00:25:45 · Constantin Sanders, Jan Thomas
[00:25:45] S2: Ja, absolut. Und das ist, glaube ich, das große Fragezeichen, mit dem wir uns alle oder ja, mit dem wir uns alle beschäftigen müssen in den in den nächsten Jahren. Ich glaub, für den Moment ist die Aufgabe mehr, überhaupt diese Prozesse und Tätigkeiten, die ich grad eben beschrieben hab, son Kabel zu verbauen, so hinzubekommen, dass es dann auch wirklich vom Router vernünftig gemacht werden kann. Weil ich glaube, wir sind uns alle einig, dass in der Theorie das Technologiepotenzial enorm ist. Die Fragen, die dahinter liegen, was die Gesellschaft oder makroökonomische Dinge angeht, die müssen dann natürlich auch von politischer Seite anders beantwortet werden. Aber ich glaube, wir aus VC Perspektive sind mit dafür verantwortlich, diese Visionen zum Leben zu bringen. [00:26:27] S1: Ja, okay, schönes Statement, ja. Und sag mal, die diese, was waren's 18000000000 hast Du, glaube ich, gerade gesagt, ne, die da investiert wurden, zählst Du da [00:26:34] S2: Ja, so fast 19. [00:26:35] S1: Oder fast 19. Zählst Du da, sag mal generell diesen ganzen AI Word Modus und sowas da mit rein oder ist das ist das noch mal ein eigenes Segment? Weil jetzt hier haben wir gerade gesagt, Jan de Constantin hat investiert. Das verschwimmt ja alles son bisschen, ne?
00:26:46 · Constantin Sanders
[00:26:46] S2: Ja, da da genau, da ist Physical AI mit drin oder sind generell alle runden im Bereich Physical AI. Wir können das auch gerne noch mal ein bisschen aufdröseln, weil es gibt natürlich so verschiedene Layer, würde ich sagen, die wir die wir betrachten können, wenn wir in den Robotics Markt schauen. Und ich hab da auch ein paar Beispiele mitgebracht, weil ich glaube, es ist wichtig in diesem ganzen Narrativ, was bedeutet Robotics, was bedeuten manuelle Roboter, einmal eine kleine Übersicht zu haben. Also wie wir bei Peak das Ganze segmentieren, ist so in 4 Kategorien. Das eine sind quasi die Gehirne der Roboter, so kann man das sich son bisschen vorstellen. Es sind klassische AI Modelle. Also am Ende bauen da Unternehmen an Software, die Roboter sehen, planen und sich bewegen lassen. Und da sind die großen Player Physical Intelligence, Skild AI, da arbeitet natürlich auch Google Deep Mind dran mit Germani Robotics, aber auch NVIDIA und auch Figure, obwohl die auch ein humanoiden Roboter, da kommen wir gleich zu, weil viele auch in verschiedenen dieser Layern arbeiten, mit ihrem eigenen Modell Helix dran arbeiten. In Deutschland oder in Europa kennen vielleicht die einen oder anderen Cereact aus aus Stuttgart, Mhm. Die auch eine 110000000 Euro Runde geraßt haben oder Flexion aus aus Zürich. Das ist so die 1. Ebene, die Gehirne. Dann haben wir eine 2. Ebene, da geht's mehr die Sammlung beziehungsweise die Art, wie Trainingsdaten gesammelt werden für zum Beispiel ein oder mehrere spezifische Use Cases. Also wie lernen Roboter, die menschlichen Tätigkeiten zu erfüllen. Und da haben wir mit Scale AI 1X wahrscheinlich so die 2 großen Player in der Welt in Deutschland und Europa, kennen vielleicht die ein oder anderen Micro1, die ja auch eine 55000000 Seed Runde geraßt haben und mittlerweile ja bekannt sind als 1 der schnellst wachsenden Startups mit ihren AIA Zahlen. Da können wir auch gleich noch mal ganz kurz ein bisschen Licht drauf werfen, was bedeutet heutzutage eigentlich AIA? Trotzdem wirklich großen Respekt an Micro1, wie schnell sie das aufgebaut haben. Ich habe vorhin schon von Mimic gesprochen, die sowohl die Hand aber die Hand herstellen als auch und das ist das Interessante eben an diesen Trainingsdaten arbeiten mit einem Wearable UI.
00:28:51 · Constantin Sanders, Jan Thomas
Jetzt kommen wir zu den Händen und den dem Tastsinn, da fällt dann auch die Runde von enact mit rein, die ja genau daran arbeiten, diese Geschicklichkeit von Händen und von Motoren so zu bauen, dass auch humanoide Roboter mittlerweile Kraft und Berührungen spüren. Und da gibt's natürlich auch in den USA große Player. Tesla arbeitet zum Beispiel daran und auch Figure. Aber in DACH in Europa sind's dann vor allem die enact und die die Mimics, beide aus Zürich witzigerweise. Wir merken auch, die ETH spielt eine große, große Rolle. Mhm. Und als letzte Ebene und davon distanzieren wir uns son bisschen, weil wir auch glauben, dass die Chinesen einfach 3, 4, 5 Schritte weiter sind, sind ganze Roboter und und Humanoide. Also das Klassische, was wir so kennen von rumlaufenden Robotern, die wirklich physisch hergestellt werden. Das sind komplette Maschinen. Humanoide Roboter sind wahrscheinlich die bekanntesten der Figur Roboter oder von Tesla, der Optimus oder auch der Neo von 1X. Und in Deutschland arbeiten daran unter anderem Neura Robotics oder auch auch RobCo, die arbeiten eher an dem modularen Arm, aber trotzdem können wir uns ein bisschen vorstellen, dass das so wirklich physische Roboter sind, die Dinge erledigen. Und diese Ebenen unterscheiden wir. Wir bei Peak würden uns vorwiegend auf die Gehirne und die Trainingsdaten fokussieren. [00:30:06] S1: Aber es ist ja trotzdem spannend, was Du gerade sagst. Das heißt, RobCo und Robco und Neurorobotics, das wären Themen, wo Du sagst, da macht ihr ein Fragezeichen dran, ob das für den Standort Deutschland das Richtige ist?
00:30:06 · Jan Thomas, Constantin Sanders
[00:30:06] S1: Aber es ist ja trotzdem spannend, was Du gerade sagst. Das heißt, RobCo und Robco und Neurorobotics, das wären Themen, wo Du sagst, da macht ihr ein Fragezeichen dran, ob das für den Standort Deutschland das Richtige ist? [00:30:15] S2: Na ja, wir glauben zumindest, dass es extrem CapEx intensiv ist und wir als sehen uns eher auf der, ich sag mal, Software enabled Hardwareseite, also mehr bei den Trainingsdaten oder den klassischen Modellen. [00:30:28] S1: Ja, ist irgendwie auch nachvollziehbar, ne. Jetzt hast Du gerade gesagt, ARR ist son son Thema, das muss ich noch mal kurz zu begreifen. Das spielt aber wahrscheinlich im Robotics Bereich weniger eine Rolle, oder? Oder siehst Du das da auch? [00:30:38] S2: Ja, ja, das Problem ist, dass als ich angefangen hab in der in der Startup Venture Capital Welt hieß AR Annual Recurring Revenues, also kommt noch mehr so aus der SARS aus der SARS Zeit. Ein Kunde unterschreibt für für einen Produkt und unterschreibt gleichzeitig, dass er das auch die nächsten Monate verwenden wird. [00:30:54] S1: Oder über Jahre.
00:30:55 · Constantin Sanders
[00:30:55] S2: Genau, meistens auch Jahre und zahlt die auch Voraus und der Vertrag verlängert sich automatisch ganz klassisch, damit konnte man auch sehr gut planen. Das ist heutzutage nicht mehr unbedingt die Metrik, mit der EAA gemessen wird. Allerdings ist es eigentlich so die belastbarste Metrik, weil es natürlich irgendwie ein größten Login beim Kunden nach sich zieht. Heutzutage haben wir häufiger Begriffe wie annullized recurring revenue oder annullized run rate und das ist auch das, gerade die annullized run rate. Da gibt's auch Unterschiede zwischen Quartal und Monat. Also man nimmt zum Beispiel das letzte Quartal bei der annullized run rate quartalsweise und rechnet die mal 4. Und da können aber auch einmal Projekte oder Service Fees mit drin sein und man macht da keinen wirklich großen Unterschied. Und dann gibt's noch die annullized run rate pro Monat und das ist der letzte Monat mal 12, auch mit Einmann Effekten. Grundsätzlich ist es ja vollkommen fein, kann jede Company auch so reporten, wie sie das möchte. Ich mein, wir wir werten es nicht. Ich glaube, es ist nur wichtig und Constantin Buhler hat da auch von Secure, der Partner hat da, glaube ich, vor ein paar Tagen noch ein sehr, sehr guten LinkedIn Post so abgesetzt. Am Ende ist es, glaube ich, sehr wichtig, dass beide Seiten wissen, worüber gesprochen wird, damit man eben auch diese Umsätze gut messen kann. Was eben unter anderem mit Micro1 passiert ist, nachdem dieses Nahuncement rauskam, wie viel AIA, wie schnell sie wie viel AIA generiert haben, dass das teilweise mit Companies gleichgesetzt wurden, die AIA noch anders definiert haben. Und ich glaube, das sorgt dann eben für eine gewisse Schwierigkeit in der Lesbarkeit bei manchen Investoren, was jetzt eigentlich wie gemeint ist. Trotzdem noch mal möchte ich betonen, was Micro1 macht und wie sie in kurzer Zeit dieses Level aufgebaut haben, ist wirklich wahnsinnig beeindruckend. Wir müssen da, glaube ich, nur trotzdem ein bisschen vorsichtig sein, gerade weil auch so viel Kapital gerade in diesen Markt fließt, was sich eigentlich hinter welchem Begriff verbirgt.
00:32:39 · Jan Thomas
[00:32:39] S1: Jetzt im Zuge von dem Anthropic Börsengang, das fand ich spannend in dem Prospekt wird dann irgendwie gesprochen von oder Zahlen veröffentlicht, zu deren Net Revenue Retention. Das fand ich so beeindruckend, Die die ist so ultrahoch, ich glaub in 900 Prozent oder so, ne. Ich hab dann gedacht, ob das nicht vielleicht hätte ja sogar sone Metrik wird, die sich jetzt so nach und nach durchsetzt, dass Du sagst, okay, guckst jetzt gar nicht mehr nur auf RAA, das ist ja schön, aber wenn Du auch noch mal sagst, was kannst Du denn perspektivisch aus dem Kunden mehr rausholen und dann versus vielleicht die Turnrate oder sowas, ne, dass man sich in sonem Korridor dann irgendwie mehr aufhält in der Kommunikation. Weil wie gesagt, dieses REA, Du siehst es auf LinkedIn die ganze Zeit, jeder kommuniziert das, aber irgendwie weiß auch jeder, ist eigentlich ein kleines Sternchen dran und sagt not really, so irgendwie und ja.