Geld. Die KI Taskforce der Bundesregierung, die hat die Summe nebeneinander gestellt. Die USA haben 2025 privatwirtschaftlich rund 286000000000 Dollar in KI investiert und China plant rund 295000000000 Dollar an Staatsmitteln für ein landesweites Netz von KI Rechenzentren auszugeben. [00:12:34] S1: Deutschland kommt auf 3900000000 Dollar private Investitionen. Auf einhundert Dollar aus Amerika kommen bei uns also grade mal ein Dollar und 36 Cent. Und das Geld, das hier ankommt, stammt größtenteils auch aus Amerika. Laut Wintergerst halten US Hyperscaler wie Amazon und Google mehr als 90 Prozent des deutschen Cloud Markts. [00:12:53] S2: Wintergerst setzt deshalb auf Firmen wie die Schwarz Gruppe, zu der Lidl und Kaufland gehören, auf IONOS und auf Secunet, die hier eigene Rechenzentren aufbauen. Mehr Auswahl bei den Cloud Anbietern ist für ihn das einzige Mittel, wenigstens ein bisschen digitale Souveränität zurückzuholen. Für euch als Anleger heißt das, wer am deutschen Rechenzentrumsausbau mitverdienen will, landet meist bei amerikanischen Aktien. Die Schwarz Gruppe, die ist nicht börsennotiert, IONOS und Secunet, das sind Nebenwerte.
00:12:53 · Daniel Eckert, Lea Oetjen
[00:12:53] S2: Wintergerst setzt deshalb auf Firmen wie die Schwarz Gruppe, zu der Lidl und Kaufland gehören, auf IONOS und auf Secunet, die hier eigene Rechenzentren aufbauen. Mehr Auswahl bei den Cloud Anbietern ist für ihn das einzige Mittel, wenigstens ein bisschen digitale Souveränität zurückzuholen. Für euch als Anleger heißt das, wer am deutschen Rechenzentrumsausbau mitverdienen will, landet meist bei amerikanischen Aktien. Die Schwarz Gruppe, die ist nicht börsennotiert, IONOS und Secunet, das sind Nebenwerte. [00:13:26] S1: Mit großen Erwartungen ist die Regierung trotzdem nicht sparsam. Wildberger hat ja beim Digital Gipfel Wachstumsraten versprochen, die wir lange nicht mehr kannten und damit gleich Wohlstand, Arbeitsplätze und die Finanzierung des Sozialstaats verknüpft. [00:13:38] S2: Wirtschaftsminister Katherina Reiche, die klang nüchterner. Sie hat gesagt, dass Rechenleistung große Mengen verlässlicher Energie braucht, idealerweise auch noch bezahlbar und dafür ja, sind halt langfristig Kapitalmittel vonnöten und die fehlen. Damit schließt sich der Kreis nach Texas, denn auch dort dreht sich der Streit Rechenzentren am Ende ja Strom. [00:14:03] S1: Rechenzentren allein machen allerdings noch keine KI Nation aus. Laut 1 Auswertung des DIW im vergangenen Jahr nur etwa 12 Prozent der Beschäftigten viel oder sehr viel mit KI gearbeitet.
00:14:03 · Lea Oetjen, Daniel Eckert, S0
[00:14:03] S1: Rechenzentren allein machen allerdings noch keine KI Nation aus. Laut 1 Auswertung des DIW im vergangenen Jahr nur etwa 12 Prozent der Beschäftigten viel oder sehr viel mit KI gearbeitet. [00:14:13] S2: Jüngere, besser gebildete und männliche Beschäftigte nutzen sie deutlich häufiger. Frauen und Menschen mit niedrigem Bildungsabschluss wollen das auch künftig kaum tun. Die Ökonomen warnen deshalb vor 1 wachsenden Kluft. [00:14:30] S1: Merz und Wildberger wollen in gut 3 Jahren eine KI Nation sein. Bislang sind wir aber eher ein Land, in dem fast die Hälfte der Beschäftigten bei der Arbeit noch gar nicht mit KI in Berührung gekommen ist. [00:14:44] S0: Die Triple AID des Tages. [00:14:47] S2: Meine wahlbeeinflussenden Weltraumlaser haben diesmal wohl nicht funktioniert. So selbstironisch oder man könnte auch sagen sarkastisch hat Elon Musk auf den Ausgang der Zwischenwahl in den USA reagiert. Ja und einen gewissen Sarkasmus bei Musk, den könnte man allerdings auch verstehen. Laut Analysen der New York Times und anderer Medien hat der Tesla- und SpaceX Chef rund 474000000 Dollar an die Republikaner gespendet.
00:14:47 · Daniel Eckert, Lea Oetjen
[00:14:47] S2: Meine wahlbeeinflussenden Weltraumlaser haben diesmal wohl nicht funktioniert. So selbstironisch oder man könnte auch sagen sarkastisch hat Elon Musk auf den Ausgang der Zwischenwahl in den USA reagiert. Ja und einen gewissen Sarkasmus bei Musk, den könnte man allerdings auch verstehen. Laut Analysen der New York Times und anderer Medien hat der Tesla- und SpaceX Chef rund 474000000 Dollar an die Republikaner gespendet. [00:15:17] S1: Ja, und trotzdem verloren. In der Welt von Elon Musk ist das ja ohnehin eher Kleingeld, aber entsprechend gehörten Tesla und SpaceX dann auch zu den großen Verlierern am US Markt. Schon allein, weil die viel diskutierte Fusion der beiden unter der Kontrolle von Elon Musk unter einem demokratisch kontrollierten Kongress deutlich schwieriger werden könnte. Insgesamt hat die Börse aber sehr positiv auf den klaren Wahlausgall reagiert und wir wollen euch in der Triple AID jetzt mal die potenziell größten Profiteure dieses Weibesifts in den USA vorstellen. [00:15:44] S2: Und genau das habt ihr ja euch auch gewünscht. Aber bevor wir über einzelne Aktien sprechen, müssen wir noch eine Frage klären. Warum feiert die Börse überhaupt einen Erdrutschsieg der Demokraten? Das hatten ja wahrlich nicht alle erwartet. Schließlich sitzt Donald Trump außerdem weiter im Weißen Haus und trifft dort Entscheidungen.
00:15:44 · Daniel Eckert, Lea Oetjen
[00:15:44] S2: Und genau das habt ihr ja euch auch gewünscht. Aber bevor wir über einzelne Aktien sprechen, müssen wir noch eine Frage klären. Warum feiert die Börse überhaupt einen Erdrutschsieg der Demokraten? Das hatten ja wahrlich nicht alle erwartet. Schließlich sitzt Donald Trump außerdem weiter im Weißen Haus und trifft dort Entscheidungen. [00:16:06] S1: Ja, aber genau darin liegt tatsächlich auch ein Teil der Antwort, lieber Eckert. Die Demokraten kontrollieren jetzt den Kongress. Donald Trump besitzt aber weiterhin sein Veto Recht. Große Steuererhöhungen der Demokraten werden damit genauso schwierig wie die neuen schuldenfinanzierten Ausgabenpakete der Republikaner. Weniger fiskalstimulos könnte weniger Inflationsdruck und perspektivisch niedrigere Zinsen bedeuten. Dann mag die Wall Street traditionell ja noch etwas anderes, nämlich den politischen Patt. [00:16:32] S2: Und jetzt wird es für euch als Anleger super spannend, denn unterhalb der großen Indexoberfläche, da findet ein Austausch der Favoriten statt. Raus aus Teilen der KI Infrastruktur, rein in Aktien, die von den neuen politischen Mehrheiten profitieren können. Wir haben uns 4 Gruppen angeschaut und jeweils eine Investmentidee herausgepickt.