00:31:44 · Nadine Geiser
Also, da haben sie zum einen natürlich Daten, die öffentlich zugänglich sind, wie jetzt zum Beispiel Wetterdaten und verschiedene Satellitendaten, vielleicht auch Bodendaten. Aber was sie eben auch haben, und sage mal, das sind jetzt mehr so, das sind so technische Daten, aber natürlich auch so was wie Zölle oder eben geopolitische Themen, die ja da durchaus auch eine große Rolle spielen, und kombinieren das aber eben mit Agenten für Kundendaten, also deren Feldbesuche, vielleicht auch deren Absatzdaten und so weiter und verknüpfen das miteinander und geben dann eben vor allem 3 Produkte heraus. Also zum einen eben Risikowarnungen. Dann gibt es einfach so einen Workspace für die gesamte Lieferkette. Und dann gibt es tatsächlich auch einfach eine mobile App für Feldbesuche der Kunden, damit man dort einfach strukturierte Berichte erhält, was wirklich auf dem Feld los ist, weil das ja manchmal davon abweicht, was jetzt gerade der Wetterbericht gesagt hat. Ist eben im Einkauf natürlich, beim Einkauf der Rohstoffe, dann natürlich in der Supply Chain, also die Produktion nach erwarteten Ernte wirklich zu planen. Und ja, verschiedene andere Themen wie auch Qualität zum Beispiel, weil in bestimmten Produkten müssen eben bestimmte Grenzwerte eingehalten werden für verschiedene potenzielle Gifte, nenne ich das jetzt. Also es gibt ja immer Stoffe, die in der Umwelt oder in der Landwirtschaft verwendet werden, die sich, wenn der Regen falsch fällt, anreichern können und dann über gewisse Grenzwerte dann eben fallen. Das sind einfach sehr, sehr strukturierte Daten, die man braucht, gute Entscheidungen zu treffen für die Ernte. Und genau, und da haben sie jetzt als Geschäftsmodell erst mal ein Software Abo für diese Unternehmen. Und ich würde sagen, wir haben auch wirklich geschafft, also da finde ich alles öffentlich preisgeben, haben wirklich geschafft, auch ein tolles Kunden, eine Kundenkombination von verschiedensten Kunden, für die das eine große Rolle spielt, aufzubauen. Also zum Beispiel eine Sache, die sie öffentlich kommunizieren, ist die Agrarfrost. Also, wie wir alle wissen, bin ich großer Fan von McDonald's, nicht von deren Produkten, aber davon, dass sie es schaffen, überall komplett das gleiche Produkt aus Lebensmitteln herzustellen.
00:34:01 · Nadine Geiser
Und vor allem zum Beispiel für die Pommes ist ja das Interessante, die brauchen immer ziemlich gleich große Kartoffeln, damit die Pommes immer gleich groß sind, damit die dann ihre standardisierten Zeiten für die Fritteuse benutzen können, aber eben auch diese Kartoffeln mit ihren Geräten, die ja automatisiert sind, hoch automatisiert in der Küche bei McDonald's, auch schneiden können. Und das heißt, die haben sie zum Beispiel als Kunde gewinnen können, damit sie denen frühzeitig Bescheid geben können, ob die Kartoffeln dieses Jahr die richtige Form und Specs haben, damit sie da ihre Pommes anständig über die Ladentheke befördern können am Ende vom Tag. Es gibt da einige Wettbewerber in dem Bereich, aber aus meiner Sicht sind sie unique in dem Sinne, dass sie sich jetzt sehr stark auf diese landwirtschaftlichen Probleme fokussiert haben. Also es gibt zum Beispiel eine Prewave in Wien, die von Hélo Sophia angeführt wurde die letzte Runde. Ich meine, es waren über 60000000 Euro, die die geraist haben. Aber die befassen sich mit so einem allgemeinen Lieferkettenrisiko, also die sind nicht agrarspezifisch. Es gibt noch ein paar andere in dem, aber wie gesagt, keine agrarspezifisch. Es gab in der Vergangenheit in den USA 2 Firmen, Grow Intelligence und Climate AI. Die hatten auch jeweils größere Runden geraisst, muss man jetzt aber im Kopf behalten, das ist alles schon ein bisschen bisschen zurück. Also die größeren Runden sind so 2020 rum gewesen. Ich glaube, dass das Problem damals war, dass diese Modelle, die wir jetzt heute relativ günstig bilden, herstellen, bauen können, dass sie damals halt wirklich einfach noch sehr viel teurer waren und das dann nicht mit den Kundendaten vielleicht adäquat gematcht werden konnte. Und sie von dem, was ich jetzt weiß, sind die beim Kunden auch relativ stark integriert. Also wirklich ganz toll, dass sie da so nah dran sind. Ich freue mich sehr und, ja, denke, es passt halt auch zum wachsenden Bedarf über Transparenz, über Herkunftsregionen. Und ich glaube, da sind sie wirklich so verschiedene Probleme, die diese Kunden haben, die sie bedienen können mit ihrem Produkt, dass ich denke, das wird eine coole Story. Freue ich mich sehr.
00:36:13 · Peter Schmetz
[00:36:13] S3: Ja, ich finde auch das Team. Also ich hab's nie kennenlernen dürfen, aber das sieht schon sehr, sehr stark aus mit tollen Backgrounds. Das finde ich superinteressant. Der Markt an sich natürlich auch super spannend. Ich glaube, wir können alle unterschreiben, Klimawandel, Dürren, geopolitische Krisen. Das hat alles Auswirkungen auf unsere auf die Preise der Rohstoffe und dann für uns natürlich dann auch wieder mittelbar Kakao, Kaffee, Olivenöl sind, glaube ich, in der letzten letzten Zeit Butter auch immer wieder Beispiele, wie stark dann die Preise da auf einmal fluktuieren und es dann schwer planbar machen, auch für uns dann zu wissen, wie groß ist denn dann jetzt unser Warenkorb, wenn ich einkaufen gehe? Von daher super relevantes Thema, oder? Nadine hat ja auch schon gesagt, ne, also da gibt's schon ein paar eher so holistische Ansätze, die auch wirklich schon substanziell Geld gerast haben. Da wird man sehen, okay, macht's Sinn, da spezialisiert zu sein oder eher holistisch unterwegs zu sein. Grow Intelligence ist für mich halt son bisschen ein warnendes Beispiel, weil da ist es, glaube ich, auch daran gescheitert, dass diese spezifischen Agrardaten dann schon sehr teuer sind, ne. So günstig momentan es ist, sich diese Modelle zusammenzustellen, da muss man auch dann wieder ein bisschen die Frage nach Preisen für Tokens dann stellen und wie sieht sieht das mittelfristig und langfristig aus? Aber momentan auf jeden Fall gut möglich. Aber da, also für mich ist immer die Frage, hast Du dann wirklich da proprietären Zugriff auf eine bestimmten einen bestimmten Datenpool, der dann dein Produkt so viel besser macht als jemand anders, der auch vielleicht in dem Bereich was was bauen will. Und da finde ich, sind Daten schon dann wieder ein Engpass, weil da braucht man einfach richtig, richtig gute Daten. Und wo kriege ich die her und muss ich dafür bezahlen? Habe ich eine eigene Quelle? Das ist das, was ich mich da einmal fragen würde, weil das kann man kurzfristig sieht das dann immer ganz gut aus. Aber wie ist das langfristig und was bedeutet es dann auch wieder langfristig in den Preisen auf der Datenseite, aber vielleicht auch Tokens mittelfristig, weil irgendwann müssen diese ganzen Unternehmen auch wirklich richtig Geld verdienen. Ist ja auch eine Riesendiskussion da draußen.
00:38:00 · Peter Schmetz
Da muss man wahrscheinlich schon dann auch irgendwann an der Preisschraube drehen. Aber es ist es ist superspannend und sie scheinen ja auch schon, das das hätte mich dann interessiert, ne? Wo stehen sie tatsächlich dann so umsatzseitig? Wie viel zahlt da ein Kunde dafür? Da ist, ich glaub, irgendwo erwähnt worden, ein 1 Hersteller von Baby Narren und irgend eine nordamerikanischer großer Lebensmittelkonzern sind schon Kunden, sind in den Piloten, was auch immer, das weiß man nicht genau. Aber das wär, da würde ich auf jeden Fall auch noch klicken. Wer gibt da wie viel Geld aus? In welcher Stage? Ist das nur ein Testlauf? Ist das schon wirklich ein richtiger Vertrag mit sonem großen Player, was sehr beeindruckend wär? Und wie denken die darüber? Also da müsste ich sehr, sehr viele Referenzgespräche auf jeden Fall führen, aber find das aufm Papier auch erst mal super spannend.
00:38:42 · Jan Thomas
[00:38:42] S1: Ich hatte irgendwie so, also ich bin ja jetzt kein VC, ne, zum Glück, aber ich hatte irgendwie gesagt, also bei sonem Team, das würde ich, glaube ich, da würde ich blind investieren. Ja, ich fand die, also ich finde das von dem von dem von den Eckdaten her so cool, dass ich, wo ich kein Gefühl für hab, ist der Markt. Ich hab kann gar nicht sagen, wie groß der Markt ist und dann auch diese Verteidigbarkeit, das habt ihr grad schon ein bisschen gesagt, also ist das langfristig? Also a kurzfristig gegen die Preaves dieser Welt, das hatten wir auch kurz angesprochen bei Olaf und Caro, aber dann eben auch auch mittelfristig gegen die Anthropic dieser Welt, ne, die dann ja irgendwie nach und nach alle Daten, die es gibt, irgendwie aufsaugen werden. Also da würde mir son bisschen das Gespür fehlen, aber ich find so vom Team her also ganz, ganz großartig, ja.
00:39:19 · Nadine Geiser
[00:39:19] S0: Ja, vollkommen. Also ich glaube, ich glaube, also ich meine, man muss sie halt auch in Action erlebt haben. Es ist schon so, also die Alexandra zum Beispiel, die bringt auch einen sehr starken Hintergrund in diesem Lebensmittelbereich mit. Und ja, ich glaube, dass die schon geschafft haben von dem, was ich sehen durfte, als ich mir mal ein bisschen näher angeschaut habe, dass sie geschafft haben, sich da beim Kunden ranzuwanzen. Und ich glaube, dass das wirklich, wie Du, ja, wie Peter vorher richtig gesagt hat, das ist, glaube ich, das, was ich meine, das ist jetzt noch früh und I'll gree, ja, vielleicht ist nicht alles gesigned und vielleicht ist auch nicht alles public. Aber wenn Sie da diesen Vorteil, den Sie da im Moment, denke ich, sich aufbauen, es so zu sagen, wenn Sie das nachhaltig verteidigen können, dann haben Sie wirklich ein gutes Game. Weil also so vom Problem her kann ich sagen, ich meine, ist jetzt, ich kann jetzt nur die großen Themen wie Schokolade und Kaffee zum Beispiel nennen, die sind wirklich... Also das sind wirklich... Das ist wirklich problematisch, wie... Also zum einen natürlich diese ganzen geopolitischen Themen, aber auch wie der Klimawandel, wie der auf diese Themen draufschlägt. Es ist für die Firmen ein großes Problem, ich weiß das ja auch von der Planted Daifoots in München. Die brauchen diese Lösungen sehr, sehr viel strukturierter als sie es heute haben. Und da gibt es verschiedene, wir könnten jetzt in all diese individuellen Cases reingehen, aber man unterschätzt, wie hoch die Anforderungen für verschiedene Produktion sprozesse sind. Ich meine, McDonald's ist immer so ein sehr extremes Beispiel, weil die ja wirklich bis auf einen Millimeter genau haben wollen, dass diese Kartoffel dieses Format hat. Aber gibt es viele andere, die ähnliche Anforderungen haben?