00:23:54 · S2
[00:23:54] S2: Mit den Startup Insider Podcasts kommen Gründerinnen und Gründer perfekt durch den Tag. Morgens startest Du mit Startup Insider Daily, den wichtigsten News aus der deutschen und internationalen Startup Szene. Kompakt und in nur 10 Minuten. Direkt im Anschluss folgt Investments und Exits. Jeden Tag analysieren Top Investorinnen und Investoren aktuelle Finanzierungsrunden, Deals und Techtrends. Und mittags hörst Du Interviews mit Gründerinnen und Gründern, die offen über ihre Geschäftsmodelle und Learnings sprechen. Folge Startup Insider auf Spotify oder Apple Podcasts, damit Du keinen Deal, keinen Trend und keine Story verpasst. Und falls dir unsere Podcasts gefallen, freuen wir uns über eine positive Bewertung im Podcast Player deiner Wahl. Vielen Dank. Startup Insider wächst weiter und dafür suchen wir neue Kolleginnen und Kollegen, die unser Team verstärken wollen. Aktuell suchen wir zum Beispiel Account Managerinnen und Account Manager für Podcasts, Webinare und unser Jobboard sowie Moderatorinnen und Moderatoren für unsere Webinare. Startup Insider ist der perfekte Ort für alle, die nah dran sein wollen an den Innovationen, die unsere Zukunft verändern. Alle offenen Stellen findest Du unter WWW Punkt Startup Bindestrich Insider Punkt com.
00:25:19 · Peter Schmetz
[00:25:19] S3: Ja, ich glaub, es wird immer schwierig, gegen die Großen anzukämpfen, weil die haben halt die Marktmacht. Hier führen sie noch mal 2 Marken oder positionieren sie 2 Marken zusammen, die dann wieder trotzdem beide jeweils schon im Bereich des Regals einnehmen werden. Das ist so ein bisschen, glaube ich, einmal das Announcement an sich geht ja erst mal darum, Leute darauf aufmerksam zu machen, dass es passiert und dass da was Neues kommt und dann dementsprechend, also ich werd's mir auf jeden Fall dann mal kaufen oder ausprobieren, ist schon rein aus Interesse. Das ist ja auch irgendwie das Ziel von so' Announcement, aber dann auch irgendwie den dem Retail, also den Rewe und Edekas und so dieser Welt zu zeigen, hey, wir sind aktiv, wir positionieren uns, wir machen uns Gedanken, wie können wir sozusagen euer Regal besser aufstellen und breiter aufstellen und für den Kunden mehr bieten? Und das ist schon auch son bisschen die Muskeln spielen lassen, Marktmacht ausüben, finde ich, nach außen, was auch in Ordnung ist und dementsprechend aber auch intern Synergien zu heben. Ich hab extra auch noch mal son bisschen gesucht. Da stand jetzt, dass in Fall alle Standorte, Arbeitsplätze et cetera unberührt bleiben und da fällt de facto jetzt nach außen, zumindest kommuniziert, nichts weg. Ich glaube aber schon, dass die das nutzen werden, dann irgendwelche bestimmte Stellen und und Themen auslaufen zu lassen, was ja auch eigentlich fein ist in sonem Unternehmen, die Effizienzen, wie gesagt, zu heben. Aber es ist son bisschen ein Mix aus aus den beiden Sachen, würde ich sagen. Ich find's aber auf jeden Fall recht spannend und man muss ja sagen, Endori war ja auch eigentlich ja ein Startup bei Gründungen und wurde ja dann auch aufgenommen von von Pfeifer & Langen, ja, Rügenwalder Mühle ja schon immer ein Incumbled war, der sich aber schon sehr, sehr früh vorbildlich transformiert hat und das sehr gut gemacht hat und einfach durch die Marke eine absolute Instanz ist. Auch gute Produkte, muss man sagen, aber einfach allein durch die Marke seit Jahrzehnten ja eigentlich eine absolute Instanz im Supermarktregal ist. Und da greifen die Leute dann halt auch automatisch aus Gewohnheit immer schon zu. Also das ist schon ein richtiges Powerhaus, würde ich sagen.
00:27:11 · Jan Thomas, Peter Schmetz
[00:27:11] S1: Aber wird dann Rügenwalder Mühle jetzt irgendwie, ich weiß gar nicht, ob der ob's da dann eine Dachorganisation gibt, also wird das dann irgendwie son FMCGler, kann man das sagen? Also das klingt ja jetzt nach 1 Mehrmarkenstrategie dann plötzlich, ne? [00:27:22] S3: Ich glaub, 2 Marken. Ich glaube, mehr werden die nicht tun. Es wird wird mich zumindest verwundern. Und und Pfeifer & Langen sitzt ja auch immer noch da drüber und die machen ja auch über Zucker hinaus, sind ja auch sehr, sehr stark im weiteren Ingredience Markt et cetera. Also das ist ja schon dann auch ein wirklich ein Konzern mit mit verschiedensten Sparten, die weit über Zucker hinausgehen, weil sie ja auch wissen, also wir können ja auch mal irgendwann über den Zuckermarkt sprechen. Wir haben ja auch schon immer mal wieder Alternative Zucker, ist ja für Nadine und mich auch immer ein großes Thema. Und der der also der Zuckerumsatz bei den beiden, bei den beiden großen, ich glaube, das ist Südzucker und Pfeifer & Langen, der sinkt ja auch substanziell. Und die haben sie aber die letzten Jahre auch wirklich genutzt, da sich breiter aufzustellen. Ich glaube, bei beiden ist sozusagen das Geschäft mit dem Zucker mittlerweile deutlich unter 50 Prozent des Umsatzes. Also sind mittlerweile auch so Mischkonzerne geworden, würde ich sagen. Was auch richtig ist strategisch, weil Zucker aus Übersee ist deutlich günstiger, als es hier zu produzieren mittlerweile. Und das ist natürlich macht sich in Preisen deutlich bemerkbar und dementsprechend in den Margen für die lokalen Player hier.
00:28:21 · Jan Thomas, Nadine Geiser, Peter Schmetz
[00:28:21] S1: Cool. Dann, ich hab's ja schon angedeutet, oder vielmehr Nadine hat die Brücke schon gebaut, Reden wir noch mal kurz über Lieferketten, ne. Vielleicht an der Stelle liebe Grüße an Caro und Olaf. Wir haben das Thema neulich schon mal kurz besprochen, aber ist ein ist ein cooles Thema, finde ich, ne? Bin mal gespannt, wie ihr draufguckt. [00:28:35] S0: Ja, sehr gerne. Ja, mega. Ich freue mich sehr, dass ich da heute covern darf. Also das ist es geht darum, dass Finches AI, eine Münchner Company, gerade 2000000 Euro aufgenommen hat, vom vor allem vom HTGF als Lead und Vanagon Ventures auch aus München. Und neu mit dabei ist auch Bayern Kapital und es gab letztes Jahr schon mal eine kleine Business Angel Runde mit ein paar Business Angels aus Industrie und Technologie und die auch mit der Unternehmertum zusammen gemacht wurde. So, ich glaube, ein paar 100000 haben sie da geraist. Also jetzt schön zu hören, dass sie da ihre 1. Vollständige Runde mit institutionellen Investoren geraist haben. Und ich glaube, der Hauptpunkt, ich kann gleich ein bisschen mehr dazu sagen, was Sie machen. Vielleicht nur ganz kurz der Teaser, es ist eine KI Plattform, wo [00:29:29] S3: es
00:29:29 · Nadine Geiser
[00:29:29] S0: den Einkauf landwirtschaftlicher Rohstoffe geht und quasi dafür Sourcing Intelligence aufzubauen und Sicherheit aufzubauen in 1 sich ständig ändernden Welt, geopolitisch wie auch vom Klimawandel betroffen, vor allem im landwirtschaftlichen Bereich. Das Besondere an der Company ist aus meiner Sicht ganz klar das Team, also angeführt von Katharina van Deldden, die CEO ist und Gründer, also Gründer sind alle 3, aber Gründerin, die hatte Serial Entrepreneur hatte zuvor ein auch ein B2B SARS Unternehmen mit dem Namen Inusabi, das die 20 21 erfolgreich verkauft hatte. Dann die Doktor Stefanie Glenn, die CTO und auch Gründerin ist, die in Cambridge promoviert hat und später dann in an der West Coast für Google, Palantir und BMW gearbeitet hat. Also BMW dann wieder in Deutschland zurückgekommen ist und da auch für die gearbeitet hat und vor allem an auch an Enterprise KI gearbeitet hatte. Und als 3. Mitgründerin im Grunde die Alexandra Waskes Beer, die als CFO mit dabei ist seit Anfang diesen Jahres, die vorher bei Oetker digital war. Und vielleicht sollte man auch sagen, die hatte da federführend den Weg ganz Börsengang mit begleitet. Also ganz tolles Team, muss ich wirklich sagen. Auch, ich kenne sie ja persönlich, macht immer Freude, mit ihnen zu sprechen. Und die haben jetzt eben sich zusammengefunden, eben diese Sourcing Intelligence aufzubauen. Also was ist das, was ist das Problem? Das Problem ist, es kommt die Dürre oder es kommt ein Regen. Man weiß ja nie, es ist immer sehr davon abhängig, wo im Erntezyklus man sich befindet. Aber sagen wir mal, es kommt eine Dürre und da muss man sich überlegen, was bedeutet das jetzt? Oder man zum Beispiel, sagen wir mal, da wäre ein Ernteausfall von Pfeffer, dann muss man sich als Lebensmittelunternehmen sehr schnell entscheiden, kann man jetzt die Rezepturen zum Beispiel entsprechend umstellen, dass man Produkte, die weniger Pfeffer brauchen, mehr promotet oder kann man den Pfeffer mit anderen Zuzarten für diese Saison ein bisschen ausgleichen, damit man davon nicht so abhängig ist und sich das nicht negativ auf die gesamte PNL auswirkt? Und dafür haben sie ein agentenbasiertes System gebaut, wo sie unterschiedliche Agenten für unterschiedliche Datenquellen haben.
00:31:44 · Nadine Geiser
Also, da haben sie zum einen natürlich Daten, die öffentlich zugänglich sind, wie jetzt zum Beispiel Wetterdaten und verschiedene Satellitendaten, vielleicht auch Bodendaten. Aber was sie eben auch haben, und sage mal, das sind jetzt mehr so, das sind so technische Daten, aber natürlich auch so was wie Zölle oder eben geopolitische Themen, die ja da durchaus auch eine große Rolle spielen, und kombinieren das aber eben mit Agenten für Kundendaten, also deren Feldbesuche, vielleicht auch deren Absatzdaten und so weiter und verknüpfen das miteinander und geben dann eben vor allem 3 Produkte heraus. Also zum einen eben Risikowarnungen. Dann gibt es einfach so einen Workspace für die gesamte Lieferkette. Und dann gibt es tatsächlich auch einfach eine mobile App für Feldbesuche der Kunden, damit man dort einfach strukturierte Berichte erhält, was wirklich auf dem Feld los ist, weil das ja manchmal davon abweicht, was jetzt gerade der Wetterbericht gesagt hat. Ist eben im Einkauf natürlich, beim Einkauf der Rohstoffe, dann natürlich in der Supply Chain, also die Produktion nach erwarteten Ernte wirklich zu planen. Und ja, verschiedene andere Themen wie auch Qualität zum Beispiel, weil in bestimmten Produkten müssen eben bestimmte Grenzwerte eingehalten werden für verschiedene potenzielle Gifte, nenne ich das jetzt. Also es gibt ja immer Stoffe, die in der Umwelt oder in der Landwirtschaft verwendet werden, die sich, wenn der Regen falsch fällt, anreichern können und dann über gewisse Grenzwerte dann eben fallen. Das sind einfach sehr, sehr strukturierte Daten, die man braucht, gute Entscheidungen zu treffen für die Ernte. Und genau, und da haben sie jetzt als Geschäftsmodell erst mal ein Software Abo für diese Unternehmen. Und ich würde sagen, wir haben auch wirklich geschafft, also da finde ich alles öffentlich preisgeben, haben wirklich geschafft, auch ein tolles Kunden, eine Kundenkombination von verschiedensten Kunden, für die das eine große Rolle spielt, aufzubauen. Also zum Beispiel eine Sache, die sie öffentlich kommunizieren, ist die Agrarfrost. Also, wie wir alle wissen, bin ich großer Fan von McDonald's, nicht von deren Produkten, aber davon, dass sie es schaffen, überall komplett das gleiche Produkt aus Lebensmitteln herzustellen.